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Du willst mehr Geld und fragst dich, wie du deinen Chef darum bittest? Hier haben wir Tipps und Argumente für dich vorbereitet, wie du bei einer Gehaltsverhandlung erfolgreich bist! Alles wichtige erfährst du kompakt in unserem Video!

Gehaltsverhandlung einfach erklärt

Bei einer Gehaltsverhandlung möchtest du, dass dir dein Vorgesetzter mehr Geld bezahlt. Um eine Gehaltserhöhung zu erreichen, gehst du am besten in diesen drei Schritten vor: 

  1. Informiere dich über deinen eigenen Marktwert (Wie viel Geld bekommt eine Person mit deiner Qualifikation und mit deinem Posten im Durchschnitt?)
  2. Vereinbare mit deinem Chef einen Termin für ein Vier-Augen-Gespräch 
  3. Fordere selbstbewusst und sachlich begründet dein Wunschgehalt

So bekommst du beim Vorstellungsgespräch, beim Jobwechsel, nach Ablauf deiner Probezeit oder auch, wenn du schon mehrere Jahre im Unternehmen bist, dein Wunschgehalt. 

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Gehaltsverhandlung

Wie viel Gehalt mehr verlangen?

Du fragst dich, wie viel Geld du bei einer Gehaltsverhandlung mehr verlangen kannst?

  • Gehaltsverhandlung nach einem Jahr: etwa 3 bis 5 % mehr Lohn 
  • Zusätzliche Verantwortung und neue Aufgaben: etwa 5 bis 7 Prozent mehr Lohn 
  • Beförderung: etwa 10 bis 15 % mehr Lohn 

Wenn du im gleichen Unternehmen bleibst, bekommst du bei einer Gehaltsverhandlung mit etwas Verhandlungsgeschick also etwa 3 bis 10 % mehr Lohn. Wenn du das Unternehmen wechselst, kannst du sogar bis zu 20 % mehr Lohn verlangen. 

Gehaltsverhandlung Argumente und Gründe

Bei einer Gehaltserhöhung verhandelst du mit deinem Chef meistens dein Brutto-Jahresgehalt – davon werden im Anschluss also noch die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern abgezogen.    

Bevor du in eine Gehaltsverhandlung gehst, ist es wichtig, dass du als erstes deinen Marktwert ermittelst. Dazu schaust du dir an, wie viel Personen mit deiner Ausbildung und beruflichen Erfahrung durchschnittlich verdienen. Schau in unserem Karrierebereich nach und erfahre, was andere in deinem Beruf verdienen! 

Grundsätzlich beeinflussen die folgenden Faktoren dein Gehalt: 

  • Position: Berufseinsteiger bekommen natürlich weniger Gehalt als Fach- und Führungskräfte mit viel Berufserfahrung.
  • Qualifikation: Je besser du ausgebildet bist und je mehr Erfahrung du in deinem Beruf hast, desto mehr verdienst du. 
  • Unternehmensgröße und Mitarbeiteranzahl: In größeren – v. a. in international tätigen – Konzerne mit vielen Mitarbeitern verdienst du durchschnittlich mehr als in kleinen und mittelständischen Unternehmen. 
  • Standort: In Städten bekommst du durchschnittlich mehr Gehalt als auf dem Land. Allerdings musst du hier beachten, dass auch die Lebenshaltungskosten in der Stadt deutlich teurer sind. 
  • Bundesland: In Deutschland verdienst du durchschnittlich in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mehr als in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Er gibt also ein Süd-Nord-Gefälle.

Gehaltsverhandlung Tipps

Wichtig ist bei jeder Gehaltsverhandlung, dass du genau weißt, welche Position du im Unternehmen hast, welche Arbeit du leistest und welche Verantwortungsbereiche du hast. Verdeutliche deinem Arbeitgeber deinen Mehrwert für das Unternehmen – dann hast du sehr gute Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Am besten hältst du deine Qualifikationen in einer sogenannten Leistungsmappe fest – darin hältst du auf wenigen Seiten deine überzeugendsten Projekte, Erfolge, Erfahrungen, Weiterbildungen, Qualifikationen und überdurchschnittliche Leistungen fest.   

Tipp 1: Ergreife die Initiative

Wenn du mehr Geld möchtest, solltest du unbedingt selbst die Initiative ergreifen und nicht darauf warten, dass dein Chef von selbst auf dich zukommt. 

Tipp 2: Frage nach einer Gehaltsanpassung 

Frage deinen Chef eher um eine „Gehaltsanpassung“ anstatt nach einer „Gehaltserhöhung“– das klingt positiver und vermittelt deinem Vorgesetzten unterbewusst, dass etwas mit deinem jetzigen Gehalt nicht stimmt.

Tipp 3: Mache das Eröffnungsangebot

Wenn du als erstes deine Gehaltsvorstellungen in den Raum wirfst, gehst du am Ende des Gespräches deutlich häufiger mit einem Ergebnis heraus, was deinem Ziel entspricht. 

Hintergrund ist hier der Anker-Effekt. Gemäß dem psychologischen Effekt richten alle folgenden Schätzungen an einer Zahl aus, die zuerst genannt wurde. Das heißt also, der Betrag, den du als Erstes nennst, den kannst du ruhig ziemlich hoch ansetzen. So wirst du wahrscheinlich eine höhere Gehaltserhöhung bekommen. 

Das funktioniert übrigens auch, wenn du deinen Chef vor dem Gespräch dazu bringst, dass er aus einem anderen Grund sehr hohe Zahlen nennt. Sein Gehirn „denkt“ so automatisch in größeren Zahlen und so fällt auch dein Gehalt tendenziell höher aus. 

Tipp 4: Setzte deine Gehaltsvorstellung in Relation zu einem höheren Lohn 

Jeder Chef wird bei einem Gehaltsgespräch versuchen, dich runterzuhandeln. Deswegen überlegst du dir am besten vorher schon eine Strategie, wie euer Kompromiss auf deinem Zielgehalt landet. Sage deinem Chef wie viel eine Person in deiner Position und mit deiner Qualifikation durchschnittlich verdient und schlag ihm etwas weniger vor. Dadurch fällt es ihm schwerer dich herunter zu handeln. 

Wenn Angestellte in deiner Position zum Beispiel durchschnittlich 58.000 € verdienen, dann sag deinem Chef, dass du 54.000 € angemessen findest, dann wird er sich eher darauf einlassen als wenn du 60.000 € von ihm verlangst. Gleichzeitig wird er auch nicht versuchen, dich noch weiter auf 50.000 € runterzuhandeln. 

Tipp 5: Akzeptiere nie das erste Angebot

Wenn dir dein Chef ein Gegenangebot macht, heißt das, dass er bereit ist zu verhandeln. Das bedeutet für dich, dass du Verhandlungsspielraum hast. Deswegen solltest du das erste Gegenangebot nie akzeptieren. 

Tipp 6: Beginne Gehaltsverhandlungen schriftlich 

Bei schriftlichen Texten liegt der Fokus mehr aus sachlichen Argumenten. So ist der Chef weniger auf seinen Vorteil bedacht. 

In einer E-Mail kannst du das zum Beispiel so formulieren: 

„Vielen Dank für Ihr Jobangebot. Ich freue mich sehr, Ihr Team bereichern zu dürfen. Vorab möchte ich mit Ihnen meine Gehaltsvorstellungen besprechen. Aufgrund meiner langjährigen Berufserfahrung und meiner Qualifikationen halte ich ein Jahresgehalt von 70.000 € für angemessen. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden, die für beide Parteien vorteilhaft ist.“ 

„Das neue Projekt wird einen großen Beitrag bei der Steigerung des Jahresumsatzes leisten. Mein Angebot entspricht dem marktüblichen Gehalt in der Branche und in dieser Position. Ich bitte Sie, mein Angebot respektvoll zu überprüfen. Ich bin überzeugt, dass wir eine Vereinbarung treffen können, von der beide Seiten profitieren.“ 

Tipp 7: Nenne keine glatten Zahlen 

Nenne bei deinem Gehaltswunsch statt „50.000 € pro Jahr“ „49.640 € pro Jahr“. Das wirkt viel besser vorbereitet. Dein Chef bekommt den Eindruck, dass du „auf den Euro genau weißt, wie viel deine Arbeitskraft wert ist“. 

Tipp 8: Verlange irrwitzig viel 

Schlag einfach als Witz eine viel zu hohe Zahl vor, wie 200.000 € Jahresgehalt. Auch hier hast du wieder den Anker-Effekt und du wirst mehr verdienen. 

Wichtig ist hier aber, dass dein Chef auch wirklich versteht, dass du das als Witz meinst. Sonst wirkst du arrogant oder uninformiert. 

Tipp 9: Bitte deinen Chef am Anfang um einen Gefallen 

Wenn dir jemand einen Gefallen tut, dann wird dir die Person wahrscheinlicher auch einen zweiten Wunsch erfüllen. Das ist der sogenannte Benjamin-Franklin-Effekt. Bitte deinen Chef also vor der Gehaltsverhandlung um ein Glas Wasser und schon akzeptiert er wahrscheinlicher deinen Gehaltswunsch.

Tipp 10: Bringe deinen Chef dazu „ja“ zu sagen 

Bringe deinen Chef dazu, ein paarmal „Ja“ zu sagen, sodass er in Zustimmungslaune kommt. Das kannst du mit ganz banalen Fragen machen, wie „Haben Sie sich am Wochenende gut erholt?“ oder „Heute ist das Wetter aber schön, nicht wahr?“. Wichtig ist, dass der Chef mit „Ja“ antwortet. So schaffst du es, dass er auch bei der Gehaltsverhandlung wahrscheinlicher „Ja“ sagt. Dahinter verbirgt sich übrigens der Priming-Effekt

Tipp 11: Trete selbstbewusst auf

Verkaufe dich nicht unter Wert und verdeutliche deinem Vorgesetzten dein Wunschgehalt – du solltest dabei natürlich nicht unverschämt werden. Sei aber auch nicht zu schüchtern und defensiv, du willst ja schließlich verhandeln. 

Tipp 12: Mache rhetorische Pausen 

Schweigen ist eine hilfreiche und oft unterschätzt Verhandlungstaktik. Nenne deine Gehaltsvorstellung „Ich halte ein Brutto-Jahresgehalt von 50.000 € für angemessen.“ Danach schweigst du. Das zeigt deinem Chef, dass du weißt, was du willst und dass du fest entschlossen bist, dass du das Geld wert bist. Rede dich also nicht um Kopf und Kragen! 

Tipp 13: Höre deinem Chef aktiv zu

Versuche das, was dir dein Chef wirklich sagen will, zu verstehen und stelle dazu Rückfragen. So gewinnst du die Oberhand im Gespräch und bringst deinen Chef in die Defensive und in Erklärungsnot.  So kannst du mit systemischen Fragen das Gespräch zu deinen Gunsten lenken. Sei dabei aber nie aggressiv oder zu suggestiv.

Tipp 14: Spiegle das Verhalten deines Chefs

Wenn sich zwei Menschen sympathisch sind, harmonisiert sich deren Körpersprache und Verhalten. Das kannst du auch gezielt ausnutzen. Spiegle bewusst das Verhalten und die Wortwahl deines Chefs in der Gehaltsverhandlung. So signalisierst du deinem Gesprächspartner ganz subtil, dass ihr harmonisiert und euch sympathisch findet. Und so erfüllt er dir auch leichter deine Gehaltswünsche. Den Spiegeleffekt kannst du übrigens auch in vielen anderen Situationen, wie bei Vorstellungsgespräche, nutzen. Probier‘ es einfach mal aus!

Tipp 15: Entkräfte die Gegenargumente deines Vorgesetzten 

Häufig wird dein Chef versuchen, deinen Versuch, eine Gehaltsverhandlung zu starten, gleich mit Gegenargumenten abzuwürgen. Deswegen solltest du hier immer gleich Gegenargumente parat haben.

  • Fang gleich an mit: „Ich weiß, dass das Budget zurzeit knapp ist, aber genau das werde ich ja durch mein Projekt ändern.“ So nimmst du deinem Chef dieses Gegenargumente schon mal vorweg. 
  • Wenn dein Chef dir sagt, dass du „schon mehr Geld bekommst als es in der Position üblich ist“, solltest du davor gut recherchiert haben. Dann kannst du deinem Chef sagen: „Meinen Recherchen nach liegt mein aktuelles Gehalt unter dem Durchschnitt…“
  • Chef: „Wenn ich Ihnen mehr gebe, wollen Ihre Kollegen auch gleich mehr!“ Du: „Ich werde unsere Vereinbarung natürlich als diskret behandeln.“
  • Chef: „Ich kann Ihnen derzeit nicht mehr als 45.000 € anbieten.“ Du: „Das entspricht leider nicht meinen Gehaltsvorstellungen. Aufgrund meiner aktuellen Leistungen stelle mir 50.000 € vor. Was halten Sie davon?“
  • Chef: „In Ihrer Position können Sie leider nicht mehr Geld verdienen.“ Du: „Ich bin ebenfalls der Meinung, dass meine Leistung für eine Beförderung sprechen. Lassen Sie uns gerne über die nächsten Karriereschritte sprechen!“ 

Tipp 16: Bleibe flexibel

Wenn dein Arbeitgeber nicht bereit ist, dir mehr Geld zu zahlen, lohnt es sich oft auch, dass du ihm Alternativen vorschlägst wie Erfolgsprämien, mehr Urlaubstage, Rabatte, Gutscheine oder Benzingeld – sie sind für den Arbeitgeber oft steuerfrei. Deswegen kannst du deinem Chef so oft eher von der Gehaltserhöhung überzeugen. Außerdem kommst du ihm so entgegen. Jetzt ist er im Zugzwang und fühlt sich verpflichtet, dir auch etwas entgegenzukommen.

Tipp 17: Geld ist nicht alles

Schau nicht nur auf dein Brutto-Jahresgehalt. Auch andere Sonderleistungen können sehr attraktiv für dich sein. Beispiel hierfür sind: 

  • Weihnachtsgeld
  • Urlaubsgeld
  • Bonuszahlungen 
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Geldwerte Vorteile
  • Firmenwagen 
  • Diensthandy
  • Mehr Urlaubstage 
  • Erfolgsbeteiligungen
  • Home Office
  • Ein eigenes Büro

Tipp 18: Bewahre Ruhe

Bleib bis zum Schluss souverän und sachlich. Argumentiere stichhaltig und überzeuge mit deinen Leistungen. Sobald du emotional wirst, wirkst du weniger professionell und entschlossen.

Tipp 19: Sei gut vorbereitet 

Sei dir vor der Gehaltsverhandlung sicher, welche Gehaltsvorstellung du hast. Informiere dich dazu, wie viel du in deiner Position und mit deiner Qualifikation verdienen kannst. 

Tipp 20: Informiere dich über andere mögliche Stellen 

Wenn du unbedingt mehr Geld verdienen willst, dann informiere dich auch über mögliche andere Stellen in anderen Unternehmen. Die bieten dir oft mehr. Außerdem geht dein Chef wahrscheinlich eher auf deinen Gehaltswunsch ein, wenn er dich nur so um Unternehmen halten kann.

Gehaltsverhandlung Zeitpunkt

Du fragst dich, wann der beste Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung ist? Durch jede Gehaltserhöhung werden deine bisherigen Leistungen bestätigt.

Gute Zeitpunkte für eine Gehaltsverhandlung sind: 

  • Gehaltsverhandlung beim Einstieg in ein neues Unternehmen: Wenn du in einem neuen Unternehmen anfängst, dann musst du mein deinem neuen Chef natürlich auch über dein Gehalt verhandeln.
  • Gehaltsverhandlung nach der Probezeit: Am Ende deiner Probezeit hast du bewiesen, was du kannst und du hast jetzt mehr Erfahrung. Eine Gehaltserhöhung ist jetzt also auch oft angebracht. 
  • Gehaltsverhandlung beim Mitarbeitergespräch: Am Ende des Jahres sprichst du mit deinem Chef über deine Leistungen. Wenn du hier gut abschneidest, ist es oft auch Zeit für eine Gehaltserhöhung. 
  • Gehaltsverhandlung bei einer Beförderung: Wenn du befördert wirst, hast du danach in der Regel auch mehr Verantwortung. Dafür solltest du natürlich auch entsprechend entlohnt werden. 
  • Gehaltsverhandlung bei einer Versetzung: Wenn du die Abteilung wechselst oder neue Aufgaben bekommst, ist auch der richtige Zeitpunkt dafür, mehr Gehalt zu bekommen.
  • Gehaltsverhandlung bei einem neuen Arbeitsvertrag: Wenn du einen neuen Arbeitsvertrag erhältst, solltest du mit deinem Chef auch immer nochmal neu über dein Gehalt reden. 
  • Gehaltsverhandlung kurz vor Abschluss eines erfolgreichen Projektes: Der beste Zeitpunkt, um nach mehr Gehalt zu fragen ist, wenn das Ziel noch gerade so nicht erreicht wurde. 

Fehler bei der Gehaltsverhandlung 

Diese Fehler solltest du bei einer Gehaltsverhandlung unbedingt vermeiden: 

Fehler 1: Du hast keine guten Argumente

Am wichtigsten ist die Vorbereitung auf deine Gehaltsverhandlung. 

Gute Argumente sind zum Beispiel:

  • Umsatzsteigerungen
  • Kostensenkungen
  • Weiterentwicklung
  • Mehr Verantwortung
  • Mehr Leistung
  • Neue Aufgabenbereiche 

Schlechte Argumente sind zum Beispiel:

  • Private Kosten
  • Geplante Anschaffungen
  • Kollegenvergleiche
  • Mehr Stress
  • Kündigungsdrohung

Fehler 2: Falsches Timing 

Mache unbedingt einen Termin mit deinem Chef für ein Vier-Augen-Gespräch aus und frage ihn nicht wenn er dir gerade zufällig über den Weg läuft. Außerdem ist es hilfreich, wenn er gerade gute Laune hat. 

Fehler 3: Vergleichen mit Kollegen 

Der Vergleich mit Kollegen ist immer gefährlich. Vielleicht arbeiten die Kollegen, die mehr verdienen als du, einfach mehr, effizienter, effektiver oder fehlerfreier. Stelle lieber die Arbeit, die du selbst leistet, in den Vordergrund. 

Fehler 4: Zu viel Emotionen 

Bleib immer sachlich. Sei nicht beleidigt oder sauer. Wenn du emotional wirst, glaubt dein Chef, dass dir die sachlichen Argumente ausgegangen sind. Trete lieber selbstbewusst auf. 

Fehler 5: Erpressungsversuche 

Drohe deinen Chef nicht bei einer Gehaltsverhandlung – schon gar nicht mit einer Kündigung. Sage nur, dass du mit deinem aktuellen Gehalt unzufrieden bist.

Fehler 6: Fehlende Absicherung 

Schreibe gemeinsam mit eurem Chef unbedingt das Ergebnis in Form eines Ergebnisprotokolls auf. So kannst du sichergehen, dass du das bekommst, was ihr vereinbart habt. 

Fehler 7: Zu viel verlangen

Wenn du unverschämt viel verlangst, verlierst du oft die Chancen auf eine Gehaltserhöhung. Trotzdem solltest du Verhandlungsspielraum und natürlich etwas Puffer in dein erstes Angebot einplanen. 

Fehler 8: Verkaufe dich nicht unter Wert

Verlange aber auch nicht zu wenig. Sei dir bewusst darüber, wie viel deine Arbeitskraft wert ist. Wenn du dich zu billig verkaufst, dann verlierst du nicht nur Geld, sondern auch Respekt. Dein Chef wird dir auch bei zukünftigen Gehaltsverhandlungen immer weniger bieten. 

Fehler 9: Du hast ein sehr geringes Einstiegsgehalt 

Wichtig zu wissen ist, dass dein Gehalt meistens prozentual erhöht wird. Deswegen ist dein Einstiegsgehalt besonders wichtig. Schauen wir uns ein Beispiel dazu an. 

Sagen wir, du bekommst einmal ein Einstiegsgehalt von 30.000 € und einmal von 35.000 €. Nach 5 Jahren bekommst du 10 Prozent mehr Gehalt. 

    \[ 30000\,\euro{}\cdot \SI{10}{\percent} = 3000\,\euro{} \]

    \[ 35000\,\euro{}\cdot \SI{10}{\percent} = 3500\,\euro{} \]

Du siehst also, wenn du 5.000 € mehr Einstiegsgehalt hast, verdienst du nach einer Gehaltserhöhung von 10 % nochmal 500 € mehr. Über die Jahre wird der Unterschied dann immer größer.

In der Tabelle siehst du, wie sich dein Einstiegsgehalt in 40 Arbeitsjahren entwickelt. 

Gehaltsverhandlung, Einkommen, Gehaltserhöhung
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Gehaltsentwicklung bei Einstiegsgehalt 30.000€ und 35.000€

Gehaltsverhandlung Vorstellungsgespräch

Dein Einstiegsgehalt hat also einen großen Einfluss darauf, wie sich dein zukünftiges Gehalt entwickelt. Deswegen ist es besonders wichtig, dass du bei deinem Vorstellungsgespräch gut verhandelst und dein Wunschgehalt durchsetzt.

Hier haben wir ein paar Tipps für dich, wie dir das gelingt:

  • Sei gut vorbereitet auf dein Vorstellungsgespräch. Informiere dich, wie viel du durchschnittlich in der Position und mit deiner Qualifikation verdienst. 
  • Habe Geduld. Rede nicht sofort am Anfang über das Geld. Bringe deine Begeisterung und deine Motivation für den Job zum Ausdruck. Erst am Ende oder im zweiten Vorstellungsgespräch sollte es dann um das Geld gehen. 
  • Äußere präzise Wünsche: Sag deinem zukünftigen Chef genau, was du dir vorstellst. „Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei 54.670 € brutto pro Jahr.“ Gib keine Gehaltsspanne an. 
  • Sei ehrlich, aber selbstbewusst. Wenn dich dein zukünftiger Chef danach fragt, wie viel du in deiner vorherigen Position verdient hast, dann beantworte ihm die Frage ehrlich. Sag ihm aber auch ehrlich, wenn du findest, dass du dich bei deiner letzten Position unter Wert verkauft hast. 
  • Sei beharrlich. Wenn dir dein zukünftiger Chef ein zu geringes Angebot macht, bleibe ruhig. Oft wollen sie dich auch nur testen, wie du darauf reagierst. Wiederhole mit sachlichen Argumenten deine Gehaltsvorstellungen. 

Extrinsische Motivation

Mit dem Gehalt motiviert dich dein Chef übrigens extrinsisch, dass du deine Aufgaben gewissenhaft erfüllst. Wenn du jetzt erfahren möchtest, wie das genau funktioniert, schau dir unser Video zur extrinsischen Motivation an.

Zum Video: Extrinsische Motivation
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