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In diesem Beitrag erfährst du, wie Mondphasen entstehen und welche acht Phasen es gibt.

Inhaltsübersicht

Wie entstehen Mondphasen?

Bei den Mondphasen spielen drei Himmelskörper eine Rolle: die Sonne, die Erde und der Mond. Der Mond leuchtet nämlich nicht selbst, sondern reflektiert das Licht der Sonne. Da die Sonne immer nur aus einer Richtung strahlt, ist immer genau eine Hälfte des Mondes beleuchtet und die andere dunkel. Und genau diese Hälfte sehen wir dann auf der Erde.

Dass wir den Mond von der Erde aus mal als Sichel und mal als Vollkreis sehen, liegt an seiner Bewegung: Der Mond kreist in etwa 28 Tagen einmal um die Erde. Je nachdem, wo er sich auf dieser Bahn befindet, schauen wir aus einem anderen Winkel auf ihn — wir sehen also unterschiedlich viel von seiner beleuchteten Hälfte. Das sind die verschiedenen Mondphasen.

Das Bild zeigt das Zusammenspiel von Sonne, Erde und Mond mit ihren jeweiligen Umlaufbahnen und Rotationszeiten. In der Mitte leuchtet die Sonne als große, gelb-orange Kugel. Ein kreisförmiger Pfeil um ihre Mitte signalisiert die Eigendrehung. Sie braucht 27 Tagen, um sich einmal komplett zu drehen. Rechts von der Sonne befindet sich die blau-grüne Erde, die zur Hälfte von der Sonne beleuchtet wird. Ein Pfeil um die Erdachse zeigt die Eigenrotation an. 24 Stunden braucht die Erde, um sich einmal komplett um die eigene Achse zu drehen. Die Erde bewegt sich auf einer großen Umlaufbahn mit weißen Pfeilen entgegen dem Uhrzeigersinn um die Sonne. Um sich einmal um die Sonne zu bewegen, braucht die Erde 365 Tage. Rechts unterhalb der Erde ist der grau-weiße Mond zu sehen. Er umkreist die Erde auf einer eigenen Bahn entgegen dem Uhrzeigersinn, wozu er 28 Tage braucht
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Zusammenspiel Sonne, Erde und Mond

Gut zu wissen: Der Mond ist eine passive Lichtquelle, weil er angeschienen wird. Die Sonne ist hingegen eine aktive Lichtquelle, da sie Licht selbst erzeugt.

Sieht man immer nur eine Seite vom Mond?

Wenn du den Mond am Himmel ansiehst, blickst du immer auf genau dieselbe Seite. Das liegt an einem perfekten Timing im All, das sich gebundene Rotation nennt: Der Mond braucht für eine Drehung um die eigene Achse genauso lange wie für eine Runde um die Erde — nämlich ungefähr 28 Tage. Da sich beide Bewegungen ausgleichen, ist seine Rückseite immer verborgen.

Wie lange dauert der Mondphasenzyklus?

Ein vollständiger Zyklus dauert durchschnittlich 29,53 Tage. Er schwankt leicht — je nach Position des Mondes auf seiner Bahn.

in der Mitte die Erde, die vom Mond gegen den Uhrzeigersinn umkreist wird, während von links das gelbe Sonnenlicht einstrahlt. Auf der kreisförmigen Umlaufbahn sind die Mondphasen eingezeichnet: Links (9 Uhr) steht der dunkle Neumond, danach die zunehmende Sichel (7 Uhr), unten das Erste Viertel (6 Uhr), danach die zunehmender Mond (4 Uhr), rechts (3 Uhr) Vollmond, danach die abnehmender Mond (2 Uhr), oben das Letzte Viertel (0 Uhr) und danach die abnehmende Sichel (11 Uhr).
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Mondphasen

Ein Mondzyklus beginnt bei einer Phase, zum Beispiel Neumond, und endet, wenn dieselbe Phase wieder erreicht ist. Fachleute nennen diesen Zeitraum auch den synodischen Monat.

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Welche Mondphasen gibt es wann?

Der Mond durchläuft in einem Zyklus insgesamt acht Phasen:

Phase

Heller Teil der Scheibe

Typisches Sichtbarkeitsfenster

Neumond

Keine helle Fläche sichtbar

Nicht sichtbar

Zunehmende Sichel

Rechts, weniger als die Hälfte

Kurz nach Sonnenuntergang

Erstes Viertel

Rechts, genau die Hälfte

Nachmittag bis Mitternacht

Zunehmender Mond

Rechts, mehr als die Hälfte

Später Nachmittag bis frühe Morgenstunden

Vollmond

Gesamte Scheibe

Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang

Abnehmender Mond

Links, mehr als die Hälfte

Mitternacht bis Vormittag

Letztes Viertel

Links, genau die Hälfte

Mitternacht bis Mittag

Abnehmende Sichel

Links, weniger als die Hälfte

Kurz vor Sonnenaufgang

Wie erkennst du zunehmenden oder abnehmenden Mond?

Ob du am Himmel eine zunehmende oder abnehmende Sichel siehst, lässt sich durch einen kleinen Trick schnell herausfinden: mit den Schreibschrift-Buchstaben a und z.

Das Bild zeigt die Merkregel für die Mondphasen mit den Schreibschrift-Buchstaben a und z. Das z steht für den zunehmenden Mond und das a für den abnehmenden.
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a- und z-Merkregel
  • Der zunehmende Mond („z“): Sieht die Mondsichel aus wie eine schließende Klammer ), lässt sie sich in der klassischen Schreibschrift zu einem kleinen z für „zunehmend“ vervollständigen.
  • Der abnehmende Mond („a“): Zeigt die Sichel wie eine öffnende Klammer ( nach links, formt ihr Bogen den Bauch eines kleinen, geschriebenen a für „abnehmend“.

Warum ist der Mond auch manchmal tagsüber zu sehen?

Der Mond ist häufig auch tagsüber am Himmel zu sehen, weil er hell genug ist, um gegen das Tageslicht anzukommen. Den zunehmenden Halbmond kannst du meist von 12 Uhr bis 24 Uhr beobachten. Erkennst du also schon nachmittags eine Sichel am Himmel, ist es ein zunehmender Mond. Einen abnehmenden Halbmond siehst du hingegen von 24 Uhr bis 12 Uhr

Das bild zeigt zu welcher Uhrzeit man welche Mondphase sehen kann. Von 12 Uhr mittags bis 24 Uhr Mitternacht kann man den zunehmenden Mond beobachten. Den abnehmenden Halbmond sieht man von 24 Uhr Mitternacht bis 12 Uhr mittags.
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Uhrzeiten der Mondphasen

Wichtig: Das gilt nur für die Nordhalbkugel! Auf der Südhalbkugel, also z. B. in Australien, verhält es sich genau umgekehrt.

Der Erdschein

Wenn du dir eine schmale Mondsichel anschaust, siehst du oft auch den Rest des Mondes ganz schwach leuchten. Dieses Phänomen heißt Erdschein oder aschgraues Mondlicht“.

Es entsteht, weil die Erde wie ein riesiger Spiegel im Weltall wirkt: Die Sonne strahlt die Tagseite der Erde an. Die Wolken und Ozeane werfen dieses Licht zurück ins All direkt auf die dunkle Seite des Mondes. Dadurch wird die eigentlich finstere Mondhälfte leicht aufgehellt und für uns auf der Erde sichtbar.

Himmelskörper verstehen

Mondphasen gehören zu den Himmelskörpern und zeigen, wie sich der Mond am Himmel verändert. Wer sich mit Himmelskörpern beschäftigt, schaut auf Bewegungen, Stellungen und Lichtverhältnisse im Weltall. So wird klar, wie Sonne, Erde und Mond zusammenwirken und warum wir von der Erde aus unterschiedliche Formen sehen. Im Ingenieurwissenschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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