Musik
Grundlagen der Musik
 – Video

Noten lesen im Violinschlüssel und Bassschlüssel ist gar nicht so schwer. Wie du Noten lesen lernen kannst, zeigen wir dir hier und in unserem Video .

Noten lesen einfach erklärt

Beim Noten lesen benennst du Töne mit ihrem Notennamen. Um Töne zu benennen, musst du dir ihre Tonhöhe anschauen. In der Regel gilt: Je weiter oben eine Note steht, desto höher ist auch der Ton.

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Notenköpfe in Notenzeilen

Die Notenköpfe liegen entweder auf den Notenlinien oder in den Zwischenräumen.

Um die genaue Tonhöhe zu bestimmen, brauchst du einen Notenschlüssel. Den findest du am Anfang einer Notenzeile. Je nachdem, um welchen Notenschlüssel es sich handelt, hat das Liniensystem unterschiedliche Bedeutung für die Notenköpfe. Vor hohen Noten steht der Violinschlüssel (G-Schlüssel), vor tiefen Noten steht der Bassschlüssel (F-Schlüssel). Schau dir unser Beispiel an:

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Violinschlüssel und Bassschlüssel

Der erste Ton in unserem Beispiel ist das mittlere C. Das steht genau in der Mitte zwischen dem Violinschlüssel-System und Bassschlüssel-System.

Noten lernen im Violinschlüssel

Schauen wir uns zuerst an, wie das Noten lesen im Violinschlüssel funktioniert. Wir zeigen dir einige Tipps und Tricks, sodass du dir schnell merken kannst, wo welche Töne im Notensystem liegen.

Musiknoten Namen

Um den Tonhöhen einen Namen zu geben, nutzt du Buchstaben. Dabei verwendest du für die Musiknoten die ersten 7 Buchstaben im Alphabet: A B C D E F G. Wenn wir im deutschsprachigen Raum die Noten benennen, nutzen wir anstatt B allerdings das H. Die Notennamen lauten also:

  • A H C D E F G.

Das Notenalphabet beginnt jedoch nicht mit der Note A, sondern mit der Note C. Merke dir unbedingt die folgende Reihenfolge:

  • C D E F G A H

Mit diesen sieben Buchstaben, kannst du allen Notenlinien und Zwischenräumen einen Namen geben. Schau es dir für das Violinschlüssel-System an:

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Namen der Notenlinien und Zwischenräume im Violinschlüssel

Fällt dir auf, dass der Wirbel des Violinschlüssels die Notenlinie G umkreist? Deshalb nennst du den Violinschlüssel auch G-Schlüssel.

Musiknoten im Violinschlüssel

Als nächstes wollen wir unser Notensystem mit Musiknoten füllen. Dafür startest du mit dem mittleren C. Im Violinschlüssel liegt das mittlere C auf der ersten Hilfslinie unter dem Notensystem. Von dort kannst du stufenweise die anderen Noten in der Reihenfolge des Notenalphabets eintragen. Im dritten Zwischenraum steht wieder ein C. 

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Noten mit Notennamen im Violinschlüssel

Wenn du das C im dritten Zwischenraum erreicht hast, wiederholt sich die Bezeichnung der Musiknoten wieder. Jetzt reichen die Linien des Notensystems aber nicht mehr aus. Für die hohen Töne benötigst du Hilfslinien:

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Noten mit Notennamen im Violinschlüssel

Die Musiknoten, die du bis jetzt kennengelernt hast, nennst du Stammtöne. Hier siehst du, wo du sie auf einer Klaviatur (Klaviertastatur) findest:

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Stammtöne auf der Klaviatur

Fällt dir auf, dass die Stammtöne den weißen Tasten eines Klaviers entsprechen? Wie heißen aber die schwarzen Tasten und wie stellst du sie im Notensystem dar? Dafür benötigst du Vorzeichen.

Vorzeichen – Noten lesen

Mit Vorzeichen erniedrigst oder erhöhst du Töne. Es gibt insgesamt drei Vorzeichen: das b (♭), das Kreuz (♯) und das Auflösungszeichen (). Vorzeichen stehen links vor dem Notenkopf.

Ein ♭ erniedrigt eine Note um einen halben Ton. Außerdem verändert ein ♭ den Namen der Töne:

  • C → Ces
  • D → Des
  • E → Es
  • F → Fes
  • G → Ges
  • A → As
  • H → B

Bei C, D, F und G hängst du also einfach ein „es“ an. Das E wird zum Es, denn Ees wäre schwer auszusprechen. Auch Aes wäre schwer auszusprechen, weshalb das A einfach zum As wird. Wenn vor einem H ein b steht, sagst du nicht Hes sondern einfach B.

Wenn vor dem Notenkopf ein Kreuz steht, ist die Note um einen halben Ton erhöht. An den Notennamen hängst du ein „is“:

  • C → Cis
  • D → Dis
  • E → Eis
  • F → Fis
  • G → Gis
  • A → Ais
  • H → His

Vorsicht bei der Aussprache: E-is und A-is bestehen aus zwei Silben, die du zwischen den Vokalen trennst. Genauso musst du es auch aussprechen, ansonsten würden E-is und A-is so klingen wie das Eis aus der Eisdiele.

Ein Auflösungszeichen kann nur vor Noten stehen, die bereits durch ein ♭ oder ein ♯ erniedrigt oder erhöht wurden. Das Auflösungszeichen hebt diese Erniedrigung oder Erhöhung nämlich auf und setzt den Ton zurück in seine Stammform. Ein Fis wird zum Beispiel wieder zum F oder ein As wieder zum A. Schau es dir hier an:

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Töne mit Vorzeichen

Jetzt weißt du, wie du in Musik Noten im Violinschlüssel liest.

Noten lernen im Bassschlüssel

Wenn am Anfang des Notensystems der Bassschlüssel steht, haben die Notenlinien und Zwischenräume andere Namen als im Violinschlüssel. Schau sie dir hier für den Bassschlüssel an:

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Namen der Notenlinien und Zwischenräume im Bassschlüssel

Fällt dir auf, dass die zwei Punkte des Bassschlüssels über und unter der F-Notenlinie liegen? Deshalb nennst du den Bassschlüssel auch F-Schlüssel.

Als nächstes wollen wir unser Notensystem mit Bassschlüssel Noten füllen. Dafür starten wir wieder mit dem mittleren C. Im Bassschlüssel liegt das mittlere C auf der ersten Hilfslinie oberhalb des Notensystems. Von dort kannst du Stufenweise abwärts die Stammtöne auf die Notenlinien und in die Zwischenräume eintragen. Für die ganz tiefen Töne brauchst du wieder Hilfslinien. Schau dir hier die Bassschlüssel Noten an:

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Noten mit Notennamen im Bassschlüssel

Wie du siehst, wiederholt sich der gleiche Ton nach 8 Tönen immer wieder. Das nennst du Oktave. Wenn du zum Beispiel vom C aus acht Töne nach oben oder unten zählst (das C mitzählen), landest du beim nächsten C. Der Zwischenraum zwischen C und C ist also eine Oktave.

Notennamen in vier Oktavbereichen

Die Notennamen C D E F G A und H gelten für alle Tonhöhen. Damit du beim Noten lesen die Tonhöhe aber ganz genau bestimmen kannst, erhält jeder Notenname eine Zusatzbezeichnung. Diese Zusatzbezeichnung hängt davon ab, in welchem Oktavbereich sich eine Note befindet. Hier siehst du die wichtigsten vier Oktavbereiche:

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Vier Oktavbereiche

Für Noten, die in der großen Oktave stehen, nutzt du Großbuchstaben (C D E F G A H). Für Noten in der kleinen Oktave nutzt du kleine Buchstaben (c d e f g a h). Noten in der eingestrichenen Oktave erkennst du daran, dass hinter dem kleingeschriebenen Notennamen noch eine 1 steht (c1 d1 e1 f1 g1 a1 h1). In der zweigestrichenen Oktave steht hinter dem Notennamen eine 2 (c2 d2 e2 f2 g2 a2 h2).

C-Schlüssel auf verschiedenen Notenlinien

Der C-Schlüssel zeigt an, auf welcher Linie das c1 im Notensystem liegt:

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Bratschenschlüssel und Tenorschlüssel

Links siehst du, dass der C-Schlüssel das c1 auf der dritten Notenlinie festlegt. Wenn das der Fall ist, nennst du den C-Schlüssel auch Bratschenschlüssel. Wie der Name verrät, werden Noten für die Bratsche (Viola) im Bratschenschlüssel notiert. Rechts siehst du, dass das c1 auf der vierten Notenlinie liegt. Den C-Schlüssel bezeichnest du dann auch als Tenorschlüssel. Du findest ihn vor allem in Noten für das Cello oder für das Fagott.

Taktarten

Jetzt kennst du dich bestens mit den Violinschlüssel und Bassschlüssel Noten aus. Wenn du dir in Musik Noten anschaust, fällt dir aber bestimmt auf, dass am Anfang einer Notenzeile nach dem Notenschlüssel ein Bruch steht. Du kennst Brüche nur aus dem Matheunterricht? In Musik bestimmt der Bruch die Taktart. Neugierig geworden? Schau dir doch unseren Beitrag Taktarten dazu an.

Zum Video: Taktarten
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