Generationen
Von Gen Z über Millenials bis hin zu Boomern — welche Generationen es gibt und wie sich ihre Werte unterscheiden, zeigen wir hier und in unserem Video!
Inhaltsübersicht
Die Generationen im Überblick
Generationen sind Gruppen von Menschen, die etwa im gleichen Zeitraum geboren wurden. Sie sind also durch ähnliche historische, technologische oder soziale Ereignisse geprägt. Deshalb haben sie jeweils typische Wertvorstellungen und Verhaltensweisen.
Wer die Muster der Generationen kennt, kann besser verstehen, warum sie so unterschiedlich denken und handeln. Im Folgenden stellen wir die einzelnen Generationen genauer vor.
Generation Beta (ab 2025)
Die Generation Beta (auch: Gen Beta oder Generation β) wird in eine Welt hineingeboren, in der digitale Technologien selbstverständlich sind. Künstliche Intelligenz und automatisierte Systeme dürften ihren Alltag von Anfang an begleiten.
Da Lernen, Freizeit und soziale Kontakte vermutlich noch stärker digital stattfinden, entwickelt diese Generation früh ein hohes Technikverständnis. Gleichzeitig wächst sie mit Fragen zum Datenschutz und zum verantwortungsvollen Umgang mit KI-gestützten Systemen auf. Daher wird die Generation Beta wahrscheinlich sehr offen auf technologische Neuheiten reagieren und sich schnell an diese anpassen können.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Generation Alpha (2010 — 2024)
Generation Alpha (auch: Gen Alpha, Generation α) wächst als erste Generation vollständig digital auf. Schon als Kleinkinder lernen sie, mit Smartphones und smarten Geräten umzugehen. Für sie ist KI ein normaler Teil ihres Alltags, der komplexe Aufgaben übernimmt. Gleichzeitig erlebt diese Generation die großen Themen unserer Zeit hautnah mit: politische Unruhen, soziale Ungerechtigkeit, die Klimakrise und die Tatsache, dass unsere Gesellschaft immer älter wird (demographischer Wandel). Das prägt sie und sorgt dafür, dass ihnen Fairness und ein gerechtes Miteinander besonders wichtig sind.
Die Generation bringt also alles mit, um neue Wege zu gehen: Für sie gibt es keinen Unterschied mehr zwischen der „echten“ und der digitalen Welt. Gen Alpha könnte damit eine Brücke zwischen Mensch und Technik bauen.
Übrigens: Der Name „Alpha“ soll den Start in eine neue technologische und gesellschaftliche Ära verdeutlichen. Denn Gen Alpha ist die erste Generation, die von Geburt an in eine vollständig digitalisierte Welt hineingeboren wird.
Generation Z (1997 — 2009)
Die Generation Z (auch: Zoomer) gilt als die „echten Digital Natives“, da sie mit dem Internet aufgewachsen ist. Je nach Jahrgang haben aber manche den schnellen Wandel hin zu Social Media und Smartphones noch bewusst miterlebt, andere kennen die Technologien von Geburt an. Diese Erfahrung macht sie digital sicher, lässt sie aber gleichzeitig viel Wert auf Individualität und Abgrenzung legen. In einer Flut von Informationen suchen sie gezielt nach Authentizität — egal ob auf sozialen Medien oder in der Kommunikation. Sie haben ein feines Gespür dafür entwickelt, was echt ist und was nur Fassade.
Geprägt durch einen ständigen Krisenmodus — von der Pandemie bis zum Klimawandel — blickt die Gen Z skeptisch auf starre Strukturen. Statt sich blind unterzuordnen, fokussieren sie sich auf ihre eigenen Ziele und fordern Mitbestimmung sowie echte Vielfalt ein. Für sie muss alles, was sie tun, einen tiefen Sinn ergeben. Sie wollen nicht nur dabei sein, sondern die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen aktiv mitgestalten.
Generation Y (1981 — 1996)
Die Generation Y (auch: Millennials, Gen Y) wuchs in einer Ära zwischen grenzenlosem Optimismus und globalen Krisen wie 9/11 und der Finanzkrise auf. Als erste Digital Natives erlebten sie den Aufstieg des Internets und der Globalisierung, wenn auch noch ohne Smartphone in der Grundschule.
Typisch für sie ist, dass sie herkömmliche Strukturen kritisch hinterfragen — daher ihr Name „Generation Why“ (Generation Warum). Dieses konstante Streben nach dem „Warum“ führt dazu, dass Millennials den persönlichen Sinn ihrer Tätigkeit über klassischen Status stellen. Sie wollen sich mit ihrer Arbeit identifizieren, fordern Flexibilität und legen Wert auf Selbstverwirklichung und eine gesunde Work-Life-Balance.
In der Kommunikation suchen sie den Dialog auf Augenhöhe. Damit haben sie Entwicklungen angestoßen, die heute Standard sind: flache Hierarchien, mobiles Arbeiten, Gleichberechtigung der Frau und aller Geschlechter.
Generation X (1965 — 1980)
Die Generation X (auch: Gen X) wurde in eine analoge Welt hineingeboren und hat den Sprung ins Digitale miterlebt und mitgestaltet. Umweltkatastrophen wie Tschernobyl, steigende Scheidungsraten und Haushalte mit zwei berufstätigen Eltern prägten ihre Kindheit. Die Gen X erlebte erstmals eine Kindheit ohne direkte Kriegseinflüsse und mit mehr Freiheit. Doch diese neue Freiheit sorgte auch für eine gewisse Orientierungslosigkeit, da sie nicht mehr ihr ganzes Leben nach dem Krieg ausrichten mussten.
Im Beruf zeigt sich die Gen X deshalb oft als leistungsbereit und anpassungsfähig. Sie legt Wert auf Stabilität und Eigenverantwortung. Für viele ist der Job oft das Mittel zum Zweck: Eine zentrale Säule, um sich ein stabiles und schönes Privatleben leisten zu können. Innovation lehnen sie nicht per se ab — wollen aber abgeholt und mitgenommen werden.
Generation Boomer (1946 — 1964)
Die Boomer sind nach dem Zweiten Weltkrieg geboren — einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und des gesellschaftlichen Optimismus. Da die Geburtenzahlen zu dieser Zeit Rekordwerte erreichten, erhielt diese Generation ihren heute bekannten Namen: „Baby Boomer“.
Viele von ihnen sind in stabilen Familienverhältnissen aufgewachsen, mit klaren Rollenbildern und festen Erwartungen an Leistung und Lebensweg. Bildung und Arbeit galten als Schlüssel zum Wohlstand. Daher prägen Pflichtbewusstsein, Ehrgeiz und Konkurrenzdenken das Wertebild dieser Generation. Sie verbinden Arbeit oft mit Status und haben sich ihren Platz im Beruf über Jahrzehnte erarbeitet.
Heute stehen viele aus dieser Generation kurz vor dem Ruhestand oder begleiten ihn aktiv. Ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung machen sie zu wertvollen Mentoren.
Generation Silent (1928 — 1945)
Die Generation Silent (auch: stille Generation, Weltkriegsgeneration) wurde von den Folgen des Zweiten Weltkriegs und dem alltäglichen Mangel an Nahrung, Wohnraum und Sicherheit geprägt. Entbehrungen geprägt. In dieser unsicheren Zeit lernten sie, pragmatisch zu handeln und durchzuhalten. Werte wie Disziplin und Bescheidenheit stehen daher bei ihnen im Vordergrund.
Ihr Name kommt daher, dass sie in einem politisch gefährlichen Klima aufwuchsen. In dieser Zeit war es oft sicherer, die eigene Meinung für sich zu behalten und still (englisch: silent) zu bleiben. Deshalb bevorzugen sie in der Kommunikation bis heute Zurückhaltung und Verlässlichkeit statt offener Kritik.
Heute ist diese Generation im Ruhestand, doch ihr Einfluss wirkt über familiäre Werte und Traditionen weiter. Ihre harte Arbeit nach dem Krieg bildet bis heute das Fundament vieler sozialer und wirtschaftlicher Strukturen.
Alle Generationen haben wir hier nochmal im Überblick zusammengefasst:
Vorteile der Generationsvielfalt in der Arbeitswelt
Wenn auf dem Arbeitsmarkt verschiedene Generationen aufeinandertreffen, prallen Welten aufeinander. Das kann zwar zu Reibungen führen, bietet aber vor allem die Chance, voneinander zu lernen. In Zeiten von Fachkräftemangel ist ein offenes Miteinander der Generationen ein wichtiger Pluspunkt für jeden Arbeitgeber.
Dabei ergänzen sich die Stärken fast perfekt: Während Babyboomer wertvolle Routine und Stabilität einbringen, fordern Millennials Sinnhaftigkeit und flexible Strukturen ein. Die Generation Z treibt die technologische Innovation voran, während die Generation X souverän zwischen der alten und neuen Arbeitswelt vermittelt. Wenn ein Team diese Unterschiede schätzt, entstehen oft praktischere Lösungen, weil Probleme aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden.
Ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit sind Tandem-Modelle: Hier unterstützen Jüngere die erfahrenen Kollegen bei neuen digitalen Tools, während sie gleichzeitig von deren Fachwissen profitieren. Das sorgt nicht nur für ein besseres Klima, sondern macht das Unternehmen auch für Bewerber attraktiver. Besonders für die Generation Z — die gerade den Arbeitsmarkt betritt — ist ein wertschätzendes Umfeld oft ein entscheidender Grund für einen Job.
Generation Z
Wie die Generation Z abseits von Klischees tickt, und was sie konkret von ihrem Umfeld erwartet, zeigen wir in diesem Beitrag.
Generation Z
Wie die Generation Z abseits von Klischees tickt, und was sie konkret von ihrem Umfeld erwartet, zeigen wir in diesem Beitrag.