Psychologie
Motivation & Organisation
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Extrinsische Motivation bringt dich dazu, Aufgaben zu erledigen, auf die du eigentlich gar keine Lust hast. Hier erklären wir dir, wer und was dich alles extrinsisch motivieren kann. Schau dir jetzt unser Video zu dem Thema an!

Extrinsische Motivation einfach erklärt

Extrinsische Motivation wird durch äußere Einflussfaktoren hervorgerufen und bringt dich dazu, eine Aufgabe zu erfüllen. Extrinsische Motive sind

  • der Wunsch nach einer Belohnung
  • der Wunsch nach Anerkennung  
  • das Vermeiden einer Bestrafung

Der Lohn bringt dich zum Beispiel dazu, täglich zur Arbeit zu gehen und die Angst vor schlechten Noten bringt dich dazu, auf eine Prüfung zu lernen.

Definition extrinsische Motivation

Extrinsische Motivation bedeutet, dass ein bestimmtes Verhalten nur durch äußere Reize — sogenannte extrinsische Anreize oder extrinsische Faktoren — hervorgerufen wird. 

Unterschied: Extrinsische und intrinsische Motivation 

Bei der extrinsischen Motivation bringen dich die äußeren Umstände dazu, eine bestimmte Aufgabe zu erledigen. Du machst die Aufgaben also nicht aus Spaß oder persönlichem Interesse. Wenn du eine Aufgabe aber erledigst, weil es die Freunde bereitet, dann bist du intrinsisch motiviert. Intrinsische Motivation ist die zweite Motivationsart, die es gibt.  Wenn du intrinsisch motiviert bist, dann brauchst du also keine Belohnungen, Bestätigungen oder Androhungen von Außen, um eine Aufgabe zu erfüllen. Wichtig ist aber, dass du in der Regel durch beide Arten der Motivation motiviert wirst — sie sind nur unterschiedlich stark ausgeprägt. 

Du möchtest noch mehr über die intrinsische Motivation erfahren? Schau dir jetzt unser Video dazu an! 

Zum Video: Intrinsische Motivation
Zum Video: Intrinsische Motivation

Extrinsische Motivation Beispiele 

Schauen wir uns jetzt drei Beispiele für Aufgaben an, die häufig aus extrinsischer Motivation und nicht aus intrinsischer Motivation gemacht werden: 

Beispiel Aufräumen: 

Beim Aufräumen und beim Staubsaugen haben wahrscheinlich die wenigsten von uns Spaß. Wir machen es nur, weil von der Gesellschaft erwartet wird, dass wir sauber und ordentlich sind. 

Beispiel Berufswahl: 

Bei der Wahl unserer Ausbildung, unseres Studiums oder unseres Jobs betrachten wir auch, wie viel Geld wir bei den verschiedenen Berufen verdienen. Das extrinsische Motiv „mehr Lohn“ bringt uns so vielleicht dazu, dass wir einen besser bezahlten Beruf einem anderen vorziehen, der uns mehr interessieren würde, aber bei dem die Verdienstmöglichkeiten eingeschränkter sind. 

Beispiel Sport: 

Häufig fangen wir an, Sport zu treiben, weil uns jemand sagt, dass wir gesünder leben sollten oder weil unsere Freunde uns zur Teilnahme auffordern. Diese extrinsischen Motive werden uns aber langfristig nicht dazu bringen, die Sportart regelmäßig auszuüben. Dazu müssen wir intrinsisch motiviert sein — wir müssen also Spaß dabei haben. 

Extrinsische Motive

Es gibt viele verschiedene extrinsische Motive / extrinsische Faktoren — also Quellen für deine extrinsische Motivation. Hier haben wir einige wichtige für dich zusammengefasst: 

  • Finanzieller / monetärer Anreiz (Lohn / Gehalt)
  • Belohnungen 
  • Lob, Anerkennung, Wertschätzung
  • Erwartung 
  • Angst und Furcht vor unangenehmen Konsequenzen und Nachteilen bei Nicht-Erfüllung 
  • Soziale Zugehörigkeit, Gruppenzwang 
  • Macht, Status, Einfluss

Extrinsisch motivieren im Alltag

Extrinsische Motivation bringt dich dazu, Aufgaben und Tätigkeiten zu erledigen, auf die du gar keine Lust hast. Du kannst sie also gezielt dafür nutzen, um deine Ziele zu erreichen. Wie du das machst, zeigen wir dir im Folgenden: 

  • Setze dir klare Ziele: Mache dir bewusst, was du mit einer Aufgabe erreichen willst.
  • Belohne dich für das Erfüllen einer Aufgabe: Wenn die Belohnung für die Erfüllung einer Aufgabe nicht von außen kommt, dann belohne dich einfach selbst, wenn du eine Aufgabe erfüllt hast. 
  • Mache die Aufgabe verbindlich: Erzähle deinen Bekannten / Kollegen / Freunden / Familienmitgliedern von den Aufgaben, die du heute noch erledigen willst. Dadurch fühlst du dich gleich viel stärker dazu verpflichtet — deine extrinsische Motivation wird größer. 
  • Mache dir die negativen Konsequenzen bewusst, wenn du die Aufgabe nicht erfüllst: Denke bewusst darüber nach, welche Nachteile du hast, wenn du die unangenehme Tätigkeit jetzt nicht ausführst. Gleich bist du extrinsisch motivierter. 

Nachteile von rein extrinsischer Motivation

Obwohl dir die extrinsische Motivation deinen Alltag in vielen Situationen erleichtern kann, hat sie auch einige Nachteile:

  • Extrinsische Motivation alleine führt nicht zu sehr viel höherer Leistungsbereitschaft und Engagement — dazu brauchst du vor allem intrinsische Motivation.
  • Wenn du langfristig nur extrinsisch motiviert bist, dann macht dich das unzufrieden, weil du nichts aus persönlicher Überzeugung machst. 
  • Verhalten, zu dem du nur extrinsisch motiviert wirst, wirst du nicht langfristig durchziehen. 

Bedürfnispyramide

Super! Wie Motivation durch externe Anreizen entsteht, weißt du jetzt. Schau dir jetzt unser Video zur Bedürfnispyramide von Maslow an und erfahre, wie du verschiedene Motive einzelnen Kategorien zuordnen kannst.

Zum Video: Bedürfnispyramide Maslow
Zum Video: Bedürfnispyramide Maslow

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