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Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter

Übersicht Gehalt

Scheidung, Autounfall oder Streit mit dem Vermieter – in einer Rechtsanwaltskanzlei bist du als Rechtsanwaltsfachangestellte Ansprechpartner Nummer 1 für alle Mandanten! Was du als Anwaltsgehilfin machst, was dich in deiner Ausbildung erwartet und wie viel du verdienst, zeigen wir dir hier% und in unserem Video.

Was machst du als Rechtsanwaltsfachangestellte/r? 

Als Rechtsanwaltsfachangestellte bist du die wichtigste Mitarbeiterin von Rechtsanwälten. Um die Mandanten, also die Kunden der Anwälte, kümmerst du dich von Anfang bis Ende des Auftrags.

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Deine wichtigsten Aufgaben als Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Dabei übernimmst du verschiedene Aufgaben: 

  • Termine vereinbaren: Will jemand einen Rechtsanwalt kontaktieren, landet man zunächst bei dir. Anrufe und E-Mails beantwortest du vertrauensvoll. Mit dem Terminkalender des Anwalts stets im Kopf, vereinbarst du einen Termin für ein erstes Gespräch zwischen Mandant und Anwalt. 

  • Rechtsanwalt informieren: Du berichtest dem Anwalt von Terminen, der Gerichtspost und auch von neuen Gesetzen. Nachdem der Anwalt mit den Mandaten gesprochen hat, leitet er dir alle Infos aus dem Gespräch weiter. Zusätzlich besprecht ihr, welche Dokumente du nun erstellen sollst. 

  • Mandantenakten führen: Alle Angaben und Dokumente zum Fall notierst du in der Mandantenakte. Das können Scheidungspapiere, Formulare zum Erbe oder Registerauszüge sein. Vor dem nächsten Gespräch mit dem Mandanten legst du dem Anwalt die vollständige Akte bereit.

  • Rechnungen erstellen: Der Anwalt berät die Mandanten natürlich nicht um sonst. Du berechnest, wie viele Stunden Arbeit der Fall des Mandanten beansprucht hat. Daraufhin erstellst du eine Rechnung und kontrollierst Zahlungen. 

„Rechtsanwaltsfachangestellte“ ist die offizielle Bezeichnung des Berufs. Oft wird dazu aber auch „Rechtsanwaltsgehilfin“ oder „Anwaltsgehilfin“ gesagt.

Was verdienst du als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?

Dein erstes Gehalt verdienst du schon während der Ausbildung. Lernst du in einer Anwaltskanzlei, die sich an die Empfehlung der Bundesrechtsanwaltskammer hält, dann landen im ersten Jahr schon 710 € auf deinem Konto. Im zweiten Lehrjahr liegt deine Ausbildungsvergütung dann bei 800 €. Im Abschlussjahr erhältst du dann sogar ganze 890 € im Monat. 

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Ausbildungs- und Einstiegsgehalt – Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Deine Karriere startest du mit einem durchschnittlichen Lohn von 2.230 €. Das Durchschnittsgehalt von Rechtsanwaltsfachangestellten liegt bei 2.640 € brutto pro Monat.  

Nach deiner Ausbildung hast du gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn jeder Anwalt braucht eine Gehilfin wie dich. Probleme bei der Suche nach einer Arbeitsstelle solltest du also keine haben. 

Passt die Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin zu dir?

Du verlierst eigentlich nie den Überblick? Mit deiner freundlichen Art bist du allen sympathisch? Gerichtsfälle findest du spannend? Dann scheint der Beruf der Rechtsanwaltsgehilfin gut zu dir zu passen! 

Mit unserem Selbst-Check kannst du schnell überprüfen, ob die Ausbildung das Richtige für dich ist:

✓ Genau dein Ding!  ✗ Nichts für dich! 
Du bist verantwortungsvoll und sorgfältig.  Du bist schnell gestresst und verlierst den Faden. 
Du bist freundlich und zuvorkommend.   Small-Talk ist nicht gerade deine Stärke. 
 Du bist ein echtes Organisationstalent.    Im Schreiben warst du schon immer eine Niete. 
 Fälle vor Gericht und Gesetze findest du spannend.  Büroarbeit ist für dich grauenvoll. 

Wie stehen deine Karrierechancen?

Gut! Denn du hast viele Möglichkeiten, die Karriereleiter weiter hinaufzuklettern. Nach deiner Ausbildung kannst du verschiedene Weiterbildungen absolvieren. Dadurch verdienst du nicht nur mehr, sondern darfst in deiner Kanzlei auch mehr Verantwortung übernehmen.

Fachwirt/in – Recht Als Fachwirt übernimmst du Führungsaufgaben in der Kanzlei. Außerdem stehst du dem Anwalt bei der Mandantenbetreuung zur Seite. So erhältst du bis zu 4.750 € monatlich. 
Betriebswirt/in – Recht  Betriebswirte beraten die Geschäftsleitung der Kanzlei in Sachen Recht und übernehmen die Führung in der Buchhaltung. Dabei kannst du mehr als 6.450 € monatlich verdienen. 
Studium – Rechtswissenschaft Hast du ein Abitur oder ein Fachabitur, kannst du nach deiner Ausbildung Rechtswissenschaft studieren. Damit kannst du als Rechtsanwältin arbeiten und mehr als 6.450 € im Monat bekommen. 

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Welche Voraussetzungen musst du erfüllen? 

Für die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. Allerdings stellen die meisten Kanzleien Azubis mit Mittlerer Reife (Realschulabschluss) oder Hochschulreife (Abitur) ein. Doch auch mit einem guten Hauptschulabschluss hast du Chancen auf einen Ausbildungsplatz. 

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Abschlüsse von Azubis – Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Zusätzlich solltest du Interesse an den folgenden Fächern mitbringen: 

  • Deutsch: In deine Verträge und E-Mails sollten sich keine Rechtschreibfehler einschleichen. 
  • Mathe: Vor allem das Prozentrechnen wird dir beim Erstellen von Rechnungen begegnen. 
  • Englisch: Um dich mit internationalen Kunden zu verständigen, solltest du Englisch sprechen. 

Wo arbeitest du als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?

Die meisten Rechtsanwaltsfachangestellten arbeiten in Rechtsanwaltskanzleien. Außerdem findest du auch Arbeit in Unternehmen, die sich um Finanzen und Rechnungen kümmern. Dazu gehören: 

  • Steuerberatungen 
    Das sind Unternehmen, die für andere die Steuer machen. Dabei müssen sie sich natürlich an das deutsche Steuerrecht halten und dürfen keine Steuern hinterziehen. 

  • Inkassobüros und Mahnabteilungen von Versandhäusern/Banken/Versicherungen
    Wenn Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen, werden genau solche Unternehmen eingeschaltet. Sie verschicken Mahnungen und führen Zwangsvollstreckungen durch, bis das Geld da ist. 

  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
    Jedes Unternehmen muss seine Kosten und seine Gewinne in einer sogenannten Gewinn- und Verlustrechnung notieren. Diese Zahlen werden dann von Wirtschaftsprüfern kontrolliert. 

Wie sind deine Arbeitszeiten als Rechtsanwaltsfachangestellte/r?

Deine Arbeitszeiten orientieren sich an einer klassischen 40-Stunden-Woche. Das heißt, dass du jede Woche 5 Tage arbeitest und am Wochenende meist frei hast!

Manchmal müssen Dokumente bis zu einer bestimmten Frist fertiggestellt werden. Dann kann es sein, dass du auch mal ein paar Überstunden arbeitest. Diese bekommst du aber natürlich bezahlt. 

Wie läuft deine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin ab?

Die Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin dauert 3 Jahre und ist dual aufgebaut. Das heißt, du verbringst die Ausbildung in der Berufsschule und in deinem Betrieb, einer Kanzlei. So lernst du deinen späteren Berufsalltag schon früh kennen. Hast du ein Abitur, kannst du die Ausbildungszeit sogar auf 2 Jahre verkürzen. 

Nach deiner erfolgreich abgeschlossenen Abschlussprüfung bist du staatlich anerkannte Rechtsanwaltsfachangestellte oder staatlich anerkannter Rechtsanwaltsfachangestellter

Was lernst du in der Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten?

Während deiner Ausbildung lernst du in der Berufsschule, wie du einen Anwalt bestmöglich unterstützt. Dein Wissen darfst du im Betrieb, also in der Anwaltskanzlei, dann direkt umsetzen. 

Jahr In der Berufsschule Im Betrieb 
1
  • Wie ist eine Anwaltskanzlei aufgebaut?
  • Welche Gesetze gelten in Deutschland?
  • Wie formuliere ich E-Mails an Mandanten?
  • Du betreust Mandanten. 
  • Du kontrollierst Rechnungen. 
  • Anrufe von Mandanten nimmst du entgegen. 
  Zwischenprüfung
2
  • Wie leite ich Personal?
  • Wie werden Aufträge bearbeitet?
  • Was gehört alles in die Mandantenakte?
  • Mandantenakten bereitest du vor. 
  • Du arbeitest im Team zusammen.
  • Du organisierst Dokumente. 
3
  • Was ist die Zwangsvollstreckung?
  • Wann gilt das Erbrecht? 
  • Wie kommuniziere ich mit dem Gericht?
  • Du bearbeitest verschiedene Fälle.
  • Du erklärst Mandanten, was auf sie zukommt. 
  • Bei Gerichtsterminen begleitest du den Anwalt. 
  Abschlussprüfung

Büroluft und eine gute Work-Life-Balance klingen super für dich? Dann kommt für dich auch die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement In Frage!  %Thumbnail Verweis

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