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Die Theorie sitzt. Aber du möchtest dir eine Übungsaufgabe zur Konsumenten- und Produzentenrente anschauen? Kein Problem – let’s fetz!

Inhaltsübersicht

Übungsaufgabe zur Konsumenten- und Produzentenrente

Stell dir vor, du bist ein angehender Ökonom und es interessiert dich brennend, wie es um die soziale Wohlfahrt in Deutschland steht.  In einem alten Vorlesungsskript, findest du die im Video gezeigte Grafik.

Berechne die Konsumenten- und Produzentenrente sowie die soziale Wohlfahrt im Gleichgewicht.

Bei einem Marktgleichgewicht entnimmst du der Grafik zunächst den optimalen Preis und die optimale Menge. Dann berechnest du die beiden Dreiecke, die deine Konsumenten- und Produzentenrente aufzeigen, und addierst diese anschließend zur sozialen Wohlfahrt.

Bevor du startest, musst du erst mal die Ausgangssituation verstehen. Du benötigst auf jeden Fall die Angebots- und die Nachfragefunktion. Beide kannst du der Grafik entnehmen.

Die steigende Gerade gehört zur Angebotsfunktion xA. Der y‑Achsenabschnitt ist dir mit 1 gegeben und über den Schnittpunkt der beiden Geraden kannst du die Steigung berechnen: 9,5 entspricht der Hälfte von 19. Die Angebotsfunktion lautet also:

x^A = \frac{1}{2} x + 1

Die fallende Gerade gehört zur Nachfragefunktion xN. Die Geradengleichung bestimmst du analog zur Angebotsfunktion. Sie lautet:

x^N = -\frac{1}{2} x + 20

In der Aufgabenstellung ist des Weiteren vom Gleichgewicht die Rede. Das Marktgleichgewicht findest du am Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragefunktion:

  • Gleichgewichtsmenge x* = 19
  • Gleichgewichtspreis p*10,5

Nun kannst du mit der Berechnung der Renten beginnen. Wären die Konsumenten bereit, mehr zu zahlen, als der Anbieter verlangt, dann existiert eine Konsumentenrente. Die erhältst du, indem du dir den Bereich zwischen Nachfragefunktion und der Preislinie von p* anschaust. Die Konsumentenrente entspricht diesem Dreieck.

Die Fläche des Dreiecks berechnest du mit Länge mal Breite, geteilt durch 2:

KR = \frac{19 \cdot (20 - 10,5)}{2} = 90,25

Bei der Produzentenrente gehst du nach dem gleichen Prinzip vor, nur dass du dir hier das untere Dreieck anschaust.

PR = \frac{19 \cdot (10,5 - 1)}{2} = 90,25

Die Angebotskurve zeigt den Preis an, den der Produzent mindestens verlangen muss, um kostendeckend zu wirtschaften. Der Konsument zahlt aber in Wirklichkeit mehr. Daraus resultiert die Produzentenrente.

Super! Somit hast du die Konsumenten- und die Produzentenrente berechnet. Um nun auf die soziale Wohlfahrt zu kommen, musst du die Konsumentenrente und die Produzentenrente addieren:

SW = KR + PR = 90,25 + 90,25 = 180,5

Märkte verstehen

Die Konsumenten- und Produzentenrente gehört zum Themenfeld Märkte und zeigt, wie Nutzen und Erlöse im Markt verteilt sind. Wer sich mit Märkten beschäftigt, schaut auf das Zusammenspiel von Angebot, Nachfrage, Preis und Menge. So wird klar, wie ein Marktgleichgewicht entsteht und warum daraus Wohlfahrt für Konsumenten und Produzenten entsteht. Im Wirtschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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