Das Tuckman-Phasenmodell hilft dir, Teamdynamiken einzuordnen und passende Maßnahmen zu wählen. Hier und im Video erfährst du, wie es funktioniert.

Inhaltsübersicht

Was ist das Tuckman-Phasenmodell?

Das Phasenmodell nach Tuckman beschreibt fünf aufeinanderfolgende Entwicklungsstadien, die Teams von ihrer Gründung bis zur Auflösung durchlaufen: Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning.

Die Grafik zeigt die 5 Phasen nach Tuckman, die ein Team von der Gründung bis zur Auflösung durchläuft: Forming, Storming, Norming, Performing und Adjourning
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Phasenmodell nach Tuckman

Mithilfe des Modells können Führungskräfte die aktuelle Entwicklungsphase ihres Teams erkennen. So können sie den Teambuilding-Prozess und das gemeinsame Arbeiten in jeder Stufe gezielt unterstützen.

Wie erkennst du Forming im Tuckman-Modell?

Ein Team befindet sich in der Forming-Phase,  wenn es sich zum ersten Mal trifft.

Typische Merkmalen sind:

  • Viele Verständnisfragen zu Zielen, Aufgaben und Erwartungen
  • Starke Orientierung an der Teamleitung
  • Unsicherheit über Rollen und Zuständigkeiten

Ziel: Klare Orientierung

Drei Maßnahmen helfen dir dabei, Forming erfolgreich abzuschließen:

Ziele und Erwartungen sichtbar machen: Halte Projektziele schriftlich fest und teile sie mit dem Team
Rollen und Ansprechwege klären: Lege fest, wer wofür zuständig ist und an wen sich das Team wenden kann
Klein starten mit Feedback: Vergib kleine Arbeitspakete und hole nach kurzer Zeit gezielt Rückmeldung ein

Studyflix vernetzt: Hier ein Video aus einem anderen Bereich

Wie erkennst du Storming im Tuckman-Modell?

Nach dem vorsichtigen Kennenlernen in der Forming-Phase werden Unterschiede im Team sichtbarer.

Typische Erkennungsmerkmale sind:

  • Offene Konflikte um Rollen und Zuständigkeiten
  • Unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationsstile prallen aufeinander
  • Erhöhte emotionale Spannung im Team

Ziel: Harmonisches Miteinander

Folgende Maßnahmen helfen dir, Storming erfolgreich zu gestalten:

Gesprächsregeln vereinbaren: Legt fest, wie das Team miteinander diskutiert — zum Beispiel: ausreden lassen, sachlich bleiben
Themen bündeln und priorisieren: Sammle offene Konfliktpunkte und bearbeite sie nacheinander 

Wie erkennst du Norming im Tuckman-Modell?

Norming ist die Phase der Stabilisierung. Die Auseinandersetzungen sind abgeklungen und das Team beginnt, verlässlicher zusammenzuarbeiten. 

Typische Merkmale sind:

  • Rollen sind akzeptiert und werden nicht mehr in Frage gestellt
  • Abläufe und Standards haben sich eingespielt
  • Das Team koordiniert sich zunehmend selbst

Ziel: Stabile Grundlage für gemeinsame Leistung 

Drei Maßnahmen helfen dir, Norming erfolgreich abzuschließen:

Teamregeln schriftlich fixieren: Halte vereinbarte Spielregeln fest — zum Beispiel in einem kurzen Teamdokument 
Check-ins und Retros verankern: Plane regelmäßige kurze Abstimmungsrunden ein, um früh zu merken, wenn etwas nicht funktioniert
Aufgaben, Rollen und Ziele dokumentieren: Legt schriftlich fest, wer wofür zuständig ist, wo Schnittstellen liegen und was ein gutes Ergebnis ausmacht

Wie erkennst du Performing im Tuckman-Modell?

In der Phase des Performing werden Hochleistungen erbracht und das Team benötigt keine ständige Anleitung mehr.

Typische Erkennungsmerkmale sind:

  • Das Team löst Probleme eigenständig
  • Qualität und Produktivität sind hoch und stabil
  • Mitglieder vertrauen einander und geben sich offen Feedback

Ziel: Stabile, eigenständige Leistungserbringung

Folgende Maßnahmen helfen dir, Performing erfolgreich zu gestalten:

Hindernisse aus dem Weg räumen: Identifiziere, was das Team ausbremst, und löse diese Blockaden systematisch
Ressourcen sichern: Stelle sicher, dass das Team Zugang zu allem hat, was es für seine Arbeit braucht
Verbesserung und Transparenz fördern: Macht Ergebnisse sichtbar und schafft Raum für kontinuierliche Verbesserung

Wie erkennst du Adjourning im Tuckman-Modell?

Adjourning ist die Phase des geordneten Abschlusses, wenn das Team die Aufgabe erfüllt hat. Wissen, Beziehungen und Erfahrungen bleiben aber erhalten.

Typische Merkmale sind:

  • Das Projektziel ist erreicht und Aufgaben laufen aus
  • Im Team entstehen emotionale Reaktionen — Stolz auf das Erreichte, aber auch Wehmut über das Ende der Zusammenarbeit
  • Die Energie und der Fokus nehmen merklich ab

Ziel: Sauberer Abschluss

Drei Maßnahmen helfen dir, Adjourning erfolgreich abzuschließen:

Abschlussreview durchführen: Halte fest, was gut lief und was du beim nächsten Mal anders machen würdest — sogenannte „Lessons Learned“
Dokumentation und Übergabe sichern: Sorge dafür, dass alle wichtigen Ergebnisse zentral abgelegt und für Nachfolger zugänglich sind
Leistung anerkennen: Würdige die geleistete Arbeit im Team

Situativer Führungsstil

Das Tuckman-Modell zeigt dir, in welcher Phase dein Team steckt. Doch die richtige Maßnahme hängt von deinem Führungsverhalten ab. Wie du deine Führung je nach Teamreife anpasst, erfährst du in unserem Artikel zum situativen Führungsstil.

Zum Video: Situativer Führungsstil
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Das Tuckman-Modell zeigt dir, in welcher Phase dein Team steckt. Doch die richtige Maßnahme hängt von deinem Führungsverhalten ab. Wie du deine Führung je nach Teamreife anpasst, erfährst du in unserem Artikel zum situativen Führungsstil.

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