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Teste dein Wissen zum Thema Feynman-Methode!

Die Feynman-Methode hilft dir, ein Thema so zu durchdringen, dass du es wirklich verstehst. Wie die Methode genau funktioniert, zeigen wir dir hier.

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Inhaltsübersicht

Was ist die Feynman-Methode?

Die Feynman-Methode ist eine Lerntechnik, bei der du ein Thema so einfach erklären musst, dass es auch jemand ohne Vorwissen versteht. Das Prinzip dahinter ist also, dass du ein Thema erst verstanden hast, wenn du es in einfachen Worten erklären kannst.

Dafür gehst du in vier Schritten vor:

  1. Thema einfach erklären
  2. Fehlendes Wissen notieren
  3. Wissenslücken schließen
  4. Thema neu erklären
Ursprung der Feynman-Methode

Entstanden ist die Feynman-Methode durch den Physiker Richard Feynman. In einer Lerngruppe mit Kollegen war sein Ziel, ein Thema so zu erklären, dass es auch ohne Fachbegriffe oder Fremdwörter verständlich ist. Jeder in der Runde musste ein Thema vorstellen — so klar und einfach, dass die anderen es sofort nachvollziehen konnten. Denn nur wer etwas einfach erklären kann, hat es wirklich verstanden.

So funktioniert die Feynman-Methode: Schritt für Schritt

Die Feynman-Methode folgt einem einfachen Prinzip: Du erklärst ein Thema so, dass es auch jemand ohne Vorwissen versteht. Genau dadurch erkennst du, ob du selbst es wirklich durchdrungen hast.

1. Thema einfach erklären

Im ersten Schritt ist deine Aufgabe, das Thema so einfach wie möglich zu erklären — ganz ohne Fachwörter oder komplizierte Formulierungen. Stell dir vor, du sprichst mit jemandem über ein Thema, von dem der andere noch nie etwas gehört hat.

➡️ Beispiel

Du willst erklären, was ein neuronales Netz ist. Dann sagst du nicht „Es ist ein Algorithmus zur Informationsverarbeitung“, sondern: „Ein neuronales Netz ist wie ein Netz aus vielen kleinen Schaltern. Jeder Schalter trifft eine Entscheidung und gibt sie an den nächsten weiter — bis am Ende eine Antwort rauskommt.“

Durch diesen Versuch wirst du schnell merken, ob du die Zusammenhänge wirklich verstanden hast. Denn wenn du ins Stolpern gerätst oder auf Fachbegriffe zurückgreifen musst, zeigt das, dass du selbst bis jetzt nicht sicher bist.

2. Fehlendes Wissen notieren

Beim Erklären stößt du oft an Grenzen: Dir fällt kein gutes Beispiel ein oder du kannst einen Fachbegriff nicht in eigenen Worten erklären. Genau das sind Hinweise auf Wissenslücken. Notiere diese Stellen direkt und schreibe auf, was dir fehlt oder unklar ist. So weißt du genau, wo du später nacharbeiten musst.

3. Wissenslücken schließen

Wenn du eine Lücke entdeckt hast, geht es im nächsten Schritt darum, sie gezielt zu schließen. Nutze dazu verschiedene Quellen: Lehrbücher, Online-Videos, Artikel oder Gespräche mit Kommilitonen. Wichtig ist, dass du dir die fehlenden Inhalte so aneignest, dass du sie selbst erklären kannst — ohne sie auswendig zu lernen.

Tipp: Mach dir Notizen in deinen eigenen Worten. Vermeide es, ganze Textpassagen zu übernehmen. So stellst du sicher, dass du das Thema wirklich verstanden hast und es später abrufen kannst.

4. Thema neu erklären

Nachdem du deine Wissenslücken geschlossen hast, gehst du zurück zum Anfang und versuchst, das Thema erneut zu erklären. Sprich deine Erklärung laut aus oder schreib sie auf. Stell dir dabei wieder vor, du würdest es jemandem erklären, der vom Thema keine Ahnung hat. Fällt dir die Erklärung jetzt leicht und du kommst ohne Pause durch, hast du ein solides Verständnis aufgebaut.

Wichtig: Wiederhole diesen Schritt so oft wie nötig. Du wirst merken, dass jede neue Erklärung einfacher und klarer wird.

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Anwendung der Feynman-Methode in der Praxis

Die Feynman-Methode kannst du auf fast jedes Thema anwenden — egal, ob du eine Formel aus der Thermodynamik verstehen willst oder dir ein wirtschaftliches Modell aus dem Marketing einprägen musst. Entscheidend ist, dass du das Thema auf das Wesentliche reduzierst und es in deinen eigenen Worten erklärst.

➡️ Beispiel

Du lernst für eine Prüfung in Biologie und willst erklären, wie der Blutkreislauf funktioniert. Statt Begriffe wie „arterielles System“ oder „Kohlendioxidbindung“ zu nutzen, versuchst du es so: „Das Herz ist wie eine Pumpe. Es schickt frisches Blut mit Sauerstoff durch den Körper. Wenn das Blut den Sauerstoff abgegeben hat, kommt es zurück und wird neu aufgefüllt.“

Durch diese Vereinfachung erkennst du sofort, ob du den Ablauf wirklich verstanden hast oder ob du bestimmte Zusammenhänge noch einmal nachschlagen musst.

Warum funktioniert die Feynman-Methode so gut?
  • tiefgreifendes Wissen, weil du Inhalte selbst strukturierst.
  • vernetztes Wissen, weil du neue Infos mit Bekanntem verknüpfst.
  • stabiles Wissen, weil du aktiv lernst, statt passiv zu konsumieren.
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Lernmethoden

Die Feynman-Methode ist nur eine von vielen Strategien, um effektiver zu lernen. Welche Lernmethoden es noch gibt und wie du die passende für dich findest, zeigen wir dir hier.

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