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Elektroniker sind Experten für alle elektronischen Geräte und Systeme. Alles zur Ausbildung, wie viel du verdienst und welches der 8 Spezialgebiete am besten zu dir passt, findest du in diesem Beitrag heraus!

Was machst du als Elektroniker/in? 

Elektroniker und Elektronikerinnen können je nach Fachbereich verschiedene Aufgaben übernehmen. Eins haben aber alle gemeinsam — sie kennen sich top mit elektronischen Geräten aus.

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Deine wichtigsten Aufgaben als Elektroniker/in

Egal an welcher Maschine du herumwerkelst, deine Aufgaben drehen sich um die folgenden Punkte:

  • Planen und Analysieren: Wenn sich ein Kunde mit einem Auftrag bei dir meldet, schaust du dir zuerst die Situation vor Ort an. Du besteigst Hausdächer, auf denen Solaranlagen installiert werden sollen oder checkst Lüftungssysteme von Firmen ab. Danach entwirfst du deinen Plan. 

  • Bauen und Installieren: Hast du alles vorbereitet, beginnst du das Gerät in deiner Werkstatt zu bauen. Du verbindest einzelne Bauteile mit Kabeln, installierst eine Software und programmierst das Gerät. Bist du fertig, baust du die Elektronik vor Ort beim Kunden ein. 

  • Erklären und Informieren: Das Gerät ist einsatzbereit! Nun erklärst du deinem Kunden, wie er die Maschine bedienen kann. Außerdem informierst du ihn über Sicherheitshinweise und beantwortest seine Fragen. 

  • Prüfen und Reparieren: Die wichtigste Arbeit ist getan. Trotzdem schaust du bei deinen allen Kunden regelmäßig vorbei. Dort überprüfst du, ob noch alles einwandfrei funktioniert. Entdeckst du Fehler, reparierst du die Geräte natürlich sofort. 

  • Vermerken und Dokumentieren: Ist der Auftrag abgeschlossen, dokumentierst du deine Arbeit in einem kurzen Bericht. In Prüfprotokollen notierst du deine regelmäßigen Kontrollbesuche. 

Die Berufsbezeichnung „Elektriker“ ist veraltet. Heute heißt der Beruf offiziell „Elektroniker“. Doch egal welcher Name, am Ende steht bei beiden die Elektronik im Vordergrund.  

Was verdienst du als Elektroniker/in?

Egal welche Fachrichtung du einschlägst, bezahlt wirst du gut. Schon während deiner Ausbildung kannst du mit einem ordentlichen Gehalt rechnen. Meistens hast du einen Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD), in dem deine Ausbildungsvergütung je nach Branche festgelegt ist. 

Branche 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr  4. Jahr
Elektrohandwerk 800 € 850 € 950 € 1.050 €
Metall- und Elektroindustrie 1.000 € 1.050 € 1.150 € 1.200 €

Auch nach der Ausbildung wird dein Gehalt meist durch einen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) geregelt. Dabei verdienen die meisten Elektriker zwischen 3.050 € und 4.790 €. Das höchste Gehalt bekommst du in der Fachrichtung Gebäude- und Infrastruktursysteme und in der Betriebstechnik. 

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Ausbildungs- und Einstiegsgehalt – Elektroniker/in

In welchen Fachrichtungen dir außerdem ein besonders hoher Lohn gezahlt wird, erfährst du in unserem Beitrag zum Gehalt als Elektroniker

Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen gut. Denn bei jedem Hausbau werden Elektroniker gebraucht. Sorgen um deine Zukunft, musst du dir also keine machen. 

Passt die Ausbildung zum Elektroniker zu dir?

Du hast schon die ein oder andere Glühbirne ausgewechselt? Dein Herz schlägt für Elektronik? Fingerspitzengefühl zählt zu deinen Stärken? Dann scheint die Ausbildung zum Elektriker gut zu dir zu passen!

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob eine Ausbildung zum Elektriker genau das Richtige für dich ist:

✓ Genau dein Ding!  ✗ Nichts für dich! 
Aufgaben erledigst du sorgfältig und präzise.  Dich nerven Kunden mit vielen Wünschen. 
✓ IT und Software ist für dich nichts Neues.   ✗ Du bist unzuverlässig und unaufmerksam. 
 Du werkelst gerne an Systemen herum.   Du hast Angst, einen Stromschlag zu bekommen.
 Du übernimmst gerne Verantwortung.    Am liebsten sitzt du den ganzen Tag im Büro. 

Wie stehen deine Karrierechancen?

Als Elektroniker hast du gute Karrierechancen. Du kannst nämlich innerhalb deines Unternehmens in der Position aufsteigen und leitende Aufgaben übernehmen. Nach der Ausbildung bist du also noch längst nicht am Ende deiner Karriere angelangt. 

Zusätzlich hast du die Möglichkeit, dich nach deiner Ausbildung weiterzubilden. Eine Techniker- oder Meisterweiterbildung wird in vielen Fachgebieten angeboten. Dabei übernimmst du nicht nur mehr Verantwortung, sondern verdienst auch mehr Geld.

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Welche Fachrichtungen des Elektronikers gibt es? 

Elektroniker ist nicht gleich Elektroniker. Denn als Elektroniker kannst du in verschiedenen Fachrichtungen arbeiten. Schon zu Beginn deiner Ausbildung wählst du einen der 8 Schwerpunkte. Dabei schraubst du an den unterschiedlichsten Geräten rum.

Möchtest du mit deinen innovativen Solaranlagen zum Klimaschutz beitragen? Oder willst du Büros mit den neusten Computern, Faxgeräten und Telefonen ausstatten? Interessieren dich elektrische Autos und Rasenmäher? Oder würdest du am liebsten für Heizung und Lüftung in Mehrfamilienhäusern zuständig sein? Du hast die Wahl! Welcher Elektriker willst du sein? 

  Fachrichtung Beispielhafte Geräte
🚦 Automatisierungs- und Systemtechnik Ampelsysteme, Abwasserpumpen, Fließbänder
📡 Betriebstechnik Straßenbeleuchtung, Stromnetze, Kohlekraftwerke
💡
Energie- und Gebäudetechnik  Lichtschalter, Wasser- oder Telefonanschlüsse, Solarzellen 
🚨 Gebäude- und Infrastruktursysteme Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungssysteme, Alarmanlagen
🏢 Gebäudesystemintegration Vernetzen von Systemen für Licht, Heizung oder Sicherheit
🔌 Geräte und Systeme Herzschrittmacher, Uhren, Überwachungskameras
💻 Informations- und Systemtechnik Computer, Antennen, Faxgeräte, Telefone, Lichtschranken
🏗 Maschinen- und Antriebstechnik  Elektrofahrzeuge, Mähroboter, Krananlagen

Während in manchen Fachrichtung tausende Azubis jährlich anfangen, werden andere Spezialgebiete eher selten gewählt. Auf dem Siegertreppchen der Ausbildungen mit den meisten Azubis stehen:

  1. Energie- und Gebäudetechnik mit 13.000 Azubis in 2019 
  2. Betriebstechnik mit 7.000 Azubis in 2019 
  3. Geräte und Systeme mit 2.000 Azubis in 2019 

Schon gewusst? Die Ausbildung zum Elektroniker für Gebäudesystemintegration ist neu. Ab dem 1. August 2021 kannst du diese Fachrichtung wählen. Damit kannst du also einer der ersten Elektriker für Gebäudesystemintegration werden!

Welchen Voraussetzungen musst du erfüllen? 

Für die Ausbildung zum Elektroniker ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Das heißt, egal ob du von der Hauptschule, der Realschule oder vom Gymnasium kommst, du kannst dich für jede Fachrichtung bewerben. 

Allerdings haben in fast allen Fachrichtungen die meisten Azubis einen Realschulabschluss. Die einzige Ausnahme ist die Informations- und Systemtechnik — hier hat die Mehrheit ein Abitur. Außerdem sind Abiturienten besonders in der Fachrichtung Geräte und Systeme und in der Betriebstechnik zu finden. Viele Hauptschulabsolventen gibt es dagegen in der Energie- und Gebäudetechnik sowie in der Maschinen- und Antriebstechnik. 

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Schulabschlüsse von Azubis – Elektroniker/in

Außerdem legen Arbeitgeber in der Elektrobranche besonders Wert auf deine Fähigkeiten in den folgenden Fächern: 

  • Werken: Handwerkliches Geschick ist gefragt, denn du wirst Geräte bauen und einstellen.
  • Mathe: Egal ob für Kosten oder für die Länge von Bauteilen, die Grundrechenarten sollten sitzen. 
  • Physik/Technik: Erste Grundlagen über elektrische Energie helfen dir während der Ausbildung. 
  • Informatik: Kennst du dich auch schon ein wenig mit dem Programmieren aus, bist du top vorbereitet.  

Wie läuft deine Ausbildung zum Elektriker ab?

Hast du dich für ein Spezialgebiet entschieden, kannst du auch schon loslegen. Die Ausbildung zum Elektriker dauert 3,5 Jahre und ist dual aufgebaut. Das heißt, du bist abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule findet theoretischer Unterricht statt und im Ausbildungsbetrieb darfst du selbstständig mitarbeiten.

Nach dem zweiten Lernjahr machst du eine erste Zwischenprüfung. Am Ende deiner Azubi-Karriere machst du eine zweite Prüfung, die Abschlussprüfung. Hast du diese mit Erfolg bestanden, darfst du dich anerkannter Elektroniker oder anerkannte Elektronikerin nennen. 

Was lernst du in der Ausbildung zum Elektroniker? 

In der Berufsschule lernst du, wie du die Aufgaben eines Elektronikers bewältigst. Im Betrieb bist du von Anfang an an der Arbeit beteiligt. So gewinnst du schon früh einen Einblick in dein späteres Berufsleben. Dabei lernst du:  

Jahr  Lerninhalte in der Berufsschule  Aufgaben im Betrieb 
1 & 2
  • Welche elektrischen Systeme gibt es? 
  • Wie finde ich heraus, ob ein Gerät funktioniert?
  • Wann ist ein elektrisches Gerät sicher? 
  • Du planst Arbeitsabläufe und organisierst Materialien. 
  • Du baust einzelne Bauteile zu ganzen Geräten zusammen. 
  • Du prüfst, ob Geräte fehlerfrei sind und ob alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. 
3 & 4
  • Welche Softwares muss ich installieren?
  • Wie programmiere ich ein Gerät?
  • Was muss ich den Kunden erklären, damit sie die Geräte selbst bedienen können? 
  • Du baust aus einzelnen Geräten ganze Systeme zusammen. 
  • Du installierst Software und programmierst die Systeme. 
  • Du führst erste Beratungsgespräche mit Kunden. 

Wo kannst du als Elektroniker/in arbeiten?

Experten in Sachen Elektronik werden überall gebraucht. Denn Steckdosen, Lampen oder Heizungen gibt es in jedem Gebäude. In den folgenden Branchen bist du als Elektriker gefragt: 

  • Maschinen- und Werkzeugbau
  • Automatisierungstechnik 
  • Elektroinstallation und Energieversorgung
  • Immobilien- und Gebäudewirtschaft 
  • Informationstechnik 

Im Arbeitsalltag bist du ständig unterwegs. Aufträge nimmst du im Büro an, erste Besichtigungen machst du beim Kunden vor Ort und deine Pläne entwirfst du in der Werkstatt. Du bist also immer unter Strom und Langeweile kommt dabei sicher nicht auf!

Wie sind deine Arbeitszeiten als Elektroniker/in?

Als Elektroniker hast du meistens feste Arbeitszeiten. In der Regel arbeitest du dabei im Schichtdienst. Das heißt, du wirst entweder von morgens bis nachmittags, von nachmittags bis Mitternacht oder von Mitternacht bis morgens eingesetzt. 

Einen zusätzlichen Gehaltsbonus kannst du dir im Bereitschaftsdienst sichern. Dabei stehst du oft nachts auf Abruf bereit und kannst Kunden sofort zur Hilfe eilen, wenn etwa der Strom ausfällt oder die Klimaanlage explodiert ist. 

Als Elektroniker bist du im Handwerk nicht wegzudenken. Genauso wenig wie der Experte für Holz! Wie deine Karriere als Tischler aussehen könnte, erfährst du in unserem Beitrag dazu. %Thumbnail Tischler 

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