Makroökonomie

AS Kurve

Dieser Artikel befasst sich mit der AS Kurve und deren Herleitung. Nach einer kurzen Definition der Aggregate Supply  wird die AS Gleichung durch die Lohngleichung und die Preisgleichung hergeleitet.

Vom vielen Lesen brummt dir schon der Kopf? Lass dir alles zur AS Kurve einfach und unkompliziert von uns erklären und sieh dir unser Video zur Herleitung der AS Kurve an!

Inhaltsübersicht

AS Kurve Definition

Die AS Kurve ist ein Teil des makroökonomischen AS AD Modells und beschreibt das aggregierte Angebot (aggregate supply) auf dem Arbeitsmarkt, welche sich durch die Lohnsetzung (wage setting) die Preissetzung (price setting) und die daraus resultierende natürliche Arbeitslosenquote (natural rate of unemployment) ergibt.

Herleitung AS Kurve

Für die Herleitung der AS Kurve ist es essentiell bereits über Lohnpolitik , die Preissetzung und die daraus resultierende natürliche Arbeitslosenquote Bescheid zu wissen.

„Aggregate Supply“ – aggregiertes Angebot

Der Name AS kommt vom englischen „aggregate supply“ und beschreibt somit das aggregierte Angebot, also die Zusammenfassung der Gleichgewichte des Arbeitsmarktes der Makroökonomie. Doch bevor wir uns anschauen, was wir genau aggregieren, betrachten wir noch Mal die Lohn- und die Preisgleichung.

W=P^eF\left(u,z\right)
P=\ (1+\mu)W

Einsetzen Lohngleichung in Preisgleichung

Es wird hier weiterhin das erwartete Preisniveau betrachtet, was bedeutet, dass das Pe  dieses Mal nicht ersetzt werden muss. Um die Angebotskurve zu erhalten, setzen wir unsere Lohngleichung zunächst in die Preisgleichung ein. Damit ergibt sich:

P=\ (1+\mu)P^eF\left(u,z\right)

Dadurch haben wir ganz einfach eine Gleichung des Preisniveaus in Abhängigkeit des erwarteten Preisniveaus erzeugt. Nun betrachten wir die Arbeitslosenquote u genauer. Du erinnerst dich an unsere Definition über das Beschäftigungsniveau N:

u=\ \frac{U}{L}=\ \frac{L-N}{L}=\ 1-\frac{N}{L}

Diesen Zusammenhang können wir jetzt noch um unsere vereinfachte Annahme aus dem Video zur Preissetzung ergänzen, dass die Produktion der Anzahl der Erwerbspersonen entspricht .

direkt ins Video springen
Herleitung AS Kurve

Formel AS Kurve

Damit ergibt sich für die Arbeitslosenquote :

u=\ 1-\frac{Y}{L}

Dieses u können wir jetzt in unsere Preissetzungsgleichung einsetzen :

P=\ (1+\mu)P^eF\left(1-\frac{Y}{L},z\right)

Formel AS Kurve: Parameter & Preisniveau

Bevor wir diese Kurve jetzt in ein Koordinatensystem einzeichnen, überlegen wir uns noch einmal, wie sich die Parameter auf das Preisniveau P auswirken. Erhöht sich das erwartete Preisniveau P e, erhöht sich nach der Formel für die Lohnsetzung auch der verhandelte Nominallohn. Ein erhöhter Lohn wiederum führt zu gesteigerten Kosten für den Arbeitgeber, was sich am Markt durch höhere Preise bemerkbar macht. Damit erhalten wir den Zusammenhang:

P^e\uparrow\ \rightarrow\ P\uparrow

Klingt eigentlich ganz logisch, oder? Damit hätten wir unsere erste Variable abgehakt. Der Gewinnaufschlag Müh, die Sammelvariable z und die Zahl der Erwerbsbevölkerung sind nicht so entscheidend und werden deswegen an dieser Stelle nicht weiter betrachtet. Doch wie verhält es sich mit unserer Produktion Y?

Formel AS Kurve: Produktion Y

Nimmt die Produktion zu, steigt auch die Zahl der Beschäftigten.

Y\uparrow\ \rightarrow\ N\uparrow

Dies liegt daran, dass wir nach wie vor davon ausgehen, dass die Arbeitsproduktivität den Wert Eins besitzt. Wenn mehr Menschen beschäftigt sind resultiert logischerweise eine Abnahme der Arbeitslosenquote .

N\uparrow\ \rightarrow\ u\downarrow

Du erinnerst dich bestimmt, dass sich mit sinkender Arbeitslosenquote ein höherer Nominallohn einstellt, da sich die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer verbessert .

u\downarrow\ \rightarrow\ W\uparrow

Ab hier ist es der gleiche Zusammenhang wie zuvor beim erwarteten Preisniveau. Steigt der Nominallohn, kommt es für das Unternehmen zu höheren Kosten und damit zu einem gesteigerten Preisniveau :

W\uparrow\ \rightarrow\ P\uparrow

Für unsere aggregierte Angebotskurve können wir das nutzen, da wir ja eine Kurve des Preises über der Produktion abbilden wollen. Damit erhalten wir für die AS Kurve eine positive Steigung und können diese direkt skizzieren .

direkt ins Video springen
AS Kurve: Produktion Y

Die genaue Lage ist an dieser Stelle nicht so wichtig, du solltest vor allem verstehen, wie die Kurve ungefähr verläuft. Gleiches gilt für den Punkt A. Diesen zeichnen wir nun an einer beliebigen Stelle ein, für die gilt :

P=\ P^e

Hier entspricht das Preisniveau genau dem erwarteten Preisniveau. Für unsere Produktion gilt an dieser Stelle, dass die Produktion genau der natürlichen Produktion entspricht :

Y=\ Y_n

Verschiebung AS Kurve

Eine typische Klausuraufgabe ist es den Zusammenhang zwischen P e und P in der Graphik darstellen. Na, kannst du es dir schon denken? Du erinnerst dich, dass aus einem höheren erwarteten Preisniveau ein höheres Preisniveau resultiert. Für P=Pe‘ erhalten wir einen erhöhten Punkt A‘ bei gegebenem Produktionsniveau. Das gilt jetzt natürlich für jedes Produktionsniveau, womit wir eine parallel nach oben verschobene AS Kurve erhalten. Weitere Verschiebungen können sich beispielsweise durch Angebotsschocks ergeben.

Damit hast du alles zur AS Kurve gelernt und bist bereit für die nächste Herleitung der AD Kurve und das AS AD Modell !


Beliebte Inhalte aus dem Bereich Makroökonomie

Hallo, leider nutzt du einen AdBlocker.

Auf Studyflix bieten wir dir kostenlos hochwertige Bildung an. Dies können wir nur durch die Unterstützung unserer Werbepartner tun.

Schalte bitte deinen Adblocker für Studyflix aus oder füge uns zu deinen Ausnahmen hinzu. Das tut dir nicht weh und hilft uns weiter.

Danke!
Dein Studyflix-Team

Wenn du nicht weißt, wie du deinen Adblocker deaktivierst oder Studyflix zu den Ausnahmen hinzufügst, findest du hier eine kurze Anleitung. Bitte lade anschließend die Seite neu.