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Kuchen, Torten und Pralinen — Als Konditor oder Konditorin lernst du alles über die Herstellung und den Verkauf von allerlei GebäckenWas dich im Arbeitsalltag erwartet, wie viel du dabei verdienst und wie gut die Ausbildung zu dir passt, erfährst du in unserem Video .

Was machst du als Konditor/in?

Arbeiten im Schlaraffenland! Als Konditor oder Konditorin wird dieser Traum zu deiner Arbeitsrealität. Denn du kümmerst dich um die Herstellung, die Präsentation und den Verkauf von deinen handgefertigten Süßwaren. 

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Deine wichtigsten Aufgaben als Konditor/in

In deinem abwechslungsreichen Arbeitsalltag sorgst du dafür, dass die kunstvollen Leckereien dazu auch noch ein Augenschmaus sind. In jedem Konditor steckt also ein Künstler, ganz viel Fingerspitzengefühl und gleichzeitig ein wahrer Verkaufsexperte! Für welche Aufgabenbereiche du genau verantwortlich bist, zeigt dir unser Überblick: 

  • Rezepte: Als Konditor kennst du viele Rezepte in- und auswendig. Als kreativer Kopf entwickelst du aber auch deine eigenen Back-Ideen und verfeinerst klassische Rezepte.  Dazu kommt, dass du alle Angaben je nach benötigter Menge umrechnest.

  • Backen und Verzieren: Mit deinen Zutaten zauberst du dann je nach Rezept allerlei süße Sünden: dreistöckige Torten, kleine Pralinen, Plunder oder auch Salzgebäcke. Bei der Verzierung und Glasur kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen.

  • Präsentation: Mit einer ruhigen Hand stellst du deine Kunstwerke in die Verkaufstheke und achtest beim Anrichten auf jedes Detail. 

  • Vertrieb: Beim Verkauf deiner Waren kalkulierst du die Preise und berätst Kunden freundlich und zuvorkommend. Wenn Kunden Spezialaufträge haben, stehst du ihnen zur Seite und versuchst, ihre Wünsche umzusetzen.

  • Zutaten und Lagerung: Du kümmerst dich um den Einkauf und die sachgerechte Lagerung all deiner Zutaten. Dabei achtest du darauf, dass Eier, Mehl und Co. immer ausreichend vorhanden sind. Sollte etwas zu Neige gehen, bestellst du es bei deinen Lieferanten nach. 
Konditor oder Bäcker?

Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Konditoren und Bäckern? ganz einfach! Während beim Bäcker eher salzige Waren, Brötchen und Brot im Ofen landen, beschäftigst du dich als Konditor mit süßen Feinbackwaren (Törtchen, Pralinen, Hochzeitstorten) und entfaltest dich so künstlerisch. Außerdem gelten Konditorei-Produkte bis heute als Luxuswaren! Das Bäckerhandwerk ist dagegen für das täglich Brot zuständig.

Was verdienst du als Konditor/in?

Als Auszubildender verdienst du bereits während der Ausbildung zum Konditor oder zur Konditorin dein erstes Geld.

So bekommst du im ersten Lehrjahr ungefähr 600 € und im zweiten schon 700 €. Im dritten und letzten Jahr beläuft sich dein Gehalt dann auf 800 € im Monat. Nach deiner Abschlussprüfung verdienst du dann als staatlich anerkannter Konditor oder als staatlich anerkannte Konditorin im Schnitt 2.320 € im Monat.

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Ausbildungs- und Einstiegsgehalt – Konditor/in

Passt die Konditor/in Ausbildung zu dir?

Du liebst Süßwaren? Du bist kreativ und hast ein gutes Fingerspitzengefühl? Deine Weihnachtsplätzchen sind in der ganzen Nachbarschaft bekannt? Dann steht deiner Karriere in einer Konditorei ja nichts mehr im Wege!

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob die Ausbildung zum Konditor oder zur Konditorin für dich in Frage kommt:

 Genau dein Ding! ✗ Nichts für dich!
 Du bist kreativ und hast ein Auge für das Schöne.  Du bist handwerklich ungeschickt.
Backen und Verzieren sind deine Leidenschaft. Auf Kunden bedienen und Aufträge entgegennehmen hast du so gar keine Lust. 
Ein eigenes kleines Café? Du möchtest dich später selbstständig machen. Am liebsten verbringst du viel Zeit im Büro und am Schreibtisch. 
Du bist gerne aktiv auf den Beinen. 
Die Hände schmutzig machen? Nicht mit dir!

Wie stehen deine Karrierechancen? 

Lust auf süße Leckereien hat jeder — Kundschaft wird dir also nie ausgehen. Zusätzlich kannst du durch Weiterbildungen die Karriereleiter weiter hinaufklettern. Dadurch erweiterst du nicht nur deine Kompetenzen, sondern verdienst auch mehr. Die folgenden drei Weiterbildungen bieten sich nach der Ausbildung zum Konditor besonders gut an:

Meister/in Mit einer Weiterbildung zum Konditormeister kannst du neben deinen Kompetenzen auch dein Gehalt erweitern. Zusätzlich dazu befähigt dich auch ein Meisterbrief, deine eigene Konditorei aufmachen zu dürfen.
Lebensmitteltechniker/in Bereich für Lebensmitteltechnik bist du für die Qualitätssicherung von Nahrungsmitteln verantwortlich.
Ausbildungsberater/in oder Fach-/Werkstattleiter/in Auch Konditoreifachschulen sind ein möglicher Arbeitgeber. Besonders wenn du dein Wissen gerne an Azubis weitergeben möchtest, kannst du das durch diese Weiterbildung tun.

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Was für Voraussetzungen gibt es für einen Konditor oder eine Konditorin?

Um als Auszubildender in Frage zu kommen, benötigst du keinen speziellen Schulabschluss. Die Mehrheit der werdenden Konditoren haben dennoch mindestens einen Hauptschulabschluss.

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Schulabschlüsse von Azubis – Konditor/in

Besonders wichtig ist für deine berufliche Zukunft ist, dass du Freude am Backen hast. Zusätzlich sollten dir die folgenden Schulfächer Spaß bereiten:

  • Mathe: Um beim Umrechnen der Rezepte nicht zu viel Zucker zu verwenden, solltest du die Grundrechenarten beherrschen.
  • Kunst: Als Konditor lässt du dir immer neue Gebäcke einfallen und verzierst sie künstlerisch. Kreative Ideen für schöne Dekorationen kommen dabei wie gerufen! 
  • Deutsch: Bei Beratungsgesprächen mit Kunden ist es vorteilhaft, wenn du dich gut ausdrücken kannst und alle Wünsche deiner Kunden verstehst.

Wo kannst du als Konditor /in arbeiten?

Die Frage, wo genau du als Konditor arbeiten kannst, ist schnell geklärt. Nämlich überall, wo Menschen Süßwaren essen und kaufen! So findest du mit deinen flinken Fingern also Anstellung in: 

  • Konditoreien (Zuckerbäckereien) 
  • Bäckereien 
  • Confiserien (Geschäft für Pralinen und Kleingebäck)
  • Cafés 
  • Restaurants und Pâtisserien (Süßspeisenabteilung)

Außerdem ist deine Ausbildung auch der ideale Wegbereiter in die Selbstständigkeit. So kannst du später sogar in deinem eigenen Geschäft – egal ob Bäckerei oder Café – arbeiten!  

Sollte dich einmal die  Reisesehnsucht packen, wirst du als Konditor im Ausland mit offenen Armen empfangen. Besonders im asiatischen Raum sind Konditoren aus Deutschland in der Sterneküche sehr gefragt. 

Wie sieht dein Arbeitsort aus?

Ein langweiliger Bürojob war gestern! Als Konditor verbringst du deinen Arbeitstag auf den Beinen und gehst deinem feinen Handwerk nach.

In der Backstube stehen dir zur Arbeitserleichterung verschiedene Geräte und Maschinen zur Verfügung. Darüber hinaus verbringst du auch Zeit hinter der Theke und bedienst deine Kunden. 

Da Hygiene und Ordnung sehr wichtig sind,  zählt es auch zu deinen Aufgaben, Zutaten in den Kühlhäusern und Lagerräumen zu verräumen sowie die Geräte zu reinigen.

Wie sind deine Arbeitszeiten?

Da Bäckereien und Konditoreien oftmals an sechs oder sogar sieben Tage die Woche geöffnet haben, kommt es oft vor, dass du als Konditor auch am Wochenende arbeitest. Dafür bekommst du jedoch Ausgleichstage

Allgemein beginnt dein Arbeitstag schon recht früh um 6 Uhr morgens. Der Vorteil daran ist, dass du dadurch früher Feierabend hast. Während deine Freunde also nachmittags noch arbeiten müssen, kannst du bereits deine Freizeit genießen. 

Dank unseres Überblick kannst  du dir einen typischen Arbeitstag als Konditor noch besser vorstellen: 

Uhrzeit Aufgaben
6.00 Uhr Überblick verschaffen, welche Aufträge und Bestellungen anstehen
6.30 Uhr Zutaten zusammenstellen und Arbeitsplatz vorbereiten 
7.00 Uhr Biskuitteig herstellen und in den Ofen schieben 
9.00 Uhr Sahne-Torte aufsetzen und verzieren
11.00 Uhr An der Verkaufstheke aushelfen und Kunden beraten
13.00 Uhr Pralinen herstellen, Törtchen zubereiten und Kekse backen
14.00 Uhr Backstube und Geräte blitzeblank reinigen
15.00 Uhr Feierabend

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung für Konditoren dauert 3 Jahre und ist dual organisiert. Das heißt, du verbringst sie abwechselnd in der Berufsschule und in deinem Lehrbetrieb, wie etwa einer Konditorei. Dadurch perfektionierst du dein erlerntes Theoriewissen und dein handwerkliches Know-How aus der Backstube. 

Nach einem erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung erhältst du einen Gesellenbrief und bist fortan ein staatlich anerkannter Konditor oder eine staatlich anerkannte Konditorin.

Was lernst du in deiner Ausbildung?

Von A wie Anis bis Z wie Zucker — Als Auszubildender lernst du alles rund um die Herstellung und Präsentation von Süßwaren und Gebäcken. 

Ausbildungsjahr In der Berufsschule Im Betrieb
1 & 2
  • Welche Teigwaren gibt es und wie stellst du sie her?
  • Wie erstellst du Torten, Kuchen, Süßwaren und Fülllungen?
  • Worauf kommt es bei der Präsentation in der Verkaufstheke an? 
  • Was gibt es bei der Kundenberatung zu beachten?
  • Du wirst in die Abläufe in einer Backstube eingelernt und erfährst, wie du mit den Geräten, Maschinen und Öfen richtig umgehst.
  • Egal ob Kuchen, Kleingebäck, Torten oder Pralinen – du bereitest deine ersten Süßwaren zu. 
  • Im direkten Kundenkontakt beschäftigst du mit ihren Wünschen und planst deren mögliche Umsetzung.
  • Hygiene ist das A und O: Du lernst die wichtigsten Vorschriften kennen und reinigst Geräte. 
Zwischenprüfung 
3
  • Wie kreierst du deine eigenen Spezialgebäcke?
  • Worin liegt der Unterschied zwischen Glasieren, Garnieren und Dekorieren?
  • Wie gehst du mit den empfindlichen Zutaten wie Karamell, Schokolade und Marzipan um?
  • Wie stellst du Eis her, was das Herz eines jeden Italieners höher schlagen lässt?
  • Hinter der Verkaufstheke bedienst du Kunden und beantwortest ihre Fragen. 
  • Du wirst in die hohe Backkunst eingeführt und stellst eigene Pralinen, Petit-Fours und Pasteten her.
  • Es ist Zeit für neue Rezepturen und Experimente mit exotischen Zutaten.
  • Mit frischen Zutaten bereitest du herzhafte Gerichte und Speisen zu.
  • Events, Geburtstage oder Hochzeiten – als Experte berätst du deine Kunden und sorgst für süße Highlights.
Abschlussprüfung 

 

Du findest Süßes zwar toll, willst aber eher Kunstwerke aus Holz erschaffen? Dann schau doch  bei unserem Video zum Tischler vorbei.

Zum Video: Tischler/Tischlerin, Schreiner/Schreinerin
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