Duales Studium Steuern und Prüfungswesen
Beim dualen Studium Steuern und Prüfungswesen dreht sich alles um Zahlen und wirtschaftliche Zusammenhänge. Wenn du mehr über den Studiengang herausfinden willst, bist du hier genau richtig!
Inhaltsübersicht
Steuern und Prüfungswesen — Überblick über das Studium
Im dualen Studium Steuern und Prüfungswesen bewegst du dich an der Schnittstelle von Betriebswirtschaft und Steuerrecht. Dadurch ist der Studiengang stark berufsbezogen und du lernst den Arbeitsalltag direkt kennen. So ordnest du wirtschaftliche Sachverhalte sicher ein und kannst sie anschließend korrekt bewerten.
In deinen Praxisphasen arbeitest du an echten Steuerfällen, unterstützt bei der Prüfung von Jahresabschlüssen und bekommst Einblicke in laufende Mandate. So verbindest du Theorie mit konkreter Anwendung und gleichzeitig erhältst du bereits während des Studiums dein erstes festes Gehalt.
Welche Studieninhalte erwarten dich?
Im dualen Studium wechseln sich Theorie- und Praxisphasen regelmäßig ab. An der Hochschule eignest du dir das Fachwissen an, im Unternehmen setzt du dieses Wissen direkt ein.
In den ersten Theoriephasen legst du das fachliche Fundament. Das bedeutet, dass du dich in das Steuerrecht und Rechnungswesen einarbeitest. Parallel dazu erlebst du im Betrieb, wie du wirtschaftliche Sachverhalte prüfst und bewertest. Deine Aufgabe wird es sein, wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und bestimmte Zahlen korrekt einzuordnen. Die mathematischen Inhalte unterstützen vor allem das Verständnis von Berechnungen und Bewertungen.
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➡️ Ist das Studium Steuern und Prüfungswesen schwer? Das Steuern und Prüfungswesen-Studium gilt als anspruchsvoll, aber gut machbar. Herausfordernd sind für viele Studierende die Rechenanteile oder das Verständnis gesetzlicher Regelungen. Diese Inhalte bauen zwar logisch auf, verlangen aber, dass du sauber und genau arbeitest. Viele Hochschulen bieten außerdem Mathe-Vorkurse oder begleitende Übungen an. Diese helfen dir, sicher ins Studium zu starten. |
Typische Inhalte der Grundlagenphase sind:
- Steuerlehre — z.B. Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer
- Buchführung und Jahresabschluss
- Wirtschaftsprüfung und Grundlagen der Revision
- Mathematik und Statistik
- Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht
Während du diese Inhalte an der Hochschule lernst, arbeitest du im Unternehmen bereits an echten Mandaten mit. Du erstellst beispielsweise Steuererklärungen, prüfst Steuerbescheide oder unterstützt bei Lohn- oder Gehaltsabrechnungen. Zudem tauschst du dich mit Mandanten und Finanzämtern aus und recherchierst zu steuerlichen Fragestellungen.
Später setzt du eigene Schwerpunkte. Es gibt verschiedene Wahlmodule, mit Vertiefungen wie Unternehmensbesteuerung, internationales Steuerrecht oder digitale Prozesse im Rechnungswesen. Dadurch kannst du deinen Interessen nachgehen und dich gleichzeitig gezielt auf Fachrollen vorbereiten.
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Was sagen Studierende über das Studium?
Viele Studierende schätzen die klare Struktur des Studiums. Module bauen nachvollziehbar aufeinander auf, was den Einstieg erleichtert. Besonders hilfreich ist dabei die enge Verzahnung von Theorie und konkreten Fallbeispielen aus dem Steueralltag.
Gleichzeitig überrascht der hohe Anteil an Detailarbeit. Gesetze, Regelungen und Berechnungen müssen sehr genau verstanden und anschließend präzise angewendet werden. Für manche mag das pingelig erscheinen, aber genau diese Präzision kann einen entscheidenden Unterschied im Arbeitsleben machen.
Passt das Steuern und Prüfungswesen-Studium zu dir?
Im dualen Steuern und Prüfungswesen-Studium arbeitest du viel mit sehr klaren Regelungen. Das bedeutet, dass Inhalte selten vage sind und tendenziell wenig Raum für Interpretation offenlassen. Wenn du gerne mit Vorschriften arbeitest und dich im Umgang mit Zahlen wohlfühlst, bist du hier genau richtig.
Der Studienalltag ist eher ruhig als kreativ-chaotisch. Viele Aufgaben erfordern Sorgfalt und einen Blick fürs Detail. Kleine Fehler können große Auswirkungen haben, etwa bei Berechnungen oder rechtlichen Bewertungen.
| Fähigkeit / Eigenschaft | Bedeutung (1 = kaum, 7 = sehr hoch) |
| Analytisches Denken | ⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Zahlenaffinität | ⭐⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Kommunikationsstärke | ⭐⭐⭐ |
| Teamfähigkeit | ⭐⭐⭐ |
| Selbstorganisation | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Interesse an Menschen | ⭐⭐ |
| Sprachkenntnisse | ⭐⭐⭐ |
Wenn du merkst, dass dir der starke Fokus auf Regeln und Genauigkeit nicht liegt, könnte ein BWL-Studium sinnvoller sein. Dort arbeitest du wirtschaftlich deutlich breiter. Alternativ könnte Wirtschaftsrecht besser zu dir passen, wenn du mehr Interesse an rechtlichen Fragen hast, ohne viele Berechnungen machen zu müssen.
Wie sind deine Karrierechancen & dein Gehalt?
Mit dem dualen Studium Steuern und Prüfungswesen hast du stabile Karrierechancen, da steuerliche Aufgaben in jedem Unternehmen gefragt sind. Der Abschluss eröffnet dir daher viele Einsatzmöglichkeiten und keinen starren Berufsweg, was dir auch einen potenziellen Wechsel oder Spezialisierungen ermöglicht.
Typische Tätigkeitsfelder für Steuern und Prüfungswesen
✔️ Steuerberatung — Unterstützung bei Steuererklärungen, Prüfung von Bescheiden und Vorbereitung steuerlicher Entscheidungen
✔️ Wirtschaftsprüfung
— Mitarbeit bei der Prüfung von Jahresabschlüssen und der Analyse von Unternehmenszahlen
✔️ Rechnungswesen — Pflege von Buchhaltungen, Erstellung von Abschlüssen und Auswertung finanzieller Daten
✔️ Tax Consulting — Bearbeitung spezieller steuerlicher Fragestellungen und strukturierte Analyse von Regelungen
✔️ Finanzverwaltung — Anwendung und Kontrolle steuerlicher Vorschriften im öffentlichen Bereich
Karrierechancen & Gehalt
Das Besondere am dualen Studium ist, dass du bereits während du studierst, dein erstes Gehalt bekommst. Durchschnittlich erhältst du 8.400 bis 12.000 € brutto im Monat.
Wenn du nach dem Bachelor ins Berufsleben startest, liegt dein Einstiegsgehalt im Steuern und Prüfungswesen-Studium meist zwischen 45.000 bis 50.000 € brutto im Jahr. Die genaue Höhe hängt davon ab, ob du in einer Kanzlei, einem Unternehmen oder in einem größeren Prüfungsumfeld beginnst. In vielen Fällen steigst du zunächst als Assistenz ein und sammelst praktische Erfahrung.
Mit wachsender Berufspraxis steigt dein Gehalt deutlich. Nach einigen Jahren sind 55.000 bis 65.000 € jährlich realistisch, vor allem wenn du mehr Verantwortung übernimmst oder dich fachlich spezialisierst.
Im Vergleich mit ähnlichen Studiengängen liegt Steuern und Prüfungswesen damit im guten Gehaltsbereich:
- Wirtschaftsrecht-Studium: ca. 56.400 €
- Steuern und Prüfungsrecht-Studium: ca. 47.500 €
- Accounting & Controlling-Studium: ca. 46.000 €
- BWL-Studium: ca. 45.000 €
Für viele ist das Steuerberater-Examen der nächste Schritt. Während der Vorbereitung arbeitest du in der Regel weiter und verdienst bereits ein solides Gehalt. Nach bestandener Prüfung sind 70.000 € und mehr möglich. Bei Selbstständigkeit oder bei einer eigenen Kanzlei kann dein Gehalt sogar noch höher werden.
Wie läuft ein Studium in Steuern und Prüfungswesen ab?
Im Steuern und Prüfungswesen-Studium startest du mit den Grundlagen und vertiefst dein Wissen Schritt für Schritt. Später setzt du individuelle Schwerpunkte und bereitest dich gezielt auf den Abschluss vor.
Grundlagenphase (1.–3. Semester):
Zu Beginn beschäftigst du dich mit den fachlichen Grundlagen aus Steuerlehre, Rechnungswesen und Betriebswirtschaft. Ziel ist es, ein sicheres Verständnis für steuerliche Regeln und wirtschaftliche Zusammenhänge aufzubauen.
Vertiefungsphase (4.–6. Semester):
Danach arbeitest du stärker an komplexeren Fragestellungen. Deine Inhalte werden spezialisierter, etwa in Unternehmensbesteuerung oder Wirtschaftsprüfung und du wählst erste Schwerpunkte je nach Interesse.
Abschlussphase:
Zum Ende des Studiums wendest du dein Wissen eigenständig an. Die Bachelorarbeit
verbindet Theorie und Praxis und schließt dein Studium fachlich ab.
Studiendauer & Studienmodelle
Das duale Bachelorstudium in Steuern und Prüfungswesen dauert meist 6 bis 7 Semester. Danach kannst du ein Masterstudium anschließen, das je nach Ausrichtung 3 bis 4 Semester dauert.
Neben dem dualen Studium gibt es außerdem Alternativen für dich:
✔️ Vollzeitstudium — Hier studierst du ausschließlich an einer Hochschule und sammelst Praxiserfahrung über freiwillige Praktika oder ein Praxissemester
✔️ Berufsbegleitendes Studium — Das ist sinnvoll, wenn du bereits im steuerlichen Umfeld arbeitest und dich akademisch weiterqualifizieren willst
Im dualen Studium Steuern und Prüfungswesen gibt es zwei Varianten:
-
Praxisintegriertes duales Studium:
Du wechselst regelmäßig zwischen Hochschule und Unternehmen. Neben deinem Bachelorabschluss absolvierst du jedoch keine zusätzliche Berufsausbildung. -
Ausbildungsintegriertes duales Studium:
Hier kombinierst du Studium und eine anerkannte Ausbildung. Am Ende hast du neben dem Bachelor einen zweiten Abschluss, zum Beispiel als Steuerfachangestellte oder Steuerfachangestellter.
Zulassungsvoraussetzungen
Für das Steuern und Prüfungswesen-Studium brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung. Mit der Fachhochschulreife kannst an Fachhochschulen studieren und mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) an Universitäten. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit ohne Abitur zu studieren, beispielsweise durch deine berufliche Qualifikation oder einen Meisterabschluss.
Handelt es sich um ein duales Studium, benötigst du außerdem einen Ausbildungsbetrieb, bevor du starten kannst. Je nach Unternehmen gelten dort zusätzliche Anforderungen, zum Beispiel Deutschkenntnisse oder Kenntnisse im Umgang mit MS Office.
Tipp: Achte bei der Wahl des Betriebs auch auf deine langfristigen Ziele. Wenn du später Steuerberater werden möchtest, ist eine Steuerkanzlei ein sinnvollerer Praxisbetrieb als eine interne Finanzabteilung.
Zulassungsbeschränkungen
Für den Studiengang Steuern und Prüfungswesen ist die Zulassung häufig zulassungsfrei, vor allem an Fachhochschulen. An einigen Hochschulen gibt es jedoch einen Numerus clausus (NC). In der Praxis liegt dieser oft im Bereich von 2,0 bis 2,5.
Wo kannst du Steuern und Prüfungswesen studieren?
Das duale Steuern und Prüfungswesen-Studium wird in Deutschland vor allem an Fachhochschulen. Diese arbeiten oft eng mit festen Unternehmen zusammen, sodass Theorie- und Praxisphasen strukturiert aufeinander abgestimmt sind. Der Studienort hängt daher oft direkt mit deinem gewählten Ausbildungsbetrieb zusammen.
Je nach Hochschule und Partnerunternehmen unterscheiden sich Schwerpunkte. Manche Standorte legen mehr Gewicht auf Wirtschaftsprüfung, andere auf internationale Steuerfragen. Informiere dich deshalb nicht nur über die Hochschule, sondern auch über das Profil des Praxispartners.
Typische Abschlüsse je nach Hochschulform:
- Bachelor of Arts (B.A.)
- Bachelor of Science (B.Sc.)
- Master of Arts (M.A.) / Master of Science (M.Sc.)
Duales Studium Steuern und Prüfungswesen — häufigste Fragen
(ausklappen)
Duales Studium Steuern und Prüfungswesen — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Wie stark ist der Fokus auf Recht und Gesetze?Ein großer Teil des Studiums dreht sich um Steuerrecht. Du lernst, Gesetze zu lesen, richtig anzuwenden und auf konkrete Fälle zu übertragen. Dabei geht es weniger um Auswendiglernen und mehr um Verständnis.
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Ist das Studium eher theoretisch oder praxisnah?Das Studium gilt als praxisnah. Viele Inhalte werden anhand von Fallbeispielen erklärt und in Übungen angewendet. Teilweise sind auch Praxisphasen oder Projekte vorgesehen.
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Kann ich nach dem Bachelor direkt arbeiten oder brauche ich einen Master?Mit dem Bachelor kannst du direkt ins Berufsleben einsteigen. Ein Master ist sinnvoll, wenn du dich weiter spezialisieren oder wissenschaftlicher arbeiten willst, aber keine Pflicht.
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Bereitet das Studium auf das Steuerberater-Examen vor?Das Studium vermittelt wichtige Grundlagen, ersetzt das Steuerberater-Examen aber nicht. Es erleichtert dir jedoch den späteren Einstieg in die Vorbereitung deutlich.
VWL-Studium
Im Steuern und Prüfungswesen arbeitest du nah an Zahlen und Gesetzen. Wenn du stattdessen verstehen willst, wie Wirtschaftssysteme funktionieren und warum Staaten so handeln, wie sie es tun, könnte das VWL-Studium besser zu dir passen.
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