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Bestatter helfen Hinterbliebenen bei der Beerdigung von Verstorbenen und begleiten sie in ihrer Trauer.  Welche Aufgaben dich erwarten, wie viel du verdienst und ob die Ausbildung zum Bestatter zu dir passt, erfährst du in unserem Beitrag%und Video!

Job-Check: Bestatter/in
Grundlagen für diese Ausbildung
Organisationstalent 
Einfühlungsvermögen
Geduld und Professionalität
Ausbildungs- & Einstiegsgehalt
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
Einstieg
1.050 €
1.090 €
1.140 €
2.230 €
Karrierechancen & Zukunft
sehr gut mehr erfahren

Was machst du als Bestatter/in?

Als Bestatter oder Bestatterin betreust du Familienangehörige und andere Hinterbliebene nach einem Todesfall. Du planst und organisierst Trauerfeiern und sorgst für einen würdevollen Abschied der Verstorbenen.%Abbildung 1: Deine wichtigsten Aufgaben als Bestatter/in, Alttext: Bestatter Ausbildung, Was ist ein Bestatter, Was macht ein Bestatter, Ausbildung Bestatter, Bestattungsfachkraft Ausbildung, Ausbildung Bestattungsfachkraft, Bestattungsfachkraft, Ausbildung zum Bestatter, Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, Beruf Bestatter, Bestatter Beruf, Bestatter Arbeitszeiten, Bestatter Aufgaben, Aufgaben eines Bestatters

Welche Aufgaben in der Trauerhilfe auf dich warten, schauen wir uns jetzt genauer an:

  • Betreuung & Beratung: Muss eine Beerdigung organisiert werden, bist du der erste Ansprechpartner für die Hinterbliebenen. Du unterstützt sie bei der Planung der Bestattung. Dabei bist du einfühlsam und professionell zugleich.

  • Organisation & Koordination: Du kümmerst dich um die notwendigen Behördengänge und organisierst den Ablauf der Bestattung und Gedenkfeier. So haben die  Beteiligten Zeit zu trauern, anstatt sich um die Formalitäten der Beisetzung kümmern zu müssen. 

  • Kaufmännische Aufgaben: Das Aufstellen von Verträgen, die Kalkulation der Kosten und die Abrechnung mit Krankenkassen gehört ebenfalls zu deinem Aufgabenbereich.

  • Transport & Vorbereitung: Außerdem bringst du den Verstorbenen ins Bestattungsinstitut und versorgst ihn hygienisch und kosmetisch. Als Bestatter bist du also in direktem Kontakt mit dem Leichnam. Zusätzlich richtest du Särge und Urnen her und gibst Grabsteine und Grabschmuck in Auftrag.

Schon gewusst? Die tatsächliche Berufsbezeichnung eines Bestatters oder einer Bestatterin ist die Bestattungsfachkraft.

Was verdienst du als Bestatter/in?

Schon während deiner Ausbildung zur Bestattungsfachkraft verdienst du Geld. Die Höhe von deinem Gehalt in der Bestatter Ausbildung hängt davon ab, ob du im Bestattungsgewerbe oder im öffentlichen Dienst ausgebildet wirst. In dieser Tabelle siehst du deine monatliche Vergütung:

  1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr 3. Ausbildungsjahr
Bestattungsgewerbe 555 €  650 € 750 €
Öffentlicher Dienst 1.050 € 1.090 € 1.140 €

Was verdient ein Bestatter nach der Ausbildung? Dein Einstiegsgehalt als Bestattungsfachkraft liegt bei 2.230 € brutto im Monat. Durchschnittlich verdienst du in deiner Branche etwa 2.760 € brutto monatlich.%Abbildung 2: Ausbildungs- und Einstiegsgehalt - Bestatter/in ,Alttext: Bestatter Ausbildung, Bestatter Gehalt, Was verdient ein Bestatter, Ausbildung Bestatter, Bestattungsfachkraft Ausbildung, Ausbildung Bestattungsfachkraft, Bestattungsfachkraft, Ausbildung zum Bestatter, Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, Beruf Bestatter, Bestatter Beruf, Bestatter Arbeitszeiten, Bestatter Ausbildung Gehalt, Bestattungsfachkraft Gehalt, Bestatter Aufgaben, Aufgaben eines Bestatters, Bestatter Verdienst, Gehalt Bestatter

Da es wohl immer Menschen geben wir, die sich würdevoll von ihren verstorbenen Angehörigen verabschieden wollen, brauchst du dir keine Sorgen um einen Arbeitsplatz zu machen. Mit deinen Qualifikationen kannst du sie in dieser schweren Zeit unterstützen.

Passt die Ausbildung zum Bestatter zu dir?

Du bist einfühlsam? Veranstaltungen zu organisieren, gehört zu deinen Stärken? Und du kannst sensibel mit dem Thema Tod und Verlust umgehen? Dann scheint die Bestattungsfachkraft -Ausbildung gut zu dir zu passen.

Unser Selbst-Check zeigt dir, ob du für die Ausbildung zum Bestatter oder zur Bestatterin geeignet bist: 

✓ Genau dein Ding! ✗ Nichts für dich! 
Du bist ein Organisationstalent. Du lässt dich von Gefühlen mitreißen.
Professionalität und Mitgefühl gehören zu deinen Stärken. Eine lockere und lustige Arbeitsatmosphäre ist dir wichtig.
Der Umgang mit Toten macht dir keine Angst. Ernst zu bleiben, fällt dir schwer.
Du möchtest Menschen helfen, besser mit dem Verlust von Familienmitgliedern umzugehen. Die Organisation von Blumensträußen und Feierlichkeiten ist überhaupt nicht dein Ding.
Du kommst gut mit anderen zurecht. ✗ Du stehst gerne im Rampenlicht.

Wie stehen deine Karrierechancen?

Sehr gut! Denn trauernde Angehörige bauen auf deine Unterstützung bei der Planung von Beerdigungen. Der Blick auf die Karriereleiter zeigt, dass du nach deiner Ausbildung zur Bestattungsfachkraft eine Reihe an Weiterbildungen machen kannst. So schulst du nicht nur deine Kompetenzen, sondern erhältst zusätzlich ein höheres Gehalt

In der Tabelle haben wir dir die bekanntesten Weiterbildungen für Bestatter aufgelistet:

Bestattermeister/in
(1,5 Jahre)
Nach dieser Meisterweiterbildung koordinierst du Arbeitsprozesse in Bestattungsunternehmen und sorgst dafür, dass Trauerfeiern wie abgemacht durchgeführt werden. Außerdem leitest du Mitarbeiter und Azubis an.

Fachwirt/in – Bestattung
(6 Monate)

Als Bestattungsfachwirtin unterstützt du Trauernde und berätst sie rund um die Themen Tod, Trauer und Sterben. Du stellst Angebote für Urnen und Särge bereit und gestaltest Bestattungen.
Studium – Dienstleistungs- und Servicemanagement
(3-4 Jahre)
Mit einer Hochschulzugangsberechtigung (Fachabitur oder Abitur) kannst du sogar Dienstleistungs- und Servicemanagement studieren. Dadurch erhältst du mehr Einblicke in die Betriebswirtschaftslehre, das Management und das Finanz- und Rechnungswesen.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Für die Ausbildung zum Bestatter ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis haben aber die mittlere Reife (Realschulabschluss). %Abbildung 3: Schulabschlüsse von Azubis - Bestatter/in, Alttext: Bestatter Ausbildung, Ausbildung Bestatter, Bestattungsfachkraft Ausbildung, Ausbildung Bestattungsfachkraft, Bestattungsfachkraft, Ausbildung zum Bestatter, Ausbildung zur Bestattungsfachkraft, Beruf Bestatter, Bestatter Beruf, Bestatter Arbeitszeiten, Schulabschluss Bestatter, Bestatter Schulabschluss, Voraussetzungen Bestatter

Es ist außerdem von Vorteil, wenn dir folgende Fächer Spaß machen:

  • Deutsch: Du berätst Kunden zu den verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten und verfasst Traueranzeigen. Daher ist es gut, wenn du Deutsch sowohl mündlich als auch schriftlich beherrschst. 
  • Mathe: Es ist außerdem hilfreich, die Grundlagen der Mathematik zu beherrschen, um zum Beispiel Bestattungsverträge abzurechnen.
  • Ethik/Religion: Wenn du gut mit Menschen umgehen kannst, verständnisvoll und geduldig bist, dann ist das ein großer Vorteil für den Bestatter Beruf. Das lernst du vor allem in den Fächern Ethik oder Religion.

Wo kannst du als Bestatter/in arbeiten?

Als Bestatter findest du in verschiedenen Betrieben Beschäftigung. Hier siehst du eine Übersicht deiner möglichen Arbeitgeber:

  • Bestattungsinstitute
  • Friedhöfe
  • Krematorien (Ort, an dem Einäscherungen stattfinden)
  • Friedhofsverwaltungen

In erster Linie arbeitest du dabei an diesen Arbeitsorten:

  • In Geschäfts- und Büroräumen
  • In Werkstätten (Für die Planung der Särge und Urnen)
  • Im Freien am Grab
  • In Aufbahrungshallen (Ort, an dem Sarg des Verstorbenen vor der Beisetzung ausgestellt wird)
  • In Krematorien

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Als Bestatterin arbeitest du etwa 40 Stunden die Woche, das sind 8 Stunden an 5 Tagen die Woche. Dabei sind deine Arbeitszeiten nicht eindeutig festgelegt, denn der Bereitschaftsdienst ist keine Seltenheit. Das bedeutet, du bist auf Abruf dazu bereit zu deinen Kunden zu fahren oder Verstorbene zu transportieren.

Wie sieht deine Arbeitskleidung aus?

Deine Arbeitskleidung ist nicht genau geregelt. Bei Behördengängen oder Dienstbesuchen im Leichenschauhaus spielt deine Kleidung keine große Rolle. Wenn du aber mit Kunden und Trauernden zu tun hast, ist ein angemessenes Auftreten wichtig. Ein Bestatter trägt Hemd und Krawatte, während eine Bestatterin in dunkler Bluse zur Arbeit kommt. Wie streng die Arbeitskleidung geregelt ist, hängt von deinem Arbeitgeber ab.

Wie läuft die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft ab?

Die Bestatter Ausbildung dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet, dass du abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb bist. In der Schule lernst du theoretische Inhalte. Dazu zählt zum Beispiel, welche Beisetzungsformen es gibt oder welche Gesetze in der Bestattungsbranche relevant sind. Im Bestattungsunternehmen selbst wird dir gezeigt, wie der Arbeitsalltag abläuft und wie du mit Verstorbenen und Hinterbliebenen umgehst.

Nach deiner Ausbildung bist du eine staatlich anerkannte Bestattungsfachkraft.  

Übrigens: Die Theoriephasen in der Berufsschule finden oft blockweise statt. Das bedeutet, dass du abwechselnd mehrere Wochen am Stück in der Schule oder im Betrieb bist. 

Was lernst du in deiner Ausbildung zum Bestatter?

In den drei Jahren deiner Ausbildung lernst du zum Beispiel, wie du Trauerfeiern organisierst oder wie du den Verstorbenen für seine Beisetzung aufbahrst. Schauen wir uns die Lerninhalte mal genauer an:

Lehrjahr Berufsschule Ausbildungsbetrieb
1
  • Welche Gesetze und Grundlagen gelten?
  • Wie bearbeite ich Bestattungsaufträge?
  • Wie erledige ich Formalitäten?
  • Du lernst die betrieblichen Strukturen und typischen Dienstleistungen deines Bestattungsunternehmens kennen.
  • Du arbeitest auf dem Friedhof und stellst sicher, dass der Sarg in das Grab passt.
  • Du erledigst die Buchführung zu den Tätigkeiten deines Bestattungsunternehmens.
2
  • Welche Bestattungsarten gibt es?
  • Wie plane ich Bestattungen?
  • Wie richte ich Trauerfeiern aus?
  • Du setzt dich mit organisatorischen Abläufen auseinander.
  • Du bereitest verschiedene Bestattungen vor.
Zwischenprüfung
3
  • Wie gehe ich mit Trauernden um?
  • Was ist bei der Beratung wichtig?
  • Wie bereite ich den Verstorbenen auf die Beisetzung vor?
  • Du lernst den direkten Umgang mit Hinterbliebenen.
  • Du bereitest den Leichnam vor. 
Abschlussprüfung

Du interessierst dich für Berufe, bei denen du ältere Menschen unterstützen kannst? Dann schau dir unbedingt die Ausbildung zur Altenpflegerin  an!%Thumbnailverweis

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