Zoologie
Fische
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Wie pflanzen sich Fische fort?

Ob im Aquarium, Gartenteich oder Ozean — Fische paaren sich das ganze Jahr über, um ihre nächste Generation zu sichern. Dabei haben Fische im Gegensatz zu vielen anderen Tieren einige spannende Fortpflanzungsstrategien entwickelt, um ihre Vermehrung so risikoarm wie möglich zu gestalten. Beispielsweise legen einige Fische sehr lange Strecken für die Fortpflanzung zurück!

Die Fortpflanzung und Entwicklung von Fischen findet vollständig im Wasser statt. Im Allgemeinen läuft die Fortpflanzung von Fischen in vier Schritten ab:

  1. Laichen
  2. äußere Befruchtung
  3. Brutpflege
  4. Schlüpfen und Heranwachsen

Die Fortpflanzung und Entwicklung der Fische haben wir hier am Beispiel des Lachses veranschaulicht. 

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Fortpflanzung und Entwicklung Lachs

Welche Besonderheiten es in den einzelnen Phasen gibt und wie die Fortpflanzung und Entwicklung der Fische genau funktioniert, erfährst du jetzt! Wenn du eine anschauliche Erklärung willst, schau dir unser Video dazu an!

Das Laichen

Die Fortpflanzung der Fische beginnt bei den Eiern des Weibchens. Denn sobald ein Fischweibchen geschlechtsreif ist, produziert es im Körper Eier. Die legt es zu bestimmten Zeiten ab. Den Prozess nennst du auch Laichen, da die abgelegten Eier auch als Laich bezeichnet werden.

Je nach Zeitpunkt des Ablegens unterscheidest du zwischen vier Arten

  • Frühjahrslaicher (z. B. Barsche)
  • Sommerlaicher (z. B. Karpfen)
  • Herbstlaicher (z. B. einige Heringsarten)
  • Winterlaicher (z. B. Bachforellen)

Neben dem Zeitpunkt des Laichens haben sich Fische auch noch in weiteren Punkten an ihren Lebensraum angepasst. Es gibt Fische, die ihre Eier an bestimmten Substraten, also einem festen Untergrund, wie beispielsweise Steinen befestigen (Substratlaicher oder auch Haftlaicher). Im Gegensatz dazu lassen andere Arten ihre Nachkommen auch einfach ins freie Gewässer ab (Freilaicher).

Zum Zeitpunkt der Eiablage sind die Eier allerdings noch nicht befruchtet. Dazu kommt es erst im nächsten Schritt.

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Die äußere Befruchtung

Unmittelbar nachdem das Weibchen die Eier an einer sicheren Stelle abgelegt hat, kommt es zur Befruchtung durch das Männchen.

Dazu gibt dieses seine Samenflüssigkeit, die es in seinen Keimdrüsen schon produziert hat, über den Laich. Je eine Samenzelle dringt dann in eine Eizelle ein und sie verschmelzen miteinander. Den Vorgang nennst du äußere Befruchtung, weil er nicht im Körper stattfindet, sondern außerhalb.

Gut zu wissen: Die meisten Fische pflanzen sich durch äußere Befruchtung fort und legen Eier. Jedoch gibt es ein paar Ausnahmen. Bei den lebendgebärenden Guppys beispielsweise findet die Befruchtung direkt im Körper des Weibchens statt.

Die Brutpflege

Nicht alle Fische betreiben Brutpflege, sondern lassen ihre Nachkommen selbstständig groß werden. Das heißt, dass sich die Eltern nach der Befruchtung nicht weiter um das Schicksal der Eier kümmern. Trotzdem haben Fische einige Methoden entwickelt, um die Fortpflanzung und Entwicklung der Fische so sicher wie möglich zu gestalten.

Solche Ausnahmen mit intensiver Brutpflege sind zum Beispiel der männliche Stichling, der ein Nest baut, in das das Weibchen die Eier ablegt. Nach der Befruchtung und auch darüber hinaus bewacht das Männchen die Eier. Andere Fische, darunter die Buntbarsche, schützen ihre Nachkommen in ihrem Maul. Deshalb nennst du sie auch Maulbrüter

Übrigens: Auch die Menge der Eier entscheidet sich durch die Art der Brutpflege. Der Stichling braucht beispielsweise viel weniger Eier als der Karpfen. Der entlässt seine Eier nämlich einfach ins Gewässer, wo Fressfeinde nur so auf sie warten. Es kommt also immer auf die Überlebenschance pro Ei an, wie viele davon letztendlich abgelegt werden.

Das Schlüpfen der Fischlarven

Meist schlüpfen die Fischlarven schon wenige Tage nach der Befruchtung. Am Anfang tragen sie noch ihren Dottersack am Bauch. Der versorgt die Fischlarven in den ersten Tagen mit wichtigen Nährstoffen, bis sie sich zu Jungfischen entwickeln und sich schließlich selbst ernähren können. 

Nach einigen Jahren sind die Fische geschlechtsreif und pflanzen sich selbst fort. 

Fische Fortpflanzung — Beispiele

Super! Schauen wir uns noch einige Beispiele zur Fisch Fortpflanzung an. Wie paaren sich Fische je nach Art? 

Lachse
Eine interessante Fortpflanzungsstrategie findest du bei den Lachsen. Die sonst im Meer lebenden Fische kehren nämlich zur Fortpflanzung an den Ort zurück, an dem sie geboren wurden. Die liegen in den Oberläufen von Flüssen, also im Süßwasser. Den Weg der Lachse dorthin nennst du Lachswanderung.

In den Flüssen findet dann der Laichprozess und die Befruchtung durch das Männchen statt. Da die Lachse auf ihrer Wanderung gegen die Strömung schwimmen müssen, sind sie meist sehr erschöpft. Deshalb sterben sie oftmals nach der Fortpflanzung.

Die Jungfische entwickeln sich die ersten zwei Jahre noch in den Flüssen, bis sie ihre Reise ins Meer antreten. 

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Lachswanderung

Aale
Auch die Aale legen eine Wanderung zurück, um sich zu paaren. Hier ist es aber genau andersrum: Sie wandern von ihrem Lebensraum im Süßwasser zur Fortpflanzung ins Meer. Zwischen Oktober und November ziehen die europäischen Aale los und schwimmen etwa ein bis anderthalb Jahre bis zur Sargassosee. Dort laichen sie in einer Tiefe von bis zu 2000 Metern! Nach der Fortpflanzung sind sie aber so erschöpft, dass sie sterben.

Fische Fortpflanzung — häufigste Fragen

  • Wie pflanzen sich Fische fort? 
    Fische pflanzen sich durch äußere Befruchtung fort. Das bedeutet, dass das Weibchen viele Eier ablegt, die dann durch das Männchen befruchtet werden können. Aus den Eiern entwickeln sich Fischlarven, die sich in der ersten Zeit noch vom Dottersack ernähren. Schließlich wachsen sie zu eigenständigen Jungtieren heran.

  • Was sind die Schritte der Fisch Fortpflanzung?
    Die Fisch-Fortpflanzung teilt sich in die Schritte Laichen, Befruchtung, Brutpflege und Schlüpfen auf.

  • Wie viele Eier legen Fische?
    Wie viele Eier Fische legen, kommt auf die Art der Brutpflege an. Fische, die eine intensive Brutpflege betreiben, legen sehr viel weniger Eier als Fische, die ihre Eier unbeaufsichtigt lassen. 

  • Wie bekommen Fische ihre Kinder?
    Die meisten Fische legen Eier, die dann von einem Männchen befruchtet werden. Es gibt aber auch lebendgebärende Fische, wie beispielsweise Guppys, Mollys, aber auch Haie. 

Nahrungskette

Super! Jetzt weißt du genau, wie die Fortpflanzung und Entwicklung der Fische funktioniert. Meistens schaffen es aber nicht alle Fischlarven zu überleben, denn in den Gewässern lauern überall Fressfeinde. Dann sind die Fischarven ein Teil der Nahrungskette. Was eine Nahrungskette ist, erfährst du hier !

zum Video: Nahrungskette
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