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In diesem Beitrag erfährst du, was Betriebsmittel sind, wie sie sich von anderen Produktionsmitteln unterscheiden und warum sie für die so wichtig sind.

Inhaltsübersicht

Was sind Betriebsmittel?

In der Betriebswirtschaftslehre (BWL) sind Betriebsmittel alle Anlagen und Mittel, die du dauerhaft im Produktionsprozess einsetzt. Sie ermöglichen die Leistungserstellung – also Güter zu produzieren oder Dienstleistungen zu erbringen. Zu den Betriebsmitteln zählen zum Beispiel: 

  • Maschinen und Anlagen (Produktionsmaschinen, Roboter)
  • Fahrzeuge (Gabelstapler, Lieferwagen)
  • IT-Systeme (Computer, Software)
  • Rechte (Lizenzen, Patente)

Betriebsmittel werden anders als Rohstoffe nicht verbraucht. Sie unterstützen die Produktion über lange Zeit, verlieren dabei aber durch den ständigen Einsatz nach und nach an Kraft und Wert.

Übrigens: Sie zählen zu den elementaren Produktionsfaktoren und beeinflussen die Kapazität, die Effizienz sowie die Qualität der Leistungserstellung. In der Bilanz ordnest du sie dem Anlagevermögen zu. 

Arten der Betriebsmittel

Betriebsmittel lassen sich in zwei Kategorien einteilen: materielle und immaterielle Betriebsmittel.

Kategorie Merkmale Beispiele
Materiell physisch greifbar, langlebig, wiederverwendbar CNC-Maschine, Gabelstapler
Immateriell keine physische Form, dauerhaft nutzbar Softwarelizenz, Patent
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Materielle Betriebsmittel

Materielle Betriebsmittel sind physisch greifbar. Sie überdauern mehrere Produktionszyklen und erfüllen eine direkte Funktion im Produktionsprozess .

➡️ Beispiele dafür sind:

  • Maschinen
  • Werkzeuge
  • Förderbänder
  • Lagerregale
  • Fahrzeuge (z. B. Gabelstapler)

Immaterielle Betriebsmittel

Immaterialle Betriebsmittel haben keine physische Form. Auch sie werden  nicht verbraucht. Ihre Funktion im Prozess ist es, Abläufe zu ermöglichen oder Wettbewerbsvorteile zu sichern.

➡️ Zu ihnen zählen: 

  • Software
  • Patente
  • Lizenzen
  • Markenrechte
  • Konzessionen

Was sind Elektrische Betriebsmittel?

Elektrische Betriebsmittel sind Geräte oder Komponenten, die mit elektrischer Energie arbeiten. Dabei erfüllen sie unterschiedliche Funktionen: Sie können elektrische Energie…

  • nutzen (z. B. ein Computer, der Strom in Rechenleistung umwandelt),
  • verteilen oder umwandeln (z. B. ein Netzteil, das Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt),
  • messen oder Informationen übertragen und verarbeiten.

Übrigens: Eine elektrische Anlage bezeichnet im Gegensatz zum elektrischen Betriebsmittel keinen einzelnen Gegenstand, sondern ein System aus mehreren miteinander verbundenen Betriebsmitteln. 

Unterteilung der elektrischen Betriebsmittel

Innerhalb der elektrischen Betriebsmittel gibt es die Unterscheidung zwischen ortsveränderlichen und ortsfesten Betriebsmitteln: 

Ortsveränderliche Betriebsmittel lassen sich ohne großen Aufwand bewegen. Sie wechseln im Betrieb regelmäßig ihren Standort. Beispiele:
➡️ Beispiele: Laptop, elektrisches Handwerkzeug 

Ortsfeste Betriebsmittel sind hingegen dauerhaft an einem Ort fixiert. Entweder sind sie fest verschraubt oder so schwer, dass du sie nicht bewegen kannst. 
➡️ Beispiele: Elektrischer Verteilerschrank, fest angeschlossenes Kühlgerät

Zusätzlich unterscheidest du bei ortsfesten Betriebsmitteln stationäre und nicht-stationäre Anlagen

  • Stationäre Anlagen: Fest installierte elektrische Anlagen oder Maschinen, die dauerhaft in Bauwerken, Fahrzeugen oder Containern eingebaut sind (z. B. elektrische Installation).
  • Nicht-stationäre Anlagen: Anlagen oder Maschinen, die nur vorübergehend an einem Ort eingesetzt werden (z. B. Energieversorgung auf Baustellen).

Leistungsfähigkeit von Betriebsmitteln

Die Leistungsfähigkeit von Betriebsmitteln ist entscheidend dafür, wie gut ein Produktionsprozess insgesamt funktioniert. Denn Betriebsmittel beeinflussen die Produktivität,  also wie effizient gearbeitet wird, sowie die Qualität der Ergebnisse.

Du kannst sie an den folgenden Faktoren messen: 

  • Modernität/Technologiestand: Neuere Betriebsmittel arbeiten oft schneller und präziser. Sie erhöhen die Kapazität und senken die Stückkosten. 
  • Betriebsfähigkeit/Abnutzungsgrad: Ein stark abgenutztes Betriebsmittel fällt häufiger aus.
  • Eignung für den konkreten Prozess: Nur wenn ein Betriebsmittel vollständig auf den  jeweiligen Produktionsschritt abgestimmt ist, kann es seine komplette Leistungsfähigkeit ausschöpfen.

Diese drei Faktoren wirken nicht unabhängig voneinander. Ein altes, aber gut gewartetes Betriebsmittel kann zuverlässig arbeiten. Gleichzeitig nützt die modernste Maschine wenig, wenn sie für den Prozess ungeeignet ist.

Abgenzung zu anderen Begriffen

Im Zusammenhang mit Betriebsmitteln gibt es Begriffe, die ähnlich klingen und leicht verwechselt werden können. Für ein genaues Verständnis ist es aber wichtig, diese Begriffe klar voneinander abzugrenzen:

Betriebsmittel vs. Betriebsstoffe 

Der entscheidende Unterschied zwischen Betriebsmitteln und Betriebsstoffen ist: 

  • Betriebsmittel werden abgenutzt.
  • Betriebsstoffe dagegen verbraucht.

Betriebsstoffe zählen daher als Verbrauchsfaktoren zum Umlaufvermögen – im Gegensatz zu Betriebsmitteln, die du wiederholt einsetzt und daher zum Anlagevermögen gehören.

Gerade bei zusammengehörenden Gegenständen fällt die Zuordnung manchmal schwer, wie in diesem Beispiel: 
➡️ Ein Drucker gilt als Betriebsmittel. Du nutzt ihn dauerhaft und er wird dabei nur abgenutzt. 
➡️Der zugehörige Toner ist ein Betriebsstoff. Er wird beim Drucken vollständig verbraucht und muss regelmäßig ersetzt werden.

Betriebsmittel vs. Arbeitsmittel

Oft wird der Begriff „Arbeitsmittel“ als Synonym für Betriebsmittel verwendet. In der BWL ist das jedoch ungenau. „Arbeitsmittel“ ist ein breiterer Alltagsbegriff – er umfasst alles, womit Menschen arbeiten.

Ob ein Arbeitsmittel gleichzeitig ein Betriebsmittel ist, hängt davon ab ob es diese drei Faktoren erfüllt: 

  • Es wird dauerhaft im Unternehmen eingesetzt.
  • Es ist wiederverwendbar und wird dabei nur abgenutzt. 
  • Es unterstützt die Leistungserstellung, ohne in das Produkt einzugehen.

All diese Faktoren siehst du an diesem Beispiel: 
➡️ Ein Bürostuhl ist ein Betriebsmittel. Er wird dauerhaft und wiederholt genutzt, geht nicht in das Produkt ein und unterstützt die Arbeitsleistung der Mitarbeitenden. Er nutzt sich über Zeit ab

Betriebsstoffe

Du kennst jetzt den Unterschied zwischen Betriebsmitteln und Betriebsstoffen. Doch wo werden Betriebsstoffe in der Bilanz angegeben und wie werden sie in der Kostenrechnung berücksichtig? In unserem Beitrag zu Betriebsstoffen erfährst du, alles wichtige dazu.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.

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