Makroökonomie

Makroökonomie II
Preissetzung

Bei der Preissetzung denkst du eher an „Setzen, Sechs“; und fragst dich, wie du das bis zur Klausur noch verstehen sollst?

Aufstellen der Preissetzungsgleichung anschaulich erklärt

Nachdem wir uns im letzten Beitrag mit der Lohnsetzung beschäftigt haben, wenden wir uns jetzt den Preisen zu. Der Preis hängt allen voran von den Kosten für die Herstellung eines Produktes und damit von der Produktion ab.

Die Produktionsfunktion

Zur Vereinfachung nehmen wir hier an, dass Unternehmen nur mit dem Produktionsfaktor Arbeit produzieren. Daraus folgt für die Produktionsfunktion:

Y=AN

Dabei ist Y die Produktion, N die Beschäftigung und A die Arbeitsproduktivität. Du erkennst bestimmt schon, dass es damit eine direkte Korrelation zwischen der Produktion und der Beschäftigung gibt. Ein Unternehmen, das bisher mit 5 Mitarbeitern 1000 Euro erwirtschaftet hat, kann durch die Einstellung von 5 weiteren Mitarbeitern 2000 Euro umsetzen. Für die Arbeitsproduktivität gilt das Gleiche. Arbeiten die 5 Mitarbeiter doppelt so effektiv, kann das Unternehmen seinen Umsatz ebenfalls verdoppeln.

Produktionsfunktion

Jetzt wollen wir die Gleichung noch weiter vereinfachen. Dafür nehmen wir an, dass die Arbeitsproduktivität konstant ist. Damit vernachlässigen wir den technischen Fortschritt, sowie Verbesserungen von Mitarbeiterleistungen; erleichtern uns das Leben mit unserer Formel aber erheblich. Nun wählen wir die Produktionseinheiten so, dass jeder Beschäftigte genau eine Einheit produziert. Damit erhalten wir für den Wert der Arbeitsproduktivität A gleich eins und können diese kürzen.

Y=N

Betrachtung der Lohnkosten W

Für jeden zusätzlichen Mitarbeiter entstehen dem Unternehmen Kosten in Höhe des Lohnsatzes W. Damit steigt die Produktion genau um eine Einheit, da jeder Beschäftigte nach unserer Definition ja genau so viel zur Produktion beiträgt. Die Kosten erhalten wir damit zu:

WY=WN

Damit wissen wir, dass die Bereitstellung eines zusätzlichen Produktes genau dem Lohnsatz W entspricht. Es folgt also:

P=W

Bei dieser Betrachtung gehen wir wieder von einem vollkommenen Markt aus. Hier haben die Akteure alle Informationen zur Verfügung und entscheiden rein rational. Wenn du als Konsument beispielsweise weißt, was ein Produkt wirklich wert ist, wärst du nicht bereit, mehr dafür zu bezahlen. Der Preis setzt sich damit ausschließlich aus den Kosten zusammen.

Einbeziehung der Marktmacht

In der Realität ist das natürlich nicht der Fall. Wenn sich in deiner Stadt beispielsweise nur eine einzige Dönerbude befindet, wird diese den Preis vermutlich höher ansetzen, und damit ihre Marktmacht ausnutzen. Diesen Aufschlag berücksichtigen wir in der Formel durch ein .

vollkommener Markt,
Einbeziehung der Marktmacht

Dieser ist generell von der Preiselastizität abhängig, zur Vereinfachung verzichten wir aber an dieser Stelle auf eine komplizierte Beschreibung von Müh. Damit ergibt sich die Formel zu:

P=\left(1+\mu\right)W

Das  kann damit gewissermaßen als Indikator der Marktmacht eines Unternehmens verstanden werden. Je größer die Marktmacht, desto höher kann ein Unternehmen seine Preise ansetzen.

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