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Angebot und Nachfrage, Gleichgewichtspreis, Gleichgewichtsmenge – du brauchst eine Übersicht zum Marktgleichgewicht? Dann bist du hier und im Video  genau richtig! 

Inhaltsübersicht

Marktgleichgewicht einfach erklärt

Ein Marktgleichgewicht ist eine Situation auf einem Markt, bei der die angebotene Menge genau der nachgefragten Menge entspricht.

Stell dir vor, in der Schuhbranche würden in einem Jahr 14.500 Paar Schuhe zu einem Preis von 40€ angeboten und genauso viele werden auch von den Konsumenten gekauft. Dann liegt hier ein Marktgleichgewicht vor. 

Das Bild stellt das Marktgleichgewicht in einem Koordinatensystem dar. Auf der x-Achse ist die Menge X und auf der y-Achse der Preis P. Vom Ursprung ausgehend gibt es eine Gerade, die das Angebot beschreibt. Je höher deren Menge X wird, desto höher wird auch der Preis P. Außerdem gibt es eine eine Gerade, die die Nachfrage beschreibt. Sie beginnt bei einer Menge X von 0 und einem unbestimmten Preis P. Je höher die Menge X wird, desto geringer wird der Preis P. Die Angebotsgerade und die Nachfragegerade schneiden sich. An der Schnittstelle gibt es einen Gleichgewichtspreis und eine Gleichgewichtsmenge.
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Marktgleichgewicht

Das Marktgleichgewicht ist dabei immer durch einen Gleichgewichtspreis und eine Gleichgewichtsmenge charakterisiert. In unserem Beispiel war die Gleichgewichtsmenge 14.500 zu einem Gleichgewichtspreis von 40€.

Angebot und Nachfrage

Das Marktgleichgewicht baut auf dem Konzept von Angebot und Nachfrage auf. 

Das Angebot ist die Gütermenge, die von den Produzenten für einen bestimmten Preis bereitgestellt wird. Die angebotene Menge wird in Abhängigkeit von ihrem Preis durch die Angebotskurve dargestellt.

Das Bild beschreibt eine Angebotskurve im Koordinatensystem. Auf der x-Achse ist die Menge X und auf der y-Achse ist der Preis P. Vom Ursprung ausgehend, gibt es eine Angebotsgerade. Je höher deren Menge X wird, desto höher wird auch deren Preis P.
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Angebotskurve

Auf der anderen Seite gibt es die Nachfrage der Konsumenten. Die nachgefragte Gütermenge ist ebenfalls vom Preis abhängig: je geringer der Preis, desto mehr Menschen möchten das Produkt kaufen. Die nachgefragte Menge wird mit der Nachfragekurve dargestellt.

Das Bild beschreibt eine Angebotskurve im Koordinatensystem. Auf der x-Achse ist die Menge X und auf der y-Achse ist der Preis P. Die Nachfragegerade startet von einem unbestimmten Preis P und einer Menge X von 0. Je höher die Menge X wird, desto geringer wird der Preis P.
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Nachfragekurve

Für mehr Informationen klicke dich in unseren Beitrag zu Angebot und Nachfrage rein!

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Gleichgewichtspreis und Gleichgewichtsmenge

Das Marktgleichgewicht ist genau dort, wo sich Angebots und Nachfragekurve schneiden. Daher kannst du den Gleichgewichtspreis und die dazugehörige Gleichgewichtsmenge auch immer an den Achsen des Preis-Mengen-Diagramms ablesen.  

Das Bild stellt das Marktgleichgewicht in einem Koordinatensystem dar. Auf der x-Achse ist die Menge X und auf der y-Achse der Preis P. Vom Ursprung ausgehend gibt es eine Gerade, die das Angebot beschreibt. Je höher deren Menge X wird, desto höher wird auch der Preis P. Außerdem gibt es eine eine Gerade, die die Nachfrage beschreibt. Sie beginnt bei einer Menge X von 0 und einem unbestimmten Preis P. Je höher die Menge X wird, desto geringer wird der Preis P. Die Angebotsgerade und die Nachfragegerade schneiden sich. An der Schnittstelle gibt es einen Gleichgewichtspreis und eine Gleichgewichtsmenge.
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Marktgleichgewicht im Preis-Mengen-Diagramm

Der Markt befindet sich nicht von Anfang an in einem Gleichgewicht. Stell dir vor, du gehst auf den Markt und verhandelst dort mit einem Verkäufer, weil dir seine Äpfel zu teuer sind. 

Genauso verhandeln auch die einzelnen Markteilnehmer auf dem theoretischen Markt. Wenn ihre Preisvorstellungen übereinstimmen, ist der Gleichgewichtspreis erreicht und der Markt befindet sich im Gleichgewicht. Diesen Vorgang nennst du Marktmechanismus.

Merkmale eines Marktgleichgewichts

Marktgleichgewicht berechnen

Sieh dir an einem Beispiel an, wie du das Marktgleichgewicht für Bleistifte berechnest. Dafür hast du hier erstmal den einfachsten Fall: Angebots- und Nachfragekurve sind diese zwei Geraden:

xA(p) = 100 · p
xN(p) = – 100 · p + 100

x: Nachgefragte bzw. angebotene Menge an Bleistiften
p: Preis eines Bleistifts

Wenn du den Gleichgewichtspreis ausrechnen willst, rechnest du im Allgemeinen mit der Menge abhängig vom Preis. Bei Geraden sieht das zum Beispiel so aus: Menge(Preis) = a · p + b. Hierbei sind a und b die Steigung und der y-Achsenschnittpunkt der Geraden. 

Das wichtigste Merkmal eines Marktgleichgewichts ist, dass es dort ist, wo sich Angebots- und Nachfragekurve schneiden. Letztendlich berechnest du also den Schnittpunkt zweier Geraden .

Marktgleichgewicht berechnen — Anleitung

Du brauchst nur zwei Schritte zur Berechnung des Marktgleichgewichts:

  1. Angebot und Nachfrage gleichsetzen und nach Preis auflösen
  2. Berechneten Gleichgewichtspreis in die Angebots- oder Nachfragekurve einsetzen

Marktgleichgewicht berechnen – Beispiel

So sieht das dann in dem Beispiel mit den Bleistiften aus:

 1. Um den Gleichgewichtspreis zu berechnen, setze die Geraden gleich:

xA(p) = xN(p)

100 ⋅ p = – 100 ⋅ p + 100

200 ⋅ p = 100

p* = 0,50

Nun hast du den Gleichgewichtspreis mit p* = 0,5 berechnet. In dem Beispiel bedeutet das, dass ein Bleistift 0,5 € kostet.

Gut zu wissen: Ein Gleichgewicht wird meistens durch ein besonderes Zeichen nochmal hervorgehoben, hier das Sternchen *.

Beispiel – Gleichgewichtsmenge berechnen

 2. Um die Gleichgewichtsmenge herauszufinden, setzt du nun p* in xN(p) oder xA(p) ein:

xA(p*) = 100 ⋅ p*

xA(0,5) = 100 ⋅ 0,5  = 50 

m* = 50 oderxN(0,5) = m* = 50

In diesem Fall werden im Gleichgewicht 50 Bleistifte von den Anbietern verkauft und gleichzeitig von den Konsumenten gekauft. Wenn du vorher den richtigen Preis bestimmt hast, kommt die gleiche Menge bei Angebot und Nachfrage heraus, nämlich 50 Bleistifte.

Vollkommener Markt

Ob es überhaupt ein Marktgleichgewicht gibt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Bedingungen sind nur in einem vollkommenen Markt gegeben und es dürfen keine externen Effekte das Marktgleichgewicht stören.

Ein Markt muss also alle Voraussetzungen eines vollkommenen Markts erfüllen. In der Realität ist das fast unmöglich und auch in der Mikroökonomie gibt es nur einen Markt, der alle Merkmale aufweisen kann: Ein Polypol mit den Gesetzmäßigkeiten eines vollkommenen Marktes.

Gleichgewichtszustände in anderen Marktformen

Das Konzept des Gleichgewichtspreises lässt sich nur beschränkt auf die meisten Marktformen  übertragen. Die Preisbildung bei Monopolen  und Oligopolen folgt anderen Regeln.

Vollkommener Markt

Du möchtest mehr über die Voraussetzungen eines Gleichgewichts wissen und warum der vollkommene Markt so eine zentrale Rolle in der Gesamtwirtschaft hat? Hier entlang geht zu unserem Beitrag!

Zum Video: Vollkommener Markt
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Marktgleichgewicht — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was ist die Gleichgewichtsmenge?
    Die Gleichgewichtsmenge ist die Menge eines Gutes, die im Marktgleichgewicht tatsächlich gehandelt wird, weil angebotene und nachgefragte Menge gleich groß sind. Im Preis‑Mengen‑Diagramm liest man sie als x‑Wert am Schnittpunkt von Angebots- und Nachfragekurve ab.
  • Wie berechnet man den Gleichgewichtspreis?
    Den Gleichgewichtspreis berechnet man, indem man Angebots- und Nachfragefunktion gleichsetzt und die Gleichung nach dem Preis p löst. Danach setzt man p^* in eine der beiden Funktionen ein, um die Menge zu prüfen. Beispiel: 100\cdot p = -100\cdot p + 100 ergibt 200\cdot p = 100 und p^* = 0{,}50\,\text{€}.
  • Was passiert, wenn der Preis unter dem Gleichgewichtspreis liegt?
    Liegt der Preis unter dem Gleichgewichtspreis, ist die nachgefragte Menge größer als die angebotene Menge. Dann entsteht ein Nachfrageüberhang, also ein Mangel: Nicht alle Kaufwünsche können bedient werden. Typisch reagieren Käufer mit höherer Zahlungsbereitschaft, wodurch der Preis wieder Richtung Gleichgewicht steigt.
  • Wie erklärt man den Gleichgewichtspreis Kindern?
    Den Gleichgewichtspreis erklärt man Kindern als den Preis, bei dem genauso viele Menschen etwas kaufen wollen, wie Verkäufer davon verkaufen wollen. Ist der Preis höher, bleibt eher Ware übrig. Ist der Preis niedriger, ist alles schnell ausverkauft, weil zu viele kaufen möchten.

Märkte verstehen

Das Marktgleichgewicht gehört zum Themenfeld Märkte und zeigt das Zusammenspiel von Preis und Menge. Wer sich mit Märkten beschäftigt, betrachtet Angebot, Nachfrage und die Preisbildung bei verschiedenen Gütern. Dabei erkennst du, wie Preise auf einem Markt entstehen und warum sich Märkte nicht in jeder Situation gleich verhalten. Im Wirtschaftsbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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