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Wie du richtig Feedback geben kannst, lernst du anhand von Beispielen und Übungen du in diesem Beitrag %und Video. Außerdem haben wir die wichtigsten Regeln für ein Feedback Gespräch für dich vorbereitet. 

Was ist Feedback? – Feedback geben einfach erklärt 

Wenn du jemanden Feedback gibst, erhältst er von dir eine Rückmeldung darüber, wie er sich in einer bestimmten Situation (zum Beispiel beim Arbeiten) verhalten hat. Dabei greifst du Punkte auf, die die Person gut gemacht hat (Positives Feedback) und Punkte, die die Person nicht so gut gemacht hat (Negatives Feedback).

Damit dein Feedback richtig ankommt, solltest du die WWW-Regeln beachten: 

  1. Wahrnehmung schildern
    Sage der Person, wie du ihr Verhalten beobachtet hast.
    Beispielsatz: „Mir ist aufgefallen, dass…“
  2. Wirkung erläutern 
    Sage der Person, welchen subjektiven Eindruck dieses Verhalten bei dir hervorruft.
    Beispielsatz„Das wirkt auf mich, also ob…“
  3. Wunsch formulieren
    Sage der Person, welches Verhalten du dir von ihr in Zukunft wünschen würdest. 
    Beispielsatz„Ich würde mir wünschen, dass…“
Richtiges Feedback, Beispielsätze, Beispiele, Übungen, Feedback Gespräch
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Feedback geben mit den WWW-Regeln
Feedback Definition

Beim Feedback geben (deutsch: Rückmeldung) teilt eine Person einer anderen Person mit, was die Person in einem bestimmten Kontext gut oder schlecht gemacht hat. 

10 Feedback Regeln

Wenn du konstruktives Feedback gibst, hilfst du einer Person dabei, ihre eigenen Schwachstellen zu erkennen und sich selbst zu verbessern. Gleichzeitig äußerst du auch deine Wünsche, Ansprüche und Erwartungen an die Person. 

Damit die Person dein Feedback aber auch richtig versteht und sich nicht angegriffen oder beleidigt fühlt, ist es wichtig, dass du diese 10 Feedbackregeln beachtest:

Regel 1: Beschreibe nur, bewerte nicht

Beschreibe, wie du das Verhalten der Person wahrnimmst und wie du dich dabei fühlst oder wie du darauf reagierst. Überlasse der anderen Person, dass sie ihr eigenes Verhalten bewertet.

Beispiel: „Ich habe die letzten zwei Wochen beobachtet, dass du an einigen Tagen zu spät zur Arbeit erschienen bist.“ 

Regel 2: Wähle eindeutige Formulierungen

Formuliere das Feedback, das du gibst, nachvollziehbar und klar verständlich für die andere Person. Nur so kann sie Rückschlüsse daraus ziehen. 

Beispiel: „Ich habe gesehen, dass du die letzten sechs Mittagspausen zu spät aus der Pause gekommen bist.“ 

Regel 3: Gib keine moralische Wertung ab

Gib der anderen Person nicht das Gefühl, dass du sie für das Verhalten verurteilst. Damit verletzt du die Person und sie wird das Feedback ablehnen. 

Negativ-Beispiel: „Wie kannst du es bloß nicht schaffen, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen?“ 

Regel 4: Nenne konkrete Beispiele

Überlege dir im Vorfeld, in welcher konkreten Situation dir das Verhalten bei der Person aufgefallen ist. So habt ihr ein konkretes Beispiel, an das ihr beide denken könnt. 

Beispiel: „Mir ist heute morgen beim Meeting aufgefallen, dass du nicht alle wichtigen Unterlagen dabei hattest.“ 

Regel 5: Stelle keine Vermutungen auf

Schildere der Person, der du Feedback gibst, nur das, was du auch selbst beobachtet hast. Interpretationen, Hypothesen oder Phantasien sind hier fehl am Platz. 

Negativ-Beispiel: „Ich denke, du bist verunsichert, weil du glaubst, dass du nicht gut genug in deinem Job bist.“

Regel 6: Sprich nur veränderbare Verhaltensweisen an

Es hilft einer Person nicht, wenn du ihr Feedback zu Punkten gibst, die sie nicht verändern kann. 

Negativ-Beispiel: „Ich habe festgestellt, du siehst schlecht. Lerne mal besser zu sehen.“  

Regel 7: Zwinge dem Gegenüber das Feedback nicht auf

Gib deinem Gegenüber nur Feedback, wenn er auch darum bittet bzw. frage die andere Person zuvor, ob du ihr Feedback geben darfst.

Beispiel: „Darf ich dir Feedback dazu geben?“ 

Regel 8: Schaffe ein vertrauensvolles Verhältnis

Baue immer eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu der Person auf, der du Feedback gibst. 

Negativ-Beispiel: „Hier du da! Komm nicht immer so spät!“ 

Regel 9: Verletze die andere Person nicht mit deinem Feedback 

Du willst der anderen Person mit deinem Feedback weiterhelfen und ihr nicht schaden oder sie verletzen. 

Negativ-Beispiel: „Du bekommst es einfach nicht hin, deine Arbeit richtig zu erledigen!“

Regel 10: Gib zeitnahes Feedback 

Je weniger Zeit zwischen dem Verhalten, zu dem du der Person eine Rückmeldung geben willst, und dem Feedback Gespräch liegt, desto effektiver ist das Feedback.

Beispiel: „Bei der Präsentation heute Vormittag ist mir aufgefallen, dass du regelmäßig von einem Bein aufs andere trittst.“ 

Ich-Botschaften

Grundsätzlich solltest du Feedback auch immer in Form von Ich-Botschaften geben.

  • „Ich habe beobachtet, dass…“
  • „Ich habe das Gefühl, dass…“
  • „Ich würde mir wünschen, dass…“

Durch diese Formulierungen bekommt dein Gegenüber das Gefühl, dass du ihm deinen subjektiven Eindruck schilderst und nimmt das Feedback häufiger an. 

Feedback Beispiel 

Feedback spielt im privaten und in beruflichen Kontext eine wichtige Rolle, damit du dich weiterentwickeln und verbessern kannst. 

Bei der Arbeit sollte dir dein Chef zum Beispiel regelmäßig eine Rückmeldung darüber geben, welche Aufgaben du gut erledigst und in welchen Bereichen Verbesserungspotential besteht. 

Häufig gibt es auch das sogenannte 360 Grad Feedback. Bei dieser Feedback Methode gibt dir nicht nur dein Vorgesetzter Feedback, sondern auch alle anderen Mitarbeiter geben sich gegenseitig Feedback. Feedbackrunden unter Kollegen kannst du übrigens auch als Peer Feedback bezeichnen. 

Außerdem bekommst du auch nach einem Vorstellungsgespräch Feedback. Der Personaler teilt dir mit, ob du die Stelle bekommst. Wenn du eine Absage erhältst, teilt dir der Personaler bestenfalls mit, warum du sie nicht bekommen hast. 

Schlechtes Feedback – Fehler beim Feedback geben 

Wenn du beim Feedback geben Fehler machst, fühlt sich die andere Person – der du mit deinem Feedback ja eigentlich nur helfen willst – schnell angegriffen, bevormundet oder gedemütigt. 

Kennzeichen von schlechtem Feedback

Schlechtes Feedback…

  • ist verletzend und hilft der Person nicht weiter.
  • greift die andere Person persönlich an. 
  • verurteilt die andere Person. 

Fehler beim Feedback geben

Damit du kein schlechtes Feedback gibst, solltest du diese Fehler bei Feedback geben unbedingt vermeiden: 

  • Der falsche Zeitpunkt
    Gib Feedback nur dann, wenn du selber gut gelaunt bist. Wenn du schlecht gelaunt bist, nimmt die andere Person die Rückmeldung als unangenehm wahr. Außerdem solltest du dein Gegenüber nicht mit deinem Feedback überfallen. Schaffe einen vertrauensvollen Rahmen und setze deine Menschenkenntnis ein, um herauszufinden ob gerade der richtige Zeitpunkt für Feedback ist. 
  • Zu direktes Feedback
    Natürlich solltest du beim Feedback geben ehrlich, aufrichtig und klar die Rückmeldung äußeren. Allerdings kann es dein Gegenüber auch verletzen, wenn du alles auf einmal auflistest, was dir aufgefallen ist. Versuche gnädig, emphatisch und barmherzig zu sein. 
  • Keine Handlungsempfehlungen äußern 
    Wenn du Feedback gibst, solltest du der Person auch immer deine Wünsche für ihr zukünftiges Handeln mitteilen. Nur so weiß die Person auch, was sie in Zukunft anders machen kann und kann so wachsen. 

Feedback empfangen – SARA-Modell

Zum Feedback gehört nicht nur das Feedback geben, sondern auch das Feedback empfangen. Vor allem negatives Feedback mit schwerwiegenden Folgen oder Veränderungen ruft starke Gefühle und Emotionen hervor.

Die Reaktionen auf das Feedback werden in der Wissenschaft oft mit dem SARA-Modell beschrieben. Es unterscheidet zwischen vier Phasen von Reaktionen, die eine Person nach dem Erhalt eines (negativen) Feedbacks durchläuft. 

Phase 1: Shock (Schock)

Nachdem du negatives Feedback erhältst, bist du erst mal geschockt und willst es nicht wahrhaben. Hintergrund ist, dass du jetzt erkennst, dass sich deine Eigenwahrnehmung (Bild, das du von dir selbst hast) und deine Fremdwahrnehmung (Bild, das andere von dir haben) deutlich unterschieden. 

Phase 2: Anger (Wut) 

Nach dem Schock folgt die Wut-Phase. Du willst dein Selbstbild verteidigen. Deswegen gibst du anderen die Schuld für dein schlechtes Feedback. Es liegt also an den miesen Umständen, an dem neidischen Kollegen oder der sinnlosen Aufgabenstellung. 

Phase 3: Resistance (Widerstand) 

In der Widerstandsphase fängst du an, das schlechte Feedback zu akzeptieren. Allerdings willst du dich (noch) nicht verändern. Du sagst dir, dass du „eben so bist“ und dass dich die kritisierten Verhaltensweisen ausmachen. 

Phase 4: Acceptance (Akzeptanz) 

In der letzten Phase des SARA-Modells – der Akzeptanz-Phase – nimmst du das negative Feedback an. Jetzt fängst du an, dich aktiv zu verändern und an dir zu arbeiten. Nun war das Feedback also erfolgreich. Aber Achtung: Bis zu dieser Phase können oft einige Tage vergehen. 

Um Feedback bitten 

Konstruktives Feedback ist wichtig, damit du dich weiterentwickelst und an dir arbeiten kannst. Deswegen solltest du dein Umfeld regelmäßig um eine Rückmeldung bitten. 

Aber welche Person eignet sich am besten, um dir Feedback zu geben? 

  • Die Person sollte die nötige fachliche Kompetenz haben, um zum Beispiel deine Arbeit zu beurteilen.
  • Du solltest dich außerdem darauf verlassen können, dass die Person ehrlich zu dir ist. Nur dann, wirst du auch etwas vom Feedback Gespräch mitnehmen. 
  • Außerdem solltest du eine Person auswählen, die dir weiterhelfen will und nicht ihre eigenen Ziele verfolgt. Sonst wird die Person das Gespräch zu ihrem Gunsten manipulieren. 

Wenn du Feedback bekommst, solltest du dich an diesen Grundsätzen orientieren:

  • Plane für qualitativ hochwertiges Feedback genug Zeit ein. 
  • Höre dem Feedback-Geber aufmerksam zu
  • Bedanke dich bei deinem Feedback-Geber für das Feedback für die Zeit und für die Anregungen – unabhängig davon, ob du mit dem Gesagten übereinstimmst. 
  • Reflektiere das Feedback. Analysiere jeden angebrochenen Punkt und überlege dir, welche Schlüsse du daraus für dich ziehen kannst. 

Mitarbeiterführung 

Feedback geben ist auch ein wichtiger Teil von guter Mitarbeiterführung. Schau dir jetzt unser Video zu dem Thema an und erfahre, was gute Mitarbeiterführung noch ausmacht. Bis gleich! 

% Thumbnail Mitarbeiterführung 


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