Marketing
Grundlagen Märkte
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Was ist Marketing — einfach erklärt  

Marketing ist das Konzept eines Unternehmens, um die Bedürfnisse (möglicher) Kunden zu befriedigen. Die Aufgabe des Marketings ist also, Veränderungen auf dem Markt zu erkennen und mit entsprechenden Marketingmaßnahmen die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen. Dadurch sollen die Gewinne eines Unternehmens erhöht werden.

Marketing Definition kurz

Das Marketing eines Unternehmens macht die Produkte bekannt, verbessert das Image und erhöht dadurch die Verkaufszahlen.

Damit ist Marketing also viel mehr als nur Werbung. Du willst mehr über das Thema erfahren? Dann schau in unserem Video vorbei!

Marketing Mix: Die 4 P’s  

Um die Marketingziele zu erreichen, werden verschiedene Marketinginstrumente verwendet. Die wichtigsten Marketinginstrumente sind die 4 P’s, die du auch Marketingmix nennst:

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Marketing Grundlagen — Die 4Ps

Die 4P’s kommen aus dem Englischen und bedeuten übersetzt Produkt-, Preis- Distributions- und Kommunikationspolitik.

Schau dir die einzelnen Bereiche einmal im Detail an!

Produktpolitik (Product)

Bei der Produktpolitik werden alle Entscheidungen rund um das Produkt oder die Dienstleistung  getroffen. Produktveränderungen, die Namensgebung oder die Verpackungsgestaltung sind dabei zentrale Themen.

Natürlich spielt auch der USP (Unique Selling Point) eine Rolle: Er legt fest, wodurch sich das Produkt von den anderen auf dem Markt abhebt und welche Kundenbedürfnisse es erfüllt.

Preispolitik (Price)

Wie der Name schon sagt, geht es bei der Preispolitik um den Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung. Bei der Festlegung eines Preises beziehst du die Produktionskosten, die Zahlungsbereitschaft der Kunden und die Preise der Wettbewerber mit ein.

Auch Rabatte werden in der Preispolitik festgelegt.

Kommunikationspolitik (Promotion)

Bei der Kommunikationspolitik geht es um die Interaktion mit den Kunden und die Bekanntmachung des Produkts sowie des Unternehmens. Das Unternehmen legt Marketingmaßnahmen fest, die auf verschiedenen Marketingkanälen umgesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Medienwerbung, Sponsoring oder Events. 

Außerdem entscheidet das Unternehmen, wie es mit den Kunden interagiert. Herrscht eine seriöse Atmosphäre beim Kundenkontakt oder werden Nachrichten auf eine humorvolle und freundschaftliche Weise beantwortet? All das hat Auswirkungen auf das Image des Unternehmens.

Distributionspolitik (Place)

Bei der Distributionspolitik spielt der Vertrieb des Produkts eine zentrale Rolle, also wie es verkauft wird. Über die Ladentheke, im Online-Shop oder nur auf Messen? Diese Verkaufskanäle sollten mit den bevorzugten Einkaufsweisen der Zielgruppe übereinstimmen. Anti-Aging-Cremes für ältere Personen sind zum Beispiel am besten im Laden verfügbar, da diese Zielgruppe weniger im Internet unterwegs ist. 

Die Distributionspolitik findet also einen Weg, die Distanz zwischen dem Unternehmen und den Kunden zu überwinden.

Grundlagen für ein erfolgreiches Marketing  

Die 4P’s sind Marketinginstrumente zur Umsetzung von Marketingmaßnahmen. Doch um zu wissen, welche Marketingmaßnahmen nötig sind, solltest du zuerst die Marketingstrategie formulieren. Sie ist die Grundlage für ein erfolgreiches Marketing!

Um die Marketingstrategie festzulegen, musst du folgende Aspekte genau betrachten:

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Festlegung der Marketingstrategie

Schau dir die Aspekte nun genauer an!

1. Analyse der Zielgruppe

Auch wenn das Produkt für die Allgemeinheit geeignet ist, sollten die Marketingmaßnahmen immer speziell auf eine Zielgruppe ausgelegt sein. Denn bei einer zu groß angelegten Zielgruppe kannst du kein effizientes Marketing betreiben! 

Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto besser kannst du auf die Bedürfnisse eingehen und desto konkreter kannst du Marketingmaßnahmen formulieren. Nur so hat die Marketingstrategie auch Erfolg!

Bei der Zielgruppenanalyse unterscheidest du grundsätzlich zwischen dem Verkauf an andere Unternehmen B2B (Business-to-Business) oder dem Verkauf an den Endverbraucher B2C (Business-to-Customer).

B2B (Business-to-Business)

Beim B2B betrachtest du die organisatorischen und wirtschaftlichen Merkmale sowie das Kaufverhalten der Unternehmen. In dieser Tabelle sind einige für die Marketingstrategie relevante Informationen zusammengefasst:

Organisatorische Merkmale Ökonomische Merkmale Kaufverhalten
  • Branche
  • Firmensitz
  • Mitarbeiteranzahl
  • Marktanteil
  • Umsätze
  • Gewinn
  • Wachstum
  • Kaufkraft
  • Kauffrequenz (Wie viel und wie oft kauft das Unternehmen?)
  • Preis-Sensitivität (Wie ist die Zahlungsbereitschaft des Unternehmens?)
  • Kaufzeitpunkt
  • Verkaufsort

Betrachtest du diese Merkmale, kannst du eine optimale Marketingstrategie entwickeln.

B2C (Business-to-Customer)

Beim B2C steht die einzelne Person im Vordergrund, denn sie trifft die Kaufentscheidung. Dabei sind folgenden Aspekte von Bedeutung:

Demografische Merkmale Sozioökonomische Merkmale Psychografische Merkmale Kaufverhalten
  • Geschlecht
  • Alter
  • Wohnort
  • Einkommen
  • Bildungsstand
  • Persönlichkeit
  • Meinungen
  • Wünsche
  • Zahlungsbereitschaft
  • Preis-Sensibilität

Durch die Analyse der Zielgruppe weißt du, welche Bedürfnisse die Kunden haben, welche Produkte sie benötigen und wie viel sie zu zahlen bereit sind. Neben der Zielgruppenanalyse spielt auch der USP eine entscheidende Rolle.

2. USP – Alleinstellungsmerkmal

Bereits bei der Unternehmensgründung ist es wichtig zu wissen, was das Unternehmen oder das eigene Produkt einzigartig macht. Wodurch hebt es sich von der Konkurrenz ab und welchen Mehrwert bietet es? Das Alleinstellungsmerkmal, der USP (Unique Selling Point), kann Kunden überzeugen, genau dieses Produkt zu kaufen.

Bei der Formulierung des USPs können folgende Fragen helfen:

  • Ist das Produkt im Vergleich zur Konkurrenz besonders günstig?
  • Hat es im Vergleich zur Konkurrenz eine besonders hohe Qualität?
  • Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besser?
  • Hat es zusätzliche Eigenschaften oder Funktionen, die es von den Konkurrenzprodukten abhebt?

Jetzt sind die Zielgruppe und der USP des Produktes bekannt! Aber Achtung: Bevor du die passenden Marketingmaßnahmen umsetzt, musst du zuerst die Marketingziele formulieren.

3. Festlegung der Marketingziele

Mithilfe der Marketingziele kannst du im Nachhinein überprüfen, ob die Maßnahmen tatsächlich etwas gebracht haben. Außerdem helfen sie dabei, die Marketingstrategie zielgerichteter und effizienter durchzuführen.

Dabei unterscheidest du zwischen quantitativen und qualitativen Marketingzielen:

Quantitative Marketingziele Qualitative Marketingziele
  • Umsatzziele, Marktanteile, Gewinne
  • numerische Kennzahlen zur Messung des Erfolgs
  • nicht-ökonomische Ziele (nicht gewinnorientiert)
  • Wirkung des Unternehmens nach außen
  • Beziehung zu Kunden

Du brauchst Hilfe bei der Formulierung deiner Marketingziele? Dann schau unbedingt bei dem Video zu den SMART-Zielen vorbei! Ziele sollten nämlich immer „Spezifisch“, „Messbar“, „Akzeptiert“, „Realistisch“ und „Terminiert“ sein!

4. Corporate Identity

Die Corporate Identity beschreibt, wie das Unternehmen intern von Mitarbeitern und Gründern wahrgenommen wird. Am besten ist es, wenn das interne Bild (Corporate Identity) mit dem Bild an Außenstehende (Corporate Image) identisch ist. Intern sollten also genau die Werte umgesetzt werden, die das Unternehmen nach außen vertritt.

Wenn das Unternehmen zum Beispiel für Nachhaltigkeit wirbt, doch gleichzeitig bei der Produktion im Ausland Menschenrechte verletzt, stimmen Corporate Identity und Corporate Image nicht überein. Das kann zu fehlendem Vertrauen  bei den Kunden führen.

Die Corporate Identity setzt sich aus vier Säulen zusammen:

Corporate Behaviour

Wie erreicht das Unternehmen seine Ziele?

  • Preisverhalten
  • Weiterentwicklung des Produkts
  • Mitarbeiterführung
Corporate Design

Welches Erscheinungsbild hat das Unternehmen?

  • Logo, Farben, Designs
  • Wiedererkennungswert
  • Präsentation nach innen und außen
Corporate Communication

Wie kommuniziert das Unternehmen?

  • Kommunikationsstil (z.B. konsistent, authentisch) mit Zielgruppe
  • Kommunikationsstil mit Mitarbeitern, Partnern etc.
Corporate Culture

Welche Unternehmenskultur herrscht im Unternehmen?

Nun kennst du alle Grundlagen für eine optimale Marketingstrategie. Doch wie setzt du sie jetzt um?

Marketingkanäle und Marketingmaßnahmen  

Marketingmaßnahmen kannst du über verschiedene Kanäle verbreiten. Die wichtigsten Marketingkanäle und die entsprechenden Maßnahmen zeigen wir dir jetzt!

Online-Marketing

Das Online-Marketing (auch E-Marketing) spielt aufgrund der Digitalisierung eine immer größere Rolle. Damit sind alle Maßnahmen innerhalb der digitalen Welt gemeint, also die Kommunikation über Social-Media, E-Mail, bezahlte Werbeanzeigen bei Google und vieles mehr.

Übrigens: Im Gegensatz zum Offline-Marketing ist das Online-Marketing günstiger und lässt sich besser messen!

Zum Online-Marketing zählen zum Beispiel:

💻 Eigene Website

Genauso wichtig wie Newsletter oder Social-Media-Kanäle ist die eigene Website. Denn hier können Kunden Käufe tätigen und Newsletter abonnieren.

📈 Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung

Mit dem Suchmaschinenmarketing (SEM) sorgst du dafür, dass deine Website überhaupt auf Google angezeigt wird. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) hilft dir dabei, relevante Suchbegriffe zu finden, mit denen du deine Zielgruppe dann auf dich aufmerksam machst.

Um nun zusätzlich kostenpflichtige Werbeanzeigen zu schalten, hilft dir die Suchmaschinenwerbung (SEA).

📱 Social-Media-Marketing

Das Social-Media-Marketing beschreibt alle Marketingmaßnahmen in den sozialen Medien, wie Facebook, Instagram, TikTok und Co. Diese Plattformen bieten Unternehmen eine zusätzliche Möglichkeit, mit ihrer Zielgruppe zu interagieren und auf sich aufmerksam zu machen. Auch für das Finden neuer Mitarbeiter wird Social Media gerne genutzt. 

Welche Plattform am besten für ein Unternehmen geeignet ist, hängt stark von seinem Angebot und der Zielgruppe ab. Eine jüngere Zielgruppe erreicht man eher auf TikTok, während die Älteren sich auf Facebook rumtreiben. Die bekanntesten Social-Media-Kanäle sind:

  • Facebook
  • YouTube
  • XING
  • Instagram
  • TikTok
  • Twitter

✉️ Newsletter Marketing

Für viele Unternehmen sind E-Mails der am häufigsten genutzte Marketingkanal. Der Vorteil dabei ist nämlich die gute Messbarkeit der Erfolge. Jedoch ist dabei besonders wichtig, die Inhalte so zielgerecht wie möglich zu gestalten. Denn die Postfächer der Empfänger sind meist überschwemmt von Newslettern! Deshalb muss dein Newsletter besonders hervorstechen, um einen Eindruck zu machen.

📧 Permission Marketing

Ähnlich wie beim Newsletter Marketing verschickst du hierbei E-Mails an die Zielgruppe. Der einzige Unterschied ist die ausdrückliche Erlaubnis vom Kunden, Informationen und Werbung zu erhalten.

📝 Content Marketing

Beim Content Marketing schreibt ein Unternehmen beispielsweise Beiträge, die auf einem Blog veröffentlicht werden. Dadurch macht das Unternehmen eine Zielgruppe auf sich aufmerksam, die im Internet einen entsprechenden Suchbegriff eingegeben hat.

🔗 Affiliate Marketing

Beim Affiliate Marketing verkaufen Unternehmen Werbeflächen auf ihrer eigenen Website an andere Unternehmen. Schließen die Kunden nach Anklicken des Links einen Kauf ab, bekommt das Unternehmen eine vorher festgelegte Provision vom anderen Unternehmen.

Offline-Marketing

Alle Marketingmaßnahmen, die nicht digital stattfinden, fallen unter das Offline-Marketing. Es ist schwerer zu messen als das Online-Marketing, da zum Beispiel nicht klar ist, wie viele Leute eine Plakatwerbung gesehen haben oder einen Flyer tatsächlich angeschaut haben. Zusätzlich entstehen hier meist höhere Kosten.

Die am weitesten verbreiteten Offline-Marketingmaßnahmen sind:

📜 Flyer & Plakate
📬 Postalische Sendungen
✏️ Visitenkarten, Aufkleber, Kugelschreiber, Magneten …
📰 Anzeigen in Zeitungen
🔓 Bonuskarten („Der 5. Kaffee gratis“)
💵 Gutscheine, Coupons, Rabattaktionen

Entwicklung einer Marketingstrategie mit den 4P’s

Nun kennst du die Marketing Definition, die Grundlagen des Marketings und weißt, welche Arten von Marketing es gibt! Wie du mit den 4P’s nun tatsächlich eine Marketingstrategie entwickelst, zeigen wir dir in diesem Video ! Schau unbedingt vorbei!

Zum Video: 4Ps Marketing Mix
Zum Video: 4Ps Marketing Mix

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