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In der Finanzanalyse wird oft vom gleitenden Durchschnitt oder gleitenden Mittelwert gesprochen. Aber was ist das eigentlich? Wofür du sie brauchst und wie du gleitende Durchschnitte berechnen kannst, erfährst du hier im Artikel oder in unserem Video !

Gleitender Durchschnitt einfach erklärt  

Gleitende Durchschnitte helfen dir, wirtschaftliche Trends (z.B. an der Börse) zu erkennen. Du berechnest dabei über einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich Mittelwerte von mehreren Datenpunkten. So werden große Schwankungen in der Entwicklungskurve geglättet. Das siehst du besonders deutlich im Vergleich mit den einzelnen Datenpunkten.

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gleitende Durchschnitte und einzelne Datenpunkten.

In der Kurve, die den gleitenden Mittelwert darstellt…

  • … erkennst du klar, dass der Umsatz insgesamt steigt (Aufwärtstrend)
  • … kannst du kurzfristige Effekte oder saisonbedingte Ausreißer kaum noch wahrnehmen (hier: März und August).

Aber wie berechnest du nun diese gleitenden Durchschnitte? Das erfährst du jetzt!

Gleitenden Durchschnitt berechnen  

Am Beispiel der monatlichen Umsätze eines Betriebs (linke Tabelle) kannst du nachvollziehen, wie du gleitende Durchschnitte (rechte Tabelle) berechnest.

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Gleitenden Durchschnitt berechnen

Dazu wählst du zunächst eine passende Periodenlänge, zum Beispiel drei Monate. 

Mit der Formel für das arithmetische Mittel berechnest du dann den gleitenden Durchschnitt für die ersten drei Werte (Jan.- März): 

(10.000 + 15.000 + 5.000) : 3 = 10.000

Danach machst du dasselbe für Februar bis April: 

(10.000 + 15.000 + 5.000 + 13.000) : 3 = 11.000

Der Name „gleitender Durchschnitt“ kommt daher, dass die Werte, die du betrachtest, um den gleitenden Mittelwert zu berechnen, ständig wechseln: Für jeden neuen Wert, den du hinzu nimmst (hier: vom April), lässt du den ältesten Wert (hier: vom Januar) weg.

Anschließend kannst du die berechneten gleitenden Mittelwerte noch in ein Diagramm eintragen. So erhältst du eine Entwicklungskurve wie oben.

Gleitender Mittelwert — Varianten   

Du kannst die Anzahl der Datenpunkte, aus denen du einen gleitenden Durchschnitt berechnest, auch variieren. Für den gleitenden Durchschnitt der monatlichen Umsätze hättest du zum Beispiel auch zwei oder vier, statt drei Monate als Periodenlänge wählen können.

Dabei gilt: Je kürzer die Periode…

  • … desto schneller reagiert der gleitende Durchschnitt auf Entwicklungs-Tendenzen.
  • … desto stärker wirken sich saisonale Einflüsse oder andere kurzfristige Schwankungen aus. 

Bisher hast du den einfachen gleitenden Mittelwert (engl. Simple Moving Average) kennengelernt. Daneben gibt es noch andere Formen des gleitenden Durchschnitts wie den Exponential Moving Average (EMA) oder den Weighted Moving Average (WMA).

Der Unterschied zum einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) ist dabei, dass du beim Berechnen des arithmetischen Mittels manche Werte (in der Regel die aktuelleren) stärker berücksichtigst als andere. Das Grundprinzip ist aber dasselbe!

Finanz- und Wertpapieranalyse

Jetzt weißt du also, was es mit dem gleitenden Durchschnitt auf sich hat! Du willst noch mehr darüber erfahren, wie man im Bereich Wirtschaft und Finanzen Entwicklungen analysieren kann? Dann ist unser Beitrag zur Finanz- und Wertpapieranalyse genau das Richtige für dich!

Zum Video: Finanz- und Wertpapieranalyse
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