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Was ist Shifting Cultivation und wie funktioniert das? Das erfährst du hier!

Inhaltsübersicht

Was ist Shifting Cultivation?

Shifting Cultivation ist eine Unterform des Wanderfeldbaus . Du verstehst darunter eine wandernde Brandrodewirtschaft. Das bedeutet, dass Völker die Landflächen für ein bis drei Jahre nutzen und dann an einem anderen Ort ein neues Feld erschließen.

Bevor die Bauern ein neues Feld nutzen können, brennen sie es kontrolliert ab. Die dadurch entstehende Asche düngt den ausgelaugten Boden und sorgt für Nährstoffe. Darauf folgt dann die Aussaat und die Ernte. 

Du findest Shifting Cultivation heute noch in den afrikanischen, südamerikanischen und südostasiatischen Tropen . Es ist eine sehr ursprüngliche Landwirtschaftsform in den Tropen. Das heißt, dass sie schon sehr lange praktiziert wird. Alles über Shifting Cultivation erfährst du auch im Video !

Shifting Cultivation Prinzip

Nachdem ein Volk eine passende Stelle für ein neues Feld gefunden hat, müssen sie es erst erschließen, also das Feld für eine Nutzung vorbereiten. 

Das erfolgt durch Brandrodung, indem sie die Vegetation der Landfläche in der Trockenzeit kontrolliert abbrennen. Die dabei entstandene Asche düngt den Boden und macht ihn fruchtbar. Außerdem hebt sie den pH-Wert des sauren Bodens, vernichtet Schädlinge und Unkraut. 

Zu Beginn der Regenzeit beginnt die Aussaat der Kulturpflanzen. Die Felder bestehen aus Mischkulturen, die zur Selbstversorgung des Volkes dienen sollen. 

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Shifting Cultivation Schema

Je nach Klima und Region ändern sich die angebauten Pflanzen:

  • Trockenere Gebiete: Körnerfrüchte
  • Feuchtere Gebiete:  Knollenfrüchte
  • Überall: z.B. Mais, Hirse, Batate, Yams, Bergreis, Maniok, Bananen, Erdnüsse, Baumwolle, Tabak

Übrigens: Je nach Bodenqualität versorgt ein Quadratkilometer Shifting Cultivation ungefähr 20–40 Menschen.

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Shifting Cultivation Probleme

Shifting Cultivation ist nicht für jede Region oder jedes Volk die optimale Landwirtschaftsform. Es können einige Probleme auftreten, die auch ökologische Folgen mit sich bringen.

Beispielsweise kann eine zu schnell wachsende Bevölkerung eines Siedlungsgebiets von nur einem Feld nicht ausreichend versorgt werden. Deswegen bewirtschaften Bauern die momentan vorhandenen Felder umso intensiver.

Das führt dazu, dass die Felder noch schneller ausgelaugt sind und keine guten Erträge mehr bringen. Als Folge haben die genutzten Felder eine kürzere Erholungszeit (Brachzeit). 

Ökologische Folgen

Der mit einer steigenden Bevölkerungsanzahl höhere Bedarf an Ackerfläche trägt zur Zerstörung des ursprünglichen Regenwalds bei.

Auch der immer verbreitete Einsatz von Hilfsmitteln, wie beispielsweise einem Pflug, wirkt sich negativ auf die Ökologie aus. Da kann es nämlich zu Bodenerosion kommen, die eine geringere Bodenfruchtbarkeit mit sich bringt. Im schlimmsten Fall bleiben die Flächen dann als kahle Narben im Wald zurück. 

Bodenerosion

Unter Bodenerosion verstehst du eine Zerstörung des Erdbodens. Dabei werden Bestandteile des Bodens durch Wind oder Wasser abgetragen. Die Bodenerosion wird durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung um einiges verstärkt und beschleunigt. In der Folge kann der Boden im schlimmsten Fall gar nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. 

Klimazonen der Erde

Super! Jetzt kennst du Shifting Cultivation als eine sehr ursprüngliche Landwirtschaftsform in den Tropen. Doch weißt du überhaupt, wo die Tropen liegen? Sieh dir doch unser Video zu den Klimazonen der Erde an! 

Zum Video: Klimazonen der Erde
Zum Video: Klimazonen der Erde

Shifting Cultivation — häufigste Fragen

(ausklappen)
  • Wie funktioniert der Wanderfeldbau?
    Wanderfeldbau funktioniert, indem eine Gruppe eine Fläche im Wald erschließt und die Vegetation in der Trockenzeit kontrolliert abbrennt. Die Asche düngt den Boden, dann wird zu Beginn der Regenzeit gesät und 1–3 Jahre geerntet. Danach lässt man das Feld brach (Erholungszeit) und nutzt weiter weg eine neue Fläche.
  • Welche Nachteile hat Wanderfeldbau?
    Nachteile von Wanderfeldbau entstehen, wenn Felder wegen wachsender Bevölkerung zu oft genutzt werden: Der Boden ist schneller ausgelaugt, die Erträge sinken und die Brachzeit (Erholungszeit) wird kürzer. Außerdem wird mehr Regenwald gerodet. Mit Hilfsmitteln wie dem Pflug steigt das Risiko für Bodenerosion (Abtragen von Boden) und dauerhafte kahle Flächen.
  • Ist Shifting Cultivation nachhaltig?
    Shifting Cultivation (engl. für Wanderfeldbau) ist nur dann nachhaltig, wenn genug Zeit bleibt, damit sich der Boden zwischen den Nutzungsphasen erholen kann. Steigt die Bevölkerungszahl, werden Felder intensiver genutzt, der Boden laugt schneller aus und die Brachzeit wird zu kurz. Dann nehmen Regenwaldzerstörung und Bodenerosion zu, und die Fläche wird langfristig unfruchtbarer.
  • Ist Brandrodung gut oder schlecht?
    Brandrodung ist beim Shifting Cultivation kurzfristig nützlich, weil die Asche den Boden düngt, den sauren Boden weniger sauer macht und Unkraut sowie Schädlinge verringert. Schlecht wird Brandrodung, wenn sie zu häufig oder auf zu großen Flächen passiert: Dann gehen Regenwaldflächen verloren und der Boden kann durch Bodenerosion an Fruchtbarkeit verlieren.

Landwirtschaft verstehen

Shifting Cultivation ist eine Form der Landwirtschaft in den Tropen und gehört zu den Nutzungsformen des Regenwaldes. Du vergleichst im Themenfeld verschiedene Landwirtschaftsformen und ihre Folgen für Boden, Pflanzen und Menschen. So wird klar, warum manche Formen nur unter bestimmten Bedingungen gut funktionieren. Weitere Videos dazu findest du in unserem Erdkundebereich.

Lernen lohnt sich! Entdecke hier deine Chancen.