Geozonen
Wetter und Klima
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Die Sahelzone ist eine lange Übergangszone in Afrika. Welche Länder dazugehören, wie das Klima sowie die Vegetation sind und welche Probleme in der Region auftreten, erklären wir dir hier%oder im kurzen Video!

Was ist die Sahelzone?

Du verstehst unter der Sahelzone einen ungefähr 400 km breiten Übergangsraum in Afrika. Er liegt zwischen der Wüste Sahara im Norden und der Feuchtsavanne im Süden. 

Die Sahelzone (der Sahel) erstreckt sich dabei wie ein Band einmal quer durch Afrika — und das ca. 7000 km lang vom Atlantik im Westen bis zum Roten Meer im Osten. Die Region ist durch die niedrigen Niederschlagsmengen sehr anfällig für Dürre. Dadurch gestaltet sich Landwirtschaft oft sehr schwierig.

Vor allem die Ausdehnung der Wüste (Desertifikation) ist ein großes Problem in der Zone. Das kommt vor allem durch eine unangepasste Landnutzung der Menschen zu Stande. Mit weltweiten Schutzmaßnahmen, wie Aufforstungsprogrammen, wird versucht die Lebensbedingungen der Menschen wieder herzustellen. 

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Sahelzone

Sahelzone Lage 

In der Sahelzone liegen hauptsächlich 7 Länder: 

  • Senegal 
  • Mauretanien
  • Mali
  • Burkina Faso 
  • Niger 
  • Tschad 
  • Sudan

Beachte: Je nach Quelle zählst du noch Gambia, Nigeria, Äthiopien und Eritrea zu den Sahel-Staaten. Oftmals ist auch nur von 5 Staaten die Rede — nämlich: Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad.

%Folgende Karte zeigt die Sahelzone mit den anliegenden Staaten:

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Sahelzone: Karte

Insgesamt leben etwa 30 Millionen Menschen in der Sahelregion — die Tendenz ist steigend. 

Übrigens: Der Begriff ‚Sahel‘ kommt aus dem Arabischen und bedeutet ‚Ufer‘. Für Nomaden aus dem Norden war die Sahelzone tatsächlich ein ‚rettendes Ufer‘, da ihre Vegetation üppiger ist, als die der Sahara. Das liegt vor allem an der Nähe zu Gewässern, wie dem Nil, dem Tschadsee oder dem Niger.

Sahelzone Klima und Vegetation 

Früher im 16. bis 18. Jahrhundert galt die Sahelzone als fruchtbares Gebiet. Heute sieht das leider anders aus: Das Klima im Sahel lässt sich durch langanhaltende Dürren und schwankende Niederschlagsmengen beschreiben. Die Dürreperioden sorgen dabei für Hungersnöte und Wasserknappheit. Aber auch Überschwemmungen machen den Menschen das Leben schwer, wie es zum Beispiel im Jahr%im Jahr 2007 der Fall war. Hier verloren Millionen von%von Menschen ihre Häuser. 

Das Klima der Sahelzone kannst du insgesamt als semiarid einstufen. Darunter verstehst du eine Region, in der vorwiegend lange, ausgeprägte Trockenzeiten herrschen. Diese werden nur kurzzeitig — etwa drei bis fünf Monate — von feuchten Phasen unterbrochen. Dann können sich trockengelegene Flüsse oder Seen kurzfristig wieder mit Wasser füllen. 

Mit einem Klimadiagramm kannst du klimatische Verhältnisse gut veranschaulichen. %Am Beispiel von Niamey, der Hauptstadt von Niger, sieht das Klima folgendermaßen aus:

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Klimadiagramm Sahelzone (Niamey/ Niger)

In der Sahelzone gibt es also keine Jahreszeiten wie in Deutschland, sondern Regen– und Trockenzeiten. Der Höhepunkt der Regenzeit liegt im August — das schwankt aber je nach Lage. Für die heftigen Regenfälle ist der Südwestmonsun verantwortlich. Er kommt durch die Wanderung der erdumspannenden Tiefdruckrinne — der sogenannten Innertropischen Konvergenzzone (ITC) — zustande. 

%Wie der Südwestmonsun genau entsteht, erfährst du in unserem extra Video dazu. Schau vorbei! %Thumbnail Monsun

Die Vegetation in der Sahelzone passt sich dem Klima an: Sie ist nämlich äußerst spärlich — es bilden sich sogenannte Halbwüsten (nördlicher Teil) und Dornstrauchsavannen (südlicher Abschnitt der Sahel). Hier findest du vor allem karge Graslandschaften, auf denen gelegentlich Akazien und Dornsträucher wachsen. 

Im Sahel herrschen ganzjährig hohe Temperaturen — in keinem Monat liegt die durchschnittliche Monatstemperatur unter 20°C. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 100-500 mm. Zum Vergleich für dich: In Deutschland haben wir eine jährliche Niederschlagsmenge von ungefähr 800 mm pro Jahr.

Beachte: Dabei handelt es sich um langjährige Durchschnittswerte. Die Niederschlagsmengen können nämlich je nach Region stark schwanken. Oft fällt auch fast der gesamte Jahresniederschlag auf einmal. Solche Starkregenereignisse werden sich in der Sahelzone aufgrund des Klimawandels wahrscheinlich noch weiter verschärfen.

Sahelzone Wirtschaftliche Nutzung

Die Menschen in der Sahelzone betreiben vorwiegend Landwirtschaft. Im südlichen Abschnitt der Zone findet hauptsächlich Ackerbau statt. Hier werden vor allem Hirse oder auch Maniok (‚Tropen-Kartoffel‘) angebaut. Da es im Norden hingegen nur geringere Niederschläge gibt, leben die Nomaden dort vor allem von der Viehhaltung. Die Größe der Rinder-, Schaf- oder Ziegenherden richtet sich dabei je nach vorhandenem Futter bzw. Wasser. Auch die Routen der Wanderhirten sind darauf abgestimmt. 

Allerdings: Die starke Zunahme der Bevölkerung und dem damit verbundenen Bedarf an Nahrungsmitteln, veränderte die traditionellen Bewirtschaftungsmethoden: 

  • Zum einen weiteten die Bauern ihre Ackerflächen immer weiter in Richtung Nordung aus. Da dort allerdings weniger Niederschlag (unter 500 mm) fällt, müssen sie ihre Felder künstlich bewässern. 
  • Zum anderen vergrößerten die Nomaden ihre Herden. Auch der Bau von Tiefbrunnen veränderte ihre Lebensweise. So mussten die Nomaden nicht mehr dem Niederschlag ‚hinterherlaufen‘ und konnten teilweise sesshaft werden. 

All das führt jedoch zu Überweidung, Wasserknappheit und Abnahme der Bodenfruchtbarkeit. Das wiederum mündet in eine ungewollte Ausdehnung der Wüste (Desertifikation). 

Sahelzone Desertifikation 

Ein zentrales Problem der Sahelzone ist also die Wüstenausbreitung. Das bezeichnest du als Desertifikation (lat: desertificare = verwüsten). Hier handelt es sich um die Wüste Sahara, die sich in Richtung des Sahel ausbreitet.

Das wird vor allem durch den Eingriff des Menschen in den Naturhaushaushalt verursacht, beispielsweise durch

  • Überweidung
  • überdurchschnittlicher Wasserverbrauch
  • Übernutzung der Böden durch nicht-angepassten und vermehrten landwirtschaftlicher Anbau 
  • übermäßige Abholzung

Zur Veranschaulichung: In den letzten 50 Jahren gingen circa 800.000 km2 Weideland verloren. Die Auswirkungen der Wüstenbildung sind gravierend: 

  • Verschwinden der natürlichen Vegetation und Rückgang der Artenvielfalt
  • Überflutungen
  • Bodenversalzung und Verschlechterung der Wasserqualität
  • Armut, Massenwanderungen, Migration (z. B. Flüchtlingsrouten nach Europa) und Hungersnöte
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Desertifikation Sahelzone

%<img class="" src="https://www2.klett.de/sixcms/media.php/76/desertifikation.jpg" alt="Ernst Klett Verlag - Lehrwerk Online - Haack Weltatlas-Online -  Schulbücher, Lehrmaterialien und Lernmaterialien" width="395" height="264" />%Hier wäre glaube ich so ein Schaubild im Stil von dem hier ganz cool; Am besten hier auch Bevölkerungswachstum an oberster Stelle setzen, dann "menschliche Einflussnahme in den Naturhaushalt in der Sahelzone", bei den Gründen am besten die oben genannten Gründe verwenden bei Punkt drei einfach nur "Übernutzung der Böden"; bei den Folgen am besten auch vor allem die Punkte verwenden,die im Text stehen. Überschrift: Desertifikation Sahelzone, alt Tex: Desertifikation Sahelzone, Sahelzone Klima, Sahelzone Landwirtschaft, Wüstenbildung, halbwüste, dürreperioden

Maßnahmen gegen Desertifikation in der Sahelzone

Um die Desertifikation zu bekämpfen, gibt es weltweite Gegenmaßnahmen. Das Ziel ist es, eine nachhaltigere Bodennutzung zu etablieren. Damit soll das ökologische Gleichgewicht in der Sahelzone wiederhergestellt werden. 

  • Sofortmaßnahmen: Sie sollen die hungerleidenden Menschen unterstützen. Hierfür werden zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente geliefert. Auch Mediziner und Entwicklungshelfer kommen zum Einsatz. 
  • Langfristige Hilfen: Damit soll die Situation der Böden und der Menschen nachhaltig und langfristig verbessert werden. 
    • gezielte Aufforstung: Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern  
    • Solarparks: Verwendung von Sonnenenergie, zum Beispiel zum Kochen. Allerdings ist die Anschaffung der Solaranalagen noch ziemlich teuer. 
    • nachhaltigere Nutzung von Ressourcen (Wasser und Boden) durch Tröpfchenbewässerung und dürreresistentes Saatgut
    • Anleitung zur Selbsthilfe durch verstärkte Ausbildung der Bewohner: zum Beispiel zur Stärkung ihres landwirtschaftlichen Wissens (vor allem zur konventionellen Landwirtschaft) und Entwicklung von Kompetenzen zur selbstständigen Planung der Weidehaltung (Beispiel: Tiefbrunnen nur in Trockenzeiten verwenden)
    • Bau von Dämmen: So wird verhindert, dass das Regenwasser zu schnell abfließen kann. 

Im Folgen sind beispielhaft zwei Projekte aufgeführt, die eine Ausbreitung der Wüste in der Sahelzone verhindern sollen: 

  • Afrikas Grüne Mauer (Great Green Wall): Hier werden Bäume wie ein grünes Band quer durch Afrika gepflanzt. Das soll zur Aufforstung beitragen und die Bodenerosion vermindern. Es wurde 2005 von der Afrikanischen Union beschlossen. 
  • Projekt „Patecore“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): Das Projekt ging von 1988 bis 2006 und sorgte unter anderem dafür, dass die Ackerflächen der Bauern nachhaltig vor Erosion (z. B. durch Steinwälle) geschützt wurden und die Bodenfruchtbarkeit verbessert wurde.

%Falls wir Desertifikation machen (anderenfalls würde ich hier dann was anderes verlinken)%Desertifikation ist aber nicht nur in der Sahelzone ein großes Problem, sondern auf der ganzen Welt. Schau dir unser Video dazu an und finde heraus, welches beliebte Urlaubsland davon unter anderem betroffen ist!%Thumbnail Desertifikation

 

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