Produktion & Logistik

Supply Chain Management

Das Thema Produktion und Logistik dreht sich in erster Linie um das Supply Chain Management (SCM). Dieses umfasst die gesamte Güterbewegung von den Rohstofflieferanten bis zu den Abnehmern der Endprodukte. In diesem Beitrag erklären wir dir das Supply Chain Management anhand eines einfachen Beispiels genauer.

Supply Chain Management – Definition und Beispiel

Beginnen wir zunächst mit den Entscheidungen innerhalb der Supply Chain. Als erstes müssen innerhalb des Supply Chain Managements prozessübergreifende Entscheidungen auf lange (ab 24 Monaten) Frist getroffen werden. Darauf folgen mittelfristige (3-24 Monate) und kurzfristige (unter 3 Monaten) Entscheidungen, die für jeden Prozess separat betrachtet werden. Mit dieser Grundlage können wir uns nun wieder unserem Supply Chain Management Beispiel widmen.

Supply Chain Management Erklärung: Beschaffung

Unser Supply Chain Management Beispiel beginnt mit der Beschaffungslogistik. Als erstes musst du dir die Rohwaren, also z.B. Licht, Sitz, Reifen, Lenker und sonstige Materialien, die du für deinen Roller benötigst und nicht selbst produzieren willst, von externen Lieferanten beschaffen. All diese Bestandteile lagerst du in einem Rohwarenlager. Innerhalb des SCM wird im Beschaffungsprozess langfristig zum Beispiel über die Lieferantenauswahl entschieden. Mittelfristig wird über die Materialbedarfsplanung entschieden und kurzfristig wird im SCM unter anderem der konkrete Einsatz deines Personals geplant.

Supply Chain Management
Beschaffung im Supply Chain Management

Supply Chain Management einfach erklärt: Produktionslogistik

Im Supply Chain Management folgt auf die Beschaffungslogistik, die innerbetriebliche Logistik bzw. die Produktionslogistik. Hier transportierst du die Rohwaren zu den Produktionsstätten und stellst aus diesen Zwischenprodukte her. Das heißt du verbindest z.B. den Lenker mit dem Licht und lieferst diese dann zu deinem Zwischenproduktlager. Dies ist ein unternehmensinterner Produktions- und Transportprozess des SCM. Er wird so lange wiederholt bis der Roller komplett zusammengesetzt und bereit für den Verkauf ist.

Supply Chain Management
Produktion im Supply Chain Management

Das Endprodukt, also der fertige Roller wird in ein so genanntes Endproduktlager geliefert. Auf lange Frist planst du im Supply Chain Management zum Beispiel, an welchen Standorten du produzieren willst. Du musst auch über das mittelfristige Produktionsprogramm entscheiden. Hier entscheidest du unter anderem, wie viele Roller du produzieren möchtest und wie du die Menge auf die Produktionsstätten und Maschinen verteilst. Bei der kurzfristigen Planung geht es im Supply Chain Management beispielsweise darum, welche Produktionsaufträge welchen Maschinen zugeteilt werden. Damit hätten wir schon die ersten beiden Schritte des Supply Chain Managements einfach erklärt und können uns der Distribution zuwenden.

Distribution innerhalb der Supply Chain

Der dritte Schritt unseres Supply Chain Management Beispiels ist die Distributionslogistik. Dabei werden deine fertigen Roller zunächst in Außenlager transportiert, um sie dann von dort aus zeitnah und günstig den Kunden zustellen zu können. Je nach Größe deines Unternehmens brauchst du dementsprechend viele Lager, um der Nachfrage auf dem Markt bzw. in deinen ausgewählten Gebieten gerecht zu werden.

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Distribution im Supply Chain Management

Dafür gestaltest du im Supply Chain Management langfristig ein Distributionsnetz. Mittelfristig konzentrierst du dich in der Distributionsplanung auf die Verteilung der Produkte auf die Kunden. Die Tourenplanung ist beispielsweise eine kurzfristige Entscheidung des SCM. Dabei möchtest du deine Roller an deine Kunden ausliefern und überlegst deshalb in welcher Reihenfolge du sie am günstigsten abfährst.

Supply Chain Management einfach erklärt: Absatzlogistik

Nach der Distribution folgt ein letzter Schritt, den wir dir zeigen, damit du mit dem Supply Chain Management keine Probleme mehr bekommst. Du musst die Roller natürlich noch an den Mann bringen. Hierfür zuständig ist als letzter Schritt im Supply Chain Management die Absatzlogistik, bei der sich alles um den Verkauf dreht. Langfristig planst du dabei unter anderem das Produktprogramm, also was dein Unternehmen genau anbietet. Wichtig bei der Absatzlogistik im SCM ist auch die Planung des Absatzes, die sich auf lang-, mittel- und kurzfristiger Ebene erstreckt. Sie beinhaltet die Planung der zukünftigen Umsätze und der Absatzmengen auf den verschiedenen Märkten. Außerdem gehören im Supply Chain Management die Einschätzung von Kunden- und Konkurrenzverhalten dazu.

Supply Chain Management
Absatz im Supply Chain Management

Jetzt kennst du schon die wichtigsten Prozesse im Güterfluss des SCM. Aber was passiert eigentlich mit den ganzen Abfällen, die durch die Produktion im Supply Chain Management entstehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Entsorgungslogistik. Hier musst du dir z.B. überlegen, ob bestimmte Teile der Roller wiederverwendet und wie die anderen Teile entsorgt werden können. Mit der Entsorgungslogistik wollen wir unser Supply Chain Management Beispiel auch beenden, da dies natürlich der letzte Schritt ist. Mit dieser einfachen Erklärung zur Supply Chain kommst du bestimmt nicht nur mit Rollerunternehmen, sondern auch mit deiner Klausur klar.

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