Ökologie

Du willst wissen aus welchen Trophieebenen eine Nahrungskette besteht? Hier erklären wir dir mit Beispielen, wie die Produzenten, die Konsumenten und die Destruenten angeordnet sind. 

Wenn du das Thema schneller verstehen willst, schau dir unser Video dazu an!

Inhaltsübersicht

Trophieebenen einfach erklärt

Eine Nahrungskette ordnet jedem Lebewesen einen Fressfeind und ein Lebewesen als Nahrungsquelle zu. Du siehst also, wer wen frisst und von wem er gefressen wird. 

Die Trophieebenen zeigen dir, welche Stellung in der Nahrungskette ein Tier oder eine Pflanze hat:

  • Am Anfang stehen die Produzenten (Pflanzen, Algen).
  • Sie werden von den Primärkonsumenten (pflanzenfressende Tiere) gefressen.
  • Diese werden wiederum verspeist von den Sekundärkonsumenten (fleischfressende Tiere).
  • Danach kommen die Tertiärkonsumenten (fleischfressende Tiere) usw..
  • Außerdem gibt es noch die Destruenten (Beispiel: Regenwürmer, Bakterien), sie zersetzen alle organischen Abfallprodukte in anorganische Bestandteile. 

Die Trophieebenen kannst du auch als Trophie, trophische Ebenen oder Trophiestufen bezeichnen. 

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Nahrungskette und Trophieebenen

Produzenten (Erzeuger)

Am Anfang der Nahrungskette stehen die Primärproduzenten. Das sind hauptsächlich Pflanzen und Algen, die durch Photosynthese organische Stoffe, sogenannte Biomasse (Beispiel: Blätter, Äste, Wurzeln) herstellen. Dazu brauchen sie anorganische Nährstoffe aus dem Boden und Sonnenlicht (Energie). Sie stellen die Grundlage für weiteres Leben dar.

Produzenten sind unter anderem Bäume, Blumen, Sträucher und Algen.

Primärkonsumenten

Als nächstes kommen die Primärkonsumenten. Sie können dir auch unter den Begriffen „Konsumenten 1. Ordnung“ oder „pflanzenfressende Verbraucher“ begegnen. Bei ihnen handelt es sich also um alle pflanzenfressenden Tiere. Hasen, Raupen und Pferde zählst du genauso dazu wie Giraffen oder Elefanten.

Die Primärkonsumenten ernähren sich von den Produzenten und sind Beute der Sekundärkonsumenten.

Sekundärkonsumenten

Die Sekundärkonsumenten nennst du auch „Konsumenten 2. Ordnung“ oder „fleischfressende Verbraucher. Alle Tiere, die sich von pflanzenfressenden Tieren ernähren, stehen auf ihrem Speiseplan. Sekundärkonsumenten sind daher Fleischfresser. Der Überbegriff für Fleischfresser lautet Prädatoren, was so viel wie Fressfeinde bedeutet.

Zu den Sekundärkonsumenten gehören Tiere wie Frösche, Katzen, Löwen oder Bussarde.

Tertiärkonsumenten und Konsumenten höherer Ordnung

Wenn die fleischfressenden Sekundärkonsumenten wiederum von anderen Tieren gefressen werden, dann nennst du sie Tertiärkonsumenten. Eine Raupe  (Primärkonsument) wird zum Beispiel von einem Frosch (Sekundärkonsument) gefressen. Wenn der Frosch dann von einem Adler verspeist wird, dann ist der Adler der Tertiärkonsument. 

Falls sich ein weiteres Tier (Bsp. größerer Greifvogel) von diesem Adler ernährt, dann wird dieses Lebewesen zum Konsumenten 4. Ordnung. Diese Abfolge bzw. Kette kannst du so immer weiter fortsetzen.

Tiere, die keine ernstzunehmenden Fressfeinde mehr haben, stehen am Ende der Nahrungskette. Du nennst sie Spitzenprädatoren oder Endkonsumenten. Dazu zählst du zum Beispiel große Greifvögel, Wölfe, Tiger und auch den Menschen.

Destruenten (Zersetzer)

Die letzte Trophieebene stellen die Destruenten (Beispiel: Regenwürmer, Pilze, Bakterien) dar. Sie zersetzen tote Tiere und Pflanzen und Abfallprodukte wie Kot oder abgefallenen Blätter in ihre anorganischen Bestandteile. Dadurch führen sie dem Boden Nährstoffe zu, die die Produzenten (Pflanzen, Algen) wieder zur Herstellung von Biomasse verwenden. So schließt sich die Nahrungskette zu einem Stoffkreislauf. 

Energiefluss Trophieebenen

Von Trophieebene zu Trophieebene wird durch die Nahrung Energie in Form von Kohlenhydraten weitergegeben. Bei jedem Schritt geht aber Energie verloren, da die verschiedenen Tiere und Pflanzen nicht die ganze Energie in ihrer Nahrung verwenden können. Sie scheiden Teil der Energie einfach aus. Außerdem geben sie Energie in Form von Körperwärme an die Umwelt ab.

Das heißt also, dass die Energie innerhalb der Trophiestufen linear immer weiter abnimmt. Die Energie bleibt also nicht im Nahrungskreislauf, sondern muss in Form von Sonnenlicht immer wieder von außen zugeführt werden. 

Bei jeder Trophieebene gehen ca. 90 % der Energie verloren und es werden nur 10 % der Energie durch die Nahrung weitergegeben. Das bedeutet, dass ein Reh, das 100 kg Gras frisst, davon nur 10 kg zunimmt. Wenn 10 kg Rehfleisch dann wiederum von eine Wolf gefressen werden, dann nimmt er nur 1 kg zu. Könnte der Wolf jetzt gleich die 100 kg Gras fressen, dann könnte er davon 10 kg zunehmen. 

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Energiefluss zwischen Trophieebenen

Nahrungspyramide  

Die Energie nimmt innerhalb der einzelnen Trophieebenen immer weiter ab. Veranschaulicht wird das häufig mit einer Nahrungspyramide. Schau dir jetzt unseren Beitrag zu dem Thema an, um mehr darüber zu erfahren!

Zum Video: Nahrungspyramide
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