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Benjamin Franklin war der Erfinder des Blitzableiters. Wie er auf diese Erfindung kam und wieso er auch ein bedeutender Politiker war, erfährst du hier im Beitrag und in unserem Video!

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Inhaltsübersicht

Wer war Benjamin Franklin?

Benjamin Franklin (1706-1790) war ein amerikanischer Naturwissenschaftler und Politiker des 18. Jahrhunderts. Er war außerdem gelernter Buchdrucker und besaß eine eigene Druckerei.

Das Bild zeigt ein Porträt von Benjamin Franklin.
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Benjamin Franklin

Franklin trug mit seinen Forschungen und Erfindungen einen bedeutenden Teil zur Wissenschaft bei. Besonders das Gebiet der Elektrizität hatte Benjamin Franklin große Fortschritte zu verdanken. Dazu zählt vor allem Franklins Untersuchung von Blitzen. Die brachten ihn schließlich auf die Idee des Blitzableiters — seine berühmteste Erfindung.

Als Politiker beteiligte er sich stark an der Unabhängigkeitsbewegung Amerikas. Durch die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung und Mitgestaltung der Verfassung wurde Benjamin Franklin zu einem der Gründerväter der USA.

Was hat Benjamin Franklin erfunden?

Benjamin Franklin machte zahlreiche bekannte Erfindungen. Dazu zählen z. B. die Glasharmonika und auch die Bifokalbrille — eine Brille, deren Gläser so geschliffen werden, dass sie für zwei Entfernungen nutzbar ist.

Bekannt wurde Benjamin Franklin allerdings besonders für seine Forschung zur Elektrizität. Er führte erstmalig den Begriff „Ladung“ ein. Außerdem prägte er die Bezeichnungen „positiv“ und „negativ“ für unterschiedliche Ladungen.  Auch das Wort „Batterie“ entstand durch Franklin. Seine berühmteste Erfindung ist aber der Blitzableiter.

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Das Drachen-Experiment von Benjamin Franklin

Alles begann damit, dass er beweisen wollte, dass Blitze aus elektrischer Energie bestehen. Dafür führte er 1752 einen Versuch durch, bei dem er bei Gewitter einen Drachen steigen ließ. An dessen Spitze war ein stromleitendes Metall befestigt und ans Ende der Stoffschnur hing Franklin einen eisernen Schlüssel.

Das Bild zeigt ein Gemälde vom Drachen-Experiment von Benjamin Franklin.
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Benjamin Franklins Drachen-Experiment

Als eine Gewitterwolke am Drachen vorbeizog, leitete die vom Unwetter nass gewordene Schnur den Strom weiter. Als er sich mit seiner Hand dem Schlüssel näherte, entstanden Funken. Somit konnte er beweisen, dass Blitze tatsächlich aus elektrischer Energie bestehen.

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Der Versuch hätte für den Naturwissenschaftler tödlich enden können. Wäre ein Blitz direkt in den Drachen eingeschlagen, wäre Franklin durch den Blitz gestorben.

Die Erfindung des Blitzableiters

Das Experiment brachte Ben Franklin auf eine Idee: Nach ähnlichem Prinzip müsse es doch möglich sein, Gebäude vor den gefährlichen Blitzen zu schützen. Er beobachtete nämlich, dass Blitze immer in den höchsten Punkt der Umgebung einschlagen. Franklin überlegte und kam schließlich auf eine Lösung.

Am höchsten Punkt des Hauses muss ein metallischer Stab angebracht werden, der über Leitungen mit dem Boden verbunden ist. Bei einem Gewitter wird der Blitz in den Stab einschlagen, weil er immer den kürzesten Weg sucht. Über die Leitungen wird der Blitz — anstatt in das Gebäude — in den Boden geleitet. Somit wird die elektrische Energie unschädlich gemacht. Diese bahnbrechende Erfindung nannte Benjamin Franklin einen „Blitzableiter“.

Das Leben von Benjamin Franklin

Benjamin Franklin lernte bei seinem großen Bruder den Beruf des Buchdruckers und arbeitete dort. Nach einem Streit mit seinem Bruder reiste er 1724 nach England, wo er über die Wissenschaft und Politik seiner Zeit lernte. Zwei Jahre darauf kehrte Franklin nach Philadelphia zurück und eröffnete dort seine eigene Druckerei. Als Unternehmer war er sehr erfolgreich und wurde wohlhabend. Außerdem veröffentlichte er eine eigene Zeitung, schrieb viele Artikel und wurde als einflussreicher Publizist bekannt. 

Im Laufe seiner politischen Karriere arbeitete er als Schriftführer des Parlaments von Pennsylvania (1736-1751), als Generalpostmeister für alle nordamerikanischen Kolonien (1753-1774) und als Gesandter in Paris (1776-1785). Ab 1785 wurde Franklin sogar zum Gouverneur von Pennsylvania.

Als Politiker wirkte Benjamin Franklin an den drei wichtigsten Übereinkommen der amerikanischen Geschichte mit, die zur Unabhängigkeit Amerikas von Großbritannien führten. 1776 unterzeichnete er die Unabhängigkeitserklärung Amerikas und wurde somit zu einem der Gründerväter der Nation. Auch am Frieden von Paris 1783 beteiligte Franklin sich.

Als seine letzte Amtshandlung arbeitete er 1787 mit an der amerikanischen Verfassung — die noch heute besteht. Im Jahr 1790 starb Benjamin Franklin im Alter von 84 Jahren.

Schon gewusst? Benjamin Franklin ist für die Geschichte der USA eine wichtige Persönlichkeit. Deshalb findest du sein Gesicht heutzutage immer noch auf der Vorderseite des 100$-Scheins

Personen verstehen

Benjamin Franklin ist eine bekannte Person der Geschichte und ein Beispiel für Menschen, die mit Ideen und Taten viel verändert haben. Wer sich mit Personen beschäftigt, ordnet ihr Leben, ihre Arbeit und ihre Bedeutung für eine Zeit ein. So wird klar, warum manche Menschen als Erfinder, Denker oder Politiker bis heute wichtig sind. Im Deutschbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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