Video

Getreidearten sind Pflanzen, deren Körner wichtige Nährstoffe liefern. Wie du die sieben Hauptarten unterscheidest, zeigen wir dir hier.

Klasse 5
Klasse 6
Klasse 7
Inhaltsübersicht

Welche Getreidearten gibt es?

Getreide gehört zu den wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt. Es stammt aus der Familie der Süßgräser. Die Körner dieser Pflanzen liefern uns Menschen wichtige Nährstoffe. Dazu gehören Kohlenhydrate, verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Seit der Jungsteinzeit bauen Menschen daher Getreide an. 

Du unterscheidest sieben Hauptgetreidearten:

Das bild zeigt eine schematische Darstellung von sieben Getreidesorten. Dazu zählen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis, Mais, Hirse
direkt ins Video springen
Getreidearten Überblick
  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Hafer
  • Reis
  • Mais
  • Hirse

Worin sich die sieben Getreidearten ähneln und unterscheiden, siehst du im Folgenden. 

Übrigens: Neben den sieben klassischen Getreidearten gibt es sogenanntes Pseudogetreide. Dazu zählen zum Beispiel Buchweizen, Quinoa und Amaranth. Sie gehören botanisch nicht zu den Süßgräsern, aber sie werden ähnlich wie Getreide verwendet.

Wie ist das Getreidekorn aufgebaut?

Jedes Getreidekorn besteht aus drei Hauptteilen:

  • Schale: Die äußere Hülle schützt das Korn. Sie enthält viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe.
  • Mehlkörper: Er macht den größten Teil des Korns aus. Er besteht vor allem aus Stärke (Kohlenhydrate) und liefert damit Energie.
  • Keimling: Der kleine Keim liegt im Inneren des Korns. Er enthält wertvolles Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe.
Das Bild zeigt den schematischen Aufbau eines Getreitekorns. Innen sind Mehlkörper und Keimling zu sehen. Sie werden von der Schale umhüllt.
direkt ins Video springen
Aufbau Getreide

Die meisten Nährstoffe stecken in der Schale und im Keimling. Der Mehlkörper liefert hauptsächlich Energie, aber kaum Vitamine oder Ballaststoffe.

Was bedeutet Vollkorn bei Getreide?

Je nachdem, welche Bestandteile des Getreides verarbeitet werden, unterscheidest du zwischen Weißmehl und Vollkorn

  • Bei Vollkornprodukten werden alle drei Bestandteile des Getreides verwendet. Da die Schale die meisten Ballaststoffe enthält, macht Vollkorn länger satt. 
  • Weißmehl besteht im Gegensatz dazu nur aus dem Mehlkörper. Dadurch enthält es deutlich weniger Ballaststoffe und Vitamine. 
Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Nach Beantwortung speichern wir deine Antwort, um Studyflix zu verbessern. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie erkennst und unterscheidest du Getreidearten?

Die sieben Getreidearten sehen an der Pflanze sehr unterschiedlich aus. Das liegt vor allem an der Form ihres Fruchtstandes — also dem Teil der Pflanze, an dem die Körner wachsen. Du unterscheidest drei Grundformen:

  • Ähre: Die Körner wachsen dicht und aufrecht an einem geraden Stiel. Weizen, Roggen und Gerste sind typische Ährengetreide.
  • Rispe: Die Körner hängen locker an vielen kleinen Verzweigungen. Hafer und Reis wachsen so.
  • Kolben: Die Körner sitzen fest und in Reihen an einem dicken Stiel. Das kennst du vom Mais.

Bei Ährengetreide helfen dir außerdem die sogenannten Grannen beim Erkennen. Grannen sind feine, borstige Fortsätze an den Körnern. Sie können kurz, mittellang oder lang sein. 

Wie erkennst und nutzt du Weizen?

Weizen ist das meistangebaute Getreide in Deutschland. Du erkennst die Pflanze an ihrer aufrechten Ähre. Die Grannen sind beim Weizen meist sehr kurz oder fehlen ganz. 

Weizen enthält Gluten. Das ist das Eiweiß (Protein) in Getreide. Es wird auch Klebereiweiß genannt, denn Gluten macht Teig elastischer und bindet Wasser. Daher eignet sich der Weizen hervorragend zum Backen und Verarbeiten:

  • Brot und Brötchen: Weizenmehl ist die häufigste Mehlsorte in deutschen Bäckereien. 
  • Nudeln: Für Pasta wird oft Hartweizen verwendet. Er ist eine besonders harte Weizenart und gibt den Nudeln ihre feste Struktur.

Übrigens: Zum Weizen gehören auch einige verwandte Arten, wie Dinkel, Emmer und Einkorn

Wie erkennst und nutzt du Roggen?

Ähnlich wie Weizen wächst Roggen als Ährengetreide. Du erkennst ihn an seinen mittellangen Grannen, die deutlich länger sind als beim Weizen. Außerdem wirken die Ähren des Roggens oft etwas schlanker. Die Körner und Blätter haben häufig einen graugrünen Schimmer, der ihn von anderen Ährengetreidearten unterscheidet.

Roggen enthält ebenfalls Gluten. Im Geschmack ist er jedoch deutlich kräftiger und würziger. Das macht ihn zur idealen Grundlage für herzhafte Brotsorten:

  • Roggenmischbrot: Dieses Brot enthält eine Mischung aus Roggen- und Weizenmehl. 
  • Pumpernickel: Er besteht fast ausschließlich aus Roggen und wird sehr langsam gebacken. Das Ergebnis ist ein sehr dunkles, saftiges Brot mit einem intensiven Geschmack.

Gegenüber Weizen hat Roggen außerdem einen höheren Ballaststoffanteil. Damit macht Roggenbrot länger satt als viele Weizensorten.

Wie erkennst und nutzt du Gerste?

Die Gerste ist die am schnellsten wachsende Getreideart. Du erkennst sie vor allem an ihren langen und dichten Grannen.

Das Bild zeigt eine schematische Darstellung von drei Getreidesorten. Dazu zählen Weizen, Roggen, Gerste,
direkt ins Video springen
Aufbau Ährengetreide

Gerste enthält ebenso Gluten. Zum Backen von Brot eignet sie sich jedoch kaum, weil ihr Teig nicht stabil genug aufgeht. Reines Gerstenmehl findest du deshalb selten beim Bäcker. Stattdessen steckt Gerste vor allem in zwei anderen Produkten:

  • Malz und Bier: Malz ist die wichtigste Grundzutat für Bier und gibt ihm seinen typischen Geschmack.
  • Graupen: Das sind geschliffene Gerstenkörner. Sie werden häufig in Suppen serviert.

Wie erkennst und nutzt du Hafer?

Hafer wächst nicht als Ähre, sondern als Rispe. Das bedeutet, dass die Körner an vielen kleinen Verzweigungen hängen und nicht dicht gedrängt an einem geraden Stiel. Dadurch wirkt die Hafer­pflanze luftiger und offener.

Das Bild zeigt eine schematische Darstellung von Hafer
direkt ins Video springen
Aufbau Hafer

Von Natur aus enthält Hafer kein Gluten. Trotzdem ist er für Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) nicht automatisch geeignet. Denn Hafer wird häufig zusammen mit glutenhaltigem Getreide angebaut oder in denselben Mühlen verarbeitet, wie zum Beispiel:

  • Haferflocken: Die Körner werden gedämpft und zu Flocken gepresst. So entstehen die Haferflocken, die du aus Müsli oder Porridge kennst.
  • Haferdrink: Gemahlener Hafer wird mit Wasser vermischt. Das Ergebnis ist ein pflanzliches Getränk, das oft als Alternative zu Kuhmilch genutzt wird.

Wie erkennst und nutzt du Reis?

Wie Hafer wächst auch Reis als Rispengetreide. Die Körner hängen also locker an vielen kleinen Verzweigungen. Je nach Sorte sind die Körner rund oder länglich.

Das Bild zeigt eine schematische Darstellung von Reis.
direkt ins Video springen
Aufbau Reis

Reis ist von Natur aus glutenfrei. Er eignet sich also gut als Alternative zu Weizen oder Roggen, wenn Gluten gemieden werden muss. Zwei bekannte Reisarten sind: 

  • Basmati-Reis: Er hat lange, schlanke Körner und einen leicht nussigen Duft. 
  • Risotto-Reis: Er hat runde, kurze Körner und gibt beim Kochen viel Stärke ab. Dadurch wird das fertige Gericht cremig, was ihn ideal für Risotto macht.

Wie erkennst und nutzt du Hirse?

Hirse ist die kleinste unter den sieben Getreidearten. Wie Hafer und Reis wächst sie als Rispe, die aber feiner und zierlicher als die des Hafers wirkt.

Das Bild zeigt eine schematische Darstellung von Hirse.
direkt ins Video springen
Aufbau Hirse

Hirse ist von Natur aus glutenfrei. Im Alltag begegnest du ihr vor allem in zwei Formen:

  • Körnerbeilage: Gekochte Hirsekörner schmecken leicht nussig. Du bereitest sie ähnlich zu wie Reis und reichst sie als Beilage zu Gemüse oder Fleisch.
  • Hirsebrei: Fein gemahlene Hirse ergibt einen cremigen Brei. Du kannst ihn süß mit Früchten oder herzhaft zubereiten.

Wie erkennst und nutzt du Mais?

Mais wächst weder als Ähre noch als Rispe, sondern bildet dicke Kolben am Stiel. An jedem Kolben sitzen die Körner fest und in ordentlichen Reihen – das kennst du vom Maiskolben.

Das Bild zeigt eine schematische Darstellung von Mais.
direkt ins Video springen
Aufbau Mais

Mais ist von Natur aus glutenfrei. Im Alltag begegnest du ihm in vielen verschiedenen Formen:

  • Popcorn: Maiskörner enthalten Feuchtigkeit. Beim Erhitzen verdampft sie schlagartig und lässt das Korn aufplatzen. So entsteht Popcorn.
  • Tortillas: Gemahlener Mais ergibt Maismehl. Daraus werden in der mexikanischen Küche Tortillas hergestellt, also dünne Fladenbrote.

Samenpflanzen

Getreide sind Samenpflanzen mit besonderem Aufbau. Doch was genau sind Samenpflanzen? Das erfährst du in unserem Beitrag!

Zum Video: Samenpflanzen
Zum Video: Samenpflanzen
Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.