Was die Abkürzung (m/w/d) in einer Stellenanzeige bedeutet, erklären wir hier und im Video .

Inhaltsübersicht

Was bedeutet m/w/d bei Stellenanzeigen?

Die Abkürzung (m/w/d) ist heutzutage immer öfter in Jobbörsen und Stellenanzeigen vertreten. Sie steht für die Geschlechter „männlich / weiblich / divers“. Das heißt, dass männliche, weibliche oder diverse Bewerber für diese Stelle geeignet sind. 

Das Geschlecht (d) für „divers“ richtet sich an diverse bzw. intersexuelle Mitarbeiter. Diese Kandidaten identifizieren sich weder als männlich noch als weiblich. Die Abkürzung (m/w/d) dient dazu, dass die Auswahl der Bewerber geschlechtsneutral ist und somit jeder dieselben Chancen hat. 

Hintergrund divers / intersexuell

In Deutschland leben ca. 100.000 Menschen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen. Sie bezeichnen sich selbst meist als „divers“ oder „intersexuell“. Der Definition nach handelt es sich hierbei um Menschen, die sich aufgrund von erblichen, körperlichen oder hormonellen Gründen nicht eindeutig mit dem männlichen oder weiblichen Geschlecht identifizieren.

Ist die Abkürzung (m/w/d) Pflicht in Stellenanzeigen?

Doch müssen Arbeitgeber (m/w/d) eigentlich zwingend in ihrer Stellenanzeige verwenden? Eine Verpflichtung für die Abkürzung (m/w/d) in Stellenanzeigen gibt es nicht. Im Oktober 2017 hat sich jedoch das Bundesverfassungsgericht entschieden, neben männlich und weiblich noch ein drittes Geschlecht in das Geburtsregister einzutragen.

Zugleich raten jedoch mehrere Arbeitsrechtler zu der Verwendung dieses dritten Geschlechts in Stellenausschreibungen. So soll ein Unternehmen dem Grundsatz der Gleichbehandlung besser gerecht werden.

Laut dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist es Arbeitgebern nämlich nicht erlaubt, Bewerber aufgrund ihres Geschlechts zu diskriminieren. Wer also (m/w/d) in die Stellenanzeigen schreibt, sichert sein Unternehmen rechtlich ab

Weitere Bezeichnungen für (m/w/d) Geschlechter

  • (w/m/d): weiblich/männlich/divers
  • (m/w/i): männlich/weiblich/intersexuell
  • (m/w/i/t): männlich/weiblich/intersexuell/transsexuell
  • (m/w/a): männlich/weiblich/anders
  • (m/w/x): männlich/weiblich/undefiniertes Geschlecht
  • (m/w/gn): männlich/weiblich/geschlechtsneutral
  • (m/w/*): männlich/weiblich/Asterisk oder „siehe Fußnote“
  • (m/f/d): die englische Bezeichnung male/female/diverse

Diese (m/w/d) Geschlechter-Liste ist nicht vollständig, deckt aber die gängigsten Abkürzungen ab.

Angabe von (m/w/d) – Bedeutung für Personaler

Es ist also rechtlich sicherer für Unternehmen, (m/w/d) in die Stellenanzeige zu schreiben. Doch kann die Angabe auch Probleme mit sich ziehen?

Leider ja, denn vereinzelt gibt es Kandidaten, die sich nur bewerben, um abgelehnt zu werden. Anschließend möchten sie das Unternehmen wegen angeblicher Diskriminierung verklagen.

Dabei müssen Arbeitgeber jedoch beweisen, dass sie einen ansonsten geeigneten Bewerber nicht aufgrund seines Geschlechts abgewiesen haben. Das ist meistens nicht so einfach und oft gewinnen diese Schein-Bewerber dann sogar ihre Klage.

Das bedeutet, dass die Verwendung von (m/w/d) in Stellenausschreibungen also keineswegs ein allgemeiner Schutz vor Klagen wegen Diskriminierung ist. Stattdessen hat sich die Abkürzung heutzutage mehr zu einem selbstverständlichen Bestandteil einer Stellenanzeige entwickelt und wird deshalb häufig angegeben.

Sie soll somit den Bewerbern jedes Geschlechts signalisieren, dass ihr Geschlecht bei der Besetzung der Stelle keine Rolle spielt.

Wie können Unternehmen möglichst geschlechtsneutral sein und handeln?
  • Geschlechtsneutrale Berufsbezeichnungen: Statt z. B. „Pfleger/in“ lieber „Pflegehilfskraft“
  • Online-Bewerbungen: Auch bei Online-Bewerbungen ein Feld für „divers“ anbieten
  • Korrekte Anrede: Statt „Sehr geehrte Frau …“ lieber „Hallo [Vorname Nachname]“
  • Neutrale Toiletten: Falls möglich, geschlechtsneutrale Toiletten bereitstellen
  • Arbeitskleidung: Kleidung neutral halten, also nicht nur z. B. Kleider und Anzüge

(m/w/d) Geschlechter – Diversity

Warum es für Unternehmen außerdem hilfreich sein kann, geschlechtsneutral zu sein, ist die dadurch steigende Diversität . Diversität bedeutet, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Menschen gibt, die sich in Alter, Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, Religion, Weltanschauungen oder sexueller Orientierung unterscheiden.

Mehr Diversity im Unternehmen bedeutet:

  • eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit, weil sich jeder gleichberechtigt fühlt
  • ein höherer Umsatz, da mehr Zufriedenheit auch mehr Produktivität der Mitarbeiter bedeutet
  • ein besseres Image des Unternehmens, weshalb mehr Kandidaten dort arbeiten wollen

Absage Bewerbung

Auch wenn die Abkürzung (m/w/d) in einer Stellenanzeige Bewerber jeden Geschlechts anspricht – die Stelle bekommt in der Regel immer nur eine Person. Wie eine höfliche Absage für Bewerber aussieht und wie auch dabei die Gefahr von Diskriminierung verhindert werden kann, zeigt dieses Video !

Zum Video: Absage Bewerbung
Zum Video: Absage Bewerbung

Absage Bewerbung

Auch wenn die Abkürzung (m/w/d) in einer Stellenanzeige Bewerber jeden Geschlechts anspricht – die Stelle bekommt in der Regel immer nur eine Person. Wie eine höfliche Absage für Bewerber aussieht und wie auch dabei die Gefahr von Diskriminierung verhindert werden kann, zeigt dieses Video !

Zum Video: Absage Bewerbung
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