Chemie Grundlagen

Dipol-Dipol-Wechselwirkung

Du fragst dich was eine Dipol-Dipol-Wechselwirkung ist und wie sie entstehen kann? Das und mehr zum Thema lernst du in diesem Artikel.

Gerne kannst du dir auch alles zu den Dipol-Dipol-Wechselwirkungen in unserem Video erklären lassen!%Videoverweis

Inhaltsübersicht

Dipol-Dipol-Wechselwirkung einfach erklärt

Die Dipol-Dipol-Wechselwirkung ist die stärkste der Van-der-Waals-Kräfte und gehört damit zu den zwischenmolekularen Kräften. Asymmetrische Moleküle mit einem Dipol können mit weiteren Dipolmolekülen wechselwirken, wodurch es zu den Dipol Dipol Wechselwirkungen kommt. Insgesamt sind diese deutlich schwächer als die kovalente Bindung, die Metallbindung und die Ionenbindung.

Ursache der Dipol-Dipol-Wechselwirkung

Die Dipol Dipol Wechselwirkung kannst du als Bestandteil der Van-der-Waals-Kräfte finden. Daneben gibt es noch die Debye Wechselwirkung zwischen einem Dipol und einem induzierten Dipol und die Londonsche Dispersionswechselwirkung zwischen zwei induzierten Dipolen. Die Dipol Dipol Wechselwirkung kannst du auch Keesom Wechselwirkung nennen. 

Dipol 

Ein Dipol%Videoverweis entsteht in einem Molekül durch eine polare kovalente Bindung . Durch Unterschiede in der Elektronegativität  trägt ein Bindungspartner eine partiell negative und der andere eine partiell positive Ladung . Die Elektronen werden nämlich von dem elektronegativeren Atom stärker angezogen, wodurch sich die negativen Ladungen vermehrt auf seiner Seite befinden. Es entsteht ein Dipol.

Dipolmoment

Ein Dipolmoment liegt dann vor, wenn die zwei gleich großen, entgegengesetzten Ladungen q sich in einem Abstand \vec{d} zueinander befinden und das Molekül nicht symmetrisch ist. Es muss also asymmetrisch sein, da der Abstand richtungsabhängig ist. Durch die Formel \vec{\mu} = q\vec{d} würdest du für das Dipolmoment in einem symmetrischem Molekül stets 0 berechnen.

Induzierter Dipol

Auch Moleküle, bei denen es keine ausreichende Elektronegativitätsdifferenz oder einen permanenten Dipol gibt, können von Zeit zu Zeit Dipole ausbilden. Im Orbitalmodell hast du gelernt, dass Elektronen bestimmte Aufenthaltswahrscheinlichkeiten haben. Sie bewegen sich ständig hin und her, was genauso bedeutet, dass die negative Ladung mal stärker und mal weniger stark auf einer Seite vorkommt. Dadurch entstehen temporäre Dipole. Die Elektronen bewegen sich die ganze Zeit und sind hin und wieder asymmetrisch verteilt, wobei für einen kurzen Moment ein solcher temporärer Dipol vorliegt. Ist dann ein weiteres Molekül in der Nähe, dann kann dort ein Dipol durch das Nachbarmolekül entstehen. Dort liegt dann also ein induzierter Dipol vor.

temporärer Dipol, Van der Waals Kräfte, induzierter Dipol
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Temporärer Dipol

Dipol-Dipol-Kräfte und Dipol-Dipol-Bindung

Durch die Elektronegativitätsdifferenzen können sich die Moleküle gleichmäßig anordnen und miteinander wechselwirken. Es kommt also zur Dipol Dipol Wechselwirkung zwischen dem partiell negativ geladenen Atom des einen Moleküls mit dem partiell positiv geladenen Atom des anderen Moleküls. 

Moleküle können gegenseitig Dipol Dipol Kräfte aufeinander auswirken, es entstehen also Dipol Dipol Wechselwirkungen. Bei sehr starken Wechselwirkungen kannst du von Bindungen sprechen, wie es bei der kovalenten Bindung , der Metallbindung und der Ionenbindung der Fall ist. Auch bei Wasserstoffbrückenbindungen steckt die Endung „-bindung“ mit drin, da diese bereits ziemlich stark sind für zwischenmolekulare Kräfte. Am besten bleibst du hier also bei der Bezeichnung Dipol-Dipol-Wechselwirkung oder Dipol-Dipol-Kräfte. 

Dipol Dipol Wechselwirkung
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Dipol-Dipol-Wechselwirkung

Zwischenmolekulare Kräfte 

Die zwischenmolekularen Kräfte%Videoverweis umfassen die Wasserstoffbrückenbindungen und die Van-der-Waals-Kräfte, wozu ebenfalls die Dipol-Dipol-Wechselwirkung gehört. Die Wasserstoffbrückenbindungen sind die stärksten zwischenmolekularen Kräfte, gefolgt von den Dipol-Dipol-Wechselwirkungen. Am schwächsten sind die restlichen Van-der-Waals-kräfte.

Zwischenmolekulare Kräfte, Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
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Zwischenmolekulare Kräfte

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