Externes Rechnungswesen

Abschreibung (AfA)

Beim Thema Abschreibung fühlst du dich noch nicht ganz sicher und suchst deshalb nach einem kurzen Überblick? Dann bist du in diesem Video genau richtig.

Abschreibung – Definition und Grundlagen

Abschreibungen bezeichnen im externen Rechnungswesen planmäßige und außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens.

In der Buchhaltung eines großen Unternehmens wird meistens das Anlagevermögen abgeschrieben. Diesen Vorgang bezeichnet man steuerrechtlich auch als Absetzung für Abnutzung (AfA).

Das Anlagevermögen lässt sich in abnutzbares Anlagevermögen und nicht abnutzbares Anlagevermögen einteilen. Zum nicht abnutzbaren Anlagevermögen gehören zum Beispiel Grundstücke. Diese verlieren ja theoretisch nicht ihren Wert, nur weil Zeit vergeht. Dagegen sind Maschinen abnutzbar – mit jedem Jahr, in dem sie im Einsatz sind, verlieren sie an Wert, zum Beispiel durch Verschleiß, Gebrauch oder auch durch technische Änderungen. Sie gehören also zum abnutzbaren Anlagevermögen.

Abnutzbare Güter dürfen am Ende des Jahres nicht mit ihren Anschaffungskosten in die Schlussbilanz übernommen werden, da sonst das Vermögen des Unternehmens zu hoch ausgewiesen würde.

Im Handelsgesetzbuch (§253 Abs. 2-4 HGB) wird geregelt, welche Vermögensgegenstände abgeschrieben werden dürfen. Was alles dazu zählt, siehst du hier:
• Bebaute Grundstücke
• Gebäude
• Maschinen
• Fuhrpark
• Betriebs-und Geschäftsausstattung
• Werkzeuge
• Konzessionen
• Patente
• Lizenzen
• Forderungen

Abschreibungsarten

Schauen wir uns als nächstes die verschiedenen Abschreibungsarten an. Es gibt zwei verschiedene Arten von Abschreibungen.

Planmäßige Abschreibung Außerplanmäßige Abschreibung Abschreibung AfA
Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibung
  • Erstens, die planmäßige Abschreibung, die jedoch nur bei abnutzbarem Anlagenvermögen auftreten kann. Hier verteilst du die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einfach auf die Geschäftsjahre, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann.
  • Die zweite Art ist die außerplanmäßige Abschreibung. Die außerplanmäßige Abschreibung tritt beispielsweise durch unerwartete Katastrophen, wie eine Überschwemmung oder ein Feuer oder durch versteckte Mängel auf. Die außerplanmäßige Abschreibung kann daher bei allen Vermögensgegenständen eintreten.

Abschreibung über die Abschreibungstabelle

Oft wird die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von der sogenannten AfA-Tabelle oder auch Abschreibungstabelle vorgegeben, damit die Unternehmen nicht einfach willkürlich bestimmen, wie lange das Gut genutzt wird. Dort wird beispielsweise angegeben, dass die Nutzungsdauer für einen PC drei Jahre, für ein Kopiergerät sieben Jahre und für einen LKW neun Jahre beträgt. Das sind natürlich nur Erfahrungswerte. Die Wirtschaftsgüter können auch nach vollständiger Abschreibung noch betrieblich genutzt werden.

Abschreibungsmethoden

Um jetzt die jährlichen Abschreibungsbeträge zu berechnen, gibt es verschiedene Abschreibungsmethoden. Werfen wir noch einen Blick auf diese Methoden.
Bei der linearen Abschreibung werden die Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes gleichmäßig über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Somit ist der Abschreibungsbetrag pro Jahr immer gleich groß. Schau dir gerne unser Video dazu an.

Eine weitere Methode ist die degressive Abschreibung. Im Gegensatz zur linearen Abschreibung, sind die Abschreibungsbeträge hier nicht konstant, sondern sie sinken von Jahr zu Jahr. Das heißt es liegt eine höhere Belastung in den Anfangsphasen vor und mit zunehmender Nutzungsdauer nimmt der Wertverlust ab. Werfe auch hier einen Blick in unser Video dazu.

Die degressive Abschreibung kann nochmal unterteilt werden in die geometrisch-degressive Abschreibung und die arithmetisch-degressive Abschreibung. Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung ist der Abschreibungsprozentsatz konstant. Bei der arithmetisch- degressiven Abschreibung fällt der Abschreibungsbetrag je Nutzungsjahr um denselben Betrag.

Das Gegenteil der degressiven Abschreibung ist die progressive Abschreibung. Hier steigen die Abschreibungsbeträge mit zunehmender Nutzungsdauer.

Weiter geht es mit der Leistungsabschreibung. Bei dieser Abschreibungsmethode schwanken die Abschreibungsbeträge je nach dem, wie stark das Gut verwendet wurde. Um den Abschreibungsbetrag zu berechnen, verwendet man deshalb auch nicht nur die Nutzungsdauer, sondern zum Beispiel die gefahrenen Kilometer eines LKWs.

Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern

Jetzt fehlt nur noch die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern. Geringwertige Wirtschaftsgüter, oder kurz GWG  sind bewegliche, abnutzbare und selbstständig bewertbare Anlagegüter, die einen Anschaffungspreis unter 1000€ haben. Hier gibt es eine Sonderregelung bei der Abschreibung. Die Art der Abschreibung hängt dabei von der Höhe der Anschaffungskosten ab. Entweder müssen die Güter sofort als Aufwand abgeschrieben werden oder es wird die sogenannte Pool-Methode angewandt. Dabei werden mehrere geringwertige Wirtschaftsgüter über einen Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Wenn du genau wissen möchtest, wie GWGs abgeschrieben werden, schau dir gerne unser Video dazu an.

Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern GWG Abschreibung Pool Methode
Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern

Geschafft! Jetzt hast du einen Überblick über alles Wichtige rund um das Thema Abschreibungen. Du kennst nun die Abschreibungsarten und unterschiedliche Abschreibungsmethoden.

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