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Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

%1019 Wörter

Als Heilerziehungspfleger hilfst du Menschen mit Behinderung, ihren Alltag selbstständiger zu meistern. Was du als Heilerziehungspfleger genau machst, wie viel du verdienst und ob diese Ausbildung zu dir passt, erfährst du hier%und in unserem Video

Was machst du als Heilerziehungspfleger/in?

Als Heilerziehungspfleger oder Heilerziehungspflegerin unterstützt du Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung, egal wie alt sie sind.  

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Deine wichtigsten Aufgaben als Heilerziehungspfleger/in

Aber was genau zählt zum Aufgabenbereich eines Heilerziehungspflegers? 

  • Pfleger und Betreuer: Du kümmerst dich um die Menschen in der Heilerziehungseinrichtung — und das nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Du hilfst ihnen dabei zu essen, sich an- und auszuziehen, ihre Medikamente einzunehmen und ihren Körper zu pflegen.
  • Motivationscoach: Zu deinen Aufgaben gehört außerdem, deine Schützlinge zu motivieren. Du sorgst für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, wie Schwimmen, Malen oder Musizieren. Dabei achtest du natürlich immer darauf, dass die Aktivität mit der jeweiligen Einschränkung möglich ist. 
  • Alltagshelfer: Du bindest Personen mit Behinderung in einen geregelten Alltag ein. Du zeigst ihnen, wie sie trotz körperlichen oder geistigen Einschränkungen einkaufen gehen, kochen und ein selbstbestimmtes Leben führen können.

  • Vertrauensperson: Als Heilerziehungspfleger bist du die Vertrauensperson deiner Schützlinge. Du nimmst dir Zeit für individuelle Gespräche und gehst auf die Bedürfnisse deiner Betreuungspersonen ein. 

Schon gewusst? Da die Berufsbezeichnungen Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerin so lang sind, hat sich die Abkürzung HEP eingebürgert.

Was verdienst du als Heilerziehungspfleger/in?

Während der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger bekommst du grundsätzlich keine Vergütung. Es kann sogar sein, dass bestimmte Kosten, wie Schulgeld oder Aufnahmegebühren anfallen. Du kannst dafür aber auch berufsfördernde Darlehen vom Staat beantragen (BAföG).

Im Praktikum der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger, verdienst du jedoch meistens Geld. Hast du einen Praktikumsplatz in kommunalen Einrichtungen oder Institutionen, kannst du mit einem monatlichen Gehalt von 1.630 € brutto rechnen.

Nach deiner Ausbildung steigst du mit einem Gehalt von 3.120€ brutto im Monat in die Arbeitswelt ein. Das durchschnittliche Gehalt für den Beruf des Heilerziehungspfleger liegt bei 3.670 € brutto monatlich.

Um einen Arbeitsplatz musst du dir übrigens keine Sorgen machen, denn die Nachfrage nach Heilerziehungspflegern ist im Vergleich zu anderen pädagogischen Fachkräften sehr hoch. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Arbeitgebern bei denen du dich bewerben kannst.

Passt die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger zu dir?

Du möchtest einen Beitrag in der Gesellschaft leisten? Menschen zu helfen ist deine Bestimmung? Und Verantwortung zu übernehmen, macht dir keine Angst? Dann solltest du dir überlegen, ob der Beruf des Heilerziehungspflegers etwas für dich ist.

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger für dich in Frage kommt:

✓ Genau dein Ding! ✗ Nichts für dich!
Du bist der Motivationscoach schlechthin! ✗ Du bist ein ungeduldiger Mensch.
Du bist gerne von Menschen umgeben und hilfst, wo du kannst. ✗ Dein Arbeitsplatz soll unbedingt ein Büro sein.
Du bist kreativ und möchtest das gerne mit anderen teilen. ✗ Empathie und sich in andere hineinzuversetzen, gehört überhaupt nicht zu deinen Stärken.
Anpacken ist kein Problem für dich. ✗ Du hast Berührungsängste mit Menschen.

Wie stehen deine Karrierechancen?

Ein Blick auf die Karriereleiter zeigt, dass du schon direkt nach deiner Ausbildung die Möglichkeit hast, dich weiterzubilden. Dadurch erhöhst du übrigens auch deine Chancen auf ein höheres Gehalt!

Heilerziehungspfleger/in für Psychiatrie
(1-2,5 Jahre)
In dieser Weiterbildung lernst du wichtige psychiatrisch-medizinische Grundlagen kennen, insbesondere über Krankheiten.
Im praktischen Unterricht beschäftigst du dich zum Beispiel mit Verhaltensbeobachtung, Berichterstattung oder Leitung von Patientenversammlungen.
Fachwirt/in – 
Gesundheits- und Sozialwesen
Mit dieser kaufmännischen Weiterbildung planst und steuerst du Aufgaben einer sozialen Einrichtung. Außerdem übernimmst du Führungspositionen und kümmerst dich auch um die Finanzen und um das Personal.
Studium –
Heilpädagogik
(3-4 Jahre)
Hast du ein (Fach-)Abitur kannst du sogar ein Heilpädagogik-Studium beginnen!
In der Hochschule bekommst du Einblicke in Psychologie, Medizin, Pädagogik und Sozialwissenschaften.
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Karrierechancen – Heilerziehungspfleger/in

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Die Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger unterscheiden sich je nach Bundesland. Du solltest aber auf jeden Fall eine mittlere Reife (Realschulabschluss) mitbringen. 

Weitere Voraussetzungen für die Ausbildung sind: 

  • eine abgeschlossene, staatlich anerkannte Berufsausbildung in einem sozialen oder pädagogischen Berufsfeld,
  • mindestens 1 Jahr Berufserfahrung in ähnlichen Berufen,
  • ein ärztliches Attest, dass du gesundheitlich fit bist
  • und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. 

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Es ist von Vorteil, wenn dir folgende Fächer in der Schule Spaß machen:

  • Kunst/Musik/Werken: Kreativität ist in deinem Beruf eine wichtige Eigenschaft, denn du malst und musizierst mit deinen Schützlingen. Wenn dir das schon in der Schule Spaß macht, ist das ein gutes Zeichen.
  • Ethik: Du kannst den Menschen, die du betreust, auch bei tiefgründigen Lebensfragen zur Seite stehen und kannst dich in ihre Situation hineinversetzen. Empathie wird bei dir groß geschrieben.
  • Deutsch: Beim Erstellen von Förderplänen oder bei der Hilfe bei schulischen Fragen solltest du mit der deutschen Sprache und Schrift vertraut sein.

Wo kannst du als Heilerziehungspfleger/in arbeiten?

Als Heilerziehungspfleger findest du an verschiedenen Orten Beschäftigung. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Tagesstätten, Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Einrichtungen der Sozialpsychiatrie
  • Kindertageseinrichtungen
  • Schulen

Wie sieht dein Arbeitsplatz als Heilerziehungspfleger/in aus? 

Dein Arbeitsplatz als Heilerziehungspfleger oder Heilerziehungspflegerin ist sehr vielfältig.

  Wo? Was?

🏠

Aufenthalts- und Wohnräumen Die meiste Zeit verbringst du mit deinen Schützlingen in ihren Wohnräumen. Dort kümmerst du dich um sie und ihr esst, spielt und sprecht miteinander.
 ⚽️ Turnhallen Für sportliche Aktivitäten, wie Fußball spielen, Gymnastik und Turnen, bist du in Turnhallen und auf Sportplätzen zu finden.
🔨 Werkstätten In Werkstätten wird gebastelt, geschraubt und gebaut. Deine Schützlinge können hier handwerklich arbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
🌳 Draußen im Freien Du gehst mit deinen Schützlingen einkaufen oder verbringst gutes Wetter draußen an der frischen Luft.
💻 Büro oder Besprechungsraum Mit deinen Kollegen besprichst du Pläne für die nächsten Tage. Außerdem telefonierst du mit den Angehörigen der Menschen mit Behinderungen und bringst sie auf den neuesten Stand. 

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Als Heilerziehungspfleger arbeitest du in der Regel 40 Stunden die Woche, also 8 Stunden täglich. Je nach tariflicher Vereinbarung kann sich diese Zeit aber auch ändern. Dein Tag richtet sich nach dem Stundenplan deiner Betreuungspersonen.

Wie läuft deine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ab?

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ist eine schulische Ausbildung mit einem hohen Praxisanteil. In der Ausbildung besuchst du die Berufsfachschule für 2-3 Jahre. Begleitend dazu machst du ein Praktikum für ein halbes bis ganzes Jahr.

Eine andere Möglichkeit ist die praxisintegrierte Ausbildungsform, bei der du noch mehr Praxiserfahrung sammeln kannst. Du besuchst zwei Mal in der Woche den Unterricht und den Rest der Zeit verbringst du in einer heilerziehungspflegerischen Einrichtung.

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger kannst du in Vollzeit (2-3 Jahre) oder in Teilzeit (5 Jahre) machen.

Was lernst du in deiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger?

Während deiner Ausbildung lernst du in der Berufsfachhochschule und im Praktikum verschiedene Bereiche kennen. Hier siehst du eine Übersicht von deinen Lerninhalten:

Berufsfachhochschule
Bereiche Inhalt
  • Theorie und Praxis der Heilerziehung
  • Gesundheit und Pflege
  • Psychiatrie
  • Organisation/Recht/Verwaltung
  • Kreativität & Musik
  • Sprache & Kommunikation
  • Gesundheit & Bewegung
  • Organisation & Technologie
Praktikum
  • Pflege
  • Organisation
  • Du beschäftigst dich mit Menschen, die geistige oder körperliche Einschränkungen haben.
  • Die körperliche Pflege und die Unterstützung bei alltäglichen Schwierigkeiten gehört ebenso zu deinen Aufgaben.
  • Du organisierst Sportveranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Geburtstage in deiner Einrichtung.

Du möchtest lieber mit älteren Menschen zusammenarbeiten? Dann passt die Ausbildung zur Altenpflegerin vermutlich auch gut zu dir. Schau dir unser Video dazu an!%Thumbnail

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