Genetik
Gentechnik - Anwendungen und Methoden
 – Video

Das therapeutische Klonen ist eine Art des Klonens und dient der medizinischen Therapie. Was genau du dir darunter vorstellen kannst, lernst du in diesem Beitrag. Hier kommst du direkt zu unserem Video , falls du nicht den ganzen Artikel lesen möchtest.

Therapeutisches Klonen einfach erklärt

Das Ziel des therapeutischen Klonens ist es, aus dem Erbgut eines Menschen neues Gewebe zu züchten. Dazu setzt man den Zellkern einer Körperzelle in eine Eizelle ein. Daraus bildet sich ein geklonter Embryo. Zu einem frühen Zeitpunkt kannst du aus ihm Stammzellen entnehmen. Die Stammzellen können sich dann zu neuen Geweben entwickeln. Damit kannst du zum Beispiel Patienten mit Hautverbrennungen helfen. 

Ein andere Art des Klonens   ist das reproduktive Klonen. Dabei wird der geklonte Embryo nicht zerstört, sondern in eine Gebärmutter eingesetzt. So entsteht eine identische Kopie des Spenders (Klon). 

Therapeutisches Klonen Definition

Das Therapeutische Klonen beschreibt die Züchtung neuer Gewebe aus künstlich hergestellten embryonalen Stammzellen. 

Therapeutisches Klonen Ablauf

Beim therapeutischen Klonen geht es darum, zu einem Spender identisches Gewebe herzustellen. Dazu benötigst du die Erbinformation dieser Person. Die Erbinformation (DNA ) ist im Zellkern gespeichert. Daher setzt du den Zellkern aus der Körperzelle eines Spenders in eine entkernte weibliche Eizelle ein. Den Vorgang nennst du auch Zellkerntransfer

Dann regst du die Eizelle zur Teilung an, damit sich ein Embryo entwickelt. In einem sehr frühen Stadium der Entwicklung zerstörst du den Embryo und entnimmst Zellen, um daraus neue Gewebe herzustellen. Du nennst die Zellen  daher auch embryonale Stammzellen. Sie haben die Fähigkeit sich zu jeglicher Art von Körperzelle zu entwickeln. Das liegt daran, dass die Zellen sich noch nicht spezialisiert haben. Du kannst zum Beispiel Haut-, Blut- oder Nervenzellen bilden, um damit Patienten zu behandeln.

Körperzelle, Zellkern, Eizelle, Klon, Embryo, Blastozyste, Gewebezucht
direkt ins Video springen
therapeutisches und reproduktives Klonen

Therapeutisches und Reproduktives Klonen

Grundsätzlich ist das Verfahren des therapeutischen und des reproduktiven Klonens bis zur Herstellung eines Embryos das Gleiche. Danach unterscheidet sich allerdings das weitere Vorgehen. Das Ziel des therapeutischen Klonens ist die Herstellung neuer Gewebe. Dagegen ist das Ziel des reproduktiven Klonens die Herstellung ganzer, genetisch identischer, Organismen. Deshalb wird der Embryo beim reproduktiven Klonen nicht zerstört, sondern in eine Gebärmutter eingesetzt. Dann entwickelt sich ein neuer Organismus mit den gleichen Erbinformationen, die auch der Zellkern-Spender hat. Es ist also ein erbgleicher Nachkomme. 

Mithilfe des reproduktiven Klonens haben Wissenschaftler schon mehrmals erfolgreich Tiere geklont. Das erste Tier, das so geboren wurde, ist das Schaf „Dolly“

Klon, Leihmutter, Gewebezucht, embryonale Stammzellen, therapeutisches Klonen, reproduktives Klonen
direkt ins Video springen
therapeutisches und reproduktives Klonen

Therapeutisches Klonen Pro und Kontra

Das therapeutische Klonen ist bisher vor allem an Tieren erprobt. Es besitzt aber großes Potential zur Behandlung vieler Krankheiten, wie Herzerkrankungen, Diabetes oder Parkinson. Bei einer Transplantation ist der Vorteil, dass du Abstoßungsreaktionen und Organmangel vermeiden kannst. 

Allerdings müssen zur Gewinnung der embryonalen Stammzellen die Embryos zerstört werden. Deshalb ist das Klonen menschlicher Embryonen in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten. Willst du noch mehr über das Klonen erfahren, dann haben wir hier genau das Richtige für dich!

Zum Video: Klonen
Zum Video: Klonen

Hallo, leider nutzt du einen AdBlocker.

Auf Studyflix bieten wir dir kostenlos hochwertige Bildung an. Dies können wir nur durch die Unterstützung unserer Werbepartner tun.

Schalte bitte deinen Adblocker für Studyflix aus oder füge uns zu deinen Ausnahmen hinzu. Das tut dir nicht weh und hilft uns weiter.

Danke!
Dein Studyflix-Team

Wenn du nicht weißt, wie du deinen Adblocker deaktivierst oder Studyflix zu den Ausnahmen hinzufügst, findest du hier eine kurze Anleitung. Bitte lade anschließend die Seite neu.