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Gute Mitarbeiterführung ist entscheidend für die Leistung eines Teams. In unserem Beitrag% und in unserem Video haben wir eine Definition und Tipps dazu für dich vorbereitet.

Mitarbeiterführung einfach erklärt

Durch die Mitarbeiterführung beeinflusst der Chef das Verhalten und die Arbeitsweise seiner Mitarbeiter. Es geht also darum, wie er seine Angestellten anleitet, motiviert und unterstützt. 

Der Chef verfolgt mit seiner Mitarbeiterführung diese Ziele: 

  • Motivation steigern
  • Loyalität schaffen
  • Leistungsbereitschaft erhöhen
  • Produktivität verbessern
  • Persönliche und berufliche Entwicklung der Mitarbeiter voranbringen
  • Angenehmes Betriebsklima schaffen 
Mitarbeiterführung Definition

Durch Mitarbeiterführung wirkt ein Vorgesetzter auf das Arbeitsverhalten seiner Angestellten. Ziel ist es, die Arbeitnehmer zu motivieren und zu leiten. 

10 Tipps und Regeln zur optimalen Mitarbeiterführung

Eine gute Führungskraft nutzt diese 10 Tipps zur optimalen Mitarbeiterführung. 

Tipp 1: Vertrauen und Freiräume

Für eine gute Mitarbeiterführung ist es wichtig, dass der Chef seinen Mitarbeitern Vertrauen schenkt und nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt kontrolliert und überwacht. Durch den Freiraum entwickeln die Mitarbeiter mehr Eigeninitiative, Motivation und Leistungsbereitschaft. Außerdem entstehen so kreative und innovative Ideen.

Tipp 2: Feedback und Würdigung

Ein guter Vorgesetzter sollte seinen Mitarbeitern regelmäßig eine Rückmeldung darüber geben, wie ihre Arbeitsleistung ist. Dabei ist es wichtig, dass er sowohl die Aspekte anspricht, die nicht so gut laufen als auch die Aspekte lobt und würdigt, die gut laufen. Nur durch ein klares negatives und positives Feedback hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. 

Tipp 3: Verantwortung übernehmen

Die Führungsperson ist verantwortlich für die Leistung seines Teams. Daher sollte er sich nicht nur den Erfolg seines Teams aneignen, sondern auch für die schlechten Leistungen seines Teams gerade stehen. 

Tipp 4: Zwischenmenschliche Ebene beachten 

Bei der Zusammenarbeit der Mitarbeiter darf nicht nur die Leistung und der Arbeitsoutput im Vordergrund stehen. Der Chef muss auch die zwischenmenschliche Ebene beachten. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten müssen geklärt werden. Außerdem helfen Teambuilding-Maßnahmen, die Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern zu verbessern. 

Tipp 5: Klare Ziele vermitteln 

Die Mitarbeiter müssen bei einer guten Mitarbeiterführung immer genau wissen, welches Ziel sie mit ihrer Arbeit verfolgen. Daher soll der Chef seinen Angestellten immer eindeutige, realistische und erreichbare Ziele kommunizieren. So fördert er die Eigeninitiative und die Motivation seines Teams. 

Tipp 6: Talente fördern 

Ein guter Vorgesetzter soll die Talente und Stärken seiner Mitarbeiter fördern. Er soll also nicht nur daran interessiert sein, wie gut sie ihre Arbeit erfüllen, sondern auch daran, wie sie noch mehr aus sich herausholen können. Der Chef soll ihnen also geeignete Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen und ihnen mehr Verantwortungsbereiche übertragen, wenn sie dazu bereit sind. 

Tipp 7: Klare Kommunikation der Erwartungen 

Die Führungskraft soll ihrem Team eindeutig und klar vermitteln, welche Leistung und welches Arbeitsverhalten sie von ihren Mitarbeitern erwartet – denn wenn die Mitarbeiter nicht wissen, welche Anforderungen an sie gestellt werden, dann können sie diese Erwartungen auch nicht erfüllen. 

Tipp 8: Gegenseitiger Respekt

Der Chef erwartet von seinen Mitarbeitern, dass sie ihn als Vorgesetzten akzeptieren und dass sie seinen Anweisungen Folge leisten. Mindestens genauso wichtig ist es allerdings, dass auch der Chef seine Mitarbeiter mit Respekt behandelt und ihre Wünsche, Anliegen und Probleme anerkennt. 

Tipp 9: Fairness gegenüber den Mitarbeitern

Ein guter Chef soll die Arbeitskraft seiner Mitarbeiter nicht ausnutzen. Daher ist es wichtig, dass er ihre Arbeitsleistung anerkennt und würdigt und auch entsprechend entlohnt

Tipp 10: Konsequentes Verhalten

Die Führungskraft sollte zuvor klar kommunizierte Regeln, Vereinbarungen und Ansprachen konsequent einhalten und durchziehen. Nur so ist eine respektvolle Zusammenarbeit möglich. 

Extra Tipp: Entscheidungen abwägen und begründen

Eine Entscheidung sollte immer auf Basis von allen nötigen Informationen getroffen werden und die Konsequenzen sollten abgewogen werden. Außerdem ist es sinnvoll, andere Ansichten und Entscheidungen einzuholen. Die Führungskraft darum auch das Fachwissen der Mitarbeiter beim Fällen von Entscheidungen mit einbeziehen.

Fehler bei der Mitarbeiterführung 

Die Mitarbeiterführung ist ein wichtiger Teil der Unternehmensführung und trägt maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Deswegen ist es wichtig, dass du diese Fehler bei der Mitarbeiterführung unbedingt vermeidest:

Fehler 1: Zu viel Kontrolle und Überwachung 

Du machst einen Fehler bei der Mitarbeiterführung, wenn du jeden einzelnen Arbeitsschritt kontrollierst und wenn du über jede Kleinigkeit Bescheid wissen willst. Das demotiviert deine Mitarbeiter und beeinträchtigt ihre Leistungsfähigkeit und Eigeninitiative. Außerdem sind deine Mitarbeiter so weniger kreativ und haben seltener innovative Ideen.

Fehler 2: Zu wenig Feedback 

Oft tendieren Chefs dazu, dass sie ihren Mitarbeitern nur dann eine Rückmeldung für ihre Arbeitsweise geben, wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend war. Es ist aber wichtig, dass eine Führungskraft seine Angestellten regelmäßig Feedback gibt – sowohl negatives, als auch positives. Außerdem sollst du als Chef nicht nur Feedback über die Arbeitsleistung deines Teams geben. Genauso hilfreich ist Feedback über die persönliche Entwicklung. 

Fehler 3: Führungskräfte übernehmen keine Verantwortung 

Ein weiterer typischer Fehler bei der Mitarbeiterführung ist, dass ein Chef keine Verantwortung für Fehler und Rückschläge übernimmt. Der Vorgesetzte trägt immer die Verantwortung für seine unterstellten Mitarbeiter und wenn etwas schief läuft, muss er auch dafür einstehen. Es ist also nicht richtig, wenn der Chef den  Sündenbock unter seinen Mitarbeitern sucht und ihm die Schuld für das Versagen gibt.

Fehler 4: Kein Lösen von Konflikten 

In einem Team kommst du mit vielen verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Persönlichkeiten zusammen. Daher ist es auch normal, dass Konflikte und Meinungsverschiedenheiten auftreten. Die Führungskraft kann dabei den Fehler machen, dass sie diese ignoriert. Dadurch entsteht ein unangenehmes Betriebsklima. 

Fehler 5: Keine Ziele setzen 

Wenn ein Chef nicht klar kommuniziert, welche Ziele sein Team verfolgt, verliert es schnell die Motivation. Es ist also wichtig, dass du deinen Angestellten vermittelst, warum sie die Arbeit machen und was das Team damit erreichen will. Dazu solltest du realistische und erreichbare Zielvorgaben machen. 

Kommunikation in der Mitarbeiterführung 

Es ist wichtig, dass du als Chef eine zwischenmenschliche Verbindung deinen Mitarbeitern aufbaust. Daher sind der direkte Austausch und offene Gespräche unerlässlich. Du kannst so die Stärken und Ziele deiner Mitarbeiter identifizieren und fördern sowie die Motivation steigern. Außerdem fällt es dem Mitarbeiter so leichter, Probleme und Konflikte anzusprechen.

Die Gespräche mit den Mitarbeitern sollten offiziell vereinbaret Mitarbeitergespräche sein – auch im 1:1 zwischen Chef und Mitarbeiter – und unverbindliche und inoffizielle lockere Gespräche zwischendurch sein. Auch bei Team Events bietet es sich an, eine gute Beziehung zu seinen Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten zu pflegen. 

In den offiziellen Mitarbeitergesprächen eignen für den Chef solche Fragen:

  • Warum kommen Sie jeden Morgen zur Arbeit?
  • Was machen Sie gern in Ihrem Job?
  • Was gefällt Ihnen nicht an Ihrem Job?
  • Welche Aufgaben, Projekte und Tätigkeiten würden Sie in Zukunft gerne übernehmen?

Abgrenzung: Gute und schlechte Mitarbeiter

Bei der Mitarbeiterführung ist es wichtig, gute und talentierte Mitarbeiter von schlechten und weniger talentierten Mitarbeitern abzugrenzen. 

Um zu vermeiden, dass schlechte Mitarbeiter Teil deines Teams sind, ist es am besten, wenn sie gar nicht erst eingestellt werden. 

Mit diesen Tipps stellst du seltener untalentierte Mitarbeiter ein: 

  • Tipp 1: Lebenslauf kritisch prüfen 
    Frage nach konkreten beruflichen Stationen und lass dir etwas darüber erzählen. Oft kannst du durch die Wortwahl schon erahnen, ob die Arbeitserfahrung von Erfolg oder von Misserfolg geprägt war.
  • Tipp 2: Vermeide Standardfragen 
    Sind deine Fragen im Vorstellungsgespräch zu vorhersehbar, hat der Bewerber oft schon die vermeintlich perfekten Antworten darauf einstudiert. Wenn du eine ehrliche und spontane Antwort des Bewerbers willst, solltest du dir also Alternativen überlegen.
  • Tipp 3: Fragen nach dem Umgang mit schwierigen Situationen stellen 
    Stell im Vorstellungsgespräch Fragen nach kritischen Situationen im beruflichen Alltag wie dem Umgang mit unzufriedenen Kunden. Abhängig davon, wie er seine Reaktion und sein Verhalten beschreibt, kannst du schon auf seine Arbeitsqualität schließen.
  • Tipp 4: Nach den Karriereplänen fragen 
    Frag den Bewerber nach seinen beruflichen Zielen und Karriereplänen. Ein guter Mitarbeiter hat eine Vorstellung, wo seine berufliche Zukunft hingehen soll. Optimalerweise lassen sich diese Pläne auch in deinem Unternehmen umsetzen. 
  • Tipp 5: Nach der Motivation fragen 
    Erkundige dich beim Bewerber, warum er sich für die ausgeschriebene Stelle beworben hat. Nur wenn er wirklich Lust auf die Arbeit hat, dann kann er langfristig auch ein guter Mitarbeiter sein.

Es ist wichtig, dass du diese Tipps für gute Mitarbeiter und gute Kollegen beachtest. So kannst du unproduktive Mitarbeiter, die viele Fehler machen, in deinem Team vermeiden. Gleichzeitig gibt es aber auch nicht die eine gute Art von Mitarbeiter. Jeder gute Mitarbeiter hat unterschiedliche Talente, die zum Unternehmenserfolg beitragen. 

Diese 5 Arten von Mitarbeitern tragen besonders zum Erfolg eines Unternehmens bei:

  • Organisationstalent
    Der Mitarbeiter hat alle Termine und Ereignisse im Unternehmen genau im Blick – von den Geburtstagen der Kollegen, über wichtige Deadlines bis hin zu wichtigen Veranstaltungen. Er ist sehr zuverlässig und hat ein Talent dafür, den zeitlichen Überblick zu wahren und alles aufeinander abgestimmt zu planen. 
  • Vermittler
    Der Mitarbeiter versteht sich mit allen Kollegen und mit seinen Vorgesetzten sehr gut. Dadurch steht er aber in Konfliktsituationen auch immer wieder zwischen den beiden Parteien und hat die schwierige Aufgabe, zu vermitteln und deeskalierend auf die Situation einzuwirken. 
  • Pragmatiker
    Der pragmatische Mitarbeiter ist flexibel und hat keine Probleme, sich an neue Situationen und spontane Veränderungen anzupassen. Er verschwendet nicht viel Zeit mit Planung oder Diskussionen, sondern er erledigt die neue bzw. veränderte Aufgabe einfach.
  • Kreativer
    Der kreative Mitarbeiter hat oft neue innovative Ideen und findet unkonventionelle Lösungswege. Dadurch hat er für scheinbar unlösbare Probleme oft eine Lösung und revolutioniert Arbeitsprozesse. 
  • Vorbild
    Der Mitarbeiter verhält sich loyal gegenüber dem Unternehmen und steht voll und ganz hinter ihm. Er lebt die Unternehmenswerte und die Unternehmenskultur. Er ist die Vertrauensperson des Chefs und weiß, wie es im Unternehmen läuft. 

Instrumente zur Mitarbeiterführung und Entwicklung

Egal wie gut ein Mitarbeiter ist, es wird immer wieder der Zeitpunkt kommen, an dem seine Leistung sinkt. Genau dann spielt die Mitarbeiterführung eine entscheidende Rolle. Nur so kannst du zur positiven Entwicklung der Mitarbeiter beitragen. 

Dabei hat der Chef verschiedene Instrumente und Maßnahmen, die er zur Mitarbeiterführung einsetzen kann: 

  • Analyse:
    Als Erstes sollte der Chef unbedingt analysieren, warum der Mitarbeiter nicht die erwartete Leistung bringt. Dazu soll er das Team beobachten und Gespräche mit den verschiedenen Teammitgliedern führen.
  • Kommunikation: 
    Um Probleme und Schwierigkeiten frühzeitig zu identifizieren, ist eine regelmäßige und von Vertrauen geprägte Kommunikation mit den Mitarbeitern wichtig. So könnt ihr gegenseitige Erwartungen abklären, Probleme erörtern und Lösungswege finden.
  • Unterstützung:
    Gute Führungskräfte unterstützen ihre Unterstellten beruflich und persönlich und helfen ihnen, ihre Ziele zur erreichen.
  • Lob:
    Wichtig bei der Mitarbeiterführung ist Lob, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt für die Leistungen.
  • Vereinbarungen: 
    Realistische und erreichbare Zielvereinbarungen helfen dem Mitarbeiter, seiner Tätigkeiten eine Richtung zu geben und spornen ihn an. 

Führungsstile

Wie die Mitarbeiter geführt werden, ist abhängig vom Führungsstil, der im Unternehmen herrscht. Schau dir jetzt unser Video zu den verschiedenen Arten von Führungsstilen an, um mehr darüber zu erfahren. 

% Verweis Führungsstile 

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