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Ein wichtiges Thema des internen Rechnungswesens ist die Kostenstellenrechnung . Hierbei muss man beim Kostenanfall zwischen Primärkosten und Sekundärkosten unterscheiden. Was man unter diesen Begriffen versteht und wie man sie unterscheidet, lernst du hier!

Wenn du dieses Thema noch schneller verstehen möchtest, dann schau dir direkt unser Video dazu an.

Inhaltsübersicht

Unterschied primäre und sekundäre Kosten

Primärkosten Definition

Zu Beginn schauen wir uns die Primärkosten oder auch primäre Gemeinkosten genauer an. Darunter versteht man alle Kosten von Gütern und Dienstleistungen, die ein Unternehmen nicht selbst produziert, sondern extern bezieht. Diese Kosten werden dann einfach derjenigen Kostenstelle zugeordnet, welche die Kosten verursacht hat. Dazu zählen auch die Betriebsmittelkosten, also diejenigen Kosten, die von den Betriebsmitteln verursacht werden. Sie gehen zwar nicht in die Güter selbst ein, sind aber für deren Entstehungsprozess notwendig.

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Primärkosten Beispiel

Primärkosten können in verschiedene Kostenarten unterschieden werden:

  • Personalkosten
  • Materialkosten
  • Betriebsmittelkosten
  • Fremdleistungskosten
  • Kapitalkosten
  • Wagniskosten

Beispiele für primäre Kosten sind Löhne und Gehälter, Büromaterial oder Mietkosten. Wenn also beispielsweise für die Kostenstelle Vertrieb neue Ordner und Stifte gekauft werden, zählen diese Kosten zu den primären. Ein weiteres Beispiel wäre, wenn ein Computer der IT-Abteilung des Unternehmens kaputt geht. Wird die Reparatur von einem externen Dienstleister übernommen zählen auch diese Kosten zu den primären Kosten.

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Primärkosten

Sekundärkosten Definition

Die Sekundärkosten bzw. sekundäre Gemeinkosten sind das Gegenteil der Primärkosten. Diese bezeichnen alle Kosten für Güter und Dienstleistungen, die von dem Unternehmen selbst produziert und innerhalb des Unternehmens eingesetzt werden. Sie werden deshalb auch als innerbetriebliche Leistungen bezeichnet. Im Gegensatz zu den Primärkosten, lassen sich die Sekundärkosten keiner bestimmten Kostenstelle zuordnen. Deshalb werden sie auf mehrere Kostenstellen umgelegt. Sekundärkosten werden zudem innerhalb der Teilkostenrechnung in variable und fixe Kosten unterteilt.

Sekundärkosten Beispiel

Beispiele für Sekundärkosten sind unter anderem Kosten für selbst produzierter Strom oder Kosten, die für Reparaturen und Instandhaltungen anfallen, die der Mitarbeiter eines Unternehmens selbst erledigt. Stellen wir uns beispielsweise einen Produktions- bzw. Abteilungsleiter eines Unternehmens vor. In der Regel ist dieser nicht direkt am Produktionsprozess beteiligt, sondern überwacht die Arbeitsschritte seiner Abteilung. Da wir seine Kosten zwar der Kostenstelle Produktion, aber nicht einem einzelnen Produkt zuordnen können, werden diese über die Sekundärkostenverrechnung mit Hilfe des Betriebsabrechnungsbogens (BAB)  umgelagert. Wir sprechen bei diesen Kosten von sekundären Kosten bzw. Sekundärkosten, weil sie während des innerbetrieblichen Leistungsprozesses entstehen.

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Sekundärkosten

Drei Verfahren der Sekundärkostenverrechnung

Um die Sekundärkosten auf die verschiedenen Kostenstellen aufzuteilen werden verschiedene Methoden verwendet. Die gängigsten sind das Anbau-, das Stufenleiter-, und das Gleichungsverfahren.

Primärkosten Sekundärkosten Zusammenfassung

  • Primärkosten sind Kosten die für ein Unternehmen entstehen, wenn es externe Leistungen bezieht.
  • Das Gegenteil von Primärkosten sind Sekundärkosten.
  • Primärkosten können in verschiedene Kostenarten unterschieden werden: Personalkosten, Materialkosten, Betriebsmittelkosten, Fremdleistungskosten, Kapitalkosten und Wagniskosten.
  • Sekundärkosten sind Kosten, die im innerbetrieblichen Leistungsaustausch entstehen.
  • Sekundärkosten werden über die sekundäre Kostenverrechnung auf die Kostenstellen aufgeteilt.

Super, jetzt weißt du, was man unter den Primär- und Sekundärkosten versteht und wie sie sich voneinander unterscheiden.

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Primär- und Sekundärkosten — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist der Unterschied zwischen primären und sekundären Gemeinkosten?
    Primäre Gemeinkosten entstehen, wenn ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen extern einkauft, zum Beispiel Miete, Büromaterial oder eine Reparatur durch einen externen Dienstleister. Sekundäre Gemeinkosten entstehen aus innerbetrieblichen Leistungen, etwa selbst erzeugtem Strom oder internen Reparaturen, und werden anschließend auf mehrere Kostenstellen umgelegt.
  • Was ist eine Primärkostenstelle?
    „Primärkostenstelle“ ist keine einheitlich etablierte Standardbezeichnung in der Kostenstellenrechnung, weil sich „primär“ und „sekundär“ eigentlich auf Kosten, nicht auf Kostenstellen bezieht. Gemeint ist meist eine Kostenstelle, der Primärkosten direkt zugerechnet werden, zum Beispiel Miete oder Büromaterial für den Vertrieb.
  • Was ist Sekundärkostenverrechnung?
    Sekundärkostenverrechnung bedeutet, dass Kosten aus innerbetrieblichen Leistungen von der leistenden Kostenstelle auf die empfangenden Kostenstellen verteilt werden. Typisch ist das bei internen Servicebereichen wie Energieversorgung oder Instandhaltung, deren Leistung mehrere Kostenstellen nutzen und deren Kosten deshalb umgelegt werden.
  • Sind Löhne und Gehälter immer Primärkosten oder können das auch Sekundärkosten sein?
    Löhne und Gehälter sind als Kostenart typischerweise Primärkosten, weil Arbeitsleistung als von außen beschaffter Produktionsfaktor gilt. In empfangenden Kostenstellen können sie aber als Teil von Sekundärkosten auftauchen, wenn die Personalkosten einer internen Serviceleistung (z. B. Instandhaltung) über Leistungsverrechnung umgelegt werden.

Kostenrechnung verstehen

Primär- und Sekundärkosten sind Grundbegriffe der Kostenrechnung und gehören zum internen Rechnungswesen. Wer sich mit Kostenrechnung beschäftigt, ordnet Kosten nach ihrer Art und nach dem Ort, an dem sie im Unternehmen entstehen. So erkennst du, wie Gemeinkosten in der Praxis verteilt werden und warum Kostenstellen dafür so wichtig sind. Weitere Videos dazu findest du in unserem Wirtschaftsbereich.

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