Was sind Sterne eigentlich? Wir erklÀren dir hier und im Video,  wie sie entstehen und warum sie leuchten.
InhaltsĂŒbersicht
Was ist ein Stern?
Sterne sind riesige, helle Himmelskörper â genauer gesagt glĂŒhend heiĂe GasbĂ€lle, die hauptsĂ€chlich aus Wasserstoff und Helium bestehen. Das Besondere an Sternen ist, dass sie ihr Licht und die WĂ€rme selbst erzeugen. Sie sind also keine Spiegel, die das Licht von woanders zurĂŒckwerfen. Stattdessen strahlen sie es eigenstĂ€ndig in alle Richtungen ab.
Sterne leuchten eigentlich immer. TagsĂŒber siehst du sie nur nicht, weil das Licht unserer Sonne den Himmel so hell macht.
Die meisten Sterne befinden sich weit entfernt im Weltall. Wegen dieser groĂen Entfernung wirken Sterne am Nachthimmel nur wie kleine Lichtpunkte. Und das, obwohl manche Millionen Mal gröĂer sind als die Erde.
Ist die Sonne ein Stern?
Die Sonne ist ebenfalls ein Stern. Sie wirkt viel gröĂer und heller als die anderen Sterne am Nachthimmel. Doch das ist die Sonne nicht wirklich. Sie ist der Erde einfach am nĂ€chsten.
Genau deshalb versorgt die Sonne die Erde auch mit Licht und WĂ€rme. Sie macht den Tag erst möglich und sorgt dafĂŒr, dass es auf der Erde warm genug zum Leben ist. Die anderen Sterne sind zu weit entfernt, um diese Wirkung zu haben.
Die Sonne und die Sterne am Nachthimmel funktionieren also auf dieselbe Weise: Beide erzeugen ihr Licht selbst und strahlen es in alle Richtungen ab.
Schon gewusst? Die Erde wĂŒrde etwa 1,3 Millionen Mal in die Sonne hineinpassen. Die Sonne ist aber kein groĂer Stern. In den derzeit gröĂten bekannten Stern, Stephenson 2-18, wĂŒrde sogar die Sonne etwa 10 Milliarden Mal hineinpassen.
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Warum leuchten Sterne?
Stell dir eine glĂŒhende Herdplatte vor: Sie wird so heiĂ, dass sie anfĂ€ngt zu leuchten und WĂ€rme abstrahlt. Bei einem Stern passiert etwas Ăhnliches â nur viel, viel extremer.
Im Inneren eines Sterns ist es unvorstellbar heiĂ. Im Kern der Sonne sind es beispielsweise 15 Millionen Grad Celsius. Dort sind riesige Mengen von Wasserstoffgas so stark zusammengepresst, dass winzige Teilchen aufeinandertreffen und verschmelzen. Es entsteht Helium, wodurch eine groĂe Menge Energie freigesetzt wird. Den Vorgang nennst du auch Kernfusion.
Diese Energie wandert dann von innen nach auĂen. An der OberflĂ€che des Sterns verlĂ€sst die Energie den Stern in Form von Licht und WĂ€rme. Die Mengen an Energie sind so gewaltig, dass das Licht eines Sterns noch ĂŒber riesige Entfernungen hinweg sichtbar ist. Daher kannst du sie auf der Erde sehen.
Je nachdem, wie heiĂ die Sterne sind, leuchten sie blau (sehr heiĂ), weiĂ (heiĂ), gelb (weniger heiĂ, so wie die Sonne) oder rot (kĂŒhler). Die Farbe ist aber ein flieĂender Ăbergang.
Schon gewusst? WÀhrend die Sonne etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, ist der nÀchste Stern, Proxima Centauri, schon rund 40 Billionen Kilometer entfernt.
Der Lebenszyklus von Sternen
Sterne existieren nicht einfach so aus dem Nichts. Sie haben einen Lebenszyklus. Sterne entstehen und sterben auch. Das passiert aber innerhalb eines Zeitraums von Millionen von Jahren.Â
Die Geburt eines Sterns beginnt in riesigen Wolken aus Wasserstoff. Wenn sich diese Wolken unter ihrer eigenen Schwerkraft immer weiter verdichten, entsteht ein extrem heiĂer und dichter Kern. Sobald dort der Wasserstoff beginnt zu verschmelzen, sprichst du von einem Stern â denn genau dann beginnt er zu leuchten.
Wie lange er leuchtet, hĂ€ngt von seiner Masse ab. Sterne haben quasi einen riesigen Tank an Wasserstoff, den sie fĂŒr die Verschmelzung verbrauchen. Je massereicher ein Stern ist, desto schneller verbrennt er seinen Treibstoff und desto kĂŒrzer ist seine Lebensdauer.
Ist der Wasserstoff im Kern komplett verbraucht, gerÀt der Stern aus dem Gleichgewicht und sein Endstadium beginnt. Wie genau das aussieht, hÀngt wieder von seiner Masse ab:
âïž Durchschnittlicher Stern:
- Ein durchschnittlicher Stern wie die Sonne dehnt sich zuerst zu einem roten Riesen aus. Der Kern schrumpft und wird heiĂer, wĂ€hrend die Ă€uĂeren Schichten sich ausdehnen. Jetzt wird Helium zu Kohlenstoff und Sauerstoff verbrannt.Â
- Wenn das gesamte Helium verbraucht ist, schweben die Ă€uĂeren Schichten ins All hinaus und bilden eine leuchtende Wolke um den Kern. Das nennst du planetarischer Nebel.
- Der Kern kĂŒhlt dann schlieĂlich ab und wird zu einem weiĂen Zwerg. Das passiert ganz langsam ĂŒber Milliarden Jahre, bis er verblasst.
đ Massenreicher Stern:
- Ein massenreicher Stern dehnt sich zu einem roten Ăberriesen aus. Der Unterschied zum roten Riesen liegt darin, dass die Verbrennung nicht nur bis zum Kohlenstoff und Sauerstoff geht, sondern so lange, bis irgendwann Eisen produziert wird.
- Sobald das der Fall ist, kann der Stern keine Energie mehr erzeugen, weil Eisen Energie verbraucht. Der Kern bricht dann zusammen und explodiert in einer Supernova.
- Was nach der Supernova ĂŒbrig bleibt, ist abhĂ€ngig von der Masse des Sterns. Bei einem leichteren Stern entsteht ein extrem dichter Neutronenstern. War der Stern hingegen schwer genug, dann entsteht ein Schwarzes Loch.  Dessen Anziehungskraft kann nicht einmal Licht entfliehen.Â
Wie viele Sterne gibt es?
Wenn du in einer hell beleuchteten Stadt bist und in den Nachthimmel schaust, dann erkennst du nur ein paar Sterne. Wenn du dagegen in der Natur bist, wo kein Licht um dich herum ist, kannst du sogar schon mehrere tausend Sterne mit dem bloĂen Auge sehen.
Es gibt aber weitaus mehr Sterne. Allein in unserer Galaxie, der MilchstraĂe, gibt es schĂ€tzungsweise 100 bis 400 Milliarden Sterne. Manchmal kannst du sie als helles, milchiges Band am Nachthimmel sehen.Â
Da die MilchstraĂe aber nur eine von Milliarden Galaxien ist, wird die Zahl an Sternen von Forschern auf hunderte Trilliarden geschĂ€tzt.Â
Wie unterscheidest du Sterne und Planeten?
Sterne und Planeten sehen am Nachthimmel auf den ersten Blick Àhnlich aus. Beide wirken wie kleine Lichtpunkte. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede:
Der gröĂte Unterschied liegt im Licht selbst. Sterne erzeugen ihr Licht selbst, wĂ€hrend Planeten nicht von alleine leuchten. Sie spiegeln nur das Licht der Sonne zurĂŒck â Ă€hnlich wie der Mond.
AuĂerdem sind Sterne unvorstellbar weit von uns entfernt. Der nĂ€chste Stern ist von der Erde 40 Billionen Kilometer entfernt! Wegen dieser riesigen Entfernung wirken sie am Himmel wie winzige Punkte.
Die Planeten im Sonnensystem sind dagegen viel nĂ€her an der Erde und erscheinen deshalb als eine kleine Scheibe und manchmal etwas heller. Sie sind ânurâ zwischen 40 Millionen und 4 Milliarden Kilometer entfernt.
Beim Beobachten des Nachthimmels hilft dir ein einfacher Trick:
- âš Sterne funkeln. Ihr Licht flimmert leicht, weil es auf dem langen Weg zur Erde durch die Luftschichten der Erde zittert.
- đȘ Planeten leuchten ruhiger. Ihr Licht flimmert kaum, weil sie nĂ€her sind und ihr Licht durch die Scheibe stabiler wirkt.
Himmelskörper verstehen
Sterne gehören zu den Himmelskörpern im Weltall und sind weit von der Erde entfernt. Du vergleichst in diesem Themenfeld Sterne, Planeten und Monde und ordnest sie im Weltall ein. So wird klar, warum manche Himmelskörper selbst leuchten und andere nur Licht zurĂŒckwerfen. Im Erdkundebereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.