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Dreht sich die Sonne?

Die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Sonnensystems und für das Leben auf der Erde unverzichtbar. Aber hast du dich schon mal gefragt, ob sie sich eigentlich dreht? Und wenn ja: wie und warum? Hier und im Video bekommst du alle Antworten auf einen Blick.

Inhaltsübersicht

Dreht sich die Sonne um ihre eigene Achse?

Ja, die Sonne dreht sich um ihre eigene Achse. Diese Bewegung nennt man Rotation. Die Sonne ist jedoch kein fester Körper wie die Erde, sondern besteht aus heißem Gas und Plasma. Deshalb dreht sie sich nicht überall gleich schnell.

Du kannst dir das so vorstellen: Die Erde dreht sich als fester Ball gleichmäßig. Die Sonne hingegen ist ein riesiger Gasball. Verschiedene Bereiche der Sonne drehen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das ist eine Besonderheit, die sie von festen Planeten unterscheidet.

Wie lange dauert eine Umdrehung der Sonne?

Eine Umdrehung der Sonne dauert am Äquator etwa 25 Erdentage. An den Polen dauert sie dagegen rund 35 Tage. Das liegt daran, dass die Sonne aus Gas besteht und sich nicht wie ein fester Körper dreht.

Für uns auf der Erde wirkt die Rotationsdauer der Sonne noch etwas länger. Das liegt daran, dass die Erde selbst die Sonne umkreist. Dadurch sehen wir dieselbe Stelle der Sonne erst nach etwa 27 Tagen wieder. Diese Zeit nennt man die synodische Rotationsperiode.

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Warum dreht sich die Sonne überhaupt?

Die Sonne dreht sich, weil sie aus einer rotierenden Gas- und Staubwolke entstanden ist. Diese Wolke hatte bereits eine Eigendrehung. Als sie unter der Schwerkraft zusammenfiel und die Sonne entstand, blieb diese Drehbewegung erhalten. Dieses Prinzip nennt man Drehimpulserhaltung.

Das Prinzip der Drehimpulserhaltung gilt überall im Universum. Ein bekanntes Beispiel aus dem Alltag: Wenn eine Eisläuferin ihre Arme an den Körper zieht, dreht sie sich schneller. Ähnlich funktioniert es bei der Entstehung der Sonne. Die Gaswolke wurde kleiner und dichter, und die Rotation wurde dabei schneller. Diese Drehbewegung ist bis heute erhalten geblieben.

Das erklärt übrigens auch, warum sich alle Planeten in unserem Sonnensystem in die gleiche Richtung um die Sonne bewegen. Sie alle stammen aus derselben ursprünglichen Gaswolke.

Was ist differentielle Rotation und wie funktioniert sie bei der Sonne?

Differentielle Rotation bedeutet, dass sich verschiedene Teile der Sonne unterschiedlich schnell drehen. Am Äquator dreht sich die Sonne am schnellsten, an den Polen am langsamsten. Das ist möglich, weil die Sonne kein fester Körper ist, sondern aus Gas und Plasma besteht.

Bei der Erde oder dem Mond ist das anders. Dort dreht sich der gesamte Körper als Einheit. Bei der Sonne hingegen bewegen sich die einzelnen Gasschichten und Bereiche unabhängig voneinander. Das führt dazu, dass die Gasbewegungen im Inneren der Sonne sehr komplex sind.

Diese differentielle Rotation hat große Auswirkungen. Sie verdreht die Magnetfeldlinien der Sonne und erzeugt dabei enorme Energie. Daraus entstehen Sonnenflecken, Sonnenstürme und andere Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche. Die differentielle Rotation ist also ein wichtiger Motor für viele Phänomene, die wir auf der Sonne beobachten können.

Dreht sich die Sonne auch um die Milchstraße?

Ja, die Sonne bewegt sich auch durch die Milchstraße. Zusammen mit dem gesamten Sonnensystem umkreist sie das Zentrum unserer Galaxie. Für eine vollständige Umrundung braucht die Sonne etwa 225 bis 250 Millionen Jahre. Diese riesige Zeitspanne nennt man ein galaktisches Jahr.

Die Sonne befindet sich dabei nicht im Zentrum der Milchstraße, sondern etwa auf halbem Weg zwischen dem Zentrum und dem Rand. Sie bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 220 Kilometern pro Sekunde um das galaktische Zentrum. Das klingt unvorstellbar schnell, aber die Milchstraße ist so riesig, dass es trotzdem Hunderte Millionen Jahre für eine Runde braucht.

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Die Sonne dreht sich also gleich auf mehrere Arten: um ihre eigene Achse und gleichzeitig um das Zentrum der Milchstraße. Beides passiert ständig, ohne dass wir es im Alltag bemerken.

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