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Hörakustiker / Hörakustikerin

Mit der Ausbildung zum Hörakustiker wirst du zum Experten für Hörgeräte. Was du als Hörakustiker genau machst, wie viel du verdienst und ob die Ausbildung zu dir passt, erfährst du hier%und in unserem Video!

Job-Check: Hörakustiker/in
Grundlagen für diese Ausbildung
Kontaktfreudiges Auftreten
Interesse an Medizintechnik
gewissenhaft und zuverlässig
Ausbildungs- & Einstiegsgehalt
1. Jahr
2. Jahr
3. Jahr
Einstieg
830 €
910 €
1.040 €
2.190 €
Karrierechancen & Zukunft
sehr gut mehr erfahren

Was machst du als Hörakustiker/in? 

Als Hörakustiker oder Hörakustikerin dreht sich alles ums Gehör! Denn du führst Hörtests durch, fertigst Hörgeräte an und berätst Kunden bei der Auswahl ihrer Hörhilfen. %Grafik 1: "Deine wichtigsten Aufgaben als Hörakustiker/in", Alt-Text: Hörakustiker, Hörakustikerin, Hörakustiker Ausbildung, Ausbildung Hörakustiker, Hörakustiker Aufgaben, Hörgeräteakustiker,  der Hörakustiker, Akustiker 

Werfen wir einen genaueren Blick auf deine Aufgaben:

  • Kunden beraten: Mit Hörtests stellst du fest, wie gut deine Kunden hören können. Dafür spielst du ihnen unterschiedliche Töne in hohen und tiefen Tonlagen vor. Stellst du eine Schwäche fest, informierst du sie über verschiedene Hörgeräte, die das Problem beheben.

  • Hörhilfen herstellen: Du machst Abdrücke vom Gehörgang deines Kunden. Daraus fertigst du durch Bohren, Fräsen und Schleifen eine Otoplastik an. So nennst du das Ohrstück eines Hörgeräts, das dank dem Abdruck perfekt in das Ohr des Kunden passt. 

  • Hörsysteme anpassen: Mit einer speziellen Software passt du das Gerät an die jeweilige Hörschwäche an. Danach kommt der Kunde für regelmäßige Tests vorbei. Verschlechtert sich sein Hörvermögen, kannst du die Stärke des Hörgeräts durch die Software neu einstellen. 

  • Hörgeräte reparieren: Haben Kunden Probleme mit ihrem Hörgerät, prüfst du das Gerät in der Werkstatt. Dort reparierst du das Hörsystem und tauschst bei Bedarf defekte Einzelteile wie Schläuche oder Akkus aus. 

Schon gewusst? Bis 2016 war Hörgeräteakustiker die offizielle Berufsbezeichnung für den heutigen Hörakustiker, der oft auch nur Akustiker genannt wird. Hinter den drei Bezeichnungen Hörgeräteakustiker, Hörakustiker und Akustiker versteckt sich also ein und derselbe Beruf! 

Was verdienst du als Hörakustiker/in ?

Als Hörakustiker verdienst du schon während deiner Ausbildung dein erstes Geld. Im ersten Ausbildungsjahr erhältst du etwa 830 € und im zweiten 910 € pro Monat. Im dritten und letzten Jahr steigt dein Monatsgehalt auf 1.040 € an. 

Nach deiner abgeschlossenen Ausbildung beginnst du deine Karriere mit etwa 2.190 € brutto pro Monat. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kannst du mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 2.380 € rechnen. %Grafik 2: "Ausbildungs- und Einstiegsgehalt - Hörakustiker/in"; Alt-Text: Hörakustiker Gehalt, Verdienst Hörakustiker, Gehalt Hörakustiker, Hörakustiker Ausbildung Gehalt, Ausbildung Hörakustiker Gehalt, Hörgeräteakustiker Gehalt

Als Hörakustiker hast du gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn es gibt eine steigende Nachfrage nach Hörgeräten. Das liegt daran, dass viele Menschen immer schlechter hören, da ihre Hörleistung mit dem Alter abnimmt oder sie als junge Menschen ihre Musik zu laut drehen. Somit schnappst du dir mir der Ausbildung zum Akustiker einen Beruf mit großem Zukunftspotential!

Passt die Ausbildung zum Hörakustiker zu dir?

Deine Arbeit erledigst du sorgfältig? Du bist handwerklich begabt? Technik begeistert dich und du findest den menschlichen Körper interessant? Dann scheint die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker super zu dir zu passen!

Mit unserem Selbst-Check findest du schnell heraus, ob die Ausbildung das Richtige für dich ist:

✓ Genau dein Ding! 

✗ Nichts für dich! 
Du findest topmoderne Technik spannend. Mit Technik und Medizin kannst du gar nichts anfangen.

Menschen zu helfen, findest du super.

Du bist schnell gestresst.

 Tüfteln und Handwerk sind deine Stärken. 

 Du hast zwei linke Hände.

Du erledigst deine Arbeit gewissenhaft und sorgfältig. 

Beim Rechnen tust du dir schwer.

Wie stehen deine Karrierechancen?

Ziemlich gut! Denn dank fortschreitender Technik werden Hörsysteme immer unauffälliger und genauer. Du entwickelst die Hörgeräte nicht nur selbst weiter, sondern sorgst auch für die Zufriedenheit deiner Kunden. 

Außerdem hast du die Möglichkeit, eine Weiterbildung oder ein Studium an deine Ausbildung anzuschließen. So übernimmst du mehr Verantwortung und erreichst die Spitze der Karriereleiter. In der Tabelle haben wir dir die beliebtesten Weiterbildungen in deiner Branche zusammengefasst:

Meister/in – Hörakustik
(2 Jahre)

Nach der Weiterbildung zum Meister bist du absoluter Hörakustik-Experte. So darfst du eine Filiale für Hörgeräteakustik leiten und Azubis ausbilden. Außerdem hast du die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen. 

Techniker/in – Feinwerktechnik
(2 Jahre)

Machst du eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker im Bereich Feinwerktechnik, spezialisierst du dich auf die Herstellung und Weiterentwicklung von kleinteiligen Geräten. Dazu zählen zum Beispiel moderne Hörgerate, die du mit einem Telefon verbinden kannst. 

Studium -Audiologie 
(3 Jahre)

Mit einem (Fach-)Abitur kannst du nach deiner Ausbildung auch Audiologie studieren! Als Audiologe bist du Experte für Gehörerkrankungen und ihre Behandlung.

%Grafik 3: "Karrierechancen - Hörakustiker/in"; Alt-Text: Hörakustiker, Hörgeräteakustiker, Hörakustiker Jobs, Stellenangebote Hörakustiker, Hörakustiker Weiterbildung, Bewerbung Ausbildung Hörakustiker, Audiologe, Audiologie, Audiologie Studium, Techniker Feinwerktechnik, Feinwerktechniker, Hörakustik Meister Ausbildung, Hörakustikmeister Ausbildung

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? 

Für die Ausbildung zum Hörakustiker ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Auszubildenden haben jedoch die mittlere Reife (Realschulabschluss) oder die Hochschulreife (Abitur)%Grafik 4: "Abschlüsse von Azubis - Hörakustiker/in", Alt-Text: Hörakustiker Ausbildung, Ausbildung Hörakustiker, Ausbildung zum Hörakustiker, Hörgeräteakustiker Ausbildung, Ausbildung Hörgeräteakustiker

Neben deinem Abschluss sind dem Arbeitgeber deine Noten in folgenden Schulfächern besonders wichtig: 

  • Physik: Die Akustik, also die Lehre vom Schall, ist auf physikalischen Grundlagen aufgebaut. In der Berufsschule lernst du alles, um Akustik besser zu begreifen und Störfaktoren schnell zu erkennen.
  • Mathe: Beim Berechnen der Hörschwäche deiner Kunden hast du mit vielen Zahlen zu tun. Daher solltest du keine Probleme mit den Grundrechenarten haben. 
  • Werken: Um Abdrücke des Gehörgangs zu nehmen, brauchst du handwerkliches Geschick. 
  • Deutsch: Kunden erklärst du ihre Hörtestergebnisse und Diagnosen in einfacher Sprache.

Wo kannst du als Hörakustiker/in arbeiten?

Hörakustiker findest du in allen Bereichen, die etwas mit Hörtechnik zu tun haben. Dein Arbeitgeber kann daher ein Fachgeschäft für Hörgeräte, ein Hersteller von Hörsystemen oder eine HNO-Praxis sein.

Dein Arbeitsplatz selbst unterscheidet sich je nach Aufgabe, die du gerade erledigst:

👛🦻 Verkaufs- & Warteräume Mit Kunden besprichst du ihre aktuelle Situation und informierst sie über die neuesten Hörhilfen.
👂 Hörkabine Um Hörschwächen festzustellen, machst du mit Kunden Hörtests. In der Hörkabine bekommen sie dafür unterschiedliche Töne vorgespielt. 
🔨 Werkstatt Aus dem Gehörabdruck des Kunden stellst du eine Otoplastik her. Für einen perfekten Sitz verwendest du Bohr- und Schleifmaschinen.
💻 Büro Am Computer planst du Kundentermine, erstellst Abrechnungen und bestellst Werkstoffe wie Acryl.

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Als Akustiker hast du eine 40-Stunden-Woche und arbeitest zu den Öffnungszeiten deines Betriebs. Das heißt, du bist teilweise auch an Samstagen im Geschäft. Dafür darfst du dir an einem Tag unter der Woche frei nehmen. 

Wie sieht deine Arbeitskleidung aus?

Bei Kunden solltest du immer einen ordentlichen und gepflegten Eindruck hinterlassen. Das gelingt dir am besten mit einem schicken Outfit, bestehend aus Hemd oder Bluse, und mit einem selbstbewussten Auftreten. 

Arbeitest du hingegen in der Werkstatt, trägst du Schutzbrille, Atemmaske und Schutzhandschuhe. Denn du verwendest Lösungsmittel und Klebstoffe, die deine Gesundheit gefährden könnten. Aber keine Sorge: mit der richtigen Schutzkleidung passiert dir nichts! 

Wie läuft die Ausbildung zum Hörakustiker ab?

Die Ausbildung zum Hörgeräteakustiker dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet, dass du abwechselnd zur Berufsschule gehst und im Ausbildungsbetrieb arbeitest. Bei deinem Ausbildungsbetrieb handelt es sich meist um ein Fachgeschäft für Hörgeräte.

Nachdem du deine Abschlussprüfung erfolgreich bestanden hast, darfst du dich staatlich anerkannter Hörakustiker oder staatlich anerkannte Hörakustikerin nennen.

Was lernst du in deiner Ausbildung zum Hörakustiker?

In der Berufsschule lernst du die Grundlagen der Akustik kennen. Dein erlerntes Fachwissen kannst du im Ausbildungsbetrieb direkt anwenden. In der folgenden Tabelle haben wir dir die wichtigsten Inhalte deiner Lehrzeit zusammengefasst: 

Jahr In der Berufsschule In der Praxis
1
  • Wie ist das menschliche Ohr aufgebaut?
  • Welche Arten von Hörsystemen gibt es?
  • Wie bilde ich das Ohr dreidimensional ab?
  • Du lernst verschiedene Hörgeräte und deren Funktion kennen.
  • So kannst du deinen ersten Kunden zeigen, wie sie ihr Hörgerät säubern.
  • Deine Kollegen informieren dich über unterschiedliche Messverfahren.
  • Mit Acryl erstellst du Abdrücke vom Ohr der Kunden.
2
  • Worin unterscheiden sich Sprach- und Hörtests?
  • Wie bestimme ich die Hörschwäche eines Kunden?
  • Was muss ich bei der Herstellung einer Otoplastik beachten?
  • Du verkaufst Zusatzprodukte wie Reinigungssets.
  • Mit technischem Zubehör stellst du Otoplastiken her.
  • Am Computer kümmerst du dich um die Abrechnungen des Betriebs.
  Zwischenprüfung
3
  • Woran erkenne ich krankheitsbedingte Hörstörungen?
  • Mit welcher Software passe ich Hörgeräte an?
  • Wie führe ich Kontrollmessungen durch?
  • An Patienten führst du Hörtests durch.
  • Du installierst die richtige Software auf das Hörgerät.
  • Mit einem HNO-Arzt besprichst du Ohrerkrankungen.
  Abschlussprüfung

Du willst lieber Sehhilfen statt Hörgeräte herstellen und verkaufen? Dann schau dir unseren Beitrag zur Ausbildung zum Augenoptiker an. %Thumbnail Augenoptiker

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