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Zusammen basteln, Streit schlichten und Eltern informieren: Als Erzieher oder als Erzieherin bist du nicht nur Vorbild, sondern auch verantwortlich für alle Aufgaben rund um die Entwicklung der Kinder.  

Was du als ErzieherIn machst, wie viel du verdienst und wie deine Ausbildung verläuft, zeigen wir dir in unserem Beitrag und Video. %Verlinkung 

Was machst du als ErzieherIn?

Als ErzieherIn kümmerst du dich um Babys, Kinder und Jugendliche, betreust sie und unterstützt ihre Entwicklung und Erziehung. Während eines Arbeitsalltags bist du also für viele verschiedene Aufgaben verantwortlich. — Werfen wir einen Blick darauf, was das genau genau für dich bedeutet:

  • Betreuung und Förderung: Du übernimmst Verantwortung für die Kinder. Dabei passt du auf sie auf und spielst, malst oder singst mit ihnen. Auf diese Weise förderst du ihre Entwicklung spielerisch und unterstützt sie dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen. 
  • Erziehung: Du unterstützt die Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder. Du setzt Grenzen, schlichtest Streit und belohnst gutes Verhalten.
  • Versorgung und Pflege: Besonders Kleinkinder brauchen deine Unterstützung. Windeln wechseln, Zähne putzen und Hilfe beim regelmäßigen Essen und Trinken sind deine Aufgaben.
  • Leitung und Planung: Als ErzieherIn bist du auch für Organisatorisches zuständig. Du informierst die Eltern über die Fortschritte ihrer Kinder, planst Ausflüge und leitest Praktikanten an.
  • Beratung: Stellst du einmal fest, dass sich einer deiner Schützlinge auffällig verhält oder Lernprobleme hat,  stehst du ihnen und deren Eltern mit Rat und Tat zu Seite. Du erstellst dafür einen Plan, der genau auf das Kind zugeschnitten ist und es richtig fördert. 
  • Dokumentation: Ganz ohne Papierkram geht es auch hier nicht! Du schreibst Berichte und manchmal auch Gutachten über die Entwicklung der Kinder. 

Was verdienst du als Erzieher / Erzieherin?

In den Ausbildungsjahren verdienst du in der Regel noch nichts. Die Ausbildung ist mittlerweile aber kostenfrei! Hast du allerdings einen Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD), kannst du sogar in der Ausbildung schon bis zu 1.200 € im Monat verdienen.

Im darauffolgenden Berufspraktikum bekommst du dann sogar bis zu 1.500 € monatlich. Als ausgelernter Berufsanfänger kannst du mit einem Lohn von 2.200 € rechnen. Anschließend liegt dein Verdienst im Durchschnitt bei 3.100 €. Mit steigender Berufserfahrung erhältst du bis zu 3.500 €.

Passt die Ausbildung zu dir?

Das Spielen mit Kindern macht dir Spaß? Du wünschst dir einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag? Du bist geduldig und organisiert? Dann passt diese Ausbildung perfekt zu dir! 

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob eine Ausbildung zum Erzieher das Richtige für dich ist. 

Genau dein Ding!  Nichts für dich! 

☺︎ Du kannst sehr gut mit Kindern umgehen.

☺︎ Mit deinem Einfühlungsvermögen fällt es dir leicht, dich in andere hinein zu versetzen.

☺︎ Du hast kreative Ideen, die Kindern Spaß machen. 

☺︎ Du bleibst ruhig, auch wenn mal Etwas schief geht.

☹︎ Schreiende Kinder und besorgte Eltern nerven dich. 

☹︎ Du arbeitest am liebsten alleine am Laptop.

☹︎ Verantwortung für eine Gruppe zu übernehmen, macht dir Angst. 

☹︎ Du bist temperamentvoll und kannst dich nur schlecht beherrschen.

Welche schulischen Voraussetzungen musst du erfüllen?

Erzieher oder Erzieherin kannst du auf ganz unterschiedliche Arten werden, die sich teilweise von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Am besten suchst du nach Ausbildungswegen zur ErzieherIn für genau dein Bundesland. Allgemein gelten deutschlandweit aber diese Richtlinien:

Hast du eine mittlerer Reife (Realschulabschluss), musst du zuerst ein Vorpraktikum in einer Einrichtung, wie beispielsweise einem Kindergarten, absolvieren. Manchmal wird auch eine Grundausbildung zum Kinderpfleger%Verlinkung oder zum Sozialassistenten%Verlinkung vorausgesetzt. So sammelst du erste Berufserfahrungen, die dir dann in deiner Ausbildung zu Gute kommen! 

Auch mit einer Hochschulreife (Abitur) in der Tasche benötigst du so ein Vorpraktikum. In diesem Fall fällt es aber deutlich kürzer aus, nämlich sechs Wochen.

Wenn das auf dich zutrifft und dir noch folgende Schulfächer Spaß machen, kommt die Ausbildung immer mehr in Frage für dich: 

  • Kunst: Deine kreativen Ideen sorgen beim Spielen und Basteln für eine extra Portion Spaß. 
  • Musik: Beim Singen im Stuhlkreis hilfst du den Kindern ein erstes Rhythmusgefühl zu entwickeln.
  • Deutsch: Du begleitest die Sprachentwicklung der Kinder und hilfst ihnen, sich auszudrücken. 

Tipp: Auch mit einem Hauptschulabschluss kannst du ErzieherIn werden. Dafür absolvierst du in vielen Bundesländern zunächst eine zweijährige Ausbildung zur KinderpflegerIn%Verweis oder zum Sozialassistenten.%Verweis

Wo kannst du als ErzieherIn arbeiten?

Die Nachfrage nach Erziehern ist riesig! Und das Gute ist, an deinen super Zukunftschancen wird sich auch nichts ändern: denn solange es Kinder gibt, braucht die Gesellschaft unbedingt ausgebildete Betreuer wie dich! 

Allgemein kannst du als Erzieher oder Erzieherin an vielen verschiedenen Orten arbeiten, nämlich in: 

  • Kindergärten, Kindertagesstätten, Krippen und Horte
  • Kinder-, Jugendwohn-, Erholungs- und Ferienheimen 
  • Familien- und Suchtberatungsstellen
  • Tagesstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung 

Die meisten Erzieher und Erzieherinnen arbeiten natürlich in Kindergärten oder Kindertagesstätten. Der Arbeitsalltag kann sich dabei aber je nach Konzept der Einrichtung unterscheiden:

  • In Waldkindergärten arbeitest du die meiste Zeit draußen im Freien. Egal bei welchem Wetter, gemeinsam mit den Kindern entdeckst du die Natur und spielst mit ihnen an der frischen Luft.
  • In Kindertagesstätten, die nach dem sogenannten offenen Konzept arbeiten, gibt es keine festen Gruppen und die Kinder können frei wählen, in welcher Spielgruppe sie spielen wollen.
  • Montessori Kindergärten fördern das eigenständige Lernen ihrer Kinder durch besondere Spielmaterialien.
  • Integrative Kindergärten bemühen sich, Kinder mit und ohne Einschränkungen gemeinsam aufwachsen zu lassen.

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Du arbeitest unter der Woche von Montag bis Freitag und das vor allem vormittags. So kannst du je nach Arbeitsplatz im klassischen 8-Stunden-Tag oder im Schichtdienst eingesetzt werden. Außerdem kannst du dir aussuchen, ob du in Teilzeit oder in Vollzeit arbeitest. 

Deine Urlaubszeiten richten sich oft nach den Schulferien: In den Sommer- und Weihnachtsferien bleiben Kindergärten häufig auch geschlossen, außer du übernimmst die Notbetreuung.

Wenn du in einem Wohnheim tätig bist, kann es durchaus vorkommen, dass du auch im Nachtdienst arbeitest. Das liegt daran, dass dort die Betreuung von Kindern und Jugendlichen rund um die Uhr stattfindet. Das Gute daran ist, dass du dir mit einer Nachtschicht direkt einen Gehaltsbonus sichern kannst! 

Wie läuft deine Ausbildung zum Erzieher ab?

Die Ausbildung ist meist eine klassische schulische Ausbildung. Das bedeutet, du besuchst eine Fachschule für Sozialpädagogik oder ein Berufskolleg. Aufgelockert wird der schulische Alltag durch mehrwöchige Praktika, in denen du unterschiedliche Einrichtungen kennenlernen darfst.

Während du in Vollzeit zwei bis vier Jahre brauchst, dauert die Ausbildung in Teilzeit drei bis sechs Jahre. Danach machst du noch ein einjähriges Berufspraktikum, um dein Gelerntes in der Praxis anzuwenden. Nach deiner bestandenen Abschlussprüfung bist du dann ein staatlich anerkannter Erzieher oder eine staatlich anerkannte Erzieherin.

Anstatt der schulischen Ausbildung, kannst du auch die dreijährige praxisintegrierte Ausbildung (PiA) absolvieren. Dabei verbringst du meist drei Tage die Woche in der Berufsschule und arbeitest an den anderen beiden Tagen in einer Kita oder einer ähnlichen Einrichtung. 

Was lernst du in deiner Ausbildung?

Wie tröste ich ein weinendes Kindergartenkind? Was hilft mir beim Schlichten eines Streits? Wann muss ich die Eltern informieren? Während deiner Ausbildung lernst du, wie du die Entwicklung von Kindern optimal fördern kannst. Dabei werden dir verschiedene Lernfelder begegnen:

Identität
  • Welche Rolle spiele ich als Erzieher in der Kindergartengruppe?
  • Was hat Multitasking mit Kindererziehung zu tun? 
  • Wie werden Kinder später zu willensstarken und selbstständigen Erwachsenen? 
  • Wie erkenne ich die Bedürfnisse von Kindern? 
Interaktion
  • Was macht gute Beziehungen und starke Gruppen aus?
  • Wann muss ich in einen Streit eingreifen und wie löse ich ihn?
  • Wie kann ich möglichst einfühlsam und verständnisvoll mit den Kindern umgehen? 
Vielfältigkeit
  • Wie fördere ich kulturelle und sprachliche Vielfalt der Gruppen? 
  • Wie funktioniert das Zusammenleben der Kinder mit und ohne Einschränkungen am besten?
  • Welche Chancen bietet eine bunt gemischte Gruppe? 
Lernen 
  • Welche Spiele und Aktivitäten helfen Kindern bei ihrer Entwicklung?
  • Was für einen Einfluss hat Musik, Sprache und die Umgebung auf die Entwicklung der Schützlinge? 
Konflikt & Kommunikation 
  • Wie kann ich besonders gut mit den Eltern zusammenarbeiten? 
  • Wie erkenne und erkläre ich auffällige Verhaltensweisen und Lernschwierigkeiten?
  • Wie helfe und berate ich Familien in Krisen? 

Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter?

Als ErzieherIn bist du sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt. Bereits mit deiner Ausbildung selbst kann der nächste Schritt die Leitung einer eigenen Gruppe sein – das bedeutet natürlich mehr Verantwortung aber auch ein Lohnplus.

Um dich noch stärker von anderen Bewerbern abzuheben, ist eine Weiterbildung genau das Richtige. Damit hast du zusätzlich gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Als ErzieherIn stehen dir dafür viele verschiedene Wege offen:

Weiterbildung Das kannst du dann 
FachwirtIn für Erziehungswesen Du übernimmst Aufgaben in der Führung, in der Organisation und im Personalmanagement. Du planst Arbeitsabläufe und kontrollierst das Personal. 
FachlehrerIn für Sonderschulen Du unterrichtest und betreust Schülern mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Durch Bewegungsspiele und Denkaufgaben begleitest du ihre Entwicklung.
BetriebswirtIn für Sozialwesen  Du unterstützt die Geschäftsleitung einer Einrichtung. Außerdem kennst du dich mit Finanzen und Marketing aus. 

 

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