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Wie du das Imparfait im Französischen bildest und verwendest, zeigen wir dir hier und in diesem Video!

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Inhaltsübersicht

Was ist das Imparfait?

Das Imparfait ist eine französische Vergangenheitsform. Du benutzt sie, wenn du von etwas erzählst, das früher immer wieder passiert ist oder länger andauerte — zum Beispiel alte Gewohnheiten oder Abläufe.

Besonders in der Schriftsprache brauchst du das Imparfait für Geschichten oder Berichte in der Vergangenheit.

➡️ Beispiel

Quand j’étais petit, je jouais tous les jours au foot. (Als ich klein war, habe ich jeden Tag Fußball gespielt.)
Il faisait toujours froid en hiver.
(Im Winter war es immer kalt.)

Wann verwendest du das Imparfait?

Du verwendest das französische Imparfait bei …

  • Gewohnheiten oder wiederholten Handlungen
    Chaque dimanche, nous allions chez ma grand-mère.
    (Jeden Sonntag gingen wir zu meiner Oma.)
     
  • Zustände oder Umstände in der Vergangenheit
    Il faisait sombre dans la rue.
    (Es war dunkel auf der Straße.)
     
  • Eigenschaften von Personen oder Gegenständen in der Vergangenheit
    → Mon professeur était toujours sympathique.
    (Mein Lehrer war immer freundlich.)
     
  • Gleichzeitig ablaufende Handlungen
    → Pendant que tu écrivais, je lisais un livre.
    (Während du geschrieben hast, habe ich ein Buch gelesen.)
     
  • Länger andauernde Handlungen
    → Hier il pleuvait toute la journée.
    (Gestern regnete es den ganzen Tag.)
     
  • Unwahrscheinliche oder nicht erfüllte Bedingungen (si-Sätze):
    → Si je pouvais voler, je voyagerais partout.
    (Wenn ich fliegen könnte, würde ich überall hinreisen.)

Tipp: Typische Signalwörter für das Imparfait sind „avant“ (vorher), „chaque jour“ (jeden Tag), „toujours“ (immer), „autrefois“ (früher), „pendant que“ (während) und „souvent“ (oft).

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Wie bildest du das Imparfait?

Um das Imparfait zu bilden, brauchst du den Wortstamm der 1. Person Plural („nous“) im Präsens. An diesen Stamm hängst du dann die Endungen des Imparfait an: –ais, –ais, –ait, –ions, –iez, –aient.

So sieht das bei den verschiedenen Verbgruppen aus:

Person -er (parler) -ir mit -iss- (choisir) -ir ohne -iss- (partir) -re (attendre)
1. Person Singular je parlais je choisissais je partais j’attendais
2. Person Singular tu parlais tu choisissais tu partais tu attendais
3. Person Singular il/elle/on parlait il/elle/on choisissait il/elle/on partait il/elle/on attendait
1. Person Plural nous parlions nous choisissions nous partions nous attendions
2. Person Plural vous parliez vous choisissiez vous partiez vous attendiez
3. Person Plural ils/elles parlaient ils/elles choisissaient ils/elles partaient ils/elles attendaient

Wichtig:

  • Bei manchen Verben mit -ir wie „choisir“ fügst du im Plural „-iss-“ ein. Weitere Verben, bei denen das ebenfalls der Fall ist, sind: finir, réagir, réfléchir und réussir.
  • Bei manchen Verben wie „partir“ bleibt der Stamm unverändert. Das gilt auch für: dormir, mentir, sentir und sortir.

Ausnahme: être und voir im Imparfait

Être (sein) und voir (sehen) sind im Imparfait unregelmäßig. Bei être verwendest du den Stamm „ét-“. Bei voir nimmst du den Stamm „voy-“. Die Endungen bleiben aber gleich wie bei den anderen Verben:

Person être voir
1. Person Singular j’étais je voyais
2. Person Singular tu étais tu voyais
3. Person Singular il/elle/on était il/elle/on voyait
1. Person Plural nous étions nous voyions
2. Person Plural vous étiez vous voyiez
3. Person Plural ils/elles étaient ils/elles voyaient

Übrigens: Das Verb avoir (haben) ist im Imparfait dagegen regelmäßig und wird mit dem normalen Stamm „av“ gebildet: j’avais, tu avais, il/elle/on avait, nous avions, vous aviez, ils/elles avient.

Besonderheiten bei der Bildung

Bei manchen regelmäßigen Verben musst du im Imparfait auf die Schreibweise achten.

  • Bei Verben mit -cer wie „commencer“ (anfangen) ändert sich das c zu ç — außer bei der 1. und 2. Person Plural.
    Beispiel: je commençais, tu commençais, il commençait, nous commencions, vous commenciez, ils commençaient
     
  • Bei Verben mit -ger wie „manger“ (essen) bleibt das e nach dem g erhalten — außer bei der 1. und 2. Person Plural.
    Beispiel: je mangeais, tu mangeais, il mangeait, nous mangions, vous mangiez, ils mangeaient
     
  • Manche Verben gibt es nur in der 3. Person. Dazu gehören „falloir“, „pleuvoir“ und „neiger“.
    Beispiel: il fallait (es war nötig), il pleuvait (es regnete), il neigeait (es schneite)

Imparfait — Zusammenfassung

Die wichtigsten Infos zur Verwendung und zur Bildung haben wir dir hier nochmal zusammengefasst:

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Imparfait

Imparfait — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Was drückt das Imparfait in einem Satz aus?
    Das Imparfait drückt Vergangenes als Hintergrund, Gewohnheit oder andauernden Ablauf aus. Es zeigt meist etwas, das früher regelmäßig passierte oder eine Zeit lang anhielt, nicht ein einzelnes, abgeschlossenes Ereignis. Beispiel: „Quand j’étais petit, je jouais tous les jours au foot.“
  • Wann benutze ich das Imparfait bei einer Gewohnheit in der Vergangenheit?
    Du benutzt das Imparfait, wenn eine Handlung früher regelmäßig oder wiederholt passiert ist. Es passt besonders gut zu Routinen und typischen Abläufen in der Vergangenheit. Beispiel: „Chaque dimanche, nous allions chez ma grand-mère.“ zeigt eine Gewohnheit, die immer wieder vorkam.
  • Wie bilde ich den Stamm für das Imparfait aus der nous-Form im Präsens?
    Du bildest den Imparfait-Stamm, indem du bei der nous-Form im Präsens das -ons weglässt. An diesen Stamm hängst du dann die Endungen -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient an. Beispiel: „nous parlons“ wird zu parl-, daraus wird „je parlais“.
  • Welche Signalwörter sprechen oft für das Imparfait?
    Typische Signalwörter für das Imparfait sind avant, chaque jour, toujours, autrefois, pendant que und souvent. Sie deuten oft auf Gewohnheiten, wiederholte Abläufe oder eine Hintergrundhandlung in der Vergangenheit hin. Beispiel: „Pendant que tu écrivais, je lisais un livre.“
  • Wie bilde ich das Imparfait bei être und voir?
    Bei être und voir bildest du das Imparfait mit unregelmäßigen Stämmen, die Endungen bleiben aber gleich. Für être nutzt du den Stamm ét- (j’étais, nous étions), für voir den Stamm voy- (je voyais, vous voyiez). Dadurch bleiben die Formen gut erkennbar.
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Imparfait oder Passé Composé

Beide Zeitformen beschreiben die Vergangenheit, aber du nutzt sie für verschiedene Situationen: Imparfait nutzt du für regelmäßige oder wiederholte Handlungen in der Vergangenheit. Passé Composé verwendest du für einmalige oder abgeschlossene Handlungen.

➡️ Beispiele:
Imparfait: Chaque samedi, je faisais du vélo. (Jeden Samstag bin ich Fahrrad gefahren.) 
Passé Composé: Hier, tu as gagné le match. (Gestern hast du das Spiel gewonnen.)

Mehr zu den verschiedenen Verwendungssituationen und wie du beide Zeitformen unterscheidest, erfährst du hier im Video!

Zum Video: Imparfait oder Passé Composé
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