Du fragst dich, wie du Diplomat werden kannst? In unserem Beitrag%und im Video erfährst du alles über die unterschiedlichen Wege in diesen Beruf.%Wenn wir die Tabelle anpassen können, wären es wohl 2 Stufen: Ausbildung (12 Monate): 1500 €, Einstiegsgehalt: 4.600 €. bei den Voraussetzungen: Anpassungsfähigkeit, Verständnis für Politik, Belastbarkeit

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Was ist ein Diplomat?

Ein Diplomat ist ein Vertreter und Repräsentant eines Staates, der im Ausland die Interessen seines Landes vertritt. Diplomaten arbeiten im Dienst des Auswärtigen Amtes und führen Verhandlungen mit einem oder mehreren fremden Ländern. Sie gestalten also die deutsche Außenpolitik aktiv mit.

Fast jedes Land entsendet Diplomaten, um die Gesprächsmöglichkeiten und Beziehungen unter den Ländern zu verbessern. Vor Ort machen sich Diplomaten ein Bild von der innen- und außenpolitischen Lage und finden Lösungen für Konflikte. Ihre Standpunkte vertreten sie dabei auf diplomatische Weise. Das heißt, dass sie ihrem Gegenüber immer Respekt entgegenbringen.

In diesem Beruf ist Flexibilität besonders wichtig. Vor allem während der ersten 10 Jahre sollen Diplomaten möglichst viele Gebiete und Regionen kennenlernen, weshalb sie alle 3-4 Jahre in ein neues Land versetzt werden. Dazu können auch Krisengebiete zählen.

Diplomatie – Definition

Diplomatie heißt so viel wie „Kunst der Verhandlung“. Die 3 Grundsätze der Diplomatie sind die gegenseitige Hochachtung, rhetorisches Geschick und Glaubwürdigkeit.

Wie wird man Diplomat? 

Um Diplomat zu werden, musst du ein anspruchsvolles Auswahlverfahren durchlaufen. Folgende persönlichen Voraussetzungen solltest du für eine Bewerbung zum Aufnahmeverfahren erfüllen:

  • deutsche Staatsangehörigkeit
  • abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder anderer gleichwertiger Abschluss)
  • sehr gute Kenntnisse in Englisch (Niveau C1) und Grundkenntnisse in Französisch, oder einer anderen Fremdsprache
  • hervorragende intellektuelle Fähigkeiten
  • gesundheitliche Eignung (z. B. Tropentauglichkeit)

Das Auswahlverfahren besteht aus einem mündlichen und aus einem schriftlichen Teil. Wenn du diese Prüfungen bestehst, wirst du in den Vorbereitungsdienst aufgenommen. Generell hilft es dir in dem Auswahlverfahren, wenn du einen guten Überblick über das Weltgeschehen und die aktuellen außenpolitischen Positionen von Deutschland hast. 

Schriftliche Prüfung

In diesem Teil des Auswahlverfahrens werden dein (wirtschafts-) politisches Verständnis sowie deine Kenntnisse zu kulturellen und rechtlichen Zusammenhängen geprüft. Du stellst hier das jeweilige Thema schriftlich dar und unterlegst es mit Argumenten.

Im Rahmen einer Übersetzungsaufgabe stellst du zudem deine Fremdsprachenkenntnisse unter Beweis. Abschließend misst ein psychologischer Eignungstest dein intellektuelles Leistungsvermögen.

Mündliche Prüfung

Wenn deine Ergebnisse im schriftlichen Teil gut waren, folgt die mündliche Prüfung. Sie besteht aus einem Vorstellungsgespräch, einem Kurzplädoyer (zusammenfassende Rede), einem Rollenspiel und einer Gruppenübung

Damit sich der Ausschuss einen Eindruck von deiner Persönlichkeit machen kann, stellst du dich zunächst vor. Hier ist vor allem wichtig, dass die Motivation für deine Bewerbung deutlich wird. Sei zudem auf regelmäßige Fragen zu deinem politischen Verständnis vorbereitet. Zum Beispiel könnte eine Frage lauten: Welches Land war nie Mitglied des Völkerbundes?

Bei dem Kurzplädoyer hast du 30 Minuten, um dir eine Rede zu überlegen, die möglichst frei sein sollte. Dafür werden dir außenpolitische, europapolitische oder außenwirtschaftspolitische Themen gestellt. 

Im Rollenspiel wirst du dann in eine Situation im Berufsleben im höheren Auswärtigen Dienst versetzt. In der Gruppenübung erarbeitest du mit Mitbewerbern einen Lösungsweg zu einer vorgegebenen Problemstellung. 

Beachte: Neben diesen beiden Prüfungen gehört auch ein medizinischer Teil dazu, in dem eine Gesundheitsuntersuchung vom Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts vollzogen wird. 

Vorbereitungsdienst

Wenn deine Eignung im Rahmen des Auswahlverfahrens festgestellt wird, wirst du in den Vorbereitungsdienst (oder Diplomatenausbildung) aufgenommen. Dieser dauert insgesamt 12 Monate und gliedert sich in praktische und theoretische Abschnitte. Du wirst in deinen Sprachfähigkeiten geschult und folgende Themengebiete werden vertieft:

  • Volkswirtschaftslehre
  • Geschichte und internationale Politik
  • Völkerrecht
  • Rechts- und Konsularwesen

Um dich bestmöglich auf den Beruf als Diplomat vorzubereiten, belegst du Rhetorikkurse, Krisen- und Medienseminare und führst Planspiele zur Verhandlungstechnik durch.

Diplomat werden – Studium

Wie werde ich Diplomat? Generell wird vom Auswärtigen Amt kein spezifischer Studiengang vorausgesetzt, um Diplomat zu werden. Das heißt, dass du mit einem Studienabschluss aus den verschiedensten Fachrichtungen in den Beruf einsteigen kannst. 

Da ein großer Bedarf an Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern besteht, bieten sich Studienabschlüsse in den Fächern Jura, Volkswirtschaftslehre (VWL) und Politik an. Dennoch zählt am Ende nur das erfolgreiche Abschneiden im Auswahlverfahren. Weitere Fächer, in denen viele Diplomaten einen Abschluss haben, sind: 

  • Geschichte
  • Soziologie
  • Kommunikationswissenschaft

Diplomat Aufgaben

Was macht ein Diplomat? Als Diplomat wirbst du für dein Land und vermeidest oder löst mögliche Konflikte. Politische Ereignisse und Entwicklungen verfolgst du aktiv mit und kommunizierst deine Einschätzungen dazu. Die Interessen und Positionen Deutschlands vertrittst du als Netzwerker%erst verlinken, wenn der neue Artikel online ist und Vermittler im Ausland. 

Da du ein Repräsentant Deutschlands bist, versuchst du auch ein aktuelles Bild von Deutschland zu vermitteln. Indem du die eigene Kultur näher bringst, hilfst du dabei Vorurteile zu verringern oder sogar ganz abzuschaffen. 

Du siehst, dass das Aufgabengebiet eines Diplomaten sehr groß ist:

  • Politik beraten: Aufgrund deines länderspezifischen Wissens berätst du die Politik zu bestimmten Entwicklungen im Einsatzland. 

  • Beziehungen pflegen: Durch Absprachen über Friedenssicherung, Handel, Wirtschaft und Konflikte pflegst du die Beziehungen Deutschlands zu anderen Staaten. 

  • Außenwirtschaftsförderung: Du vertrittst die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands und setzt dich für bessere Marktzugänge ein. 

  • Aufgaben in der Europapolitik: Grundsatzfragen des Landes in Angelegenheiten der EU werden von dir koordiniert.

  • Internationale Energie- und Umweltpolitik: In der internationalen Klimapolitik beschäftigst du dich damit, mit welchen Maßnahmen effektiver ⁠Klimaschutz erreicht werden kann.

  • Einsatz in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik: Du schaffst einen Zugang zu Kultur und Bildung und ermöglichst ein gegenseitiges Verständnis zwischen Ländern. 

  • konsularische Betreuung: Bei Notfällen oder bestimmten Bedarfen, berätst du deutsche Staatsangehörige. 

Was verdient ein Diplomat?

Während des Vorbereitungsdienstes im Inland beträgt dein Diplomat Gehalt pro Monat ca. 1.500 € brutto. Nach dem erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung beginnst du mit der Besoldungsgruppe A 13. Das heißt, du kannst mit einem Einstiegsgehalt von 55.200 € im Jahr rechnen, was einem Monatsgehalt von 4.600 € brutto entspricht.

Die Beamtenbesoldung ist die Bezahlung der Beamten und wird jedes Jahr gesetzlich festgelegt. Deine Besoldung setzt sich aus deinem Grundgehalt und Zuschlägen zusammen. Weitere Faktoren, die dein Diplomat Gehalt beeinflussen, sind der Rang, die Berufserfahrung und der Familienstand.

Bei einem Auslandsaufenthalt erhöht sich dein Diplomat Gehalt im Inland um einen steuerfreien Auslandszuschlag. Die Höhe des Betrags variiert zwischen 2.400 € und 6.000 €. Das Auswärtige Amt unterteilt die Einsatzgebiete in 20 Zonenstufen, abhängig von den Lebensbedingungen. So hängt die Höhe deines Auslandszuschlags davon ab, ob du an weniger beliebte Standorte entsendet wirst, wo z. B. die Sicherheitsbedingungen und das Klima besonders herausfordernd sind.

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Einstiegsgehalt nach Einsatzort und Familienstand

Wenn du also nach Lyon entsendet wirst, kannst du bis zu 1.300 mehr bekommen, als im Inland (z. B. Berlin).

Diplomat werden: Persönliche Voraussetzungen / Soft Skills

Neben den formalen Voraussetzungen brauchst du als Diplomat besonders viele Soft Skills . Um als kompetenter Gesprächs- und Verhandlungspartner auftreten zu können, kommt deinem politischen Verständnis eine besondere Bedeutung zu. Zudem braucht es eine lebenslange Flexibilität, um mit dem ständigen Postenwechsel (alle 3-4 Jahre) zurechtzukommen. So kann es sein, dass dein Dienstort einmal in Tokio, Washington oder in Manila ist. 

Als Diplomat bist du zwar kein Politiker, aber du bist tief in die außenpolitischen Sachverhalte involviert. Da es dein oberstes Ziel ist die Beziehungen zwischen Ländern zu verbessern, ist insbesondere in kritischen Situationen dein Fingerspitzengefühl gefragt. Aufgrund deiner hohen politischen Verantwortung sind folgende weitere Kompetenzen gefragt: 

  • Belastbarkeit
  • intellektuelle Flexibilität
  • Anpassungsfähigkeit
  • strategisches Denken
  • Kommunikationsstärke
  • Offenheit
  • interkulturelle und soziale Kompetenz
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen

Diplomat werden – Karrierechancen

Durch die Globalisierung und die zunehmende Verbindung internationaler Beziehungen wird die Diplomatie immer bedeutend bleiben. Der Beruf als Diplomat ist hoch angesehen und zählt zu den bestbezahlten Berufen%verlinken, wenn online Deutschlands. Doch die Zahl der Diplomaten-Stellen ist stark begrenzt und der Konkurrenzkampf groß. Das bedeutet, dass nur die Besten unter den Bewerbern eine Chance auf eine Anstellung beim Auswärtigen Amt haben.

Als Diplomat übernimmst du schon früh Personalverantwortung, insbesondere bei Auslandsvertretungen. Mit zunehmender Erfahrung kannst du höhere Ränge erreichen und bis zum Botschafter oder Generalkonsul aufsteigen.

Gut zu wissen: Den Chef aller Diplomaten nennst du in Deutschland Außenminister. Er löst Probleme auf höchster Ebene.

Du wirst in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt, weshalb eine Spezialisierung nicht vorgesehen ist. Dennoch kann es sein, dass du mit der Zeit eine Expertise zu bestimmten Regionen oder Themenfeldern entwickelst, wo du dann mit einem wiederholten Einsatz rechnen kannst. 

Da du regelmäßigen auf neue Posten einberufen wirst, bist du gefordert dich stets in neue Aufgabenbereiche einzuarbeiten. Dafür sind Weiterbildungen in folgenden Bereichen notwendig:

  • Kultur
  • Presse
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Recht
  • Wirtschaft

Zusammenfassung

Hier siehst du nochmal alles Wichtige über die Voraussetzungen, Diplomat zu werden, auf einen Blick:

Diplomat – Übersicht
  • Wenn du Diplomat werden möchtest, brauchst du ein abgeschlossenes Hochschulstudium, sehr gute Fremdsprachenkenntnisse sowie hervorragende intellektuelle Fähigkeiten.
  • Als Diplomat bist du Vertreter und Repräsentant eines Landes und vertrittst dessen Interessen im Ausland. 
  • Du kannst mit einem Einstiegsgehalt von 4.600 € rechnen. Dazu kommt ein Auslandszuschlag, der bis zu 6.000 € betragen kann.
  • Neben deinen ausgeprägten politischen Kenntnissen sind für den Beruf persönliche Kompetenzen wie Flexibilität und Belastbarkeit notwendig.

Beamter werden

Jetzt weißt du, unter welchen Voraussetzungen du Diplomat werden kannst. Als Diplomat bist du vom Staat als Beamter eingestellt. Wenn du etwas mehr über die Rechte und Pflichten von Beamten erfahren möchtest, schau hier vorbei.%Thumbnail Verweis

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