Die Kontingenztabelle wird hier einfach und anschaulich erklärt. Zuerst werden wir eine Kontingenztabelle erstellen und klären anhand eines Beispiels, wie man mit dieser die Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens zweier Merkmale berechnen kann.
Genug gelesen? Lehn dich zurück und lass dir von unserem Video alles erklären, was du zur Kontingenztabelle wissen musst!
Inhaltsübersicht
Kontingenztabelle Statistik
Die Kontingenztabelle oder auch Kreuztabelle stellt die Häufigkeiten zweier verknüpfter Merkmale X und Y dar. Folglich ist die Kontingenz die Häufigkeit des gemeinsamen Auftretens zweier Merkmale. Diese bestimmten Zusammenhänge zwischen verschiedenen Merkmalsausprägungen werden tabellarisch festgehalten.
Formal sieht die Kontingenztafel dann so aus:
H steht hierbei für die jeweiligen Häufigkeiten. Die erste Zahl im Index, i, gibt die Zeile an und die zweite Zahl, j, die Spalte.
Randhäufigkeiten Kontingenztabelle
Jetzt können wir die Tabelle noch um ihre Randhäufigkeiten ergänzen. Dies tun wir, indem wir die Summe der einzelnen Zeilen beziehungsweise Spalten bilden. Abgekürzt wird das Ganze mit einem Punkt. Er drückt nichts anders als die Summenbildung in der jeweiligen Spalte oder Zeile aus.
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2×2 Kontingenztabelle
Diese Art von Tabelle mag dir auf den ersten Blick ziemlich kompliziert vorkommen, aber eigentlich kennst du sie schon seit deiner Schulzeit. Richtig gehört! Denn ein Sonderfall der Kontingenztafel ist die Vier-Felder-Tafel. Die einzige Neuerung ist, dass wir nun mehr als zwei verschiedene Ausprägungen darstellen können.
Kontingenztabelle Beispiel
So, dann sehen wir uns doch mal ein Beispiel dazu an: Wir befragen 400 Personen nach ihrem Schulabschluss und ihrem monatlichen Einkommen und erhalten diese Werte.
Hier kann man herauslesen, dass 5 der 400 befragten Personen mit Hauptschulabschluss ein Einkommen haben, welches höher als 5000 € ist.
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Umwandeln der absoluten in relative Häufigkeiten in der Kontingenztafel
Du kannst die Kontingenztabelle auch mit ihren relativen Häufigkeiten beschriften, indem du jede einzelne Merkmalsausprägung durch n teilst. In diesem Fall teilst du also durch 400:
Super, jetzt weißt du schonmal, wie eine Kontingenztafel aussieht. Wir machen aber noch weiter und erklären dir, was es mit den Begriffen Unabhängigkeit und bedingte Häufigkeit auf sich hat.
Unabhängigkeit und bedingte Häufigkeit
Unabhängig ist deine Tabelle, wenn die Höhe des Einkommens nicht mit der Art des Schulabschlusses zusammenhängt. Für die Unabhängigkeit muss folgende Gleichung für jede Zelle aufgehen.

Anders gesagt: Sobald die Gleichung für eine der Zellen nicht aufgeht, hast du eine Abhängigkeit der betrachteten Merkmale bewiesen. Achte darauf, dass wir hier mit den absoluten Häufigkeiten rechnen. Wenn du eine Tabelle mit relativen Häufigkeiten vorliegen hast, sieht die Formel so aus:

Für die erste Zelle in unserem Beispiel hieße das:

Wir brauchen also gar nicht weiterzurechnen. Unsere Gleichung geht nicht auf. Das heißt, die Höhe des Einkommens hängt von der Art des Schulabschlusses ab, was ja auch der Realität entspricht.
Definition der bedingten Häufigkeit
Machen wir deshalb direkt weiter: Die bedingte Häufigkeit drückt die Ausprägung eines Merkmals aus, wobei die Ausprägung des anderen Merkmals bereits gegeben ist. Klingt ziemlich kompliziert, oder? Ist es aber eigentlich gar nicht.
Nehmen wir an, du möchtest wissen, wie viel Prozent der Abiturienten mehr als 5000 Euro im Monat verdienen. Genau dafür nutzen wir die bedingte Häufigkeit. Um sie zu berechnen, teilen wir die Werte der Merkmalsausprägungen nicht mehr durch die Gesamtanzahl, sondern durch die Randhäufigkeiten der betrachteten Spalte oder Zeile. Mathematisch drückst du das so aus:
Spalte: 
Zeile: 
Da wir in unserem Beispiel die Zeile der Gymnasialabsolventen bedingen, rechnen wir mit der zweiten Formel:

17,5% aller Abiturienten verdienen monatlich mehr als 5000 Euro.
Damit hast du die Kontingenztafel oder auch Kreuztabelle kennengelernt, kannst sie auf Unabhängigkeit prüfen und die bedingten Häufigkeiten berechnen.
Kontingenztabelle — häufigste Fragen
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Kontingenztabelle — häufigste Fragen
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Was ist eine Kontingenztafel?Eine Kontingenztafel (Kreuztabelle) ist eine Tabelle, die zeigt, wie oft zwei Merkmale gemeinsam in bestimmten Ausprägungen auftreten. In den Zellen stehen die Häufigkeiten für jeweils eine Kombination aus Zeile und Spalte. An den Rändern stehen die Summen über Zeilen bzw. Spalten.
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Wie berechnet man Randhäufigkeiten in einer Kontingenztabelle?Randhäufigkeiten berechnet man, indem man die Werte jeder Zeile zu einer Zeilensumme und die Werte jeder Spalte zu einer Spaltensumme addiert. Konkret: Stehen in einer Zeile die Zellenwerte 12, 8 und 5, dann ist die Randhäufigkeit dieser Zeile 12 + 8 + 5 = 25.
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Wann benutzt man relative statt bedingte Häufigkeiten?Relative Häufigkeiten benutzt man, wenn ein Anteil auf die gesamte Stichprobe bezogen sein soll. Bedingte Häufigkeiten benutzt man, wenn der Anteil nur innerhalb einer fest gewählten Gruppe aus einer Zeile oder Spalte gemeint ist. Beispiel: „Anteil mit Einkommen > 5000 € unter den Abiturienten“ wird als 35/200 = 0,175 gerechnet.
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Wie prüft man mit einer Kontingenztabelle, ob zwei Merkmale unabhängig sind?Unabhängigkeit prüft man, indem man für eine Zelle den erwarteten Wert aus Zeilen- und Spaltenrand berechnet und ihn mit dem Tabellenwert vergleicht. Bei relativen Häufigkeiten gilt dafür
. Beispiel:
ist ungleich
, also nicht unabhängig.
Häufigkeitstabellen verstehen
Die Kontingenztabelle gehört zu den Häufigkeitstabellen und zeigt, wie zwei Merkmale in einer Stichprobe zusammenhängen. Wer sich mit Häufigkeitstabellen beschäftigt, ordnet Werte in Zeilen und Spalten und vergleicht absolute, relative und bedingte Häufigkeiten. So wird klar, wie du Verteilungen liest und Zusammenhänge zwischen Merkmalen besser einordnest. Im Statistikbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.