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Medizinische Fachangestellte / Medizinischer Fachangestellter

Ohne medizinische Fachangestellte kommt keine Arztpraxis und kein Krankenhaus aus! Was dich im Alltag einer medizinischen Fachangestellten erwartet, wie viel du verdienst und wie gut die Ausbildung zu dir passt, erfährst du hier%und in unserem Video.

Was machst du als medizinische/r Fachangestellte/r? 

Medizinische Fachangestellte sind die wichtigsten Assistenten und Helfer von Ärzten. Sie managen den kompletten Praxisalltag, sodass Ärzte ihrer Arbeit nachgehen können.

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Deine wichtigsten Aufgaben als medizinsche/r Fachangstellte/r

Dabei kommen folgende Aufgaben auf dich zu:

  • Terminvergabe und Organisation: Du vereinbarst Termine mit Patienten, erinnerst sie an Vorsorgeuntersuchungen und bist für die Patientenakten zuständig. Du informierst auch Krankenkassen und organisierst den Kauf von neuen Materialien, wie Medikamente und Spritzen. 

  • Vorbereitungen: Als nächstes bereitest du den Behandlungsraum vor. Dafür legst du Utensilien für den Arzt bereit und desinfizierst die Geräte. Ist alles bereit, rufst du den Patienten auf. 

  • Behandlungen: Jetzt hilfst du bei der Behandlung mit! Du misst den Blutdruck, nimmst dem Patienten Blut ab, machst eine Untersuchung mit dem Röntgengerät oder legst einen Verband an. Dabei erklärst du deinem Patienten, warum du was machst. 

  • Laborarbeiten: Egal ob Blut, Urin oder Serum – jede Probe gelangt dank dir zur Untersuchung im Labor. Die Ergebnisse dokumentierst du im Computer, damit der Arzt später darauf zugreifen kann und die Patienten informieren kann. 

  • Überweisung: Es ist deine Aufgabe, Patienten an eine Fachklinik weiterzuleiten. Dafür schreibst du Arztbriefe, die alle Infos über den Patienten enthält. 

Vor dem Jahr 2006 war „Arzthelferin“ die offizielle Bezeichnung für die medizinische Fachangestellte. Die aktuelle Bezeichnung wird häufig auch mit „MFA“ abgekürzt. Also egal ob Arzthelferin, medizinische Fachangestellte oder MFA, gemeint ist immer der gleiche Beruf.

Was verdienst du als MFA?

Dein erstes Gehalt bekommst du schon in der Ausbildung zur MFA. Dabei wird die Höhe deiner Vergütung entweder durch einen Tarifvertrag oder von deinem Ausbildungsbetrieb festgelegt. Hast du einen Tarifvertrag, kannst du im ersten Jahr mit 880 € pro Monat rechnen. Im zweiten Jahr verdienst du dann schon 935 € und im dritten Jahr erhältst du sogar 995 € monatlich.

In dein Berufsleben als MFA steigst du mit einem Gehalt von 2.200 € ein. Mit steigender Erfahrung verdienst du später  sogar bis zu 3.000 € monatlich. 

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Ausbildungs- und Einstiegsgehalt – Medizinische/r Fachangestellte/r

Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt stehen besonders gut. Denn nach MFAs wie dir wird händeringend gesucht. Nach deiner Ausbildung hast du also bestimmt keine Probleme bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. 

Passt die Ausbildung zur MFA zu dir?

Medizin und der menschliche Körper interessieren dich? Du bist ein absolutes Organisationstalent? Zwischen Desinfektionsmittel und Spritzen behältst du den Überblick? Dann passt der Beruf der MFA super zu dir!

Unser Selbst-Check zeigt dir, ob der Beruf das Richtige für dich ist:

✓ Genau dein Ding! ✗ Nichts für dich! 
Anderen Menschen zu helfen ist eine Herzensangelegenheit für dich.   Wenn du Blut siehst, kippst du um. 
 Du bist einfühlsam und vertrauensvoll.  Du bist ungeduldig und schnell genervt.   
✓ Du arbeitest genau und sorgfältig.  Du hast Panik vor Nadeln und Spritzen.
Auch unter Stress behältst du die Ruhe.  Von kranken Menschen hältst du lieber ganz viel Abstand. 

Wie stehen deine Karrierechancen?

Nach deiner Ausbildung kannst du die Karriereleiter noch weiter hinaufklettern! Absolvierst du eine Weiterbildung, lernst du nicht nur Neues dazu, sondern erhältst auch ein höheres Gehalt. Du hast die Wahl zwischen kaufmännischen Weiterbildungen zum Fach- oder Betriebswirt und medizinischen Weiterbildungen zum Assistenten.

Fachwirt/in – Ambulante medizinische Versorgung (1-2 Jahre in Teilzeit)  Hier erfährst du, wie du medizinische Aufgaben planst und ein Team leitest. Später hilfst du dann in der Pflege als Führungskraft mit und verteilst Aufgaben an deine Mitarbeiter. 
Sozialmedizinische/r Assistent/in (2-3 Jahre in Teilzeit)  Du bildest dich in spezifischen Gebieten wie der Schwangerenvorsorge, der Suchtgefährdung oder der Ernährungsberatung weiter. So kannst du zusätzlich Aufgaben in der Verwaltung übernehmen.

Betriebswirt/in – Management im Gesundheitswesen (3-4 Jahre in Teilzeit)

Du lernst, wie man eine Pflegeeinrichtung leitet und wie die Buchführung funktioniert. Später vermittelst du als Manager zwischen Geschäftsführung und medizinischer Leitung. 
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Karrierechancen – Medizinische/r Fachangestellte/r

Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? 

Für die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten angehenden MFAs haben allerdings einen Hauptschulabschluss, die mittlere Reife (Realschulabschluss) oder sogar die Hochschulreife (Abitur)

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Schulabschluss von Azubis – Medizinische/r Fachangestellte/r

Zusätzlich solltest du aus deiner Schulzeit oder Freizeit Interesse an den folgenden Fächern mitbringen: 

  • Biologie: Für das Behandeln musst du den menschlichen Körper gut kennen. Wo Spritzen angesetzt werden und welche Symptome zu welcher Krankheit gehören, weiß eine MFA. 
  • Mathe: Die Grundrechenarten sollten sitzen. Deine mathematischen Fähigkeiten brauchst du, um die richtige Dosis zu verabreichen und Kosten von Medikamenten zu berechnen. 
  • Deutsch: Patienten erklärst du ihren Gesundheitszustand in einfacher Sprache. Außerdem sollten sich in deinen Emails, Protokollen oder Formularen keine Rechtschreibfehler einschleichen. 

Außerdem musst du deine gesundheitliche Eignung durch ein ärztliches Attest nachweisen. Der Arzt misst deine Größe, dein Gewicht, deinen Blutdruck und hört Herz und Lunge ab. So wird sicher gegangen, dass du in deinem Job vollen Einsatz zeigen kannst!

Wo kannst du als MFA arbeiten?

Nach medizinischen Fachangestellten wird händeringend gesucht. Deswegen sollte dir die Arbeitsplatzsuche keine Probleme bereiten. Dabei kannst du sowohl in Kinderarztpraxen, als auch in Notfallaufnahmen oder Rehakliniken arbeiten. Generell findest du Arbeit in: 

  • Arztpraxen, 
  • Krankenhäusern, 
  • medizinischen Laboren,
  • betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen und
  • Gesundheitsämtern. 

Schon gewusst? In betriebsärztlichen Abteilungen werden Gesundheit und Sicherheit kombiniert. Als MFA achtest du darauf, dass Mitarbeiter bei der Arbeit sicher und gesund sind. Zum Beispiel nimmst du Chemikern Blut ab, um zu kontrollieren, ob Chemikalien in ihren Körper gelangt sind. 

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Kranke Menschen müssen rund um die Uhr versorgt werden. Darum wirst du als Arzthelferin im Schichtdienst eingesetzt. Das heißt, du musst manchmal auch nachts oder am Wochenende arbeiten. Zusätzlich kannst du im Bereitschaftsdienst eingesetzt werden. Das bedeutet, du bist an manchen Tagen auch nach Feierabend erreichbar, falls in der Klinik ein Notfall passiert. Dafür erhältst du gleichzeitig einen kleinen Gehalts-Boost durch Zulagen.

Wie sieht deine Arbeitskleidung aus?

In Klinken, Arztpraxen oder Krankenhäusern wirst du mit einer Arbeitskleidung ausgestattet. Diese besteht in der Regel aus einem Kasack, das ist der Arztkittel. Dazu trägst du eine meist weiße oder blaue Hose. Beim Behandeln trägst du zusätzlich Einweghandschuhe und einen Mundschutz

Wie läuft die Ausbildung zur MFA ab?

Die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut. Das bedeutet, du bist abwechselnd in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule lernst du alles, um die Aufgaben einer MFA zu bewältigen. Im Ausbildungsbetrieb, also in der Klinik oder in der Arztpraxis, übernimmst du erste Aufgaben und sammelst erste Erfahrungen. 

Nach deiner erfolgreichen Abschlussprüfung darfst du dich dann staatlich anerkannte medizinische Fachangestellte oder staatlich anerkannter medizinischer Fachangestellter nennen. 

Was lernst du in deiner Ausbildung zur MFA?

In deiner Ausbildung lernst du, wie du zur perfekten Gehilfin jedes Arztes wirst. Dabei begegnen dir verschiedene Themenfelder. Im Bereich Anatomie lernst du die menschlichen Organe kennen. In der Diagnostik befasst du dich mit typischen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Asthma. 

Jahr In der Berufsschule In der Praxis
1
  • Wie ist der menschliche Körper aufgebaut?
  • Welche Informationen trage ich in die Patientenakte ein? 
  • Wie verhindere ich, dass sich Viren in der Praxis ausbreiten?  
  • Du begrüßt Patienten und nimmst sie in die Kartei auf.  
  • Ausgerüstet mit Desinfektionsmittel reinigst du Geräte in der Praxis. 
  • Du notierst Zahlungen und erstellst Rechnungen. 
  • Wie schätze ich ein, ob ein Patient schwer krank ist? 
  • Wo kann ich die besten Geräte und Utensilien für die Praxis kaufen? 
  • Auf was muss ich bei der Teamarbeit mit anderen MFAs achten? 
  • Du prüfst, ob ein Patient die typischen Reflexe aufweist. 
  • Du informierst dich über die Preise von Geräten für die Praxis. 
  • Du sprichst dich mit anderen MFAs und Ärzten ab, um möglichst effizient zu arbeiten. 
  Zwischenprüfung
3
  • Welche Hinweise geben mir bestimmte Blutwerte? 
  • Mit welchen Instrumenten behandle ich welche Erkrankung?  
  • Wie können Krankheiten vorgebeugt werden? 
  • Du analysierst Blut- und Urinproben. 
  • Du verarztest Wunden und assistierst bei kleinen chirurgischen Eingriffen. 
  • Du erklärst Patienten, dass sie auf gesunde Ernährung und Bewegung achten sollen. 
  Abschlussprüfung

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