Was bedeutet remote arbeiten?
In diesem Beitrag und im Video erfährst du, was remote arbeiten bedeutet, welche Modelle es gibt und welche Vertragsbedingungen wichtig sind.
Inhaltsübersicht
Was bedeutet remote arbeiten?
Remote-Arbeit bedeutet Fernarbeit. Wenn du remote arbeitest, bist du nicht ortsgebunden und alles läuft digital. Die einzige Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung.
Der Unterschied zum Homeoffice sind die Bedingungen für deinen Arbeitsort. Beim Homeoffice ist es vorgesehen, dass du in deinem eigenen Zuhause arbeitest. Bei Remote-Arbeit hingegen kannst du ortsunabhängig arbeiten, z. B. von zu Hause, aus einem Coworking-Space oder aus dem Ausland.
Innerhalb der Remote-Arbeit gibt es unterschiedliche Arbeitsmodelle, die du schnell verwechseln kannst. Wie du sie unterscheidest, erklären wir dir jetzt.
Verschiedene Arbeitsmodelle
Wie Remote-Arbeit definiert wird, kann je nach Unternehmen ganz unterschiedlich sein. Zu den gängigen Arbeitsmodellen gehören Full Remote und Hybrid Remote.
- Bei Full Remote arbeitest du vollständig digital. Manchmal können feste Meeting- und Kernarbeitszeiten oder gelegentliche Team-Events vor Ort vorgesehen sein.
- Bei Hybrid Remote wechselst du zwischen Remote-Arbeit und festen Präsenztagen im Büro (oft ein bis drei Bürotage pro Woche).
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich
Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.
Vorteile von Remote‑Arbeit
Remote-Arbeit bietet einige Vorteile, die deinen Arbeitsalltag flexibler gestalten können.
Erst einmal sparst du einiges an Zeit und Fahrtkosten, da das Pendeln wegfällt. Gleichzeitig hast du mehr Jobmöglichkeiten, weil du dich nicht mehr nur in deinem Wohnort umschauen musst, sondern dich ortsunabhängig bewerben kannst.
Zu Hause bist du zudem in der Regel ungestörter und konzentriertes Arbeiten ist länger möglich. Dank der flexiblen Tagesgestaltung kannst du z. B. Arbeit, Sport und private Termine miteinander zu verbinden und so deine Work-Life-Balance verbessern.
Herausforderungen von Remote‑Arbeit
Gleichzeitig bringt die Remote-Arbeit neben den Vorteilen auch einige Herausforderungen mit sich.
Durch den fehlenden persönlichen Austausch kannst du dich schneller isoliert fühlen. Ein weiteres Problem ist, dass deine Leistungen für andere oft weniger sichtbar sind. Deshalb solltest du bei Remote Work immer aktiv kommunizieren!
Gleichzeitig kann ein Informationsverlust durch die fehlenden spontanen Gespräche entstehen. Auch die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit kann schwerfallen. Zu guter Letzt kann es zu körperlichen Beschwerden kommen, wenn dein Arbeitsplatz nicht optimal gestaltet ist. Achte deshalb auf einen ergonomischen Arbeitsplatz.
Remote-Arbeit in Stellenausschreibungen
In Stellenausschreibungen kannst du schnell erkennen, um welches Modell der Remote-Arbeit es sich handelt. Am häufigsten begegnen dir diese Formulierungen:
- „100 % remote (DE/EU)“ bedeutet vollständige Remote-Arbeit ohne reguläre Präsenzpflicht. Der Zusatz in Klammern schränkt den Arbeitsort geografisch ein.
- „Hybrid (z. B. 2 Tage/Woche im Büro)“ heißt teils Remote-Arbeit und teils Präsenzpflicht. Wie viele Tage erwartet werden, steht entweder direkt dabei oder musst du im Gespräch erfragen.
- „Remote-friendly“ bedeutet, dass Remote-Arbeit möglich ist, das Büro aber bevorzugt wird. Häufig handelt es sich um indirekte Präsenzerwartungen.
- „Remote-first“ deutet auf eine Unternehmenskultur hin, die primär auf Remote ausgelegt ist. Prozesse und Kommunikation laufen digital.
Technik und Setup
Damit du remote produktiv und sicher arbeiten kannst, braucht es die richtige technische Ausstattung und Arbeitsumgebung. Einige Voraussetzungen liegen bei dir, zum Beispiel eine stabile Internetverbindung. Das ist die Grundlage für ein zuverlässiges Arbeiten. Außerdem musst du auf eine sichere Arbeitsumgebung achten. Dritte dürfen keinen Zugang auf sensible Inhalte erhalten, deswegen solltest du deinen Bildschirm vor fremden Blicken schützen und vertrauliche Gespräche ungestört führen.
Dein Arbeitgeber stellt dir in der Regel die Technik bereit, mit der du arbeitest. Das kann zum Beispiel ein Laptop mit vorinstallierter Firmensoftware sein. Dazu kommt häufig Equipment wie Headset, Tastatur und Maus. Der Arbeitgeber verschafft dir außerdem Zugang zu Kollaborationstools (z. B. Slack oder Microsoft Teams) und kümmert sich um eine sichere Kommunikation (z. B. durch VPN, Zwei-Faktor-Authentifizierung und regelmäßige Sicherheitsupdates).
Remote-Verträge: Wichtige Klauseln prüfen
Was die konkreten Bedingungen bei deinem Remote Job sind, wird im Arbeitsvertrag festgelegt. Das solltest du dir genau anschauen:
Die Arbeitsortdefinition legt fest, von wo du arbeiten darfst (z. B. „mobiles Arbeiten innerhalb Deutschlands“). Präsenz- und Reiseklauseln regeln feste Bürotage, Teamtreffen und Dienstreisen. Unter Arbeitszeit und Erreichbarkeit findest du Vorgaben zu Kernarbeitszeiten und Besprechungen.
Die IT- und Datenschutzpflichten bestimmen, welche Sicherheitsmaßnahmen du einhalten musst. Unter Ausstattung und Kostentragung steht schließlich, welche Arbeitsmittel und Kosten (z. B. Internetpauschale) dein Arbeitgeber übernimmt.
Workation: Remote aus dem Ausland
Bei einer Workation arbeitest du für eine begrenzte Zeit aus dem Ausland. Ob das möglich ist, hängt von deinem Arbeitsvertrag, deinem Unternehmen und den rechtlichen Vorgaben ab.
Prüfe zunächst, ob dein Arbeitsvertrag das Arbeiten im Ausland erlaubt oder eine Genehmigung nötig ist. Bei längeren Aufenthalten können sich außerdem Steuer- und Sozialversicherungspflichten ändern. Außerhalb der EU können zusätzlich ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis erforderlich sein. Auch Datenschutz und IT-Sicherheit spielen eine wichtige Rolle, besonders beim Zugriff auf Firmendaten.
Je länger dein Workation-Aufenthalt im Ausland ist, desto mehr rechtliche und steuerliche Fragen können entstehen.
- Bis 2 Wochen in der EU: Oft unkompliziert und mit einfacher Genehmigung möglich.
- 2 Wochen bis 3 Monate: Steuer-, Melde- und Sozialversicherungspflichten solltest du prüfen.
- Über 3 Monate: Eine individuelle rechtliche Prüfung ist sinnvoll.
- 183-Tage-Regel: Ab 183 Tagen kann eine Steuerpflicht im Aufenthaltsland entstehen – je nach Land aber auch früher.
Wichtig: Die Zeiträume sind nur Richtwerte; entscheidend sind Zielland und die Unternehmensregeln.
Genehmigung
Für eine Workation brauchst du in der Regel eine Genehmigung deines Unternehmens. Dafür solltest du dich an diese Stellen wenden:
Deine Führungskraft prüft zunächst, ob die Workation mit dem Team und deinen Aufgaben vereinbar ist. Die Personalabteilung klärt die vertraglichen und internen Vorgaben, während die Lohnbuchhaltung mögliche Steuer- und Sozialversicherungsfragen prüft. Bei komplexeren Fällen kann zusätzlich die Rechtsabteilung eingebunden werden. Die IT stellt sicher, dass du auch aus dem Ausland sicher auf die benötigten Systeme zugreifen kannst.
Remote-geeignete Berufe
Remote-Arbeit eignet sich vor allem für Berufe, die sich am PC und online ausüben lassen. Typische Bereiche für Remote Jobs sind zum Beispiel:
- IT & Technik: Programmierer, Entwickler, Webdesigner
- Marketing & Vertrieb: Marketing-Manager, Sales Manager, Content Manager
- Design & Kreatives: Grafikdesigner, Illustrator, Animator
- Finanzen & Analyse: Buchhalter, Business Analyst, Controller
- Projektmanagement & Beratung: Projektmanager, Unternehmensberater
- Text & Sprache: Texter, Übersetzer, Blogger
- Administration & Support: virtuelle Assistenten, Kundenservice-Mitarbeiter
In einigen Berufen ist Remote Work nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das betrifft vor allem körperliche Arbeit oder Berufe mit direktem Menschenkontakt (z. B. Handwerk oder medizinische Berufe).
Arbeitsmodelle verstehen
Remote-Arbeit gehört zu den Arbeitsmodellen und prägt heute viele Jobs in der digitalen Arbeitswelt. Wer sich mit Arbeitsmodellen beschäftigt, schaut auf Regeln zu Arbeitsort, Präsenz und Erreichbarkeit im Job. So erkennst du, wie sich Modelle im Alltag unterscheiden und was sie für deinen Start ins Berufsleben bedeuten. In unseren Karrieretipps findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.
Arbeitsmodelle verstehen
Remote-Arbeit gehört zu den Arbeitsmodellen und prägt heute viele Jobs in der digitalen Arbeitswelt. Wer sich mit Arbeitsmodellen beschäftigt, schaut auf Regeln zu Arbeitsort, Präsenz und Erreichbarkeit im Job. So erkennst du, wie sich Modelle im Alltag unterscheiden und was sie für deinen Start ins Berufsleben bedeuten. In unseren Karrieretipps findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.