Mikroökonomie

Öffentliche Güter

Was sind öffentliche Güter? Im folgenden Beitrag erklären wir dir Schritt für Schritt, was damit gemeint ist.

Erklärung der öffentlichen Güter

Um das zu bewerten, überlegen wir zuerst, was man unter öffentlichen Gütern genau versteht. Üblicherweise bezeichnet man Güter als öffentlich, wenn sie nicht exklusiv und unteilbar sind. Nicht exklusiv bedeutet hier, dass niemand von dem Konsum des Gutes ausgeschlossen werden kann. Wir gehen also davon aus, dass auch Personen, die einen bestimmten Preis nicht zahlen können, trotzdem in den Genuss des Nutzens kommen.

Beispiele öffentliche Güter

Ein klassisches Beispiel dafür ist saubere Luft. Jeder Mensch muss Zugang zu sauberer Luft haben, unabhängig von seinen Zahlungsmöglichkeiten. Unter unteilbar versteht man, dass der Konsum von Person A die verfügbare Menge für Person B nicht einschränkt. Du siehst, dass das bei frischer Luft üblicherweise auch der Fall ist, da du anderen Personen die Luft nicht „wegatmen“ kannst.

Beispiel öffentliche Güter
Beispiel öffentliche Güter

Weitere Beispiele für öffentliche Güter sind subjektiv schöne Landschaften oder auch die Biodiversität. Hier gehen wir ebenfalls davon aus, dass der Konsum passiv geschieht und vom Gut nichts verschwindet. Betrachten wir für die Biodiversität erneut unsere Graphik und überlegen, wie sich die effiziente Allokation ergibt. Dafür betrachten wir zwei Personen und deren individuelle Zahlungsbereitschaft für eine bestimmte Menge an Biodiversität. Person A interessiert sich wenig für die Natur, Person B erhält aus der gleichen Menge einen größeren Nutzen, da sie ein großer Schmetterlingfan ist. Die beiden Kurven sehen dann so aus:

Effiziente Allokation
Effiziente Allokation

Summieren wir jetzt die beiden Kurven und legen sie übereinander, erhalten wir eine neue Kurve, die beide Nutzenfunktionen abbildet. Die Angebotskurve tragen wir als Gerade ein, da das Angebot ja immer auch die Grenzkosten abbildet. Diese nehmen wir für unser Beispiel als konstant an. Hier können wir jetzt ganz einfach wieder den Schnittpunkt mit der Angebotskurve ermitteln und erhalten darüber die optimale Allokation.  An diesem Punkt sind also die Personen A und B abgebildet.

Schnittpunkt
Schnittpunkt

Du merkst bestimmt schon, dass diese Darstellung für größere Personengruppen schwierig wird und nur durch eingehende vereinfachende Annahmen funktioniert. Wir wollen es deswegen bei unserer Betrachtung belassen und uns merken:

Öffentliche Güter lassen sich nicht über die konventionellen Marktmechanismen regeln und können damit neben den externen Effekten auch als Marktversagen bezeichnet werden.

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