Chemie Grundlagen

Chemische Verbindungen

Du brauchst einen Überblick über die wichtigsten chemischen Bindungsarten? Genau das erklären wir dir in diesem Beitrag!

Die vier wichtigsten chemischen Bindungen

Prinzipiell kann man die verschiedenen Bindungsarten in Primärbindungen und Sekundärbindungen unterteilen. Im Folgenden erklären wir dir die vier wichtigsten Verbindungen in der Chemie:

Die Ionenbindung, die kovalente Bindung – auch Atombindung genannt, die Metallbindung und die Wasserstoffbrückenbindung. Bis auf die Wasserstoffbrückenbindung sind alle genannten Bindungen Primärbindungen.

Ionenbindung

Starten wir mit der Ionenbindung. Diese findet sich hauptsächlich bei Salzen. Sie entsteht durch den Elektronenübergang zwischen zwei Elementen – meist einem Metall und einem Nichtmetall. Schauen wir als Beispiel Natriumchlorid an. Was du als Kochsalz kennst ist eine Ionenbindung aus Natrium und Chlor. Das Natriumatom gibt sein einzelnes Valenzelektron an das Chloratom, das sieben Valenzelektronen besitzt, ab. Daraus entsteht ein Natrium-Ion, das nun positiv geladen ist, da es ein Elektron weniger hat als vorher und ein Chlorid-Ion, das nun negativ geladen ist, weil es ein Elektron mehr hat als zuvor.

Ionenbindung
Ionenbindung

Kovalente Bindung

Als nächstes schauen wir die kovalente Bindung an. Diese kann unpolar oder polar sein. Welcher der beiden Fälle auftritt ist abhängig von den beteiligten Elementen. Zwischen zwei gleichen Elementen – z.B. H2 oder O2 – tritt immer eine unpolare Bindung auf. Bei der kovalenten Bindung teilen sich zwei Elemente ein, zwei, oder drei gemeinsame Elektronenpaare. Beim Sauerstoffmolekül beispielsweise entsteht eine unpolare Doppelbindung. Jedes Sauerstoffatom besitzt 6 Valenzelektronen, weil Sauerstoff in der 6. Hauptgruppe steht.

Zwei Valenzelektronen jedes Atoms suchen sich nun zwei Valenzelektronen eines anderen Sauerstoffatoms und bilden so eine unpolare Doppelbindung. Ein Beispiel für eine polare Bindung wäre Salzsäure. HCl (H C L) ist eine Verbindung aus Wasserstoff und Chlor. Das eine Valenzelektron von Wasserstoff bildet eine polare Einfachbindung mit einem Valenzelektron von Chlor. Die Stärke der Polarität hängt von der Differenz der Elektronegativität der beiden Elemente ab. Bei gleichen Elementen ist die Differenz null und es besteht daher keine Polarität.

Kovalente Bindung
Kovalente Bindung

Metallische Bindung

Kommen wir jetzt zur metallischen Bindung. Diese Bindungsart liegt in Metallen und Legierungen vor und zeichnet sich dadurch aus, dass in einem Metallgitter freie Elektronen vorhanden sind. Solche Elektronen nennt man delokalisierte Elektronen und sie sind auch der Grund dafür, wieso Metalle elektrisch leitend sind. Aufgrund der geringen Elektronegativität der metallischen Elemente können sich die Elektronen von den Rümpfen trennen und sich in sogenannten Elektronenwolken zwischen den Atomrümpfen frei bewegen.

Metallbindung
Metallische Bindung

Wasserstoffbrückenbindung

Zum Schluss betrachten wir noch die Wasserstoffbrückenbindung. Sie kommt beispielsweise in Wasser vor und entsteht nur, wenn ein Wasserstoffatom an ein deutlich elektronegativeres Atom gebunden ist, beispielsweise Sauerstoff. Zwischen dem Sauerstoff und dem Wasserstoffatom entsteht eine polare kovalente Bindung, die das einzige Elektron vom Wasserstoffatom stark an sich zieht. Somit wird der positiv geladene Wasserstoffkern partiell freigelegt und kann mit einem anderen H2O Molekül eine Wasserstoffbrückenbindung eingehen. Du siehst also, dass in den einzelnen Wassermolekülen polare, kovalente Bindungen vorkommen und die Wasserstoffbrückenbindung zwischen den H20 Molekülen wirkt. Diese Brückenbindung ist im Vergleich zu den anderen Bindungsarten relativ schwach, was dazu führt, dass Wasser flüssig ist.

Wasserstoffbrückenbindung
Wasserstoffbrückenbindung

Jetzt weißt du wie zwei Elemente miteinander glücklich werden können und welche Bindung sie eingehen werden.

Wenn du noch mehr über die anorganische Chemie erfahren möchtest, dann los zu unserem nächsten Video!

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