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Das Lager organisieren, am Steuer eines Gabelstaplers sitzen und Waren verpacken und versenden: Als Fachkraft für Lagerlogistik hast du einen sehr abwechslungsreichen Beruf. 

Was du als Lagerlogistiker machst, wie viel du verdienst und ob diese Ausbildung zu dir passt, erfährst du in unserem Video. 

Was machst du als Fachkraft für Lagerlogistik? 

Grundsätzlich ist eine Fachkraft für Lagerlogistik für die Kontrolle, Vollständigkeit und Pflege der Ware eines Lagers zuständig. Aber was genau zählt alles zu den Aufgabenbereich eines Lagerlogistikers? 

  • Warenannahme:

    Als Fachkraft empfängst du ständig neue Ware im Lager. Du hilfst dabei, sie beispielsweise von LKWs oder Schiffscontainern zu entladen. Danach kontrollierst du, ob die Ware vollständig und unversehrt ist. Du dokumentierst alles mit Belegen und speicherst es im PC.

  • Lagerung:

    Es zählt zu deinen Aufgaben, die Ware in ihrem richtigen Lagerplatz unterzubringen und sie sachgerecht zu verstauen. Gabelstapler und andere Transportfahrzeuge helfen dir dabei. So kannst du die Ware ganz einfach durch die Gänge des Lagers transportieren. 

  • Bestandskontrolle:

    Dabei kontrollierst du die Lagerplätze und überprüfst, ob die Güter fachgerecht sortiert sind. So kannst du schnell feststellen, ob noch genügend Ware vorhanden ist und ob bei Lebensmitteln das Mindesthaltbarkeitsdatum eingehalten wird.

  • Planung von Auslieferungsrouten:

    Ob die Ware per Zug, Flugzeug, LKW oder sogar Schiff verschickt wird, entscheidest du! Du planst die Route und Versandart, indem du die Entfernung und Transportzeit genau im Blick hast. 

  • VerpackungKommissionieren und Versand:

    Du bist dafür verantwortlich, dass die Waren sicher verpackt und verladen werden, damit sie gut ans Ziel kommen. „Kommissionieren“ bedeutet übrigens, dass du eine Bestellung richtig zusammenstellst.

  • Bestellungen:

    Ist ein Regal fast leer, bestellst du neue Ware — schließlich willst du Lieferengpässe unbedingt vermeiden! Ein Rundgang durchs Lager und das Computersystem helfen dir dabei.  

Was verdienst du als Fachkraft für Lagerlogistik?

In deinem ersten Ausbildungsjahr verdienst du etwa 805€ im Monat. Im zweiten Lehrjahr liegt dein Gehalt dann bereits bei 880€ und im dritten Lehrjahr sogar bei 965€. Wenn du dann mit deiner Ausbildung fertig bist, steigst du mit einem Verdienst von 1.900€ pro Monat ein. 

Du willst wissen, wie du als Lagerlogistiker noch mehr Geld verdienen kannst? Dann schau unbedingt auch bei unserem Beitrag zum Gehalt und deinen Aufstiegschancen dazu vorbei! 

Passt die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik zu dir? 

Dir fällt es leicht, Dinge zu organisieren? Du willst einen Job, wo du richtig mit anpacken kannst? Du bist ein richtiger Technik-Fan und du interessierst dich für elektronische Maschinen und Fahrzeuge? Dann scheinst du der perfekte Kandidat für diese Ausbildung zu sein! 

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik in Frage kommt. 

Genau dein Ding! Nichts für dich!
☺︎ Du bist körperlich fit und packst gern mit an. ☹︎ Du bist chaotisch.
☺︎ Du interessierst dich für Maschinen und Elektronik. ☹︎ Computer, Technik und Maschinen findest du langweilig.
☺︎ Du hast ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen. ☹︎ Lange Zahlenreihen und Lieferscheine machen dir Angst.

Welche Voraussetzungen brauchst du? 

Für die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik gibt es keinen vorgeschriebenen Schulabschluss. Die meisten Berufseinsteiger im Bereich Industrie und Handel haben jedoch einen mittleren Schulabschluss oder Realschulabschluss. Im Handwerk dagegen genügt schon ein Hauptschulabschluss

Folgende Schulfächer sind wichtig für deine Ausbildung:

  • Mathematik: Du solltest die Grundrechenarten sehr gut beherrschen, damit du Lagerkennzahlen ermitteln und auswerten kannst.
  • Deutsch: Da du viele Lagerunterlagen und Dokumentationen korrekt ausfüllen musst, solltest du die deutsche Sprache gut beherrschen.
  • Englisch: Gerade mit ausländischen Lieferanten und Fernfahrern sprichst du oft Englisch. Gute Grundkenntnisse reichen dabei vollkommen aus. 
Tipp zur Bewerbung

Du kannst deine Chancen auf eine Einladung zum Bewerbungsgespräch erhöhen, indem du im Anschreiben erwähnst, dass du gerne mit anpackst und Dinge organisierst. Für beide Angaben solltest du dir aber auch praktische Beispiele überlegen. Vielleicht hast du ja schon mal einen Ausflug organisiert? Das wäre ein gutes Beispiel!

Wo kannst du als Fachkraft für Lagerlogistik arbeiten?

Das Besondere an diesem Beruf ist, dass du in den unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen arbeiten kannst. Die meisten Arbeitsstellen findest du in Industrie-, und Handelsunternehmen, im Handwerk oder im Transportwesen. Die wichtigsten Arbeitgeber sind Supermarktketten, große Online-Versandhäuser, die Elektrobranche oder die Fahrzeug- und Holzindustrie. 

Wie sieht dein Arbeitsplatz als Fachkraft für Lagerlogistik aus? 

Von Langweile am Schreibtisch ist hier keine Spur! Als Fachkraft für Lagerlogistik bist du nämlich in den unterschiedlichsten Einsatzorten unterwegs. Zu deinem täglichen Arbeitsplatz zählen

  • Lagerhallen und Verladezonen,
  • Kühlhäuser,
  • Handwerksstätten und Fertigungsbüros,
  • und natürlich dein eigener Schreibtisch.

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Als Lagerlogistiker hast du eine 5-Tage-Woche, arbeitest im Schichtdienst und das teilweise auch am Wochenende.  Dein Dienstplan ist dabei immer in drei Schichten mit festen Zeiten unterteilt. Ein Arbeitstag dauert in der Regel 8 Stunden

Gibt es eine Arbeitskleidung?

Ja — und zwar zu deiner Sicherheit! Im Lager trägst du Sicherheitsschuhe, oft sogar eine Schutzbrille und einen Helm. Damit du zwischen all den Gütern und Paletten immer gut zu sehen bist, trägst du die meiste Zeit eine Warnschutzhose und Sicherheitsweste.  

Wie läuft deine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik ab?

Die Ausbildungsdauer einer Fachkraft für Lagerlogistik beträgt drei Jahre. Es handelt sich dabei um eine anerkannte duale Ausbildung. Das bedeutet, dass du abwechselnd zur Berufsschule gehst und im Betrieb arbeitest. 

Der Theorieunterricht in der Berufsschule findet entweder in Blockform oder an festen Tagen unter der Woche statt. Dort lernst du alle wichtigen Grundlagen der Logistik kennen. Die aktive Mitarbeit in deinem Ausbildungsbetrieb sorgt dafür, dass du wichtige Praxiserfahrung sammelst. 

Was lernst du in deiner Ausbildung? 

Die Ausbildungsinhalte zur Fachkraft für Lagerlogistik sind sehr vielseitig — vom  Warenversand bis hin zu PC-Software-Kenntnissen und der Organisation des Ausbildungsunternehmens ist wirklich alles dabei. 

  Berufsschule Betrieb
1. Lehrjahr
  • Was sind die Grundlagen der Logistik? 
  • Welche Gefahrgutvorschriften gibt es?
  • Was musst du alles bei einer Lagerhaltung beachten?
  • Wie funktioniert die Warenannahme und -kontrolle?
  • Was bedeutet sachgerechte Lagerung und qualitätssichernde Pflege?
  • Wie läuft der Güterversand mit Zusammenstellung und Verpackung ab?
  • Wie planst du die kürzeste und beste Route für den Versand?
  • Wie steuerst du welche Maschine? 
  • Erwerb eines Gabelstapler-Scheins
2. Lehrjahr
  • Welche Vorschriften für Verpackung und Transport gilt es zu berücksichtigen?
  • Was sind Auslagerungsprinzipien? 
  • Wie schreibt man Belege, Rechnungen und Lager-Dokumentationen?
  Zwischenprüfung
3. Lehrjahr
  • Warum ist betriebliche Kommunikation so wichtig?
  • Was machst du bei einer Reklamationen? 
  • Welche umweltschonenden Entsorgungsmaßnahmen gibt es?

  • Was unterscheidet ein Gespräch unter Kollegen von einem mit Kunden?
  • Wie verhandelst du am besten mit Kunden und Lieferanten?
  • Wie leitest du dein Team an? 
  Abschlussprüfung

Nach deiner bestandenen Abschlussprüfung kannst du dich staatlich anerkannte Fachkraft für Lagerlogistik nennen. Du bist dann also offizieller Experte für Lieferung, Lagerung und Bestellung von Waren. 

Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter?

Deine Zukunftsaussichten in diesem Berufsfeld sind sehr gut. Gerade im Zeitalter von Online Shopping kann kein Unternehmen mit einem Lager auf dich verzichten. Die voranschreitende Entwicklung von Robotern und Drohnen stellt übrigens auch keine Gefahr für Lagerlogistiker dar. Auf die menschliche Arbeitskraft bei der Steuerung und Organisation dieser Maschinen kann nämlich nicht verzichtet werden. 

Außerdem gibt es eine Reihe an Fort- und Weiterbildungsangeboten für dieses Berufsbild: 

Weiterbildung  Inhalte
BetriebswirtIn Du vertiefst die Aufgaben im Büro und der EDV. 
Technische Fachwirt/ Technische Fachwirtin Du erweiterst dein

technisches und kaufmännisches Wissen.

LogistikmeisterIn  Danach kannst du Führungsaufgaben übernehmen und Lehrlinge ausbilden. 

Schon gewusst?

Du kannst nach einer zweijährigen Ausbildung zum Fachlagerist ein weiteres Jahr anschließen und dich zur Fachkraft für Lagerlogistik ausbilden lassen. Deinen Wunschberuf kannst du also auf unterschiedlichen Wegen erreichen.

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