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Das Röntgengerät beim Arzt, die Waschmaschine zu Hause oder der Autopilot im Flugzeug: Als Mechatroniker kannst du alle möglichen Maschinen bauen, reparieren und programmieren. 

Was du als Mechatroniker machst, wie viel du verdienst und ob die Ausbildung zu dir passt, erfährst du hier. 

Was machst du als Mechatroniker/in?

Mechatroniker und Mechatronikerinnen kennen sich mit Allem rund um Maschinen und Roboter aus. Schließlich setzt sich die Berufsbezeichnung „Mechatroniker“ auch aus den Wörtern „Mechanik“ und „Elektronik“ zusammen. Außerdem gehört auch die Informatik zu ihren Spezialgebieten. So bist du als Mechatroniker für verschiedene Aufgaben verantwortlich: 

  • Bauen und Montieren: Mithilfe von Schaltplänen fertigst du aus einzelnen Metallplatten und Kabeln erste Bauteile an. Diese baust du bei der Montage, dem Zusammensetzen von Einzelteilen, zu einer funktionstüchtigen Maschine zusammen. 
  • Installieren und Programmieren: Bevor der Roboter betriebsfähig ist, musst du eine Steuerungssoftware installieren. Zusätzlich programmierst du, was der Roboter tun soll, wenn bestimmte Knöpfe gedrückt werden. 
  • Erklären und Informieren: Die einsatzbereite Maschine wird zu deinen Kunden geliefert. Als Experte informierst du sie über Sicherheitsvorkehrungen und erklärst ihnen, wie sie die Geräte bedienen können. 
  • Messen und Kontrollieren: Damit die elektronischen Geräte auch nach einiger Zeit noch sicher und fehlerfrei funktionieren, kontrollierst du sie regelmäßig. Dafür misst du Stromstärken oder Winkel und vergleichst sie mit den Sollwerten. 
  • Richten und Reparieren: Wenn du bei deiner Kontrolle Fehler entdeckst, müssen diese natürlich ausgebessert werden. Dafür reparierst du beschädigte Bauteile, behebst Softwarefehler und bringst die Geräte wieder zum Laufen. 

Was verdienst du als Mechatroniker/in? 

Der Mechatroniker gehört zu den bestbezahlten Ausbildungen und Berufen. Denn im Durchschnitt startest du deine Ausbildung schon mit einem Gehalt von 800 € pro Monat. In den folgenden Ausbildungsjahren steigt dein Verdienst sogar bis auf 1.200 € an. Nach Abschluss deiner Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von bis zu 2.500 € rechnen. Mit steigender Berufserfahrung verdienst du dann sogar bis zu 3.700 € im Monat.

Du willst wissen, von welchen Faktoren dein Verdienst abhängt? Dann schau doch mal bei unserem Beitrag zum Gehalt als Mechatroniker/in  vorbei.

Passt die Ausbildung zum Mechatroniker zu dir?

Technik macht dir Spaß? Mitanpacken gehört zu deinen Stärken? Roboter faszinieren dich? Dann ist die Ausbildung zum Mechatroniker genau das Richtige für dich!

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob eine Ausbildung zum Mechatroniker zu dir passt.

✓ Genau dein Ding!  ✗ Nichts für dich! 

Roboter interessieren dich und du tüftelst gerne an Computern herum.

Winkelschleifer und Quetschzangen machen dir Angst.
Du bist sorgfältig, geschickt und hast Fingerspitzengefühl.  Du hast keine Lust, einen Werkzeugkoffer mitzuschleppen oder in der Hocke zu arbeiten.
Du bist körperlich fit und packst gerne mit an.  Beim Arbeiten bist du ungeduldig und hektisch. 
Technisches Verständnis und logisches Denken gehören zu deinen Stärken.  Technik ist für dich langweilig und Elektronik interessiert dich nicht.

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? 

Für die duale Ausbildung zum Mechatroniker brauchst du meist einen mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss). Mit der Hochschulreife (Abitur) hast du sogar noch bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Außerdem helfen dir gute Noten in den folgenden Schulfächern:

  • Mathe: Zahlen begegnen dir ständig in deiner Ausbildung zum Mechatroniker. Schließlich führst du Messungen durch und liest Pläne.
  • Werken: Ob in der Freizeit oder in der Schule, erste Erfahrungen im Werken helfen dir. Denn beim Spanen, Löten und Schweißen brauchst du unbedingt handwerkliches Geschick. 
  • Technik (Physik / PCB): Im Beruf eines Mechatronikers dreht sich alles um Mechanik und Elektronik. Das heißt, du wirst Stromkreise schließen, Winkel messen und Systeme steuern. 
  • Informatik: Roboter werden programmiert und brauchen eine Software. Mit ersten Kenntnissen in Informatik hast du also gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. 

Wo kannst du als Mechatroniker/in arbeiten?

Du interessierst dich für Autos oder möchtest mehr über Medizintechnik lernen? Als Mechatroniker kannst du in folgenden Bereichen arbeiten: 

Maschinenbau Im größten Industriezweig Deutschlands bist du für die Entwicklung und Konstruktion von Bauteilen und Maschinen verantwortlich. Es werden zum Beispiel Bohr- und Waschmaschinen produziert.
Anlagenbau  Hier baust du Einzelteile zu einem Gesamtsystem zusammen. Dabei kann es sich um das Produktionssystem eines Autobauers oder die Entsorgungsanlage einer Fabrik handeln. 
Fahrzeugbau  Im Fahrzeugbau entwickelst und produzierst du Fahrzeuge. Von PKWs über Eisenbahnwaggons bis hin zu Flugzeugen ist alles dabei. 
Medizintechnik Du baust medizinische Geräte, die Ärzten die Arbeit erleichtern. Dazu zählen Röntgen- und Ultraschallgeräte, Herzschrittmacher und sogar künstliche Organe. 
Elektroindustrie Du verbindest die neusten Elektrostandards mit Robotern und Maschinen. Dabei entstehen Batterien, Solarzellen und sogar E-Autos. 

Wie sieht dein Arbeitsort aus?

Während deiner Arbeit bist du in Werkstätten, Fertigungshallen oder direkt beim Kunden vor Ort. Dein Arbeitsumfeld kann je nach Bereich sehr unterschiedlich aussehen. Einmal erklärst du in einer Arztpraxis wie deine Maschinen funktionieren. Danach reparierst du die Fließbänder im Hauptsitz eines bekannten Autoherstellers. 

Wie sind deine Arbeitszeiten? 

In der Regel arbeiten Mechatroniker im Schichtdienst. Das heißt, du wirst entweder in der Frühschicht von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr oder danach im Spätdienst eingesetzt. Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass du am Wochenende arbeitest.

Um dir einen Gehaltsbonus zu sichern, kannst du im Nacht- oder Bereitschaftsdienst arbeiten. Das heißt, du stehst auf Abruf bereit, falls Kunden Probleme mit ihren Geräten haben und schnell deine Hilfe brauchen. 

Wie sieht deine Arbeitskleidung aus?

Helm, Sicherheitsschuhe und Handschuhe sind Teil deiner Sicherheitskleidung. Wenn du mit lauten oder gefährlichen Werkzeugen arbeitest, gehören auch ein Gehörschutz und eine Schutzbrille zu deiner Ausrüstung. 

Wie läuft deine Ausbildung zum Mechatroniker ab? 

Die Ausbildung zum Mechatroniker dauert 3,5 Jahre. Du machst in der Regel eine duale Ausbildung. Das heißt, du bist abwechselnd in der Berufsschule und im Betrieb. Während du in der Berufsschule die theoretischen Grundlagen lernst, setzt du im Betrieb selbst das Gelernte in die Praxis um und schaust deinen Ausbildern über die Schulter. Nach der bestandenen Abschlussprüfung bist du ein staatlich anerkannter Mechatroniker oder eine staatlich anerkannte Mechatronikerin

Außerdem kannst du auch spezifische Mechatronik-Ausbildungen absolvieren. Zu den Beliebtesten gehören der Kfz-Mechatroniker%Verlinkung, der Mechatroniker für Kältetechnik%Verlinkung und der Maschinen- und Anlagenführer%Verlinkung

Was lernst du in deiner Ausbildung?

Da du im Betrieb und in der Berufsschule lernst, warten verschiedene Aufgaben und Inhalte auf dich. 

Jahre Lernen in der Berufsschule Aufgaben im Betrieb
1
  • Wie ist ein Betrieb organisiert?
  • Worauf muss ich beim Kundenkontakt achten?
  • Du bearbeitest Werkstücke.
  • Du reparierst Bauteile.
2
  • Wie lese ich elektrische Schaltpläne?
  • Welche Messgeräte helfen mir?  
  • Du setzt Bauteile zu einer Maschine zusammen.
  • Du analysierst Abläufe und findest Fehler. 
  Zwischenprüfung 
3 + 4
  • Wie prüfe ich Schutzmaßnahmen? 
  • Wie behebe ich Softwarefehler?
  • Du programmierst und bedienst Maschinensysteme.
  • Du stehst in direktem Kundenkontakt.
  Abschlussprüfung

Wie geht es nach deiner Ausbildung weiter?

Nach deiner Ausbildung zum Mechatroniker bereiten dich Weiterbildungen darauf vor, Führungspositionen zu übernehmen. Du kannst in die verschiedensten Richtungen Meister- oder Technikweiterbildungen machen oder sogar studieren. Folgende Weiterbildungen sind perfekt auf dich als Mechatroniker zugeschnitten:

Industriemeister Mechatronik  Als Industriemeister im Bereich Mechatronik steuerst du Arbeitsabläufe und organisierst den Betrieb. Außerdem leitest du Mitarbeiter an und bildest neue Lehrlinge aus. 
Techniker Maschinenbau Mit einer Weiterbildung zum Techniker im Bereich Maschinenbau bist du noch intensiver am Bau der Maschinen beteiligt. Du übernimmst zusätzlich den Einkauf von Materialien, das Anleiten der Arbeiter und den Verkauf von Maschinen. 
Technischer Fachwirt  Als technischer Fachwirt nimmst du Aufträge an, organisierst Arbeitsabläufe und erstellst Angebote. Zudem planst du die Einkäufe und überwachst die Mitarbeiter. 

 

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