Ingenieur/in bei der Bundeswehrverwaltung – Verwendungsbereich Wehrtechnik (zivil)
Zivile Ingenieurinnen und Ingenieure im gehobenen technischen Verwaltungsdienst sorgen dafür, dass die Bundeswehr zuverlässige Technik einsetzen kann. Erfahre hier und im Video alles über deine Aufgaben und Karrierechancen!
Inhaltsübersicht
Ingenieur/in im gehobenen technischen Dienst bei der Bundeswehr — Übersicht
Im gehobenen technischen Verwaltungsdienst arbeitest du zivil bei der Bundeswehr. Das bedeutet: Du bist keine Soldatin bzw. kein Soldat, sondern Beamtin oder Beamter im technischen Bereich. Dennoch trägst du maßgeblich dazu bei, dass die Bundeswehr einsatzbereit bleibt.
Deine Arbeit dreht sich im Verwendungsbereich Wehrtechnik vor allem um moderne Technik. Du entwickelst und bewertest zum Beispiel Fahrzeuge, Ausrüstung, Kommunikationssysteme, Sensoren und sorgst dafür, dass sie einsatzfähig sind. So bleibt die Ausrüstung der Bundeswehr immer auf dem neuesten Stand.
Dein Einstieg ist über verschiedene Wege möglich. Zum Beispiel über einen Vorbereitungsdienst oder mit einem bereits abgeschlossenen Bachelor. Je nach Fachrichtung wirst du gezielt auf deine späteren Aufgaben vorbereitet — etwa in der Wehrtechnik oder im Projektmanagement.
Was machst du als Ingenieur/in im technischen Verwaltungsdienst der Wehrtechnik?
Im gehobenen technischen Verwaltungsdienst der Wehrtechnik übernimmst du vielseitige Aufgaben. Du sorgst dafür, dass neue Ausrüstung entwickelt, getestet und sicher eingesetzt werden kann.
Zu den wichtigsten Aufgaben zählen:
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Technologien entwickeln
Du arbeitest an den neuesten technischen Lösungen, die die Bundeswehr in der Zukunft braucht. Um das umzusetzen, kooperierst du oftmals mit anderen Unternehmen oder Institutionen. Dabei geht es zum Beispiel um die Entwicklung von Fahrzeugen, Materialien, Elektronik, Kommunikationssystemen oder spezialisierter Ausrüstung.
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Prototypen prüfen
Bevor ein neues System eingeführt wird, muss es sich erstmal bewähren. Dafür bewertest du Prototypen und prüfst deren technische Spezifikationen. Falls etwas noch nicht passt, begleitest du die Optimierung.
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Qualität sichern
Wenn aus einem Prototyp ein fertiges Produkt wird, behältst du stets die Qualität im Blick. Du kontrollierst die Produktionsabläufe, führst Güteprüfungen durch und begleitest das Material bis zur Abnahme. So stellst du sicher, dass die Ausrüstung zuverlässig funktioniert.
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Internationale Rüstungsprojekte
Du arbeitest an internationalen Projekten zur Umsetzung gemeinsamer Entwicklungsprogramme, bringst dein Fachwissen ein und stimmst dich mit Partnern aus anderen Ländern ab. Dabei koordinierst du technische Anforderungen, vergleichst Standards und sorgst dafür, dass Systeme kompatibel und gemeinsam einsetzbar sind.
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Welche Fachrichtungen gibt es?
Der technische Verwaltungsdienst ist ein breites Berufsfeld. Deshalb kannst du bei der Bundeswehr in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten — abseits der Wehrtechnik.
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Beschaffung und Anforderungen
Hier dreht sich alles um die Frage, welche Wehrtechnik die Bundeswehr braucht und welche Anforderungen sie erfüllen muss. Dafür werden technische Forderungen festgelegt, Angebote bewertet und Beschaffungsverfahren begleitet. Dieser Bereich verbindet also Technik und Planung.
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Fernmelde- und Elektronische Aufklärung
Dieser Fachbereich arbeitet mit moderner Fernmelde- und Informationstechnik. Im Mittelpunkt steht die Erfassung und Auswertung von Signalen, zum Beispiel Sprach-, Radar- oder Datenübertragungssignalen. Die gewonnenen Informationen können später für militärische Lagebilder wichtig sein.
Laufbahn als Ingenieur/in im technischen Verwaltungsdienst
Dein Weg in den gehobenen technischen Dienst hängt vor allem davon ab, welche Qualifikation du bereits mitbringst. Hast du schon ein technisches Studium abgeschlossen, kannst du entweder über einen Vorbereitungsdienst oder mit Berufserfahrung direkt einsteigen.
Beim Seiteneinstieg mit Bachelor startest du in der Regel mit einem 12-monatigen Vorbereitungsdienst, auch Trainee-Programm genannt. In dieser Zeit wirst du gezielt auf deine späteren Aufgaben vorbereitet und bekommst Einblicke in Wehrtechnik und Projektmanagement.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung und einer dreijährigen Probezeit wirst du in der Regel zur Beamtin bzw. zum Beamten auf Lebenszeit ernannt.
Voraussetzungen für den gehobenen technischen Dienst
Bevor du im gehobenen technischen Dienst bei der Bundeswehr durchstarten kannst, musst du einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen.
✓ Deutsche Staatsbürgerschaft
✓ abgeschlossenes technisches Studium, z. B. Bachelor oder Diplom
✓ gute Englischkenntnisse
✓ Bereitschaft, sich bundesweit versetzen zu lassen
✓ Bereitschaft, an Auslandseinsätzen teilzunehmen
Persönliche Voraussetzungen
Neben den formellen Voraussetzungen sind vor allem deine persönlichen Eigenschaften wichtig. Im gehobenen technischen Dienst brauchst du beispielsweise:
- technisches Verständnis
- analytisches Denken
- Verantwortungsbewusstsein
- Teamfähigkeit
- Eigeninitiative
- Interesse an Forschung und Entwicklung
- gutes Organisationsvermögen
⭐ Arbeit in sicheren wirtschaftlichen Verhältnissen
⭐ attraktive und herausfordernde Tätigkeit mit guten Aufstiegschancen
⭐ hohe Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung
⭐ Möglichkeit an den Sprachschulen der Bundeswehr deine Sprachkenntnisse zu verbessern
⭐ nach der Ausbildung und Probezeit wirst du in der Regel zum Beamten auf Lebenszeit ernannt
Was verdienst du als Ingenieur/in im gehobenen technischen Dienst?
Dein Gehalt als Ingenieur/in im gehobenen technischen Dienst hängt von deinem Einstieg, deiner Erfahrungsstufe und deiner persönlichen Situation ab.
Während deines 12- bis 18-monatigen Vorbereitungsdienstes verdienst du als Anwärter bereits 2.600 € netto im Monat. Nach der Ausbildung steigst du als Technischer Regierungsoberinspektor ein und bekommst monatlich stattliche 2.900 € (Erfahrungsstufe 1).
Mit mehr Erfahrung und höheren Ämtern steigt auch dein Gehalt. Als Technischer Regierungsamtmann sind beispielsweise rund 3.600 € netto möglich (Erfahrungsstufe 3). Später kannst du als Technischer Regierungsoberamtsrat sogar auf satte 4.800 € netto im Monat kommen (Erfahrungsstufe 8).
Deine Karrierechancen als Ingenieur/in im technischen Dienst der Wehrtechnik
Der gehobene technische Dienst bietet dir sehr gute Karrierechancen. Denn moderne Wehrtechnik ist für die Bundeswehr unverzichtbar — egal ob bei Fahrzeugen, Ausrüstung, Kommunikationssystemen oder Aufklärungstechnik.
Schon von Anfang an profitierst du von attraktiven Rahmenbedingungen: Dazu gehört ein sicherer Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeiten sowie sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten.
Mit wachsender Erfahrung kannst du mehr Verantwortung übernehmen, Projekte leiten und in höhere Ämter aufsteigen. Außerdem bietet dir die Bundeswehr viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, etwa durch Lehrgänge oder Sprachkurse.
Attraktiv ist auch die Sicherheit des Berufs. Als Beamtin oder Beamter arbeitest du in stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Nach erfolgreicher Probezeit ist sogar die Verbeamtung auf Lebenszeit möglich. Damit ist der gehobene technische Dienst nicht nur abwechslungsreich, sondern auch ein sehr sicherer Karriereweg.
Duales Studium Wehrtechnik
Du interessierst dich für Technik bei der Bundeswehr, hast aber noch keinen Bachelorabschluss? Dann könnte das duale Studium Wehrtechnik spannend für dich sein. Wenn du mehr darüber erfahren willst, dann schau doch hier vorbei.
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