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Farben sind entscheidend für die Wirkung eines Bildes. Welche Rolle dabei der Komplementärkontrast spielt, erfährst du im Beitrag und im Video !

Inhaltsübersicht

Was ist ein Komplementärkontrast?

Ein Komplementärkontrast entsteht durch die Kombination von Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen.

Ein Beispiel für einen Komplementärkontrast ist die Kombination der Farben Rot und Grün. Im Farbkreis befinden sie sich genau auf der gegenüberliegenden Seite. Verwendest du die beiden Komplementärfarben zusammen in einem Bild, bilden sie einen starken Kontrast.

Sieh dir den Farbkreis an, um noch mehr komplementäre Farbpaare zu finden:

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Farbkreis nach Itten

Wie du erkennen kannst, hat jede Farbe nur eine komplementäre Farbe.

Komplementäre Farben

Zu den Grundfarben zählst du die Farben Rot, Gelb und Blau. Du findest sie in der Mitte vom Farbkreis nach Itten. Die komplementären Farben der Grundfarben sind:

RotGrün
GelbViolett
Blau Orange

Schaust du dir den Farbkreis genauer an, kannst du feststellen, dass die komplementären Farben immer aus einer Mischung der drei Grundfarben bestehen.

So entsteht aus der Mischung von Blau und Gelb die Farbe Grün. Grün bildet wiederum die Komplementärfarbe zu Rot:

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Farbpaar Rot – Grün

Mischst du Blau und Rot, erhältst du die Farbe Violett. Violett ist die komplementäre Farbe zu Gelb.

Bei der Komplementärfarbe zu Blau funktioniert es genauso. Orange entsteht durch die Mischung von Gelb und Rot.

Stehen die Komplementärfarben nebeneinander, bilden sie einen Kontrast. Vermischst du jedoch die Farben miteinander, passiert das Gegenteil: Du erhältst eine graue Farbe.

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Wirkung von Komplementärkontrasten

Komplementärkontraste kannst du verwenden, um ein bestimmtes Detail im Bild oder eine Farbe hervorzuheben. Außerdem sorgen sie für Spannung im Bild, wodurch es dynamischer wirkt.

Schau dir die Beispiele von bekannten Kunstwerken an, um die Wirkung zu sehen:

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Vincent van Gogh: „Das Nachtcafé“ (1888)

In Vincent Van Goghs bekanntem Bild „Das Nachtcafé“ kannst du sehr gut den Einsatz von Komplementärkontrasten sehen. Der blau-violette Nachthimmel steht in starkem Kontrast zu dem gelb-orange beleuchteten Café.

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Agnolo Bronzino: „A Young Woman and Her Little Boy“ (1540)

Auch im Werk von Agnolo Bronzino kannst du den starken Kontrast des grünen Hintergrunds und des roten Kleides sehen.

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Edvard Munch: „Der Schrei“ (1893)

Edvard Munch arbeitete in seinem expressionistischen Werk „Der Schrei“ mit dem Kontrast zwischen Gelb und Blau. Für die restlichen Bildelemente hat er die Komplementärfarben miteinander vermischt, um damit verschiedene Grautöne zu erzeugen. Die Grautöne sorgen im Bild für Schattierungen und Abstufungen

Auch räumliche Tiefe lässt sich durch die Verwendung von Komplementärfarben erzeugen. Wenn du blassere Farben im Hintergrund und kräftige Farben im Vordergrund einsetzt, entsteht der Eindruck von Distanz.

Expressionismus

Komplementärkontraste wurden auch im Expressionismus gern verwendet. Was diese Kunstepoche ausmacht, erfährst du hier.  

Zum Video: Expressionismus (Kunst)
Zum Video: Expressionismus (Kunst)

Komplementärkontrast — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was sind Komplementärfarben?
    Komplementärfarben sind Farben, die sich im Farbkreis direkt gegenüberliegen. Man erkennt sie, indem man eine Farbe im Farbkreis sucht und dann die Farbe auf der genau gegenüberliegenden Seite nimmt. Zusammen eingesetzt wirken sie besonders kontrastreich, zum Beispiel Rot und Grün.
  • Was sind die Komplementärfarben?
    Die Komplementärfarben (nach dem Farbkreis von Johann Itten) sind die Farbpaare Rot–Grün, Gelb–Violett und Blau–Orange. Jedes dieser Paare liegt im Farbkreis genau gegenüber. Zu jeder Farbe gibt es dabei nur eine einzige Komplementärfarbe.
  • Was passiert, wenn man Komplementärfarben mischt?
    Beim Mischen von Komplementärfarben entsteht eine graue, unbunte Farbe. Das ist das Gegenteil von der Wirkung, wenn Komplementärfarben nebeneinander stehen, denn dann sieht man einen starken Kontrast. Grau entsteht, weil sich die beiden Farben beim Mischen gegenseitig ausgleichen.

Farben verstehen

Der Komplementärkontrast gehört zur Farbenlehre und zeigt, wie stark Farben in einem Bild wirken können. Wer sich mit Farben beschäftigt, schaut sich Farbkreise, Farbpaare und die Wirkung von Farben im Bild an. Dabei wird klar, wie Kontraste Teile im Bild hervorheben und warum Farben Spannung oder Tiefe erzeugen. Im Allgemeinwissensbereich findest du passende Videos zu diesem und verwandten Themen.

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