Skonto bietet dir die Chance, bei Zahlungen bares Geld zu sparen — wenn du weißt, wie. In diesem Beitrag und in unserem Video erfährst du, worauf es dabei wirklich ankommt!
Inhaltsübersicht
Was ist Skonto? — einfach erklärt
Skonto ist ein Preisnachlass, den Verkäufer gewähren, wenn eine Rechnung besonders schnell bezahlt wird — meist innerhalb von 7 bis 14 Tagen. Die genaue Skontofrist wird aber immer auf der Rechnung als Zusatz angegeben. Der Nachlass liegt oft bei 2 bis 5 Prozent und wird direkt vom Rechnungsbetrag abgezogen.
➡️ Beispiel: Die Taschenkalender UG bekommt eine Rechnung über 1.000 €. Wenn darauf 2 % Skonto angeboten werden und das Unternehmen rechtzeitig überweist, spart es 20 €. Es zahlt dann nur noch 980 €.
Beim Skonto wird zwischen zwei Arten unterschieden: dem Lieferantenskonto und dem Kundenskonto.
→ Lieferantenskonto: Wird vom eigenen Unternehmen in Anspruch genommen, wenn eine Eingangsrechnung innerhalb der Skontofrist beglichen wird. Der Preisnachlass wird als Ertrag verbucht.
→ Kundenskonto: Wird gewährt, wenn ein Kunde eine Ausgangsrechnung fristgerecht bezahlt. Der Preisnachlass wird als Aufwand verbucht.
Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?
Skonto und Rabatt klingen ähnlich, sind aber nicht dasselbe. Der Rabatt gilt direkt beim Kauf — der Skonto erst, wenn zügig gezahlt wird. In dieser Tabelle haben wir die wichtigsten Unterschiede aufgeführt:
| Merkmal | Skonto | Rabatt |
| Zeitpunkt | Nach Rechnung, bei schneller Zahlung | Beim Kauf |
| Ziel | Anreiz für pünktliche Zahlung | Kaufanreiz |
| Berechnungsbasis | Bruttobetrag | Nettobetrag |
| Vereinbarung | Wird auf der Rechnung angeboten | Vorab vertraglich festgelegt |
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Welche Vorteile bringt Skonto?
Mit dem Skonto kann ein Unternehmen nicht nur Geld sparen, sondern auch seine Liquidität besser im Griff halten. Denn damit lassen sich Zahlungsflüsse beschleunigen und besser planen.
Diese Vorteile bringt Skonto:
✅ Kostenersparnis: Durch den Nachlass sinken sofort die Ausgaben — das verbessert die Gewinnmarge.
✅ Bessere Planung: Mit den festen Skontofristen können Zahlungsströme gezielt gesteuert werden.
✅ Sicherere Geschäftsbeziehungen: Wer selbst Skonto anbietet, sorgt für schnellere Zahlungseingänge und verringert das Risiko von Zahlungsverzug oder Ausfällen.
✅ Stärkeres Finanzmanagement: Skonto hilft Unternehmen, finanzielle Puffer aufzubauen, Zahlungsziele aktiv zu nutzen und Verbindlichkeiten effizient zu steuern.
Wie wird Skonto auf Rechnungen angegeben?
Wenn Skonto auf einer Rechnung ausgewiesen wird, muss das vollständig und transparent formuliert sein. So wird sichergestellt, dass Kunden den Skontobetrag korrekt berechnen und nutzen können — und das Unternehmen rechtlich auf der sicheren Seite ist.
Unternehmen, die Skonto anbieten, müssen dabei auf diese vier Punkte achten:
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Zahlungsziel & Skontofrist angeben
Beispiel: „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum mit 2 % Skonto, danach ohne Abzug innerhalb von 30 Tagen.“
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Skontosatz deutlich machen
Der Skontosatz (z. B. 2 % oder 3 %) gehört direkt zur Zahlungsbedingung. Er muss klar erkennbar sein.
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Skontobetrag optional angeben
Es kann zusätzlich angegeben werden, wie viel Skonto der Kunde konkret abziehen darf. Das ist hilfreich, aber nicht verpflichtend. Beispiel: „Bei Zahlung bis zum 12.05.2025: abzüglich 19,60 € Skonto, zahlbar 960,40 €.“
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Bruttobetrag als Grundlage nutzen
Der Skonto bezieht sich in der Regel auf den Rechnungsbetrag inklusive Umsatzsteuer.
Wie wird Skonto auf Rechnungen angegeben?
Die Skontoformulierung sollte außerdem gut sichtbar im unteren Bereich der Rechnung oder unterhalb der Gesamtsumme platziert sein. So können Missverständnisse vorgebeugt und die Zahlungsabwicklung für beide Seiten einfacher gestaltet werden.
Wie wird Skonto berechnet?
Um den Skontobetrag zu berechnen, brauchst du nur zwei Werte: den Rechnungsbetrag und den Skontosatz. Die Formel ist einfach:
Skonto = Rechnungsbetrag • Skontosatz
➡️ Beispiel:
Du erhältst eine Rechnung über 1.500 € brutto. Der Skontosatz beträgt 2 %.
Rechnung:
1.500 € • 0,02 = 30 € Skonto
1.500 € − 30 € = 1.470 € zu zahlen
Alternativ kannst du auch diese Variante nutzen:
1.500 € • 2 / 100 = 30 € Skonto
In beiden Fällen kommst du auf denselben Betrag. Wichtig ist: Als Kunde überweist du nur den verminderten Betrag — und auch nur, wenn du innerhalb der Skontofrist zahlst.
Wie wird Skonto verbucht?
Wenn du eine Rechnung mit Skonto bezahlst, überweist du weniger als ursprünglich ausgewiesen. Genau diese Differenz muss in der Buchhaltung richtig erfasst werden, inklusive der passenden Korrektur bei der Umsatzsteuer.
Skonto bei Eingangsrechnungen (Lieferantenskonto)
Stell dir vor, dein Unternehmen bekommt eine Rechnung über 2.500 € brutto. Das entspricht 2.100 € netto und 400 € Umsatzsteuer. Du nutzt 2 % Skonto und zahlst deshalb nur 2.450 €.
Die Buchhaltung erfasst diesen Geschäftsvorfall in zwei Schritten:
✅ Schritt 1: Rechnungseingang buchen
Zuerst wird der volle Rechnungsbetrag gebucht. Dabei wird der Betrag auf das Konto des Lieferanten erfasst, das Kreditorenkonto. Konkret lautet die Buchung also:
| Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.100 € | an | Verbindlichkeiten 2.500 € |
| Vorsteuer 400 € |
✅ Schritt 2: Zahlung mit Skonto buchen
Weil dein Unternehmen rechtzeitig zahlt, nutzt du 2 % Skonto. Das sind 50 € Nachlass. Du überweist also nur 2.450 €.
Jetzt musst du auch die Umsatzsteuer anpassen. Denn wenn du weniger bezahlst, darfst du auch weniger Vorsteuer abziehen. Dafür buchst du dann:
| Bank 2.450 € | an | Verbindlichkeiten 2.500 € |
| Lieferantenskonti 42,02 € | ||
| Vorsteuer 7,98 € |
Skonto bei Ausgangsrechnungen (Kundenskonto)
Nun ein anderes Beispiel: Dein Unternehmen stellt deinem Kunden eine Rechnung über 850 € brutto. Er zahlt pünktlich und nutzt 2 % Skonto. Das sind 17 € Rabatt, er überweist also nur 833 €.
Auch hier gehst du in zwei Schritten vor:
✅ Schritt 1: Rechnungsausgang buchen
Als Erstes wird der volle Betrag als Forderung gegenüber dem Kunden erfasst.
| Umsatzerlöse 714,29 € | an | Forderungen 850 € |
| Umsatzsteuer 135,71 € |
✅ Schritt 2: Zahlung mit Skonto buchen
Der Kunde überweist 833 €. Auch hier müssen Skonto und Umsatzsteuer korrekt verbucht werden:
| Bank 833 € | an | Forderungen 850 € |
| Kundenskonti 14,29 € | ||
| Umsatzsteuer 2,71 € |
Tipp: Falls du das Berechnen und Verbuchen von Skonto noch etwas üben willst, dann schau mal hier vorbei!
Buchungssätze
Skonto ist nur ein kleiner Teil davon, was du in der Buchhaltung alles korrekt verbuchen musst. Da kann es schnell unübersichtlich werden. Wie Buchungssätze grundsätzlich funktionieren, zeigen wir dir hier!
Skonto — häufigste Fragen
(ausklappen)
Skonto — häufigste Fragen
(ausklappen)-
Was ist der Skontoabzug?Der Skontoabzug ist der Betrag, den du von einer Rechnung abziehen darfst, wenn du innerhalb der Skontofrist bezahlst. Du überweist dann nicht den vollen Rechnungsbetrag, sondern den Rechnungsbetrag minus Skonto. Der Skontoabzug ist also die Differenz zwischen Rechnungssumme und Zahlungsbetrag.
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Ist Skonto heute noch üblich?Skonto ist heute noch üblich, vor allem im Geschäft zwischen Unternehmen, weil Verkäufer damit schnelle Zahlungseingänge fördern. Im Alltag von Privatkunden spielt Skonto dagegen eher selten eine Rolle. Ob Skonto angeboten wird, hängt vom Unternehmen, der Branche und den Zahlungsbedingungen auf der Rechnung ab.
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Wie verbucht man Skonto?Skonto verbuchst du in zwei Schritten: Zuerst buchst du die Rechnung mit dem vollen Bruttobetrag, danach die Zahlung mit Skonto. Beim zweiten Buchungssatz teilst du die Differenz in Skonto und die Korrektur der Vorsteuer oder Umsatzsteuer auf. Beispiel Einkauf: Verbindlichkeiten 1.190 € an Bank 1.166,20 € an Lieferantenskonti 20 € an Vorsteuer 3,80 €.
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Auf welches Konto bucht man ein Skonto?Ein Skonto buchst du auf Lieferantenskonti, wenn du als Käufer Skonto ziehst, und auf Kundenskonti, wenn du als Verkäufer Skonto gewährst. Zusätzlich buchst du die Steuerkorrektur mit: Beim Einkauf korrigierst du die Vorsteuer, beim Verkauf korrigierst du die Umsatzsteuer.
Buchführung verstehen
Wenn du Skonto sicher verbuchen willst, musst du auch verstehen, wie Buchungssätze grundsätzlich aufgebaut sind und warum ein Geschäftsvorfall oft in mehreren Schritten erfasst wird. So kannst du bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen sauber erklären, welche Konten sich ändern und wie sich die Zahlung auf Forderungen oder Verbindlichkeiten auswirkt. Begriffe wie Vorsteuer, Umsatzsteuer und Verbindlichkeiten tauchen dabei immer wieder auf und gehören zusammen gedacht. Alles rund um Buchführung und Rechnungswesen findest du in unserem Wirtschaftsbereich.